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Thread: Energiesparen mit Frequenzumrichtern?

  1. #1
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    Hallo!
    Wir hatten heute einen Energieberater bei uns im Betrieb der gesagt hat das es von Energieverbrauch her sinnvoll ist Drehstrommotoren mit Frequenzumrichtern zu betreiben. Allerdings konnte er mir nicht erklären wie die Energie gespart werden soll.
    Meiner Meinung nach steigt der Energieverbrauch bei gleichen Bedingungen (Drehzahl, Last usw.) sogar noch leicht an (Verlustleistung FU). Kann mir jemand erklären wie die Energieeinsparung zustande kommt?

    Christoph
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  2. #2
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    hallo ch1576,
    erklären kann ich dir das nicht, nur einen link geben wo einiges über Energieeinsparung mit Antriebsregler steht.

    http://www.lenze.de/lenze.de_de_acti...0164e08017fb63


    habe es selber aber noch nicht ganz gelesen !

    Gruß Per
    Suche nicht nach Fehlern, suche nach Lösungen. [Henry Ford]
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  3. #3
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    Wenn Du z.B. Pumpen betrachtest. Die laufen in der Regel volle Kanne und blasen die überschüssige Menge über einen Bypass ab.
    Damit der Bypass funktioniert, musst Du ca. 20 % mehr Menge fördern, als Du wirklich brauchst.
    Fährst Du jetzt Deine Pumpe über ein leistungsfeldabhängiges Profil (die meisten Maschinen laufen nie Volllast) hast Du sofort wenigstens 15 % der Energie gespart.
    Ich habe das mal für einen Kunden realisiert, der Ziehmittel in eine Ziehmaschine pumpte. Die Einsparung lag im Mittel bei 35 %.
    Lieber Feste feiern, als feste arbeiten.

  4. #4
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    Hallo,

    außerdem kannst du mit einem Umrichter z. B. an einem Ventilator genau DIE Dehzahl einstellen, die dein Prozeß benötigt.

    Meistens ist alles wie schon gesagt überdimensioniert



    MfG

  5. #5
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    Energieeinsparungen kann ich mir besonders an folgenden Punkten vorstellen:

    1. Anlaufverhalten von Asynchronmaschinen: Die ziehen im Anlauf einen hohen Strom. Mit FUs wird der Anlauf über eine Frequenzanpassung (0..Nutzfrequenz) realisiert und der Strom geregelt.

    2. Wenn Getriebe zur Drehzahlanpassung verwendet werden:
    Getriebe, die nur dazu dienen, die Drehzahl eines Antriebs, der am direkten Netz betrieben wird, anzupassen (wenn der Motor das geforderte Drehmoment auch ohne Getriebe hergeben würde), führen zu mechanischen Verlusten.
    FUs könne Drehzahlen direkt anpassen (siehe Beitrag von Sockenralf).

    das führt uns zum...

    3. ...Wirkungsgrad:
    Oft werden Antriebe überdimensionert, da verfügbare Typen oftmals nicht optimal auf den Prozess ausgelegt sind.

    4. Energierückspeisung bzw. Speicherung:
    Moderne FUs können i.d.R. mit Netzrückspeiseeiheiten ausgerüstet werden. Bremsenergie muss dann nicht über Widerstände in Wärem vernichtet werden, sondern kann ins Versorgungsnetz zurückgeführt werden.
    Werden Mehrachssysteme auch mit verbundenen Gleichstomrzwischenkreisen betrieben, können die einzelnen Achsen effizienter Betrieben werden, da z.B. eine Achse im Bremsvorgang die Energie für eine Achse in der Beschleunigung bereitstellen kann. Dann muss auch keine Energie über Bremeswiderstände vernichtet werden (Stichwort: Zwischenkreisspeicherung).

  6. Folgender Benutzer sagt Danke zu trinitaucher für den nützlichen Beitrag:

    Deltal (03.12.2008)

  7. #6
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    Aber Vorsicht beim Ersatz von Getrieben durch einen FU.
    Einen normalen Drehstrommotor dauerhaft mit weniger als 75 % der Nenndrehzahl zu betreiben, kann zum thermischen Tod des Motors führen.
    Wenn der Motor keinen Thermistor hat, muss man da sehr aufpassen.
    Lieber Feste feiern, als feste arbeiten.

  8. #7
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    Erstmal Danke für die Antworten.
    Allerdings weiß ich nicht ob ich bei meinen Anwendungen mit einer Reduzierung Drehzahl arbeiten kann. Es handelt sich hauptsächlich um Schredder und Schneidmühlen für Kunststoffabfälle mit einer Leistung von 20-55 kW die von Hand beschickt werden.
    Hat jemand von Euch schon mal einen solchen oder ähnlichen Fall gehabt und durch Einsatz von FUs eine Energieeinsparung erzielt?

    MfG
    Christoph

  9. #8
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    Wenn Deine Schredder von Hand beschickt werden, gibt es bestimmt auch Beschickungspausen, in denen der Motor mit reduzierter Drehzahl laufen kann. Der Einspareffekt wird dabei aber nicht so toll sein, weil das Schneidwerk der eigentliche Leistungsfresser ist.
    Lieber Feste feiern, als feste arbeiten.

  10. #9
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    Ein Kunde hat einen Lüfter mit einer Regelklappe. Diese sorgt für eine konstante Luftmenge (26000m²/h, der antrieb hat 160kW). Das ganze kann man ja auch über ein FU regeln. Ich weiss man kann das Einsparpotenzial ausrechen. Aber wie?
    Differnzdruck über die Regelklappe messen? Und dann weiter???
    Die Kunst in der Personalführung ist es
    die Mitarbeiter so über den Tisch zu ziehen,
    dass sie die Reibungshitze als Nestwärme empfinden.
    Reply With Quote Reply With Quote Ich hätte dazu auchmal eine Frage...  

  11. #10
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    Wenn Du immer eine konstante Luftmenge brauchst, wird sich ein Umbau auf FU nicht rechnen.
    Wenn die abgegebene Luftmenge hinter der Regelklappe stark schwanken kann, sieht das natürlich anders aus.
    Dann kann man sicherlich in der Näherung die tatsächlich benötigte Luftmenge ermitteln und zur aktuellen Luftmenge in Beziehung setzen.
    Die eingesparte Luftmenge sollte direkt ein Mass für die Energieeinsparung sein. Über den Strompreis kann man dann die Einsparung ausrechnen.
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