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Thema: Frage zur "Zugkraft"

  1. #1
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    Folgendes Problem:
    (Die Motoren sind von Siemens, die FU's von Lenze)
    Obwohl die Zugkraft (ist mittels eines TP270 einstellbar) bei Maximum eingestellt ist (77,9 Nm) ist der tatsächliche Motorstrom für meine Begriffe
    (28,5 A) bei max. 60 A (die er könnte) viel zu gering. Ich meine, daß der Antrieb nur "mitläuft". Im generatorischen Betrieb kann er aber eigentlich nicht sein, da er der letzte Antrieb ist, der das zu produzierende Material "zieht".

    Das fortführende Problem ist, daß auf dem Material ein Meßrad läuft, welches eine "fliegende Schere" regelt. Dieser Scherenmotor wird aus noch nicht gefundenem Grund sehr schnell heiß (110°C, danach kommt eine Temperaturabschaltung). Der Geber am Meßrad und an der Motorwelle ist gewechselt. Ich vermute, daß die Stetigkeit der Materialzuführung einfach zu ungleichmäßig ist und dadurch der Scherenmotor ständig beschleunigt /gebremst) wird. Leider ist die Anzeige des Motorstromes mit GDC
    durch die Wiederholungsrate von min. 1sec nicht sehr aufschlußreich und meine Stromzange hat der Lehrstift klar gemacht, defekt in den Schrank gelegt und ich habe sie jetzt (wo ich sie nutzen wollte) gefunden.

    Wie wird dieses Zugkraft denn "gebastelt" ?
    Wird dieser letzte Antrieb nur mit einer sich aus der Eingabe (mittels irgendwelcher Umrechnungen) ergebenden höheren Geschwindigkeit als der Vorgängermotor beaufschlagt, so daß das max. Zugmoment letztendlich durch den max. Motorstrom oder in dem irgend etwas mechanisch rutscht, begrenzt würde ?
    Zitieren Zitieren Frage zur "Zugkraft"  

  2. #2
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    Hallo,
    hast Du irgendwie die Möglichkeit die Impulse vom Meßrad zu kontrollieren.
    Frequenzmessung mit Multimeter oder über das Programm, wenn es den über eine SPS verarbeitet wird.

  3. #3
    mega_ohm ist offline Erfahrener Benutzer
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    Zitat Zitat von Junior Beitrag anzeigen
    Hallo,
    hast Du irgendwie die Möglichkeit die Impulse vom Meßrad zu kontrollieren.
    Frequenzmessung mit Multimeter oder über das Programm, wenn es den über eine SPS verarbeitet wird.
    Die Impulse mit einem Multimeter zu kontrollieren, diese Möglichkeit (zumindest während des Betriebes) habe ich nicht.
    Ich weiß, daß man ein paar Sekunden (je nach Tiefe der Auflösung) mit dem Tool "Oszi" von GDC (dieses Lenze- Progi für die FU's) aufzeichnen und danach auswerten kann. Wenn ich jetzt noch wüßte, was man für diese Kurve alles in diesem Tool einstellen muß, hätte ich erstmal eine Möglichkeit, mir mal die Signale während des Betriebes anzuschauen.

    Die Inkr./rpm habe ich mir auf dem Signalkonverter und dem FU angeschaut. Auf Grund der Wiederholungsrate von 1sec. sehen sie unspektakulär aus. (sind da und der Wert ändert sich auch nicht sprunghaft, pendelt um Unterschiede von 5 Inkr./rpm => daraus folgere ich ein "normales" Regelverhalten für den Motor )

  4. #4
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    Ruckelt der Antrieb irgendwie sichtbar oder hörbar?
    Wie ist die Solldrehzahl des Antriebs, konstant?
    Ist der Schneidvorgang selbst vielleicht einfach zu schwergängig?
    Was zieht die Schere im Stillstand (also nicht fliegend)?

