Ein Hallo an alle Forumsteilnehmer.

Ich bin froh, dass ich auf dieses Thema gestoßen bin. Ich hab nämlich folgendes vor:

"Umrüstung einer Drehmaschine auf einen Drehstromasynchronmotor, angesteuert durch einen Lenze Frequenzumrchter 8200 Vector"

Zunächst kurz zu meiner Person, ich bin 31 Jahre alt und hab mal Maschinenbau studiert. Ich restauriere in meiner Freizeit Motorräder und habe als Jugendlicher von einem Nachbarn eine Drehmaschine geschenkt bekommen. Diese ist ca. 1910 bis 1915 gebaut (leider kein Typschild gefunden, aber ab 1920 waren die Maschinen wohl schon wälzgelagert, was meine nicht ist). Auf jeden Fall wurde Anfang der 20er Jahre ein Elektromotor nachgerüstet der über ein Vierganggetriebe auf die originale Flachriemenscheibe wirkt. Eben dieses Getrieb hat jetzt nach nur 90 Jahren Betriebszeit seinen Geist aufgegeben, die Zähne waren regelrecht abgenutzt obwohl ausreichend Öl auf dem Getriebe war. Wahrscheinlich ist die Anzahl der Betriebsstunden sechsstellig.
Lange Rede kurzer Sinn: Ich habe bei uns in der Scheune einen 5,5 kW Elektromotor gefunden (mein Vater hat zu DDR-Zeiten Kreissägen und Betonmischer quasi in Serie gebaut, eine private "Konsumgüterproduktion") und nun einen passenden 5,5 kW Lenze FU bei Ebay gekauft (E82EV552_4C).
Ich habe mich jetzt durch die Bedienungsanleitungen des FU´s, des Keypads und gerade noch durch die des Kommunkationsmoduls gearbeitet. Bei mir ist leider ein CAN KomModul verbaut und ich werde wohl noch ein Standard IO Modul kaufen müssen. Gestern habe ich mit dem Lenze Vertrieb telefoniert und ich wurde auf das Lenze Poti aufmerksam gemacht, dieses werde ich verwenden.

Offene Fragen sind für mich jetzt noch:
- welche Klemmenart ist die bessere am IO Modul, die normalen Schraubklemmen oder die Federzugklemmen? Der Preis
ist der geleiche:

http://www.google.de/imgres?sa=X&rlz...d=0CIMBEK0DMA4

- muss unbedingt ein Schaltkasten verbaut werden und wenn ja nach welcher Norm ist dieser zu beschaffen, auch was die
Klemmleiste angeht
- welche Kabel sind zu verwenden, vorallem hinsichtlich der Schirmung, auch hier: auf welche Angaben muss ich achten.
die Zuleitung zur Drehmaschine ist 2,5 mm^2 und mit 25 Ampere abgesichert, die Absicherung reicht laut Anleitung, es
werden aber 4 mm^2 Leitungen empfohlen(vorgeschrieben). Gilt dies nur zwischen FU und Motor wegen der zu
erwartenden Blindströme zwischen Kapaztät und Induktivität?
- hinsichtlich der Reglerfreigabe und des Rechs/Linkslaufes, wie ist zu verkabeln, wo wird die Spannung abgenommen?
Welche Schalter sind zu verwenden?

Ich habe momentan vor, den FU in einen Schaltkasten in der Nähe des Motors zu verbauen und mir ein kleines Schaltpult mit Rechts/Linkslauf und dem Poti an den Schlitten der Drehmaschine zu montieren. Eine Bremsung der Maschine habe ich bisher nicht vor, ich habe aber bisher, beispielsweise beim Gewindedrehen, einfach den mechanischen Schalter in die Gegenrichtung gedreht, der Riemen ist dann etwas durchgeschlupft, die Absicherung des Motors hat diesen Missbrauch aber ohne weiteres überstanden. Ich gehe davon aus, dass dies in Zukunft mit dem Fu nicht mehr möglich sein wird? Auf einen Bremswiederstand wollte ich eigentlich verzichten und eine mechanische Bremse ist nicht vorhanden.

Gravix, es würde mir sehr helfen wenn du deinen Schaltplan veröffentlichen könntest. Ich würde mich dann daran halten, das würde mir viele Unsicherheiten ersparen, da Elektotechnik nicht mein Metier ist und alles Neue mit einem hohen Aufwand zum Sammeln von Informationen verbunden ist. Ich habe aber z.B. die komplette Installation in der Scheune selbst gemacht und ich hatte 2 Semester Elektrotechnik und ein Sem. Elektromotorische Antriebe (dort wurden aber hauptsächlich Erwärmungskurven Berechnet), Grundkenntnisse sind also vorhanden.

Ich bedanke mich schon mal im Voraus für Eure Infos,

Grüße

Florian