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Thema: Antrieb Umrichterdaten vs. Normdaten Typenschild. Reaktanz, Ständerwiderstand - woher

  1. #1
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    Moin Ihrs!

    Folgendes Problem: Es liegt ein Normmotor vor, Typ - 160M, 11kW. Typenschild ist vorhanden und leserlich.
    Allerdings stehe ich gerade vor einem Problem, wofür es scheinbar keine fertige Lösung gibt - und das ist umso mehr verwunderlich, weil ich ja wahrscheinlich nicht der erste und nicht der letzte mit diesem Problem bin!

    Und zwar: Der Antrieb soll in den FU eingebucht werden. Dabei muss ich nen Haufen Parameter angeben, v.a. Ständerinduktivität, Wicklungswiderstand und Achsenträgheitsmoment. Ein separates Datenblatt des Antriebes liegt mir nicht vor.
    Frage: wie kann ich die benötigten Angaben aus dem Typenschild heraus errechnen ??

    Bei Induktivität und Widerstand könnte ich ja durch cos Phi, Strom und Spannung in Etwa auf die Werte kommen, vorausgesetzt dem lege ich ein korrektes Ersatzschaltbild zugrunde. Aber bei dem Rotorträgheitsmoment steh ich komplett im Dunkeln. Und gibt es nicht irgend ein Rechenprogramm, das es schon längst viel besser und präziser kann ??

    Dankend im Voraus
    Zitieren Zitieren Antrieb Umrichterdaten vs. Normdaten Typenschild. Reaktanz, Ständerwiderstand - woher  

  2. #2
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    Hi!
    Normalerweise reicht es die Daten vom Typenschild einzugeben.
    Dann gibt es noch eine Betriebsart/Funktion die z.B. automatische Motoranpassung, oder ID-Lauf heißt. Dabei misst der FU den Motor aus und trägt die Werte in die Parameter ein. Handbuch des FUs mal lesen und/oder Type hier angeben.

  3. #3
    Avatar von Draco Malfoy
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    Moin. Das ist bei mir leider alles nicht der Fall, der Umrichter ist ein Indramat Rexroth Ecodrive-03 mit letzter Firmware. Dort kann ich einen Motorparametersatz erstellen, der eben diese Größenangaben beinhalten sollte.

  4. #4
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    Was hast du denn für einen Umrichter? Bei den Teilen die wir verwenden (Nord) muss ich cosphi, Leistung, Nennstrom, Nennfrequenz, Spannung und Anschlussart (Stern/Dreieck) eingeben. Also quasi nur das, was auch auf jedem Typenschild steht. Den Statorwiderstand misst der FU alleine ein und bei Bedarf kann er auch noch versuchen zusätzliche Parameter zu ermittelt, was aber bisher nie notwendig war. Das Achsenträgheitsmoment wird nur dann wichtig wenn du große Massen drehst. Aber das wirst du nicht irgendwo finden, sondern musst es selber ermitteln. Aber selbst wenn wir tonnenschwere Massen drehen reicht ein Pi*Daumen-Anpassen des Reglers über Boost-Parameter und Anlauframpen.

    Mehr Daten brauchst du eigentlich nur wenn du Hoch-Dynamische Bewegungen durchführen willst, da muss man die Regler im FU nahe ans Optimum heranparamtrieren...

  5. #5
    Avatar von Draco Malfoy
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    Zitat Zitat von MasterOhh Beitrag anzeigen
    Was hast du denn für einen Umrichter? Bei den Teilen die wir verwenden (Nord) muss ich cosphi, Leistung, Nennstrom, Nennfrequenz, Spannung und Anschlussart (Stern/Dreieck) eingeben. Also quasi nur das, was auch auf jedem Typenschild steht. <...> Mehr Daten brauchst du eigentlich nur wenn du Hoch-Dynamische Bewegungen durchführen willst, da muss man die Regler im FU nahe ans Optimum heranparamtrieren...
    Ich sags doch, das ist bei mir nicht der Fall! Wenn ich hier Fremdmotoren einbuche, muss ich ALLE Parameter angeben, allen voran die Statorinduktivität und den Wicklungswiderstand. Daneben noch zulässige Spannungssteilheit, und diese trägheitsmomente. Ich kann ja Screenshots machen wenn Du nicht glaubst

  6. #6
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    Zitat Zitat von Draco Malfoy Beitrag anzeigen
    Ich sags doch, das ist bei mir nicht der Fall! Wenn ich hier Fremdmotoren einbuche, muss ich ALLE Parameter angeben, allen voran die Statorinduktivität und den Wicklungswiderstand. Daneben noch zulässige Spannungssteilheit, und diese trägheitsmomente. Ich kann ja Screenshots machen wenn Du nicht glaubst
    Also wenn ich nicht ganz irre, dann kannst du doch mit Grundparametern den Motor in Betrieb nehmen.
    Dann starte ich den Optimierungslauf und der FU sucht sich die Parameter mit der Motor funktioniert.
    Nie habe ich gehört, dass man alle Parameter manuell eingibt.
    ich behaupte 80-90% der Parameter haben beim Betrieb eines Drehstrommotors keinen direkten Einfluss.


