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Thema: Überwachungseinrichtung Motoren bei Gruppenantrieb

  1. #1
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    Moin moin,

    ich tippe mir gerade auf google die Finger wund und finde nichts. Ich benötige einen Richtlinientext/Gesetzestext der eindeutig beschreibt, wie die Schutz-/Überwachungseinrichtungen auszulegen sind, wenn man hinter einen FU mehrere Motoren betriebt (3 Stück).

    Ich kenne das in der Regel so, dass die Thermokontakte für jeden Motor auf die SPS/Ansteuerung geschaltet werden und diese den FU dann abschaltet. Eventuell die Thermokontakte in Reihe auf den FU, allerdings ist dann ja keine Differentialdiagnose auf einem HMI möglich

    Was ich nun benötige ist ein Text eine EN oder ISO in dem so etwas drin steht, ggf. wie man es "richtiger" macht sollte ich mich oben irren. Alternativ würde mir auch ein Text helfen in dem steht, das ich es gar nicht überwachen müsste.
    Zitieren Zitieren Überwachungseinrichtung Motoren bei Gruppenantrieb  

  2. #2
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    Wo willst Du denn sowas finden?

    Allgemeingültig gibt's da Garnichts. Gibt ja auch Motoren ohne Thermokontakt/Kaltleiter etc. Wie und ob Du die vorhandenen auswertest, ist m.M. Dir überlassen.

    Für bestimmte Anlagen/Branchen gibt es sicherlich Normen, evtl. auch Werksnormen des jeweiligen Kunden.

    Gruß.

  3. #3
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    Das war meine Frage, gibt es dazu allgemein gültige Normen? In einem SEW Handbuch finde ich z.B. den Hinweis das z.B. Überstromschutzeinrichtungen nach Norm erforderliche Überwachungen sind. Problem bei Gruppenantrieb ist ja dass ich nur die Summe der Nennströme überwachen kann mit einem FU, aber eben nicht einen Fehler, wenn z.B. ein Motor abgeklemmt ist und ein anderer dann dafür zuviel Strom zieht. Sowas überwacht man ja in der Regel mit PTC oder TK, wenn bei zuviel Strom entsprechend die Wicklung zu heiß wird.

    Faktisch kann ich die nach Norm geforderte Überstromschutzeinrichtung nicht so umsetzen wie bei nur einem Motor an einem FU. Daher die Frage ob es entsprechend eine Vorgabe gibt wie die Überwachung bei Gruppenantrieb auszusehen hat.

    EDITH sagt: EN60204 Abschnitt 7.3 Schutz von Motoren gegen Überhitzung. Dort steht das ein solcher Schutz zwingend (!) notwendig ist und durch eine von 3 Maßnahmen zu erreichen ist:

    1. Überlastschutz (I²t)
    2. Übertemperaturschutz (PTC/TK)
    3. Strombegrenzung

    Punkt 1 und 3 sind für einen Frequenzumrichter mit Gruppenantrieb nicht realisierbar. Also muss ich Punkt 2 zwingend realisieren. Das war das was ich suchte.
    Geändert von M.Arlitt (18.02.2014 um 12:01 Uhr)

  4. #4
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  5. #5
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    punkt 1 könnte mit 3 getrennten Motorschutzrelais (thermische, keinen elektronischen) realisiert werden. ev. auch 3 Motorschutzschalter.
    Elektrotechnik und Elektronik funktioniert mit Rauch (Beweis: Tritt Rauch aus, funktioniert auch das Bauteil nicht mehr)

  6. #6
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    Hallo,

    Punkt 1 Kann ja mit 3 thermische Relais machen. Sollte aber den Stromkreis nicht unterbrechen. Nur melden.

    ev. auch 3 Motorschutzschalter.
    Motorschutz unterbrecht den Stromkreis.

    Punkt 2 wäre zu langsam um wirklich auf Überstrom zu überwachen denke ich.
    Dann muss du den Nennstrom lang und viel überschreiten.

    An Fahrwerken von Portalkranen hab ich solche Konfiguration öfters gemacht, bis 4 Motoren.

    Ist es in diene fall wichtig das die genau gleich laufen? so wie ein Fahrwerk?

    DVH
    Wenn es nicht auf STRAVA ist, ist es nicht passiert !!

  7. #7
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    Wenn ich mehrere Motoren an einem Umrichter betreibe, dann nehm ich ganz simpel und einfach für jeden Motor einen normalen Motorschutzschalter.
    Solange man die Motoren in einem einigermassen normalen Frequenzbereich betreibt funktioniert das ohne Probleme.
    Du kannst natürlich auch die von winnman angesprochenen thermischen Überlastrelais nehmen.

    Wenn Motoren ausserhalb der üblichen Frequenzen / Betriebsmodi betrieben werden, dann sind PTC oder Thermokontakte empfehlenswert.
    Aber dies ist auch bei Einzelbetrieb zu empfehlen.
    Schliesslichen "simulieren" Motorschutzrelais oder auch die FU-interne Überwachung nur die Zustände im Motor.

    Gruß
    Dieter

  8. Folgender Benutzer sagt Danke zu Blockmove für den nützlichen Beitrag:

    ducati (19.02.2014)

  9. #8
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    Hallo zusammen

    Ich rate dringend ab, Motorschutzschalter nach einem FU zu verwenden.
    Ein Motorschutzschalter hat eine Spule integriert für die Kurzschlussauslösung.
    Durch die hohen Taktfrequenzen bei einem FU, wird diese Spule sehr heiss und der Spulenkörper kann sich verformen.
    Danach löst er nicht mehr aus, auch wenn von aussen nichts zu erkennen ist.

    Habe damit auch schon Erfahrung machen müssen.

    Besser ein Thermorelais einsetzten.

    http://www.vde-verlag.de/proceedings-en/453530010.html

    Gruss
    Geändert von Schmidi (19.02.2014 um 08:13 Uhr)

  10. #9
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    Punkt 3 wäre theoretisch auch möglich, wenn 2 Motoren mit sehr geringer Last betrieben werden und der Gesamtstrom beider Motoren niedriger ist, als der maximale Strom eines Motors...#

    also wie gesagt, es gibt viele Varianten und Du musst Kraft Deiner Ausbildung selbst entscheiden und Verantworten, was Du tust.

    Gruß.

  11. #10
    M.Arlitt ist offline Neuer Benutzer
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    Um kurz nochmal anzumerken:

    Es geht hier um die THERMISCHE Überwachung eines Motors!

    Und da schreibt die Norm ganz klar vor, dass diese Überwachung zuverlässig und fehlerfrei funktionieren muss. Ich denke das ich aufgrund der fehlenden PTC/TK nun zu MSR greifen muss.

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