    hth

    kiestumpe

  5. #5
    mega_ohm ist offline Erfahrener Benutzer
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    Zitat Zitat von kiestumpe Beitrag anzeigen
    Ruckelt der Antrieb irgendwie sichtbar oder hörbar?
    Ich würde "Ja" sagen.
    Ich weiß aber nicht, von wo es her kommt.
    Das Getriebe ist neu. (14 Tage gelaufen, war aber vom 1. Moment an so)
    Der Motor (neu) hat am A- Lager nach der Montage gequalmt und war danach fest. Das A- Lager wurde daraufhin gewechselt und ich habe die
    mech. Montage dieses Mal selbst durchgeführt. Vorher war der Zahnriemen so gespannt, das es schon fast die Motorwelle vebog .
    Den Resolver auf der Motorwelle und den Resolver am Meßrad habe ich gewechselt.
    Motor und Getriebe habe ich (ohne Zahnriemen) mit der Hand durchgedreht, beide sind leichtgängig, haken oder klappern nicht.
    Die Motorwelle hat in keine Richtung (axial oder radial) ein merkliches Spiel.

    Wie ist die Solldrehzahl des Antriebs, konstant?
    Die Solldrehzahl ist in Grenzen konstant. Beim letzten Scherenumlauf vor dem Schnitt wird beschleunigt, um die Differenz, die durch den Umfang der Schere (die Messerarme rotieren gegenläufig) in Bezug auf die Solllänge des schneidenden Materials entsteht, auszugleichen. Bei der jetzigen Länge fehlen aber nur etwas in die 30 mm.
    Ist der Schneidvorgang selbst vielleicht einfach zu schwergängig?
    Was zieht die Schere im Stillstand (also nicht fliegend)?
    Das der Schneidvorgang zu schwergängig ist, halte ich für ausgeschlossen.
    Z.Zt. werden eher "kleine Kaliber" produziert. Bei anderen Produktionsaufgaben wird der doppelte Durchmesser geschnitten.
    Die Scherenarme drehen ständig. Wenn die Länge des Materiales erreicht ist, wird das Material in den Scherbereich "reingedrückt" => Knick und ab.

    Im Stillstand zieht der Scheren- Antrieb 30A. Damit wird sozusagen "gebremst".
    Der Fremdlüfter ist i.O.

    Sämtlichste, von mir genannte Werte (Strom, Solldrehzahl, etc.) habe ich mit GDC über die CAN- Schnittstelle ausgelesen.
    Mit dem "Mäusekino" geht das leider nicht während der Produktion, weil diese Schnittstelle mit einem Profibus- App.Modul belegt ist.
    Mit GDC habe ich eben das Problem, das ich die Werte nur 1x pro Sec. aktualisiert bekomme.
    Mit dem Tool "Oszilogramm" habe ich ein anderes Problem mit Anleitung eines Mitarbeiters der Lenze- Hotline schonmal grafisch dargestellt bekommen. Anhand dieser Kurve konnte man eine Aussage treffen. Ich weiß, daß es geht. Ich weiß das ich damals (ist ca. 2 Jahre her) viel einstellen mußte, aber ich weiß nicht mehr, was und wie (Trigger etc.)

    Mfg
    mega_ohm

  6. #6
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    Bist Du den Antrieb mal gesteuert gefahren, d.h. ohne Lageregler ? Stimmen die Geschwindigkeiten ? Hat für den Motor (ich geh mal von Servo aus) eine Rotorlage Identifikation stattgefunden ?

  7. Folgender Benutzer sagt Danke zu offliner für den nützlichen Beitrag:

    mega_ohm (21.06.2007)

  8. #7
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    Hallo Mega_ohm,

    Ein Mögliche Ursache liegt in dem Beschleunigen, könnte das System zum schwingen Anregen.
    Hast du die Möglichkeit mit konstanter Drehzahl zu fahren? Nur um diese Ursache auszuschliessen.
    Wenn das Rattern dann weg ist, müsstest du dir eine Dämpfung überlegen...
    Wenn du mit S7 und FB41 der Regler realisiert hast, kannst du ein Totband eingeben und mal versuchen ob's dadurch besser wird.

    Viel Erfolg...


    Zitat Zitat von mega_ohm Beitrag anzeigen
    Ich würde "Ja" sagen.
    Ich weiß aber nicht, von wo es her kommt.
    Die Solldrehzahl ist in Grenzen konstant. Beim letzten Scherenumlauf vor dem Schnitt wird beschleunigt, um die Differenz, die durch den Umfang der Schere (die Messerarme rotieren gegenläufig) in Bezug auf die Solllänge des schneidenden Materials entsteht, auszugleichen. Bei der jetzigen Länge fehlen aber nur etwas in die 30 mm.

