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Thema: Energiemanagement. Habt Ihr damit zu tun??

  1. #1
    Avatar von MeisterLampe81
    MeisterLampe81 ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard Energiemanagement. Habt Ihr damit zu tun??


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    Hallo zusammen,

    ich wollte mal wissen, ob Ihr oder eurer Arbeitgeber aktiv mit Energiemanagement zu tun hat.

    Hintergrund: Im Moment ist es so, das eigentlich jeder mit dem ich mich unterhalte etwas mit Energiemanagement zu tun hat. Die meisten sind gerade im Systemaufbau und/oder wollen nach ISO 50001 Zertifizert werden. Wir sind mit der Firma mitten in der Zertifizierung und haben hoffentlich im Mai die Pappe in der Hand. Zur Zeit bin ich dafür verantwortlich.

    Wie siehts bei Euch aus?? Habt Ihr schon was von der EEG Ausgleichsreglung gehört?? Ist für jeden Betrieb ab 1GWh im Jahr interessant..


    Gruß
    MeisterLampe81
    Geändert von MeisterLampe81 (14.03.2012 um 12:21 Uhr) Grund: Redaktoneller Fehler.. ;-)
    So viel Technik und nur Probleme!!

  2. #2
    Sockenralf ist offline Erfahrener Benutzer
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    Hallo,

    wir haben das "Kick-Off-Meeting" vermutl. nächsten Montag --> dann weiß ich da genaueres.

    Energiedaen erfassen wir seit ca. 4 Jahren mehr oder weniger komplett (schon alleine für die Produktkalkulation)

    Stromverbrauch liegt irgendwo bei 750000kWh, Gas liegt irgendwo bei 250000m³ pro Monat


    MfG

  3. #3
    mariob ist offline Erfahrener Benutzer
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    Hallo,
    übers Kickoffmieting sind wir seit Monaten hinaus, über die Vorstellungen und die bisherigen Ergebnisse schweigt des Dichters Höflichkeit.....

    Gruß
    Mario

  4. #4
    Avatar von winnman
    winnman ist offline Erfahrener Benutzer
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    Obengenannte Zertifizierungen sagen mir derzeit nichts.

    Ich habe immer wider diverse Anfragen für Energioptimierung, . . .

    Hotels, . . .:
    Analyse was kann optimiert werden, suche größere Leistungen -> Kühlung und Küche -> Koch erwürgt mich wenn ich Herd mal für ein paar Minuten ausschalte. Kühlung bringt auch nichts, weil in den nächsten 15 min dann voll dranhängt. Der Rest lässt sich nicht beeinflussen, Licht in Halle, . . . kann nicht nach belieben gedimmt werden.
    Also eigentlich hoffnungslos. (neueres kommt ganz unten)

    Kleine Industriebetriebe (KFZ WERkstätten, . . .):
    Mal ne IVECO analysiert: Spitzenverbraucher Kompressor und Bremsenprüfstand, Licht kann nicht verändert werden, da sowiso eher knapp, Heizung Fossil, . . .
    Angedachter Ansatz: bei benutzung Bremsenprüfstand ausschalten den Kompressors um Lastspitze zu vermeiden -> vor Ausführung Testversuch: Nach Abschaltung Kompressors für ca. 3 min Aufschrei: kein ausreichender Druck mehr für Werkzeuge -> Druckspeicher scheidet aus da kein Platz)

    Noch einige derartige Beispiele -> was soll dann optimiert werden, wenn kein Optimierungspotential Bzw kein Platz / Bzw Optimierungwille vorhanden.

    Andere Seite:

    Derzeit wird bei uns in div. Industrie / Hotelbereichen von einer Firma unheimlich stark ein "Energiesparobjekt" beworben und auch eingebaut. Die Funktionsweise beruht auf der herabsetzung der Netzspannung!
    Da heute im Hotelbereich sehr vie über EVG und teilweise über LED realisiert wird, wird hier die Einspaarung ca. 0% betragen.
    Im Küchenbereich hohlen sich die Geräte die erforderliche Leistung auch bei geringerer Netzspannung (durch Thermostate, . . .)
    Damit ist die tatsächliche Einsparung eigentlich nur auf die paar konventionellen Leuchtmittel in den Zimmern begrenzt (die könnten sich aber auch durch eine Begrenzung der meist vorhandenen Dimmer realisieren lassen)
    -> Das ist eigentlich eine Räubervorgehensweise, da die Einsparung sich nicht nachweisen lässt, diese aber versprochen wird.
    Installationskosten > 10k EUR.

