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Thema: FU Netzschütz durch STO Funktion ersetzen

  1. #1
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    Hallo, wie die Überschrift schon sagt, möchte ich bei unseren Antrieben (hauptsächlich Extruderantrieben) die Hauptschütze in der Netzzuleitung einsparen. Ich rede hier von 2x 90kw und 1x 140kw Synchronmotoren.
    Die Umrichter sind mit 2-kanaligem STO ausgestattet, und zur el. Trennung befindet sich vor Umrichter, Drossel und EMV Filter eine Netz-Trenneinrichtung (NH-Trenner).

    Ist dieser Ansatz grundsätzlich richtig: mit STO, ohne Netzschütz? Ich bin mir nicht ganz sicher, welche Sicherheitskategorie mit dem STO eingehalten werden kann, und vor allem, welche Sicherheitskategorie, bzw. nach neuer Maschinenrichtline PL, beim Extruder (Groß-Blasanlage) eingehalten werden muss?

    Vielleicht habt Ihr das ja schon einmal realisiert.
    Vielen Dank
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    Zitieren Zitieren FU Netzschütz durch STO Funktion ersetzen  

  2. #2
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    Welchen PL du brauchst:
    Keine Ahnung, bin mir aber sehr sicher, das es bei Extrudern entsprechende C-Normen gibt, z.B. die DIN EN 1114-1

    Welchen PL du erreichen kannst:
    Steht im Handbuch des Umrichters, bzw. es steht drin unter welchen Bedingungen du welchen PL erreichen kannst etc.

    Eine grundsätzlich ähnliche Diskussion findest du hier:
    Netzschütze bei Umrichter noch nötig?

    Mfg
    Manuel
    Warum denn einfach, wenn man auch Siemens einsetzen kann!

    Wer die grundlegenden Freiheiten aufgibt, um vorübergehend ein wenig Sicherheit zu bekommen, verdient weder Freiheit noch Sicherheit (B. Franklin).

  3. Folgender Benutzer sagt Danke zu MSB für den nützlichen Beitrag:

    olitheis (02.07.2013)

  4. #3
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    Also ich hab bei diversen Anlagen kein Netzschütz wegen STO eingebaut und TÜV abnahmen bekommen (SEW)
    Da stand in der BA nicht das es zusätzlich benötigt wird. Allerdings ist STO keine allpolige Abschaltung.
    Ist das nicht zusätzlich verlangt sollte es i.o. Sein.
    Das, was man weiß, hat doppelten Wert, wenn man zugleich das, was man nicht weiß, nicht zu wissen eingesteht.

  5. #4
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    Hier findest Du z.B. Angaben bzgl.

    ● Sicherheits-Integritätslevel (SIL) nach DIN EN 61508
    ● Kategorie / DIN EN ISO 13849-1
    ● Performance Level nach DIN EN ISO 13849-1
    Die Sicherheitsfunktionen entsprechen den Funktionen nach DIN EN 61800-5-2.

    für einen SINAMICS S120 - da steht einiges wissenswertes drinn:
    http://support.automation.siemens.co...ew/de/68047679

    Aus meiner Sicht kann ein Netzschütz allein gar nicht sicherheitsgerichtet sein - bei einem Extruder wohl okay, aber bei einem Hubwerk das nach unten fährt (und somit generatorisch ist - also Zwischenkreis ordentlich geladen bleibt), bekommt man die Netztrennung ggf. gar nicht mit.

  6. #5
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    Ich frage mich ganz grundsätzlich, wieso Ihr an dem Schütz sparen wollt, das wird doch wohl nicht das teuerste Komponent in eurer Anlage sein ?
    Lass dieses Netztschütz von mir aus 600 Euro für die Leistung kosten, aber bei einer Anlage in 400.000er Größenordnung fällt das wohl nicht wirklich ins Gewicht ?

    Und was ist mit Not-Halt, da müsste doch eine zwangsweise Abschaltung erfolgen, und das geht meines Wissens nur mit Schütz. Setz doch einfach alle FUs an ein und dasselbe Netztschütz und koppelt es mit dem Nothalt, dann hast Du auf jeden Fall das erforderliche Performace-Level in der Safety erreicht, sonst wäre mir das zu riskant. Was hat STO denn überhaupt für eine Sicherheitskategorie ? Doch bestimmt nicht "e" ?

