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Thema: Frage zu Drehstrommotor und 87Hz-Betrieb

  1. #11
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    Zitat Zitat von Xplosion Beitrag anzeigen
    Was muß ich machen, damit dieser Motor eine um den Wurzel-3-Faktor höhere Leistung hat?
    Den Motor bei 87Hz mit 400V fahren, genau in dem Punkt hast du die Wurzel-3 Fache Leistung.

    Bis 50Hz ändert sich gar nichts, der Motor hat hierbei immer noch seine Typenschild-Leistung,
    ab 50Hz steigert sich die Leistung kontinuierlich auf den Wurzel-3-fachen Wert bei 87Hz.
    P = (M*n)/9,55
    M bleibt konstant, n wird gesteigert = P wird größer

    Spannungstechnisch halten das moderne für FU-Betrieb geeignete Motore problemlos aus,
    größere Probleme macht in dem spielchen das Getriebe, welches normalerweise nicht für diese Mehr-Leistung ausgelegt ist.
    Aus dem Grund schreibt SEW, dass man nur bis zur nächsten Baugröße des Motors gehen soll, also 3kW als 4kW, obwohl theoretisch ca. 5,2kW möglich wären.

    Mfg
    Manuel
    Warum denn einfach, wenn man auch Siemens einsetzen kann!

    Wer die grundlegenden Freiheiten aufgibt, um vorübergehend ein wenig Sicherheit zu bekommen, verdient weder Freiheit noch Sicherheit (B. Franklin).

  2. #12
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    Erstmal vielen Dank für eure Hilfe....

    Nochmal grundsätzlich zum Verständnis:

    Der Techniker hat dann wohl gedacht, dass der Motor im Stern betrieben wird oder?

    Also kann man allgemein einen Motor, der im Stern mit einem FU bei 400V betrieben wird in Dreieck anklemmen, mit 400V/87Hz ansteuern aber nur bis 50Hz einstellen.
    Somit ist dann die Leistung höher, da er im Dreieck läuft und mehr Strom aufnehmen kann.Sehe ich das richtig?


    Wenn der FU aber nicht bei 50Hz begrenzt, bekomme ich 400V auf eine Wicklung.Somit kann ich die Leistung über die Nenn-Leistung hinaus erhöhen, mit Beachtung von Getriebe und höhere Wärmeabgabe.

    Stellt das wirklich kein Problem dar wenn die Spule dann 400V bekommt? Werd mal nach der Magnetischen Durchflutung googeln.

    Das Getriebe hat eine Übersetzung von 12,5. Kann euch aber mal die genauen Daten durchgeben, wenn das was hilft.

  3. #13
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    Der Motor wird schon das 1,7 fache an Moment bringen können auch bei 50 Hz, er wird halt nur zu warm... Das ist der Hauptgrund warum Du aus dem Motor auch nicht mehr rausholen kannst. Bei 87 Hz Betrieb geht der Motor erst später in den Feldschwächbereich (bei ca. 400 V) und hat bis dahin ein nahezu konst. Drehmoment. Volle Wurzel 3 holt man sowieso nicht raus, zwischen 50Hz und 87Hz fällt die Kennlinie leicht ab, so dass man bei 87Hz nur noch auf ca. 1,5 - 1,6 fache Leistung kommt, je nach Grösse des Motors. Irgendwann werden die Magnetisierungsverluste zu gross, so dass sich ein Betrieb bei 87Hz nicht mehr lohnt. Die 400 V stellen kein Problem dar, im Stern trägt die Wicklung diese ja auch. Der Motor muss nur für Umrichterbetrieb geeignet sein, da hier bei 400V Netz über 1000V auf der Wicklung liegen können (Zwischenkreis x2).
    Geändert von offliner (25.10.2010 um 11:40 Uhr)

  4. #14
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    Wie finde ich denn heraus, ob der Motor für Umrichterbetrieb geeignet ist?

    An Stern hält die Wicklung die Spannung natürlich aus, aber sie verteilt sich dort ja auch auf zwei Wicklungen, so dass an jeder nur 230V anliegen.

  5. #15
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    Ob der Motor für Umrichterbetrieb geeignet ist, kann dir der Motorenhersteller sagen. Da ist dann eine zusätzliche Phasenisolation in der Ständerwicklung eingelegt.

    Aber alles andere ist doch jetzt ausführlich und anschaulich erklärt worden.

    Gruß SPS-Fuzzi

  6. #16
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    Zitat Zitat von Xplosion Beitrag anzeigen
    Wie finde ich denn heraus, ob der Motor für Umrichterbetrieb geeignet ist?

    An Stern hält die Wicklung die Spannung natürlich aus, aber sie verteilt sich dort ja auch auf zwei Wicklungen, so dass an jeder nur 230V anliegen.
    Also da der Motor auch heute bereits mit passenden Umrichter betrieben wird,
    wird er wohl auch geeignet sein ... oder etwa nicht.

    Das Problem bei Umrichterbetrieb allgemein ist nicht die eigentliche Effektiv-Betriebsspannung des Motors,
    sondern Spannungsspitzen von >1kV die durch das PWM-Signal des FU's entstehen
    und bezüglich dieser Spitzen ändert sich relativ wenig wg. 230 oder 400V.

    Mfg
    Manuel
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  7. #17
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    Ich hätte noch eine Frage:

    Ich hab einen Motor mit 1400 U/min gegen einen mit 690 U/min ausgetauscht.

    Hab diesen jetzt statt 50Hz bei 70Hz laufen.

    Da der Motor fast keine Kraft aufbringen muß, wollte ich wissen, ob ich ihn noch mehr Frequenz zumuten kann wegen erhöhten Eisenverlusten usw.

    Wie weit darf ich noch gehen?

  8. #18
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    Das geht soweit, bis der Motor kein Moment mehr bringt, bzw. die mechanische Grenzdrehzahl erreicht ist (Datenblatt)... Ich gehe mal davon aus, dass der Motor im Feldschwächebereich betrieben wird. Sowas nutzt man z.B. bei Wicklern gerne aus, da benötigt man bei hohen Drehzahlen ein niedriges Moment und bei niedrigen Drehzahlen ein hohes, also ideal für Feldschwächebetrieb.

  9. #19
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    Zitat Zitat von Xplosion Beitrag anzeigen
    Ich hätte noch eine Frage:

    Ich hab einen Motor mit 1400 U/min gegen einen mit 690 U/min ausgetauscht.

    Hab diesen jetzt statt 50Hz bei 70Hz laufen.

    Da der Motor fast keine Kraft aufbringen muß, wollte ich wissen, ob ich ihn noch mehr Frequenz zumuten kann wegen erhöhten Eisenverlusten usw.

    Wie weit darf ich noch gehen?
    Ich wuerde das einfach ausprobieren. Der Moder wird nach oben hin immer schwächer, bis er irgendwann nicht einmal mehr seine eigene lagerreibung ueberwinden kann und stehen bleibt. Letztendlich ist die wicklungsauslegung und deine last entscheidend, bis wohin du fahren kannst.

    Der achtpolige Motor läuft so langsam, dass mit den lagern auch bei 100 Hz kein Problem zu erwarten ist.
    Viele Grüße
    Klaus Kilper

    ======================================
    Bretzel GmbH, Ing. Büro für Antriebs- und Elektrotechnik
    www.bretzel-gmbh.de

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