    Zusammenfassung:
    Eine wirkliches Energiemanagement ist nur dann möglich, wenn bei Klima, Druckluft, Heizung, . . . entsprechende kurzfristige Speicher vorhanden sind, die dafür genutzt werden können. (oder ev. entsprechend träge Syswteme die auch mal mehr als 30 min ausgeschaltet werden können).
    Da diese Speicher in der Praxis nirgends vorhanden sind, kann über konventionelle Energieoptimierung selten tatsächlich etwas realisiert werden.
    Ganz anders schaut es in Produktionsbetrieben aus, hier kann auch ohne Energieoptimierungsgeräte allein durch entsprechende Abstimmung des Produktionsprozesse erheblich auf eine vernünftige Gleichzeitige Energieauslastung einfluss genommen werden!

    Das geht aber an den "normalen" Energimanagement Geräten eher Vorbei, da liegt es an der Steuerung des gesamten Herstellungsprozesses!


    Aus Erfahrung: 95% der Installeirten Energiemanagemantsyswteme haben nie funktioniert, werden nie funktionieren und sind daher eigentlich verwchwendete Energie und wurden meist eigentlich zu Wucherpreisen verbaut und können sich auch nicht rechnen.

    Der Ansatzpunkt ist die Analyse des Prozesses. Sind hier keine Einsparungen ohne einbuße der Prozessleistung und keine entspr. Speichermöglichkeiten vorhanden und ist keine Änderung des Prozesses möglich/gewünscht, sind alle diese Ansatzpunkte wirkungslos!
    Das trifft leider auf über 95 % der kleineren Betriebe zu.

    Bei Größeren Betrieben liegt sehr viel Potential in der Gestaltung des Gesamtprozesses.
    Hier ist auch meist die Möglichkeit gegeben entsprechende Puffer unterzubringen.
    Dadurch lässt sich hier auch etwas bewirken.

    Da sind aber meist diese Firmen selber dahinter gekommen!

    Also generel:
    Wer Energiemanagment ohne entsprechendes hinterfragen betreibt, der belügt sich meist selber, zu fast 100% aber die Kunden!
    Elektrotechnik und Elektronik funktioniert mit Rauch (Beweis: Tritt Rauch aus, funktioniert auch das Bauteil nicht mehr)

  5. Folgender Benutzer sagt Danke zu winnman für den nützlichen Beitrag:

    ducati (06.08.2012)

  6. #5
    Avatar von winnman
    winnman ist offline Erfahrener Benutzer
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    Ansetzen muss man an den Prozessen selbst (Energierückgewinnung, Puffer, Herabsetzung der Prozesstemperaturen, Gebäudedämmung, Vorlauftemperaturen senken, Spreitzung erhöhen, . . .)
    Elektrotechnik und Elektronik funktioniert mit Rauch (Beweis: Tritt Rauch aus, funktioniert auch das Bauteil nicht mehr)

  7. #6
    Avatar von Tommi
    Tommi ist offline Erfahrener Benutzer
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    Hallo,

    die 50001 soll bei uns auch auditiert werden.
    Praktische Erfahrungen habe ich -noch- nicht.

    Mal sehen...

    Gruß
    Tommi

  8. #7
    Oberchefe ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard

    Sparen lässt sich schon, geht aber meist nicht ohne Investitionen. Z.B. Beleuchtung LED statt Glühlampen, müssen aber gute sein damit die Helligkeit auch passt, kein Billigschrott. Bei Drehstrommotoren lässt sich durch Einsatz von Hocheffizienzmotoren einiges sparen, heißt aber vorhandene Motoren raus und andere rein. Wird meist vom kurzfristigen Denken der Einkäufer torpediert, Schnäppchen beim Kauf der Maschine gemacht, Energiesparen, was ist das?

  9. Folgender Benutzer sagt Danke zu Oberchefe für den nützlichen Beitrag:

    Boeby (18.04.2012)

  10. #8
    Avatar von Zefix
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    Bei uns wurde auch einiges geändert.
    In den toiletten Bewegungsmelder verbaut, beim Kacken muss man jetz winken sonst hockt man im Dunkeln.
    Die Boiler an den Waschbecken wurde einer abgesteckt. Ich hätts umbauen lassen 1 Boiler für 2 Waschbecken tuts auch..
    Ein Freund von mir hat einige Leuchtreklamen, die die ganze Nacht brennen, umgebaut auf LED.