  7. #6
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    Zitat Zitat von Draco Malfoy Beitrag anzeigen
    Ich frage mich ganz grundsätzlich, wieso Ihr an dem Schütz sparen wollt, das wird doch wohl nicht das teuerste Komponent in eurer Anlage sein ?
    Lass dieses Netztschütz von mir aus 600 Euro für die Leistung kosten, aber bei einer Anlage in 400.000er Größenordnung fällt das wohl nicht wirklich ins Gewicht ?

    Und was ist mit Not-Halt, da müsste doch eine zwangsweise Abschaltung erfolgen, und das geht meines Wissens nur mit Schütz. Setz doch einfach alle FUs an ein und dasselbe Netztschütz und koppelt es mit dem Nothalt, dann hast Du auf jeden Fall das erforderliche Performace-Level in der Safety erreicht, sonst wäre mir das zu riskant. Was hat STO denn überhaupt für eine Sicherheitskategorie ? Doch bestimmt nicht "e" ?
    Grundsätzlich sind Schütze vor FUs mehr als nachteilig, durch die große Kapazitive Last der
    FUs können Sie mal festbrennen und müssen deshalb überdimensioniert werden. Bei häufigen
    abschalten was bei zyklischen Einlege-Takten erforderlich sein kann, leidet der FU und kann
    vorzeitig Ausfallen.

    Bei goßen Leistungen oder bei eine Vielzahl von Umrichtern, macht sich das Vorschalten von
    Schützen sehr wohl Preislich bemerkbar.

    Der Performance Level 'd' ist bei den meisten Standard Umrichtern zu erreichen, sogar je nach
    Ausführung ist auch 'e' erreichbar.

    Die Sicherheitsgerichtete Abschaltung mit der elektronische Lösung 'STO' gegenüber
    der Hardware Lösung mit vorgeschalteten Schützen, meines Erachtens der bessere Weg.

  8. #7
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    Zitat Zitat von rostiger Nagel Beitrag anzeigen
    Der Performance Level 'd' ist bei den meisten Standard Umrichtern zu erreichen, sogar je nach
    Ausführung ist auch 'e' erreichbar.
    Interessante Information, wusste ich so nicht. Sind hier auch Siemens Sinamics inbegriffen ?
    Grundsätzlich sind Schütze vor FUs mehr als nachteilig, durch die große Kapazitive Last der
    FUs können Sie mal festbrennen und müssen deshalb überdimensioniert werden. Bei häufigen
    abschalten was bei zyklischen Einlege-Takten erforderlich sein kann, leidet der FU und kann
    vorzeitig Ausfallen.
    Naja aber wenn Du 1) ein großes Schütz nimmst, und es vor ALLE Umrichter schaltest, dann 2) die Schütze (oder das eine Schütz) nicht etwa mit den FUs zyklisch schaltest, sondern einmal bei Einschaltung von Steuerstrom EIN und wenn der Steuerstromkreis und/oder eben NOTHALT rausfliegt, dann AUS, und 3) über Kompensation von Blindleistung nachdenkst (Würde ich bei 160 kW sowieso schon machen, z.B. mittels geeigneter Netzdrossel) dann stimmt diese Argumentation schon gar nicht.

    Bei goßen Leistungen oder bei eine Vielzahl von Umrichtern, macht sich das Vorschalten von
    Schützen sehr wohl Preislich bemerkbar.
    Jo ist halt schlicht und ergreifend die Frage welchen Performance level die FUs an sich schon erreichen, und wenn es wie Du sagst "e" ist dann braucht man in der Regel kein Schütz mehr, schon gar kein redundantes

    Die Sicherheitsgerichtete Abschaltung mit der elektronische Lösung 'STO' gegenüber
    der Hardware Lösung mit vorgeschalteten Schützen, meines Erachtens der bessere Weg.
    Stimme ich zu, solange das den Normen insbesondere der EN ISO-13849 genügt

    Edit: Ich habe nach der Durchsicht von dem Systemhandbuch für Sinamics S120 mur den Performance Level "d" verifiziert, damit müsste man je nach Gefährlichkeit der Anwendung womöglich doch noch ein Schütz vorschalten, um den eventuell benötigten Level "e" durch Redundanz zu erreichen.
    Geändert von Draco Malfoy (07.07.2013 um 09:25 Uhr)

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