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Thema: Drehstrommotor an verschiedenen Netzen

  1. #1
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    Habe folgenden Drehstrommotor: (Gebläse Typenschild)
    kW 2,2
    Volt 230/400
    Hz 50
    Amp 8,8 DR / 5,1 ST
    rpm 2890
    cos phi 0,8


    kW 2,55
    Volt 265/460
    Hz 60
    Amp 8,8 DR / 5,1 ST
    rpm 3470
    cos phi 0,78

    Nun soll dieses Gebläse in Mexiko, an zwei verschiedenen Orten, mit unterschiedlichen Netzen, zum Einsatz kommen.

    Netz 1: 440 V 60Hz (Sternschaltung)
    Netz 2: 220 V 60 Hz (Dreieckschaltung)

    Wie ändert sich an beiden Netzen der Nennstrom? Was verändert sich noch?
    Zitieren Zitieren Drehstrommotor an verschiedenen Netzen  

  2. #2
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    Zitat Zitat von sirbarny Beitrag anzeigen
    kW 2,2
    Volt230/400
    Hz 50
    Amp 8,8 DR / 5,1 ST
    rpm 2890
    cos phi 0,8


    kW 2,55
    Volt 265/460
    Hz 60
    Amp 8,8 DR / 5,1 ST
    rpm 3470
    cos phi 0,78

    Wie ändert sich an beiden Netzen der Nennstrom? Was verändert sich noch?
    P = U * I * Wurzel 3 * cos(Phi)

  3. #3
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    Vielleicht habe ich nur einen Denkfehler, aber die Gleichung hat
    zwei Unbekannte:

    P = ???
    I = ???

  4. #4
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    Im Grunde hast Du vier Typenschilder: 50/60 Hz und jeweils Stern/Dreieck

    Im Mexico gilt (vermutlich) das 60Hz Typenschild:
    Code:
    kW 2,55
    Volt 265/460
    Hz 60
    Amp 8,8 DR / 5,1 ST
    rpm 3470
    cos phi 0,78
    im Dreieck ist das
    Code:
    kW 2,55
    Volt 265
    Hz 60
    Amp 8,8 A
    rpm 3470
    cos phi 0,78
    im Stern:
    Code:
    kW 2,55
    Volt 460
    Hz 60
    Amp 5,1 A
    rpm 3470
    cos phi 0,78
    Bitte beachte: Da die Spannungen, an denen Du dem Motor betreiben wirst, aber etwas niedriger als seine Nennspannung sind, wirst Du nicht die volle Leistung bekommen.


    #############################################
    Zitat Zitat von Verpolt Beitrag anzeigen
    P = U * I * Wurzel 3 * cos(Phi)
    Das Produkt U*I ist in beiden Fällen fast identisch und der Rest sind Konstanten, so dass sich die gleiche Leistung ergibt. Daher ist ja auch nur eine Leistungsangabe auf dem Typenschild vorhanden.

  5. #5
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    Hallo,

    mit der Frequenz ändert sich auch die Drehzahl


    MfG

  6. #6
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    Hallo !

    Interessant ist in diesem Fall nur die Angabe auf dem Typenschild für 60Hz:
    265/460V 60Hz. Das ist die Nennspannung.

    440V 60Hz sind 440/460=0,956 von der Nennspannung. Das Drehmoment des Motors verhält sich quadratisch zur Spannung, d.h. das Drehmoment sinkt auf 0,956 zum Quadrat = 0,915. Soll heißen der Motor hat noch 91% seines ursprünglichen Nennmomentes.

    Bei 220V 60Hz ist es schon gravierender mit der Unterspannung, das sind 220/265=0,83 von der Nennspannung. Das Drehmoment des Motors verhält sich quadratisch zur Spannung, d.h. das Drehmoment sinkt auf 0,83 zum Quadrat = 0,69. Soll heißen der Motor hat noch 69% seines ursprünglichen Nennmomentes !!!

    Gruß SPS-Fuzzi

  7. #7
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    Zitat Zitat von SPS-Fuzzi Beitrag anzeigen
    440V 60Hz sind 440/460=0,956 von der Nennspannung. Das Drehmoment des Motors verhält sich quadratisch zur Spannung, d.h. das Drehmoment sinkt auf 0,956 zum Quadrat = 0,915. Soll heißen der Motor hat noch 91% seines ursprünglichen Nennmomentes.

    Bei 220V 60Hz ist es schon gravierender mit der Unterspannung, das sind 220/265=0,83 von der Nennspannung. Das Drehmoment des Motors verhält sich quadratisch zur Spannung, d.h. das Drehmoment sinkt auf 0,83 zum Quadrat = 0,69. Soll heißen der Motor hat noch 69% seines ursprünglichen Nennmomentes !!!
    Grundsätzlich hast Du sicher Recht, aber elektrische Maschinen müssen innerhalb ihres Nennspannungsbereiches (der ist nach IEC festgelegt, habe aber die Norm nicht zu Hand), kann z.B. +- 6% oder auch +-10% sein, auch ihre Nennleistung angeben.
    Das schafft man näherungsweise mit der nicht-linearen Magnetisierungskennlinie.
    Somit wäre zumindest im ersten Beispiel die Auswirkung wohl deutlich geringer....
    Ein freundliches Glückauf!
    Gunter

  8. #8
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    Grundsätzlich hast Du sicher Recht, aber elektrische Maschinen müssen innerhalb ihres Nennspannungsbereiches (der ist nach IEC festgelegt, habe aber die Norm nicht zu Hand), kann z.B. +- 6% oder auch +-10% sein, auch ihre Nennleistung angeben.
    Das schafft man näherungsweise mit der nicht-linearen Magnetisierungskennlinie.
    Somit wäre zumindest im ersten Beispiel die Auswirkung wohl deutlich geringer....
    Die Physik interessiert sich leider gar nicht für die IEC oder sonstige Normen, die sagt nur stur dass das Drehmoment (vielmehr Kippmoment) quadratisch mit der Spannung abnimmt.

    Gruß SPS-Fuzzi

  9. #9
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    Langsam aber sicher geht's ins Detail.
    Ich kann mich noch erinnern, dass sich auch die Leistung
    zur Spannung qudratisch verhält. Halbiert man die Spannung
    erhält man ein Viertel der Leistung. Oder so ähnlich.

    Werde mir am Montag beim Hersteller die Nenndaten für diese
    Anwendungen besorgen.

    Für alle anderen Antriebe muss ich auch noch die Nenndaten besorgen. Gebaut werden 2 gleiche Maschinen mit ca. 120 kW, wobei nach meinen bisherigen Berechungen der Nennstrom bei 440V 205A und bei 220V 395A beträgt.

  10. #10
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    Der Vollständigkeit halber, Anruf vom Hersteller:

    Die Gebläse können betrieben werden bis zu einer Nennspannungstoleranz von 10%. Der Motor versucht seine Nennleistung zu bringen, d. h. wenn die Spannung sinkt steigt der Strom entsprechend an.
    Beim 460V/60Hz Netz liegen wir noch im Toleranzbereich, auch wenn man für Mexiko noch 5 % Netzschwankung mit einberechnet.
    Beim 220V/60Hz Netz ist der Betrieb nicht mehr möglich, weil der Strom so weit ansteigt dass der Motor entweder überhitzt oder die Thermistorüberwachung ständig abschaltet.
    Lösung hier wäre ein Motor für Sonderspannung oder Betrieb an einem Frequenzumrichter.

    sir

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