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Thema: Synchronisierung der Drehzahl von 3 unterschiedlich belasteten Kettenbahnen

  1. #11
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    Äh... sind die nicht ausgestorben?
    ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
    „Lächle und sei froh, es könnte schlimmer kommen!“
    Und ich lächelte und war froh. – Und: Es kam schlimmer!“

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    Maxl (07.10.2013)

  3. #12
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    Zitat Zitat von Cassandra Beitrag anzeigen
    Äh... sind die nicht ausgestorben?
    Nein, die Elektriker sterben so schnell nicht aus .

    Mal gesponnen. Wäre es denn denkbar, den jeweils weniger belasteten Kettenförderer in der Betriebsart Drehmoment-Regelung, und den jeweils schwerlastigen in Drehzahl-Regelung zu betreiben? Beide Betriebsarten müssten natürlich kontinuierlich ineinander übergehen können. Gibt's so etwas?
    Es gibt viel mehr Leute, die freiwillig aufgeben, als solche, die echt scheitern.
    Henry Ford

  4. #13
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    Zitat Zitat von Onkel Dagobert Beitrag anzeigen
    Mal gesponnen. Wäre es denn denkbar, den jeweils weniger belasteten Kettenförderer in der Betriebsart Drehmoment-Regelung, und den jeweils schwerlastigen in Drehzahl-Regelung zu betreiben? Beide Betriebsarten müssten natürlich kontinuierlich ineinander übergehen können. Gibt's so etwas?
    Die Grundidee ist ganz gut, das wird aber eine sensible Sache. Das Moment muss einerseits so eingestellt werden, dass die Reibungskräfte der Kette überwunden werden, andererseits die Reibung der Kette am Stein aber nicht überwunden werden darf. Klingt grundsätzlich spannend, aber ich denke dass eine einfache Drehzahlregelung das sicher löst. Und sofern die Motore einigermaßen geschützt aufgebaut sind ist das Aufbauen eines Gebers sicher keine Tragik, teuer sind die Dinger i.d.R. auch nicht mehr.
    Bin aufgrund §2 der "Rechte des Betreibers" der Forum-Regeln nicht mehr aktiv, da nicht nicht akzeptiere, dass Informationen und Erkenntnisse ohne Quellangabe weitergegeben werden sollen. Jedem steht frei, auf die gleichen Erkenntnisse durch Eigenversuche zu kommen, vor allem Buchautoren.

  5. #14
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    Also wenn es nicht gerade um geschliffene, polierte Luxus-Marmor-Designerteile handelt, dann wird doch wohl reichen, wenn die Bänder / Ketten gleich schnell laufen.
    Üblicherweise geht es doch nur darum, dass der Übergang zwischen den Strecken sanft von statten geht.
    Dazu genügt es wenn die Folgestrecke rechtzeitig eingeschalten wird und auf die gleiche Drehzahl gebracht wird. Und das geht mit nem simplen Geber allemal.
    Schliesslich ist noch ein nettes Getriebe dazwischen.
    Wenn die Motoren und Umrichter genügend Reserven haben, dann funktioniert auch sensorless Vector-Control.
    Heutige Umrichter sind selbst in der Lage mit einem ASM bei Drehzahl 0 ein Haltemoment aufzubauen (externe Kühlung vorausgesetzt) und das ohne Geber.

    Ich geh davon aus, dass noch nicht mal eine Kopplung notwenig ist. Wenn die Antriebe geregelt sind, dann wird der Drehzahlschlupf des ASM ausgeregelt und gut ist es.

    Gruß
    Dieter

  6. Folgender Benutzer sagt Danke zu Blockmove für den nützlichen Beitrag:

    azza (08.10.2013)

  7. #15
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    Hallo erstmal und DANKE für diese tolle Diskussion!

    Ich war leider aus gesundheitlichen Gründen plus Wasserschaden zu Hause länger nicht online!

    Aber zum Thema......

