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Thema: Asyncronmotor im generatorischem Betrieb

  1. #1
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    Schönen Abend an die Community,

    Angenommen ich habe ein langes Förderband 110 KW, das Material in Förderrichtung leicht abwärts liefert. Je mehr Material aufs Förderband übergeben wird um so weniger Leistung braucht das Fördeband (FB).
    Irgendwann kommt der Momet wo das FB keine Leistung (Strom A) mehr vom Netz bezieht sondern ins Netz zürückliefert.

    Meine Frage:

    Was für Art von Elektr.Komponenten sind eigentlich notwendig diesen Motor zu Betreiben und ins Netz zurückzuspeisen.

    Die Sicherheitstechnik ist Klar (Scheibenbremsen zwischen Motor und Getriebe)
    Zitieren Zitieren Asyncronmotor im generatorischem Betrieb  

  2. #2
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    Zitat Zitat von alfi2 Beitrag anzeigen
    Was für Art von Elektr.Komponenten sind eigentlich notwendig diesen Motor zu Betreiben und ins Netz zurückzuspeisen.
    Das können mittlerweile viele Frequenzumformer.
    Diese werden in diesem Fall mit einem Rückspeisemodul ausgestattet.
    Zum Beispiel Umrichter von SEW sind dafür sehr gut geeignet.
    Gruß
    Paule
    ----------------------------------------------------------------------------
    > manchmal verliert man und manchmal gewinnen die anderen <

  3. #3
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    Vorher aber mal bei den Kollegen vom Netz nachfragen, ob die das überhaupt mögen.
    Rückspeisung ist nicht immer gern gesehen.

    Gruß
    Dieter

  4. #4
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    Wer solche Antriebe einsetzt braucht in der Regel mehr Strom als er Rückspeisen kann.

    Ein weiterer Ansatz besteht wenn es z.B. mehrere solche Antriebe geben sollte.
    Bei vielen Umrichtern kann man über die Zwischenkreise andere Umrichter mit dieser Energie versorgen.
    „Wenn du ein Problem hast, versuche es zu lösen. Kannst du es nicht lösen, dann mache kein Problem daraus.“
    Siddhartha Gautama

  5. #5
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    Zitat Zitat von Blockmove Beitrag anzeigen
    Vorher aber mal bei den Kollegen vom Netz nachfragen, ob die das überhaupt mögen.
    Rückspeisung ist nicht immer gern gesehen.
    Es ist ja nicht so dass er mit einem Motor gleich als Energieerzeuger da steht.
    Wenn er da ein paar Antriebe am laufen hat wird das bisschen Energie ja gleich wieder verbraucht.
    Gruß
    Paule
    ----------------------------------------------------------------------------
    > manchmal verliert man und manchmal gewinnen die anderen <

  6. #6
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    generatorisch = enegie kommt vom motor zurück

    du hast 2 möglichkeiten:

    1. über bremswiderstand verheizen
    2. rückspeisen

    rentabilität von zweiterem hängt von leistung und betriebsdauer ab.
    die wärme vom bremswiderstand muss auch irgendwie weg... kann er ausserhalb vom schrank sein? wenn er wegen der schutzart rein muss, dann überlege dir gut wie du diesen schrank kühlen willst...

    aber ich gehe mal davon aus dass so ein band z.b. in einem kieswerk ständig läuft.

    also auf jeden fall eine rückspeisung vorsehen.

    rückspeiseeinheiten gibt es von vielen herstellern.
    man redet auch von e/r-modulen (ein- rückspeise modul)

    ich habe schon systeme von sew und siemens häufig eingesetzt, auch in wesentlich größere leistungsklassen.

    was der entzbetreiber sagt ist in industriebetrieben mit eigenen trafostationen eher zweitrangig. wenn man an trafos vom evu angeschlossen ist, dann gibts da mehr zu beachten! je nach land ist das nochmal unterschiedlich...

    in europa gibt es aber eine norm die das regelt, habe die nummer jetzt nicht im kopf, aber die gibt klare grenzen für den THD wert an.
    der thd wert ist eine englische abkürzung für die "totale harmonische verzerrung" sie definiert den oberschwingungsgehalt.
    in europa muss der laut norm unter 8% liegen.

    in usa wird da normativ der gesammte am trafo und noch der von jedem erzeuger bewertet...