    Im Stillstand zieht der Scheren- Antrieb 30A. Damit wird sozusagen "gebremst".
    Der Fremdlüfter ist i.O.
    ...
    Mfg
    mega_ohm
    30A - heizen auch schon ordentlich

  9. Folgender Benutzer sagt Danke zu kiestumpe für den nützlichen Beitrag:

    mega_ohm (21.06.2007)

  10. #8
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    Hallo,
    ich glaube, dass bei deinem Antrieb die Verstärkung zu hoch eingestellt ist und das Positionsfenster eventuell zu knapp. Das Ruckeln und der "hohe" Strom im Stillstand deuten darauf hin, dass er ständig versucht in sein Positions-Fenster zu kommen und es immer wieder überläuft. Das könnte ggf. auch beim Fahren ein Problem sein, da er sich zu viel mit sich selbst beschäftigt und weniger mit der eigentlichen Aufgabe.

  11. Folgender Benutzer sagt Danke zu Larry Laffer für den nützlichen Beitrag:

    mega_ohm (21.06.2007)

  12. #9
    mega_ohm ist offline Erfahrener Benutzer
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    Zitat Zitat von offliner Beitrag anzeigen
    Bist Du den Antrieb mal gesteuert gefahren, d.h. ohne Lageregler ? Stimmen die Geschwindigkeiten ?
    Diesen Test (fixed= ?? rpm) habe ich gemacht
    Die Geschwindigkeit sah eigentlich gut aus
    Hat für den Motor (ich geh mal von Servo aus) eine Rotorlage Identifikation stattgefunden ?
    Es ist ein 9331 Servo Curve FU.
    Ist die Rotorlage- ID = C0095 (Polradlageabgleich) ?
    Dieser Parameter steht auf "inaktiv".
    Nach dem Motorwechsel wurde "Austauschgerät" angewählt.
    "Bei der Transfervariante ... Kommunikationscodestelle C09 und C129 ... in Antrieb übertragen. Handelt es sich um einen 9300 Servo so wird der Polradwinkel (C5 übertragen."

    Hätte man den C0095 auf "aktiv" stellen müssen ?

  13. #10
    mega_ohm ist offline Erfahrener Benutzer
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    Zitat Zitat von Larry Laffer Beitrag anzeigen
    Hallo,
    ich glaube, dass bei deinem Antrieb die Verstärkung zu hoch eingestellt ist und das Positionsfenster eventuell zu knapp. Das Ruckeln und der "hohe" Strom im Stillstand deuten darauf hin, dass er ständig versucht in sein Positions-Fenster zu kommen und es immer wieder überläuft. Das könnte ggf. auch beim Fahren ein Problem sein, da er sich zu viel mit sich selbst beschäftigt und weniger mit der eigentlichen Aufgabe.
    Wo kann ich denn prüfen, wie hoch die Verstärkung eingestellt ist ?

    Ich habe gerade noch einmal den FB- Editor geöffnet.

    Der FU ist bei 96,9 % Rechenzeit- Auslastung. Ist das normal ?
    Drei Funktionsblöcke werden als "beschaltet, aber fehlen in der Abarbeitungstabelle" gekennzeichnet.
    AOUT1 (12 microsec.)
    CMP1 (15 microsec.)
    OSZ (70 microsec.)

    Kann es sein, das dieses OSZ für den Ringpuffer zuständig ist, den man mit Oszilloskop ausliest ? Ich hatte mit dem Oszi schonmal gearbeitet und mir wurde gesagt, das ich erst irgendeinen Parameter einschalten muß, sonst geht gar nix mit dem Oszi. Ich weiß nur nicht mehr, welcher Parameter es war. (ist ca. 2 Jahre her und ich arbeite nicht jeden Tag mit der Interna der Lenze- FU's). Auf jeden Fall sagte der Programmierer (einer anderen Anlage) mir damals, das er diesen Parameter (aber welcher war es ??, ich weiß es nicht mehr) wegen der Rechenzeit immer ausschaltet.

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