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Thema: Frequnzumformer bei Schweranlauf

  1. #1
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    Hi,

    ich habe folgende Frage. In einer Industrieanlage gibt es einen Antrieb 18,5 Kw, der ca. alle 40 Sekunden unter Volllast eingeschaltet wird. Dieser geschieht momentan mit einem Schütz, kein Stern Dreieck oder sonstige. Ein Softstarter schafft das nicht, ist nicht für die vielen Starts gedacht und wurde auch probiert.Der Motor ist mit Fremdlüfter ausgerüstet, was auch zur Kühlung ausreicht, mit dem Schütz wird der Motor nicht heiss. Dies war aber beim Softstarter nicht der Fall, Motor und Starter wurden heiss.
    Nun hat man mir empfohlen, einen Vektor geregelten Frequenzumformer mit einer Hochlauframpe ca. 25 auf 50Hz und einer Hochlaufzeit von ca. 3-4 Sekunden zum Start des Antriebs zu nutzen, um den enormen Startruck zu beseitigen.
    Nun meine Frage: Kann mir jemand sagen, ob der Motor mit kleiner Frequenz beim Start auch schon die volle Kraft hat um hochzulaufen und wird mit dieser Lösung der Motor auch nicht heiss? Im Betrieb nimmer er ca. 32 Amp. auf, hat also noch Reserven da der Nennstrom bei 36,5 Amp liegt.
    Ich habe keine Lust den Starter für für 2300€ zu kaufen, neue Kabel zu verlegen und es klappt dann nicht.
    Danke
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  2. #2
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    Normalerweise besitzen FU Mechanismen, mit denen sich ein Schweranlauf realisieren lässt. Für einen Versuch ist es nicht unbedingt notwendig, gleich neue Kabel zu verlegen (ich gehe davon aus, Du denkst an geschirmte Kabel). Auch gibt es viele Hersteler, die (falls verfügbar) auch schon mal ein Gerät für einen Versuch verleihen (z.B. bei SEW war das nie ein Problem), lass Dich eventuell auch von einem Techniker des Antriebsherstellers unterstützen.

    Ich muss aber zugeben, dass ein Schweranlauf von 18,5 kW in 3-4 Sekunden schon eine sportliche Herausforderung ist

    mfg Maxl
    Bin aufgrund §2 der "Rechte des Betreibers" der Forum-Regeln nicht mehr aktiv, da nicht nicht akzeptiere, dass Informationen und Erkenntnisse ohne Quellangabe weitergegeben werden sollen. Jedem steht frei, auf die gleichen Erkenntnisse durch Eigenversuche zu kommen, vor allem Buchautoren.

  3. #3
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    Hallo Du,

    ich denke an geschirmte Kabel, ja. Dies hat auch einen Grund. An der Anlage sind mehrere Verwiegeeinheiten installiert. Diese arbeiten bekanntlich im Millivoltbereich und ich habe Angst, dass es durch den FU zu Fehlfunktionen kommen könnte.
    Wie produzieren Asphalt und ne Reklamation von mehreren Tausend Euro möchte ich mir wegen 60m Kabel nicht unbedingt ans Bein binden.

    Telemecanique sagt, man kann den 18,5 KW zum baugleich großen Motor einsetzen da man eine Einschaltleistung von 170% mit dem Regler schafft. Andere sagen, nimm ne Baugröße höher, was aber auch nen neuen Schrank bedeuten würde.
    Was kannst Du dazu sagen?

    Danke und Gruß C.

  4. #4
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    Für den Dauerbetrieb musst Du so oder so geschirmte Kabel installieren, ich dachte eher an einen Kurzversuch.
    Telemecanique sind (bzw. waren, hab diese seit 6 Jahren nicht mehr in Betrieb genommen) immer recht gute Umrichter, das mit der Baugröße 18,5 kW ist bei vielen Herstellern ein Problem, da sie oft keine 18,5 kW Geräte anbieten sondern nur 15 und 22 kW (wobei diese beiden z.B. bei SEW die gleiche Baugröße besitzen).
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  5. #5
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    Hi,

    ein Kurzversuch sollte mindestens 10 Std. dauern unter Volllast. Mit dem Softstarter klappte es vorher ja auch ne Stunde oder 2, und dann war Ende.
    10 Std. bedeuten aber 2000to Produktion und das Material muß 100% sein. Da wäre mir das Kabel zu lasen ein Wenig zu gefährlich wegen Störunger der Millivolt Verwiegeeinrichtungen.
    Cu

  6. #6
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    Also grundsätzlich sehe ich da kein größeres Problem,
    da Asphaltanlagen ja im Normalfall relativ offen (luftig) gebaut sind,
    sollte es ja kein Problem sein, ein Kabel provisorisch durch die Gegend zu schmeißen.

