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Thema: Frequenzumrichter im IT-Netzsystem betreiben

  1. #1
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    Hallo Leute,

    Es geht um die Projektion von 12 Frequenzumrichtern(400V) in einem IT-Netz.
    Mein erstes Projekt mit IT-System. Es handelt sich um eine Kläranlage in Marokko.

    Habe hierzu vom Hersteller-Support die unterschiedlichsten Antworten erhalten.
    Auf diese will ich jetzt noch nicht näher eingehen, um neutrale Meinungen zu erhalten.

    Der Einstellbereich des Sollansprechbereichs meines Iso-Wächters geht von 1-200 kOhm
    Das IT-System ist ohne mitgeführten Neutralleiter.

    Ist es möglich mehrere Umrichter im IT-Netz zu betreiben?
    Wenn ja, was muss ich beachten, ausser das die Umrichter ungefiltert sein müssen?

    Ich mache mir Sorgen dass es gar nicht möglich ist, wegen den internen Widerständen der Umrichter:
    L1 gegen PE bei den von mir gewählten Umrichtern: 6,6MOhm. D.h bei mehreren Umrichtern sinkt dieser Wert immer weiter ab (Parallelschaltung).

    Bin gespannt auf eure Antworten.

    Vielen Dank schonmal,


    Freundliche Grüße
    Zitieren Zitieren Frequenzumrichter im IT-Netzsystem betreiben  

  2. #2
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    Moin,

    der sicherste Weg wäre, sich mal mit den FU Hersteller zu unterhalten.
    Die Jungs von Dafoss sind da extrem fit und hilfreich.
    In Marokko ( auch in Algerien ) hat man das Problem sehr oft, dass es keine wirkliche Erde [ PE ] so wie in Deutschland gibt.
    Da hilft nur eins, selber eine Erde aufbauen.
    Hier kann man sich auch mal an die Firma Transradio [ ehemlas Telefunken ] wenden, die haben selbiges Problem öffters in den
    Nordafrikanischen Staaten.

  3. Folgender Benutzer sagt Danke zu KunoH für den nützlichen Beitrag:

    ME1 (05.03.2013)

  4. #3
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    Hallo KunoH,

    danke für deine Antwort,

    "der sicherste Weg wäre, sich mal mit den FU Hersteller zu unterhalten."
    Habe ich schon, der Hersteller ist Siemens, es geht um G120 Umrichter.
    Der erste "Spezialist" hat mir gesagt, es sei unmöglich mehrere Umrichter im IT-System zu betreiben, wegen den internen Widerständen.
    Der zweite "Spezialist" meinte es sei problemlos mit ungefilterten G120 möglich.

    "Die Jungs von Dafoss sind da extrem fit und hilfreich."
    Der Kunde besteht auf Siemens-Umrichter.

    "In Marokko ( auch in Algerien ) hat man das Problem sehr oft, dass es keine wirkliche Erde [ PE ] so wie in Deutschland gibt.
    Da hilft nur eins, selber eine Erde aufbauen."

    Es wird einen kompletten Potenzialausgleich in der gesamten Anlage inkl allen Verbrauchern geben, oder meinst du eher wegen der schlechten Leitfähigkeit des Wüstensandes? Sorry, kapier ich grad nicht so ganz.

  5. #4
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    Zitat Zitat von ME1 Beitrag anzeigen
    Habe ich schon, der Hersteller ist Siemens, es geht um G120 Umrichter.
    Der erste "Spezialist" hat mir gesagt, es sei unmöglich mehrere Umrichter im IT-System zu betreiben, wegen den internen Widerständen.
    Der zweite "Spezialist" meinte es sei problemlos mit ungefilterten G120 möglich.
    Die erste Aussage bezieht sich vermutlich auf den G120C: Der hat einen Widerstand gegen Erde, was verhindert, dass mehrere an einem IT-Netz verwendet werden können ( siehe http://support.automation.siemens.co...ew/de/58334334).
    Das trifft aber nicht auf die Powermodule des G120 zu.