    mit herkömmlichen einfachen rückspeiseeinheiten die einfach im blockstromverfahren mit einer B6-Brücke - also 6-pulsig - arbeiten ist das fast nicht zu erreichen, wenn die schaltungen 12-pulsig (trafo mit YD wicklung geht 90° vwersetzt auf zwei B6 brücken) arbeiten, dann gehts - meistens...
    richtig gute werte liefern die neuen "active line module" von siemens sinamics, die arbeiten nicht im blockstromverfahren sondern bilden einen recht guten sinus nach und selbst bei schwachen netzen kommt man mit dem thd laut datenblatt noch unter 4,1%...

    aber wie gesagt - in einem industriellen netz mit eigenem trafo interessiert das idr nicht! da kannst du also getrost was einfaches von siemens, keb, sew oder sonst wem einsetzen...
    "Es ist weit besser, große Dinge zu wagen, ruhmreiche Triumphe zu erringen, auch wenn es manchmal bedeutet, Niederlagen einzustecken, als sich zu den Krämerseelen zu gesellen, die weder große Freude noch großen Schmerz empfinden, weil sie im grauen Zwielicht leben, das weder Sieg noch Niederlage kennt." Theodore Roosevelt - President of the United States (1901-1909)

  7. #7
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    Zitat Zitat von Markus Beitrag anzeigen
    aber wie gesagt - in einem industriellen netz mit eigenem trafo interessiert das idr nicht! da kannst du also getrost was einfaches von siemens, keb, sew oder sonst wem einsetzen...
    Wie du schon schreibst: idr. In der Regel.
    Mit einfachen Rückspeisemodulen "versaust" du dir Netz ganz schön. Wenn mehrere an einer Trofstation hängen, dann können schon nette Störungen auftreten. Manche Komponenten können da schon Ärger machen. S5-Spannungsversorgungen z.B. sind da anfällig.


    Gruß
    Dieter

  8. #8
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    Guten Morgen,

    Erst mal Danke an alle die sich hier mit ihren Ansichten und Erfahrungen beteiligen.

    Die Anlage wird überbrückend die erste Zeit mit Cat-Dieselagregat betrieben.

    Hat schon Jemand Erfahrung mit so einer Problematik .

    Es handelt sich um mehrere Förderbänder die abhängig von ihrer momentanen Fördermenge ins Netz (gespeist von Cat oder Ähnlichem) zurückliefern.

    Es werden auch eine Menge anderer Verbraucher versorgt

    Das klingt mal nach einer echten Herausforderung!

    An Markus:
    Welche Erfahrungen hattest Du mit Siemens und SEW
    ----------------------------------------------------------------------
    Grüße
    Alfred

  9. #9
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    Zitat Zitat von alfi2 Beitrag anzeigen
    Die Anlage wird überbrückend die erste Zeit mit Cat-Dieselagregat betrieben.
    Evtl. eine getrennte Spannungsversorugnung für die Steuerungen (SPS) vorsehen. So dass du im Problemfall evtl. eine USV ranhängen kannst. Haben wir bei Anlagen in Osteuropa häufig.

    Gruß
    Dieter

  10. #10
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    Hallo Alfi,

    mir ist eigentlich nicht klar, ob Du überhaupt einen Umrichter benötigst? Ist einer eingebaut?

    Wenn Du für den motorischen Betrieb ohne Umrichter auskommst, brauchst Du für den generatorischen Betrieb auch nichts. Gibt auch keine wesentlichen Verzerrungen

    Der Motor geht langsam von Schlupfdrehzahl, z.b. 1.450 in Richtung synchrone Drehzahl (1.500) und dann in den generatorischen Betrieb bis ca. 1.550. In der Praxis wird das Band etwas schneller.
    Mit "normalen ASM" kannst durch einen sicheren Betrieb bis ca. 80 % der motorischen Last hinbekommen, darüber hinaus geht es auch noch bis ca. 1,1 fach, sollte dann aber geprüft werden.

    Du must aber aufpassen, Du schicktst nur Wirkleistung in das Netz zurück; die Blindleistung muss vom Netz kommen - also ggf. einen dicken Kondensator vorsehen.

    Ich habe so schon große Prüfstände bis 1,5 MW gebaut...
    Ein freundliches Glückauf!
    Gunter

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