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Thema: Grundlegende Frage zu Einsatz eines Motors an deinem Frequenzumrichter

  1. #1
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    Hallo,

    und zwar habe ich folgende Fragestellung. Ich benötige für einen Abluftventilator einen Motor der an ein einen Freuquenzumrichter angeschlossen ist.
    Das Netz auf der Eingangseite vom FU hat 380V/60Hz (Brasilien).
    Die Vorgabe an den Ventilatorhersteller war dann auch ein Motor mit 380V 60Hz. Doch leider meint dieser, dass der 380V Motor eine zu lange Lieferzeit hat und auch teuerer wäre da er extra gewickelt werden müsste.
    Jetzt hat er angeboten einen 440V 60Hz Motor einzusetzten. Ist dies ohne Leistungseinbuse im vorhandenen Netz möglich?
    Brauche ich dann einen stärkeren FU? Oder "regelt" mein Freuquenzumrichter das ganze selber wenn ich ihn mit den Nenndaten vom Motor einrichte?
    Verwendet wird ein SEW Movitrac 07B.
    Muss der Freuquenzumrichter dann einfach die Nennleistung des Motors bringen und gut ist?

    Danke schon mal !!
    Zitieren Zitieren Grundlegende Frage zu Einsatz eines Motors an deinem Frequenzumrichter  

  2. #2
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    Der Umrichter bringt im Idealfall am Ausgang die Netzspannung, normalerweise aber eher, je nach Modulationsart, ca. 92 %.
    Damit ist ein 440V Motor nur mit Leistungsverlust an 380V zu betreiben.

  3. Folgender Benutzer sagt Danke zu offliner für den nützlichen Beitrag:

    GOPL (24.01.2013)

  4. #3
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    ok danke!!
    Meine Leistung Berechnet sich ja wie folgt: P=U*I*cos phi*sqrt(3)
    setzte ich jetzt nun bei gleichen Daten die unterschiedlichen Leistungen ein folgt darauf:
    P1=380V*5A*0,9*1,73=2,96kW dies entspricht 86,3% Leistung
    P2=440V*5A*0,9*1,73=3,43kW dies entspricht 100% Leistung

    => ich hätte ca. 14% weniger Leitung.

    Ist diese Betrachtung korrekt? Oder muss ich verschiedene Ströme verwenden?

    Steigt mein Strom dann auf einen unzulässig hohen Wert wenn ich den Motor verwenden würde oder verhindert das der Freuquenzumrichter und ich hätte einfach weniger Leistung?

    So habe gerade mit SEW telefoniert. Also ich könnte den Motor betreiben, wenn ich unter seiner Nenndrehzahl bleibe. Aber die genaue mögliche Drehzahl müsste man ausprobieren.
    Von daher muss mein Lieferant einen anderen Motor wickeln.
    Geändert von GOPL (23.01.2013 um 16:07 Uhr)

  5. #4
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    Da die Spannung ja geringer ist, kann der Strom (kaum) größer werden? Bedenke das sich deine Berechnung auf den Nennbetrieb beziehen, der Wirkleistungsfaktor wird wohl schlechter werden, weil weniger Wirkleistung im Motor umgesetzt wird.

    Ich frage mich aber: warum kein 400V 50Hz Motor?

  6. Folgender Benutzer sagt Danke zu Deltal für den nützlichen Beitrag:

    GOPL (24.01.2013)

  7. #5
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    guter Einwand das hab ich ja noch gar nicht in Betracht gezogen.
    kann ich die 20V Spannungsunterschied durch die 10Hz mehr "kompensieren"?

  8. #6
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    Hallo,

    400V/50Hz würde dann wohl bedeuten 460V/60Hz. Siehe beigefügtes Leistungsschild,

    Doppeltleistungsschild.jpg

    Gleich richtig machen ist meistens besser und auch günstiger.
    Dh. der Vorgabe vom Ventilatorhersteller folgen.
    Die Auslegung des Motors für die Anwendung ist genau so wichtig wie das Fondament für den Hausbau.
    Wenn man da an der falschen Stelle spart geht es am Ende schief.