  6. #5
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    Hallo Leute,
    habe mittlerweile neue Erkenntnisse, aber leider noch keine Lösung für mein Problem gefunden.
    Hier erstmal eine Antwort von Siemens:

    Der SINAMICS G120 kann als Einzelumrichter unter folgenden Bedingungen an IT-Netzen (Stromverteilungssysteme ohne direkte Verbindung zur Erde / PE) betrieben werden:

    • Der Umrichter ist ungefiltert, Gefilterte Geräte oder externe Filter sind nicht erlaubt.
    • Am Umrichterausgang ist eine Ausgangsdrossel angebaut, Motor- Ausgangsdrosseln sind notwendig um eine Überstromauslösung zu verhindern.
    • Der Umrichter ist Vorort geerdet (PE), der Betrieb des Umrichters ohne Schutzerde ist unter keinen Umständen zulässig.


    • Der Betrieb mehrerer Umrichter an einer IT-Einspeisung ist nicht möglich.
      Der SINAMICS G120C hat etwa 6,6MΩ (2 x 3,3MΩ) L1 gegen PE. Dies bedeutet das bereits bei 6 Umrichtern an einer Einspeisung der Widerstandswert unter 1MΩ gesunken ist



    Mittlerweile hab ich auch noch mit Spezialisten von Danfoss und SEW telefoniert.

    Danfoss kannte diese Problematik noch gar nicht. Auf Nachfrage haben die einen Widerstand von 4,6MOhm zwischen L1 und PE primärseitig an einem ihrer Umrichter gemessen. (Ohne Filter und Y-Kondensator). Mehr konnten die mir auch nicht sagen.


    Ein weiteres Gespräch mit Siemens brachte dann eine Lösung, die ich aber nicht benutzen will:
    Meine Umrichter würden insgesamt 212kW verbrauchen.
    Siemens schlug mir vor mich mit einen speziellen Trenntransformator, der primärseitig einen Sternpunkt generiert, an dem ich dann meine Erdungen der Umrichter anschließen kann, vom IT-Netz zu entkoppeln.
    Ich will nicht wissen was so ein großer Trafo kostet, deshalb kommt das für mich nicht in Frage.

    Zum Schluss hatte ich noch ein Gespräch mit SEW,
    die haben spezielle IT-Ausführungen im Programm. Als ich sie auf die o.g. Problematik hinwies, wussten auch sie nicht mehr weiter.
    Ich erwarte nun einen Rückruf von SEW.

    Ich kann mir kaum Vorstellen, dass niemand sonst schon diese Problematik hatte.


    @miami
    Leider ist das nicht nur bei den G120C so, sondern auch bei den normalen G120 wie mir bestätigt wurde.

  7. #6
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    Ich würd mich an meine regionalen Siemens Vertrieb wenden, die haben die Möglichkeit über das Applikationscenter den Trenntrafo auszulegen.
    Ich vermute, dass von SEW dieselbige Lösung als Gesamtpaket kommen wird.

  8. #7
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    Nord-Umrichter haben einen Jumper, der für IT umgesteckt wird.

  9. #8
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    Zitat Zitat von M-Ott Beitrag anzeigen
    Nord-Umrichter haben einen Jumper, der für IT umgesteckt wird.
    Dann ist aber leider nur der Filter ausgeschaltet, der Innenwiderstand bleibt trotzdem bestehen.
    Bei gängigen Umrichtern beträgt dieser 2 - 6MOhm.

  10. #9
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    Hab hier noch was gefunden. Ist es doch möglich, G120 Umrichter zu verwenden?

    http://support.automation.siemens.co...ard&viewreg=WW

  11. #10
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    Es sind sogar zwei Jumper. Laut Handbuch sorgt zumindestens der eine für Betrieb im IT-Netz für einen reduzierten Ableitstrom.
    Wir haben beim Kunden erfolgreich 8 Stück Nord SK500E-550-340A 400V 0,55kW in Verbindung mit einer Erdschlussüberwachung Pilz PS1EN am IT-Netz hängen.
    Gruß
    Michael

  12. Folgender Benutzer sagt Danke zu M-Ott für den nützlichen Beitrag:

    ME1 (06.03.2013)

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