    Ich habe SEW angerufen und den Sachverhalt vorgelegt. Deren Lösungsvorschläge waren Movidrive B mit Geber - sprich Drehzahlrückführung in Kombination mit Drive Sync oder dem internen Synchronlauf ( an alle Spezies...zerfleicht mich jetzt nicht wenn beides das selbe ist oder ich was durcheinander bring

    Hier noch ein paar Details:

    Alle Antriebe haben 3 KW und der Steinblock (Porenbeton---bestehend aus ca 30 Steinreihen.....Blockmaß 6m länge x 1,5m höhe x 0,6m breite), je nach Sorte wiegt um die 4-6 Tonnen. Zu Anfang steht der gesamte Block auf Kette 1 u. 2.
    Nachdem starten fährt dieser in eine Verpackungsanlage und Kette 1-2 laufen an. Irgendwann, kurz vor Aufnahme Kette 3 läuft diese an. An dieser Stelle soll gesagt werden das solche Dinge wie Sonsoren wie LS usw natürlich vorhanden sind und die Ketten passte anlaufen. Wenn der Block Kette 3 erreicht steht er voll auf Kette 2 und Kette 1 wird gerade nach und nach leer und "frisst" sich aufgrund der geringen Belastung und der damit ansteigenden Drehzahl in den weichen Stein. Auf der anderen Seite zieht Kette 3 die Steinreihen auseinander da diese ja bis jetzt noch kaum belastet ist und im Vergleich zu Kette 2 schnell dreht. nachdem Kette 1 leer ist stoppt diese und Kette 2-3 machen weiter. Beide Ketten starten und stoppen gleichzeitig wenn es aufgrund der Fahrweise der Anlage so sein muss. Ist der Block soweit abgearbeitet das nichts mehr auf Kette 2 Steht dann läuft nur noch Kette 3. Sollte aber in der Zeit schon wieder ein neuer Block auf Kette 1-2 bereit stehen so kann dieser auch wieder abgeschickt werden und dieser bleibt dann vor Kette 3 stehen WENN dort vom vorherigem Block noch STeine stehen. (ich hoffe ich habe es ausfürlich beschrieben)

    Momentan haben die Ketten Festsollwerte über die FUs vorgegeben ca 50 Hz ( plus minus 1-2 Hz da ich mal versucht habe das Problem zu kompensieren was aber nichts brachte). Die Ketten laufen sanft an und haben auch eine Stoprampe.

    Wenn ich das jetzt richtig verstanden habe dient dieses Drive Sync eine Verfahrweise wo 100%ige Genauigkeit erforderlich ist. Dieses wäre in meinem Fall zu viel...Zitat Maxl mit "Kanonen auf Spatzen" geschossen. Soweit soll es gar nicht gehen. Mir reicht eine einigermassen gleich Drehzahl bei egal welcher Last.

    Ich fasse mal zusammen was ich jetzt aus euren Kommentaren und meiner Recherge für mich ausgeklügelt habe.

    Ich denke es reicht wenn wenn ich auf alle 3 Motoren eine Geber (welchen weiß ich dato noch nicht) positioniere.........die Monatge stellt kein Problem da.
    3 Movidrives da bei uns im Betrieb die Movitracs eh zur aussterbenden Art gehören und somit ErsatzFUs vielseitig einsetzbar sind.
    Also,....sollte es nicht reichen wenn diese einfache Drehzahlregelung an jedem Motor installiere. Bei Laständerungen versucht der FU den Motor doch immer auf die gewünschte Drehzahl zu halten und somit egal in welcher Situation die Ketten sich befinden habe ich eine recht gleichmässige Drehzahl auf allen Ketten.

    Ich glaube das hat Maxl und noch jemand auch vorgeschlagen wenn ich das richtig verstanden habe! Sprich gar nicht son großen Aufwand sondern erstmal das testen da dieses das einfachste und vor allem bezogen auf die Genauigkeit in meinem Fall ausreichen würde.

    MFG

  8. #16
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    Ich hab Movidrive B mit Synchronlauf im Einsatz. Funktioniert problemlos.
    An deiner Stelle würde ich aber für diese simple Anwendung wirklich erstmal die Movidrive drehzahlgeregelt einsetzen.

