Hallo,

Lizenzierung ist wieder so ein Thema für sich.
Wenn eine CF Karte kaputt geht (und nur dann!) dann kann man die gesicherten Projektierungsdaten (also z.B. der gemacht CF Abzug) auf die neue CF gespielt werden, die CF dann in die "Steuerung" und einschalten.
Dann wird beim Hochlauf aufgrund der Projektierung die Anzahl der benötigten Soll Lizenzen ermittelt und da keine Ist Lizenz vorhanden ist dies auch gemeldet (SF / RDY LED; Diagnosepuffer, Warunng etc.).
Nun musst du online gehen mit dem Projekt und über den Lizenzierungsdialog einen neune Lizezkey erzeugen/einspielen.

Das ist das grobe Ablaufschema. Normalerweise ist es so das man eine defekte CF bei SIEMENS oder beim Lieferanten reklamiert. Man erhält ja ein "Lizenzzertifikat" zu dieser CF Karte so das bei einer Reklamation unter Angabe
der Daten aus dem Zertifikat die neue Karte automatisch mit den benötigten Lizenzen als Ersatz kommt.

In Deinem konkreten Fall musst Du aber damit rechnen das du die Lizenzen bezahlen musst da du ja keine defekte Karte tauscht sonder eine auf Vorrat in den Schrank legst
Die LizenzSchlüssel auch auf der Karte hinterlegt bzw. sogar in die Startsektoren codiert, nützt dir aber nix da sich ja die Seriennummer der Karte ändert und der Schlüssel nicht mehr dazu passt.


Komponententausch:
Hier ist es so das alle SINAMICS bzw. alle DriveCliq Komponenten ihre Seriennummer in der Topologie hinterlegen welche auf codiert auf der Karte abgelegt ist.
Wird nun eine Komponente getauscht so meldet dies das Sytem und fährt im Zweifelsfalle nicht hoch.
Hier kann man dann per Prameter 990x der Control Unit die Topologieunterschiede quittieren (also Seriennummer als neuen Soll übernehmen) und das dann wieder auf Karte speichern.
Es gibt auch die Möglichkeit diese Topologieprüfung komplett abzuschalten aber das liegt bei dem der die Anlage projektiert hat ob er das eingestellt hat, default ist die Prüfung aktiviert.