    Noch etwas Theorie zum 440V/60Hz Motor:
    Entscheidend ist hier das U/f-Verhältnis 440V/60Hz
    Bedeutet ca. 7,33V/Hz => ”volles” Moment an der Welle
    Bei 380V-Netz => max. 380V und 52 Hz am FU-Ausgang => bis hier liefert der Motor ”volles” Moment.
    Soll der Motor noch schneller Drehen? – z.B. 60Hz verändert sich das U/f-Verhältnis auf ca. 6,33V/Hz.
    Die Frequenz kann zwar über den FU gesteigert werden, aber das Netz gibt nicht mehr Spannung her.
    Folge: das Drehmoment des Motors sinkt.

    Ein größerer FU hilft hier auch nicht – der kann auch nur die Spannung am Ausgang liefern die das Netz bietet (380V).

    Viele Grüße

    VLT_RealDrive
    Geändert von VLT_RealDrive (23.01.2013 um 21:43 Uhr) Grund: Leistungsschild & Motortheorie

  9. Folgender Benutzer sagt Danke zu VLT_RealDrive für den nützlichen Beitrag:

    GOPL (24.01.2013)

  10. #7
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    Jetzt mal eine andere Frage:
    Warum 60Hz Nennfrequenz des Motors?

    Wenn du den Ventilator so auslegst, das 50Hz reichen, dann bist du mit 380V
    gerade noch so im grünen Bereich, die Feldschwächung sollte sich bei den 20V auch noch nicht so gravierend auswirken.

    Mfg
    Manuel
    Warum denn einfach, wenn man auch Siemens einsetzen kann!

    Wer die grundlegenden Freiheiten aufgibt, um vorübergehend ein wenig Sicherheit zu bekommen, verdient weder Freiheit noch Sicherheit (B. Franklin).

  11. Folgender Benutzer sagt Danke zu MSB für den nützlichen Beitrag:

    GOPL (24.01.2013)

  12. #8
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    Ok Danke für die Antworten. Jetzt versteh ich das Ganze auch etwas besser.
    Ich habe jetzt den Motor mit der längeren Lieferzeit (380V 60Hz) bestellt.
    Ist wohl richtig, dass ein späterer Motorentausch in keinem Verhältnis zu der langen Lieferzeit steht.

    Gruß Martin

  13. #9
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    Zitat Zitat von MSB Beitrag anzeigen
    Wenn du den Ventilator so auslegst, das 50Hz reichen, dann bist du mit 380V
    gerade noch so im grünen Bereich, die Feldschwächung sollte sich bei den 20V auch noch nicht so gravierend auswirken.
    Das ist der Unterschied von Theorie und Praxis. Meine Ausführungen und deine Aussage: "gerade noch im grünen Bereich" gehören zur Theorie.
    In der Praxis sollte man wissen wie hoch denn die Belastung tatsächlich ist: dazu sollte der Ventilatorenhersteller eine Aussage machen.
    Bei Haftungsfragen kann man sich ja dann darauf berufen...

    Gruß
    VLT_RealDrive
    www.vlt.de

  14. Folgender Benutzer sagt Danke zu VLT_RealDrive für den nützlichen Beitrag:

    GOPL (24.01.2013)

  15. #10
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    Zitat Zitat von MSB Beitrag anzeigen
    Wenn du den Ventilator so auslegst, das 50Hz reichen, dann bist du mit 380V
    gerade noch so im grünen Bereich, die Feldschwächung sollte sich bei den 20V auch noch nicht so gravierend auswirken.
    Vorsicht! Bei Pumpen und Lüftern steigt die Leistung quadratisch zur Dehzahl. Wenn der Lüfterhersteller den Motor wirtschaftlich dimensioniert hat, d.h. seine Nennleistung wird bei Nenndrehzahl benötigt, brauchst Du gar nicht an Feldschwächung denken.

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