    Gruß
    Dieter

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    azza (08.10.2013)

  10. #17
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    Hallo nochmal,

    ok, dann hab ich die Anwendung einigermaßen richtig verstanden.

    Bei Leistungen von 3kW ist ein Umbau von Movitrac auf Movidrive ja keine Hexerei. Das mit den Festsollwerten funktioniert beim Movidrive auch recht gut, eine Steuerung über Klemmen ist ohnehin kein Problem. Als Geber empfehle ich einen klassischen sin/cos-Geber, der lässt sich über die 08/15 Geberkarte (DEH11) anschließen. Lass Dir von SEW keinen Wunderdinge wie Hiperface und so aufschwatzen, zur Drehzahlregelung verwenden diese ebenfalls nur die sin/cos-Spuren und Absolutposition wirst Du (auch bei DriveSync) keine brauchen. Als Gerät benötigst Du ein MDX61B, es reicht die 00-Ausführung (für DriveSync würde man die 0T-Ausführung benötigen, Freischaltung im Nachhinein ist möglich, kostet aber), Bremswiderstände oder ein Rückspeisegerät sind unbedingt nötig.

    Bei der Inbetriebnahme sei angemerkt, dass Du die Wahl hast zwischen den Betriebsarten CFC (stromgeführt) und VFC & n-Regelung (spannungsführt), wobei ich erstere favorisiere. Solltest Du VCF verwenden, muss man sich über den Automatischen Motorabgleich (P320ff) Gedanken machen, bei CFC nicht. Die Einstellung des Drehzahlreglers ist vermutlich etwas Spielerei, da man diesen ja üblicherweise für einen Lastfall optimiert, Du allerdings eine Abstimmung finden musst die mit voller Last und keiner Last gut funktioniert, mit einer angemessen hohen Getriebeübersetzung und einem Getriebe das einigermaßen Spielarm ist sollts aber kein Problem sein - ich rechne mir hier üblicherweise die Lastträgheit der Last aus, gebe diese im Reglereinstellungsdialog ein und lass mir die Reglerparameter ausrechnen, alleine durch das Variieren des eingegeben Wertes der Lastträgheit reicht in 95% der Anwendungsfälle aus. Die automatische Vermessung der Lastträgheit funktioniert übrigens bei Asynchronmotoren nicht.

    Abschließend sei noch angemerkt, dass es wichtig ist, bei allen 3 Antrieben dieselben Reglerparameter und auch dieselbe Rampenform einzugeben. Speziell in Hinblick auf ein gemeinsames Stoppen und Wiederanlauf müssen noch weitere Parameter ident sein, und zwar:
    - P301 Minimaldrehzahl 1
    - P323 Vormagnetisierungszeit
    - P730 Bremsenfunktion (auch ohne Bremse eingeschaltet lassen!)
    - P731 Bremsenöffnungszeit
    - P732 Bremseneinfallszeit
    Sowie die Rampeneinstellungen in P130ff

    Wenn Du weitere Fragen hast einfach wieder melden.

    mfg Maxl
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  12. #18
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    Danke,

    somit habe ich schon mal viel Infos mit denen ich arbeiten kann. Werde mich bestimmt noch mal diesbezüglich melden. Jetzt erstmal an die Schüppe

  13. #19
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    Mal unabhängig von der ganzen Motorengeschichte ... Wie schauen deine Kettenübergänge aus?
    Oft liegen die Probleme nämlich gar nicht an den Motoren, sondern an schlechten Übergängen.
    Gerade wenn grobgliedrige Ketten und verhältnissmässig kleine Kettenräder im Einsatz sind, gibt es Probleme.
    Da hilft dir dann kein Gleichlauf, sondern nur ein kreativer Schlosser, 2 Pfund Eisen und ein Schweißgerät

    Gruß
    Dieter

  14. #20
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    Da hilft dir ... nur ein kreativer Schlosser....
    So jemanden gibt es doch garnicht.

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