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Thema: Frage zu Drehstrommotor und 87Hz-Betrieb

  1. #1
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    Hallo,

    vor kurzem war ein Techniker in unserer Firma und hat mir einen Tip gegeben, um aus einem Motor noch etwas mehr Drehmoment rauszuholen.

    Folgende Situation:

    Ein Kabel-Aufwickler hat einen Getriebemotor, welcher über einen Umrichter (Eingang 1x230V / Ausgang 3x230V ) im DREIECK angeschlossen ist.

    Der Motor bringt bei sehr schweren Kabeln und voller Trommel nicht mehr genug Drehmoment.

    Der Tip vom Techniker war folgender:

    Ich soll den 230V-Umrichter rauswerfen (ist ein 0,37kW) und einen 400V-Umrichter mit 0,75kW einbauen.
    Dann am FU die max. Frequenz auf 87Hz einstellen, aber natürlich nur bis 50Hz freigeben.
    Somit würden zwar 400V bei 87Hz anliegen und theoretisch die Wicklung überlastet, aber da er nur bis 50Hz fahren darf, liegen dann nur die zulässigen 230V an der Wicklung an.

    Das Ergebnis sollte dann ein Wurzel-3-Faktor besseres Drehmoment sein, weil mehr Strom fließt.

    Was ich daran allerdings nicht verstehe:

    Warum erhöht sich dann die Leistung bzw. Drehmoment?
    Der Motor war ja vorher schon im Dreieck angeschlossen und hat eine Spannung pro Wicklung von 230V.
    Wenn er in Stern angeschlossen wäre, dann ist es für mich verständlich.

    Und noch eine allgemeine Frage:

    Wenn allgemein einen Motor (230/400V) an einem 400V-Umrichter im Stern angeschlossen ist, kann ich dann theoretisch jeden Motor auf 400V umstellen und 87Hz einprogrammieren, aber natürlich nur bis 50Hz fahren lassen?

    Vielen Dank schonmal im vorraus
    Zitieren Zitieren Frage zu Drehstrommotor und 87Hz-Betrieb  

  2. #2
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    Schau mal hier.

    Grüße
    Michael
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  3. #3
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    Hallo !

    Es spricht nichts dagegen, den 230V Umrichter gegen einen 400V Umrichter zu tauschen und 87Hz Kennlinie einzustellen, nur den Vorteil der 1,73fachen Leistung bei 87Hz und 400V gegenüber 230V 50Hz hast Du halt nicht, wenn Du nur bis 50Hz fährst.

    Der magnetische Fluß im Asynchronmotor bestimmt dessen Drehmoment, und der magnetische Fluß ist Spannung durch Frequenz und muss konstant bleiben, sprich 230V/50Hz = 400V/87Hz. Heißt also dass du mit 87Hz-Kennlinie konstantes Moment hast bis 50Hz und bei 50Hz die Nennleistung des Motors, du hast also keinen Drehmomentgewinn !

    Gruß SPS-Fuzzi

  4. #4
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    Nichts für ungut, aber das was dir der gut Mann da erzählt hat war nur teilrichtig, bei genauer Betrachtung sogar Blödsinn.

    Der Vorteil der 87Hz-Kennlinie ist, das von 50-87 Hz weiterhin das Nennmoment des Motors zur Verfügung steht,
    und der Motor somit effektiv mehr Leistung zur Verfügung stellt.

    Solange du den Motor wieder nur im Bereich 0-50Hz betreibst hat sich dadurch rein gar nichts verändert.

    Mfg
    Manuel
    Warum denn einfach, wenn man auch Siemens einsetzen kann!

    Wer die grundlegenden Freiheiten aufgibt, um vorübergehend ein wenig Sicherheit zu bekommen, verdient weder Freiheit noch Sicherheit (B. Franklin).

  5. #5
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    in wirklichkeit hast du auch nicht unbeding mehr Leistung zu verfügung,
    du hast nur einen größeren Drehzahl Stellbereich. Wenn du deinen Antrieb
    schneller drehen lässt wirst du wahrscheinlich auch mehr Leistung
    brauchen, um deine Last zu bewegen. Bei vielen Anwendung ist es nicht
    unbedingt so das die erforderliche Leistung Linear steigt.
    - - -
    Wer als Werkzeug nur einen Hammer hat, sieht in jedem Problem einen Nagel.

  6. #6
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    Noch was vergessen:

    ich weiß ja nicht wieviel Aufwand du treiben willst - aber wenn du die Getriebeuntersetzung erhöhst und dann mit der Frequenz höher als 50Hz fährst, dann hast du sehr wohl einen Drehmomentgewinn.

    Ist aber schon viel Aufwand - neuer Umrichter und neues Getriebe.

    Gruß SPS-Fuzzi

  7. #7
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    Vielen Dank für die schnellen Antworten.

    Ich verstehe es zwar immer noch nicht ganz, aber ich stelle die Frage jetzt mal anders:

    Was muß ich machen, damit dieser Motor eine um den Wurzel-3-Faktor höhere Leistung hat?

    Ich kann ja nicht mit 400V und 87Hz fahren, da eine Wicklung ja 400V bekommt, sie aber nur für 230V ausgelegt ist.

  8. #8
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    bei gleichen Motor und Konstanter Drehzahl......nichts.
    Der Motor wird immer nur seine Nennleistung abgeben.
    - - -
    Wer als Werkzeug nur einen Hammer hat, sieht in jedem Problem einen Nagel.

  9. #9
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    Das gibt es halt die physikalischen Grenzen!

    Einfaches Beispiel:
    P = U x I

    Was willst Du erhöhen? Die Leistung, na dann Spannung oder Strom!
    Aber macht das die Technik mit? Gut die 87Hz Geschichte bringt bei 87Hz etwas mehr Leistung im Rahmen der technischen Eigenschaften des Motors. Aber wie die Kollegen hier auch schon sagen dreht der Motor dann auch schneller!

    Grüße
    Michael
    Grüße
    Michael

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  10. #10
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    Zitat Zitat von Xplosion Beitrag anzeigen
    Ich kann ja nicht mit 400V und 87Hz fahren, da eine Wicklung ja 400V bekommt, sie aber nur für 230V ausgelegt ist.
    Wenn bei 50 Hz an Deiner Wicklung 230 Volt anliegt und bei 87 Hz rund 400 Volt anstehen, machst Du alles richtig, da die magnetische Durchflutung gleich bleibt.
    Das Drehmoment bleibt gleich und die Leistung wird höher. Wenn Du das richtig nutzen willst, musst Du Dein Getriebe ändern, so dass bei 87 Hz die Drehzahl herauskommt, die vorher bei 50 Hz rauskommt.

    Ist aber im ersten Beitrag von MCerv mit der SEW-Unterlage schon sehr gut beschrieben worden....
    Ein freundliches Glückauf!
    Gunter

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