    In der Prod. Linie wird die Beleuchtung jetzt Zeitgesteuert.
    Zu Produktionszeiten geht die Beleuchtung automatisch an und danach wieder aus.
    Zu Mittag werden 2 Phasen der Beleuchtung weggeschalten.
    Falls trotzdem Licht gebraucht wird über Taster Nachtriggern.
    Das ganze kann via Intranet verwaltet werden.

    Bei kleinen und Mittelständischen Betrieben seh ich das Einsparpotenzial auch eher Gering.
    Evtl. kompressor,Beleuchtung,Boiler über Zeitschaltuhr?
    Druckluft ist eine recht teuere Energie ->> Dichtheit der Schläuche usw....

    Naja, just my 2 cents...
    Gruss Andi
    Wenn ich einen meiner Finger in eines deiner Nasenlöcher stecke, haben wir beide nen Finger in der Nase

  11. #9
    Avatar von vierlagig
    vierlagig ist offline Erfahrener Benutzer
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    wir haben EnMS nach 50001 Ende 2011 eingeführt
    heute ist dazu das erste interne Audit, Zertifizierung dann im Juni

    wenn man ein laufendes QMS (9001) und möglichst noch ein UMS (14001) hat, ist es sehr einfach ein EnMS einzubauen.

    wir sind KMU mit hohem Energieverbrauch (15GWh/a), da ist die EEG-Umlage und die Stromsteuerrückerstattung ein wesentlicher Kostenfaktor
    das Ziel aus unternehmerischer Sicht wird zwar immer die Effizienzsteigerung sein aber dabei gilt es nicht unter die Antragsgrenze zu fallen ... klingt widersprüchlich, aber genau so ist der Aparat der Erstattungen und Vergünstigungen ja ausgelegt
    Geändert von vierlagig (13.03.2012 um 16:41 Uhr)
    [SIGNATUR]
    Ironie setzt Intelligenz beim Empfänger voraus.
    [/SIGNATUR]

  12. #10
    Avatar von MeisterLampe81
    MeisterLampe81 ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard

    Also sind auch hier einige von der ISO 50001 betroffen..

    @winman: Du mußt die Sache viel systematischer und theoretischer sehen. Bei einem EnMs nach 50001 kannst du sicher sein, das es funktioniert. Und ich bin auch der Meinung, das weit mehr als 5% der installierten EnMs richtig gut funktionieren. Es geht nicht nur darum überall Zähler zu installieren, sondern die Energieflüsse (klar mit hilfe von Messungen) zu erfassen, darzustellen und zu bewerten. Es geht viel mehr um die Energieeffizienz der Anlagen und ganz besonders der Prozesse. Hier reicht es nicht, wenn ich sage, mein Motor x läuft 20 Stunden und ich kann nichts dagegen tun, sondern zu ermitteln, warum der Motor überhaupt laufen muß und ob es vielleicht eine alternative gibt, diese Laufzeit zu verringern.
    Wenn man systematisch vorgeht, lernen alle sehr viel über Ihren Betrieb kennen. Wie haben durch ein EnMs gelernt, wo wir noch erhebliches verborgenes Potential im Betrieb haben.
    Es ist auch so, das da, wo wenig Energie verbraucht wird, es nicht viel zum Einsparen gibt. Aber da, wo viel Energie verwendet wird, ist auch meist ein hohes Einsparpotential.

    @4L: Wir haben die 9001 und machen die 14001 parallel zur 50001. Alles ein Abwasch.
    Das mit der Antragsgrenze und dem Verbrauch ist richtig. Aber die Grenze wurde ja im Dezember 2011 herab gesetzt. 2008 waren es etwas über 450 Unternehmen in Deutschland, die damit zu tun hatten, 2011 waren es schon über 750 Unternehmen. 2012 könnten über 2500 Unternehmen davon betroffen sein. Das Problem ist, das es im Moment nicht genug Zertifizierer für die 50001 gibt und der Antrag bis zum 30.06. gestellt werden muß. Was passiert aber, wenn es in ein paar Jahren alle haben?? Warscheinlich das gleiche wie mit der Förderung von Photovoltaikanlagen...
    Hast du persönlich mit der Einführung zu tun??

    Gruß
    MeisterLampe81
    So viel Technik und nur Probleme!!

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