    Zur Überdimensionierung:
    Da Telemecanique Leistungstechnisch baugleich mit Toshiba-FU's sind (die ich relativ gut kenne),
    kann ich sagen, das eine Überdimensionierung bei denen auch unnötig ist.
    Die FU's unterscheiden sich nur in der Bedienoberfläche ...

    Wobei Wiegetechnik, wenn richtig und gut geschirmt ausgeführt, auch erstaunlich robust gegen EMV-Störungen ist,
    insofern muss man sich da meiner Erfahrung nach auch nicht zu sehr verrückt machen.


    Was du imho noch berücksichtigen musst, das sich unter allen Umständen die Hochlaufzeit verlängern wird, ebenso wie die Stopzeit,
    also solltest du definitiv prüfen ob und welche Auswirkungen das auf den Prozess haben kann,
    bzw. wie man diese Auswirkung reduzieren/eliminieren kann.

    Mfg
    Manuel
    Warum denn einfach, wenn man auch Siemens einsetzen kann!

    Wer die grundlegenden Freiheiten aufgibt, um vorübergehend ein wenig Sicherheit zu bekommen, verdient weder Freiheit noch Sicherheit (B. Franklin).

  7. #7
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    Hi, danke erstmal für die Tips

    Stopzeit? Ist da nicht SPS Stop aus Stop am FU? Das ja ein ganz neuer Aspekt. Ich dreh bald durch

    Cu

  8. #8
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    Getriebebau Nord hat auch einen sehr guten Support, die Anwendungstechniker dort helfen dir bestimmt auch weiter.

    Läuft der Motor einfach aus oder wird er gebremst?

    Bei den meisten FU's kann man parametrieren, ob der Motor an der Rampe gebremst wird (Achtung: Dimensionierung des Bremswiderstands beachten oder rückspeisefähigen Umrichter benutzen) oder ob der Motor "austrudelt", d.h. stromlos geschaltet wird.

    Je nach Umgebungstemperatur muss man vielleicht doch etwas größer dimensionieren. Warm werden die alle, und wenn die Energie am Bremswiderstand "verbrannt" wird, wird der FU mit Sicherheit zu warm. Bei freiem Austrudeln des Motors wird das denke ich halb so wild sein.

    Bei der Parametrierung muss man möglicherweise etwas achtgeben. Wie sieht denn das Lastmoment aus? Hast du am Anfang ein großes Losbrechmoment und danach geht es leichter? Oder ist die Kennlinie exakt linear (z.B. wie bei Förderbändern) oder sogar quadratisch (z.B. typisch bei Pumpen, Lüfter)?

    Bei einem großen Losbrechmoment muss man möglicherweise größer dimensionieren. Du packst sicherlich kurzzeitig mehr, aber wenn du mit einem Schütz einschaltest, fließt mitunter das 7-fache des Nennstroms (die Stromzange wird's zeigen, wie viel da wirklich fließt), mit dem FU packst du meistens vielleicht das 1,5fache, höchstens kurzzeitig vielleicht mal das 2-fache des Nennstroms. Beim Anlauf kann das unter Umständen eine Rolle spielen. Bei linearer Lastmomentkennlinie ist das aber nicht besonders relevant- wenn man ein großes Losbrechmoment braucht, unter Umständen schon.
    Generell geht es aber meist mit FU deutlich besser. Korrigiert mich, wenn ich daneben liege, in den Dimensionen bin ich normalerweise nicht daheim

    Gruß, Tobias
    Isn't simulating stimulating?

  9. #9
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    Losbrechmoment, naja. Der Motor läuft unter Volllast an, nicht schwerer als im Betrieb auf Nenndrehzahl denke ich mal. Ist halt ein Förderband mit einer Steigung von 22 Grad.

    Cu

  10. #10
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    Ach so- das sollte normalerweise kein so großes Problem sein.

    Aber genaueres können dir die Anwendungstechniker von SEW, Getriebebau Nord oder Siemens oder Telemechanique (oder wem auch immer) dann sagen.
    Ich würde mich da zu weit aus dem Fenster lehnen...

    ABB hat übrigens ein Tool namens DriveSize auf ihrer Homepage (www.abb.de).
    Siemens hat ein Tool namens Sizer, kostet um die 20 Euro, gab's früher mal für lau, heute darf man nicht mehr- also kostet es was...
    SEW hat eine Workbench als Projektierungshilfe (kostet wohl auch ein paar wenige Euros, muss man bestellen).
    Bei Getriebebau Nord heißt das Tool Nord AAP und man kann es auch direkt bestellen (kann eigentlich auch nicht viel kosten).
    Festo hat auch so ein Tool, allerdings spielen die in den Größen nimmer mit

    Gruß, Tobias
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