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    Good programmers write code that humans can understand."
    --Martin Fowler

  7. #7
    Avatar von Draco Malfoy
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    Leute, glaubt mir doch, was ich sage. Es ist ein älterer Umrichter, der überhaupt nur in Ausnahmefällen für den Betrieb mit Fremdmaschinen zugelassen ist !!
    Es hat schon eine halbe Woche gedauert, bis Bosch Rexroth mir die Betriebsunterlagen zum Betrieb an Fremdmotoren herausgegeben hat. Normal wird dort eine Rexroth Typenbezeichnung eingegeben, und damit hat sich das !
    Es ist kein Lenze - allerweltumrichter - der mit jedem Borkenkäfer als Antrieb läuft ! Für besonders ungläubige, zieht euch das Programm DriveTop 16 von der Boschrexrothwebseite und überzeugt euch, was man dort eingeben kann und was nicht.

    Und jetzt die Screenshots:Fremdmotor1.0.pngFremdmotor2.0.png
    Geändert von Draco Malfoy (05.02.2014 um 21:01 Uhr)

  8. #8
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    ... welche Betriebsart soll denn verwendet werden?
    - bei U/f reicht im Prinzip Spannung und (Synchron-)Frequenz. Über cosPHI wird u.a. Magnetisierungsstrom abgeleitet. Über Nennsdrehzahl der Schlupf und darüber kann man schon einige Rückschlüsse auf Motorersatzschaltbilddaten machen.

    Wenn ich die Eingabedaten aus deinen Screenshot so anschaue, dann ist einige Doppelgemoppelt, z.B. Nennfrequenz, -drehzahl und Polpaarzahl. Da gibt es Abhängigkeiten. Kann es sein, dass Du in der Maske gar nicht alles eingeben brauchst - zumindet kenn ich das vom SINAMICS so, dass es Daten gibt, die man eingeben muss, aber dann auch welche die "optional" sind.

    Bevor Du gar nicht weisst, was Du machen sollst, dann möglichst einen ähnlichen Bosch Rexroth Motor eingeben und dann schauen, was der für Daten hat. Die kann man dann auch mal als Anhaltswerte für den Fremdmotor nehmen (mach ich auch manchmal, wenn mal wieder lustiges Parameterraten angesagt ist ).

  9. #9
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    Wenn du die Daten wirklich ums verrecken (genau) brauchst gibt es wohl nur genau eine Möglichkeit:
    Motorhersteller unter Angabe der Seriennummer etc. fragen.
    Warum denn einfach, wenn man auch Siemens einsetzen kann!

    Wer die grundlegenden Freiheiten aufgibt, um vorübergehend ein wenig Sicherheit zu bekommen, verdient weder Freiheit noch Sicherheit (B. Franklin).

  10. #10
    Avatar von Draco Malfoy
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    Hallo zako,
    der Tipp mit einem ähnlichen Motor ist gut - den werde ich mal so angehen, ich glaube das is der schnellste Weg zum Ergebnis. Was die anderen Daten in der Maske angeht, da ist das Programm leider sehr konservativ, es lässt mich ausdrücklich alle Felder ausfüllen und überprüft die noch nachher auf Plausibilität. Im SINAMICS ist es wirklich besser gemacht mit den "Grunddaten" und "Optionaldaten", wobei auch da widerum R und L zu den Grunddaten gehört. Könntest Du mir denn mit einem Ersatzschaltbild weiterhelfen ?

    Weitere Angaben auf dem Typenschild sind: 11kW, Dreieck, 380V /24A, cos PHI - 0,85, 1470 U/Min, Is. Kl. B, VDE0530/72

    P.S. Das Baujahr ist 1975, da ist leider nix mit Hersteller. Der ist 1982 konkurs gegangen
    P.P.S. Ja ich weiß, daß die Isolierung derart uralter Maschinen wegen geringer zulässiger Spannungssteilheit an einem modernen Umrichter durchbrennen kann - aber dann soll der Kunde den eben umwickeln geben.

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