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Thema: Synchronmaschine Bremsen

  1. #21
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    Hallo,
    ohne jetzt Simplorer zu kennen oder damit was anfangen zu wollen (hat halt jeder seine Probleme), ich hatte mich mal ein wenig mit Fahrraddynamos beschäftigt. Satte 3 Watt, aber immerhin so interessant, das da einer einen 200seitigen Aufsatz drüber geschrieben hat. Ohne das Interessenten das lesen müssen, das Fazit des Autors war unter anderem, das die Dinger als Konstantstromquelle aufzufassen sind.
    Das heißt, Anpassung an die Leistung hat der Kollege durch Reihenschaltung der lasten hergestellt, bei Steigender Drehzahl wurde jeweils eine Lampe mehr in Reihe geschalten. Damit optimale Leistungsausbeute, ich denke (Denkfehler?) maximaler Leistungsentzug aus dem System.
    Umgesetzt auf das hier vorliegende Problem würde das für mich bedeuten, wir möchten ja nicht maximales Licht, aber Anpassung für größtmöglichen Leistungsentzug, bei möglichst viel Technologieunabhängigkeit. Also ist es doch denkbar einen schnellen Kaltleiter einzusetzen, dieser hat bei hohen Bremsspannungen einen hohen Widerstand, da aufgeheizt, mit sinkender Bremsspannung verringert er denselben -> optimale Anpassung.
    Kaltleiter sind z.B. die verbotenen Glühlampen oder auch große Halogenbrenner, die gibt es ja bis 2 KW, schnell genug könnten die sein und das Widerstandsverhältnis kalt zu warm ist wohl Faktor 10. Kommt halt auch wenig drauf an wie schnell gebremst wird (Thermische Trägheit) und wielange die Betriebsart überstanden wird.
    Das alles selbstverständlich unter obiger Annahme der Konstantstromqellenvermutung und mal so als Pimaldaumenerfahrungswerte.

    Gruß
    Mario

  2. #22
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    @mariob
    So ganz irrwegig ist die Idee mit den Glühlampen nicht. Ich hab sowas mal vor über 25Jahren an einer Synchronmaschine zum Bremsen gesehen.
    Funktion konnte mir damals zwar keiner genau erklären aber deine Erklärung könnte damit zu tun haben.
    Bei mir war es aber keine permanent erregte Maschine.

    Gruß
    Dieter

  3. #23
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    Hallo,

    wir haben da auch mal Versuche gemacht allerdings mit etwas kleineren Simosyn-Motoren (2,5kW).
    Die besten Bremszeit haben wir mit mit folgender Schaltung erreicht:
    Anschlüsse U und V beim Bremsen kurzschliessen, zwischen V und W eine "dicke" Diode
    (Diodenmodul aus einem alten 100 kVA Frequenzumrichter). Alle anderen Versuche wie Kurzschliessen
    aller Stränge oder eine 2 Diode brachten keine wesentliche Verbesserung.
    Warum das so ist???

    Ein Ingenieur von Big-S riet uns allerdings von einem häufigen Bremsen auf diese Art ab,
    da sich angeblich der Magnetismus des Rotors mit der Zeit abschwächen würde und es so
    zu Problemen mit dem Antrieb kommen könne.
    Wir sind trotzdem ca. 6-8 Jahre mangels Alternativen so gefahren und die Dinger wurden an 365 Tagen im Jahr bestimmt 30-40 Mal auf diese Weise runtergebremst. Die Motoren laufen auch jetzt noch, werden allerdings jetzt über den FU oder bei Not-Halt/Störung über eine mech. Bremse angehalten.

    Gruss

  4. Folgender Benutzer sagt Danke zu sps_ike für den nützlichen Beitrag:

    Markus (29.02.2012)

  5. #24
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    @sps_ike

    das hört sich interessant an, aber logisch klingt es nicht.

    im prinzip ist das doch wie ein kurzschluss, und im gegensatz zu einer beschaltung mit widerständen kann sich keine großartige spannung aufbauen die wirkstrom einprägen kann.

    theoretisch muss es ja noch schlechter sein wie ein kurzschluss weil nur eine halbwelle von W durchkommt...

    wie seid ihr darauf gekommen?
    "Es ist weit besser, große Dinge zu wagen, ruhmreiche Triumphe zu erringen, auch wenn es manchmal bedeutet, Niederlagen einzustecken, als sich zu den Krämerseelen zu gesellen, die weder große Freude noch großen Schmerz empfinden, weil sie im grauen Zwielicht leben, das weder Sieg noch Niederlage kennt." Theodore Roosevelt - President of the United States (1901-1909)

  6. #25
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    Dioden werden auch bei Induktivitäten zum Abbau des Magnetfeltes genommen und wenn man mehrere in Reihe schaltet geht das manchmal auch besser. Das hängt damit zusammen, dass über einen leitenden Diode etwa 0.7V abfallen und diese Spannung dann auch über der Induktivität steht.

    Weil aber I=U/R ist mit R=Leitungswiderstände kann damit mehr Strom fliessen und das Magnetfelt baut schneller ab. Bei einem reinem Kurzschluss ist U wesentlich kleiner, der Strom ist kleiner, dh. dauert das abbauen des Magnetfeldes länger.

    Man kann dann auch noch einen Widerstand in Serie zur Diode schalten, um zum Anfang eine höhere Spannung zu erhalten, dh. einen höheren Strom zu bekommen. Wir haben das im Labor der Uni mal mit Relais gemacht, um die Schaltzeiten zu verkleinern. Beim Motor müssten Dioden antiparallel geschaltet werden.
    Geändert von drfunfrock (29.02.2012 um 14:56 Uhr)

  7. Folgender Benutzer sagt Danke zu drfunfrock für den nützlichen Beitrag:

    Markus (29.02.2012)

  8. #26
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    @Markus

    Warum die Schaltung mit der Diode und der einen kurzgeschlossenen Wicklung bei uns die besten Ergebnisse brachte kann ich auch nicht erklären, evtl. hängt es ja damit zusammen dass mit der Diode eine Gleichspannung erzeugt wird mit der dann der Rotor gebremst wird. FU's haben ja auch manchmal die Möglichkeit der DC-Bremsung.
    Wie wir daruf gekommen sind: Versuch macht kluch!

    Gruss
    Reini

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