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Thema: FC301 Drehzahlregelung o/m Istwertrückführung & Umschaltung Parametersatz im Betrieb

  1. #1
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    Hallo zusammen,

    wir haben in einer Anlage folgendes Phänomen.
    Der FC301 ist derzeit auf Drehzahlregelung OHNE Istwert-Rückführung via Profibus als PPO=5 angesteuert.
    Bei Vorgabe eines Sollwertes weicht der Istwert um ca. 10% ab, was dem Kunden natürlich zu viel ist.

    Nach Recherge in den Unterlagen sowie einigen Foren-Beiträgen bin ich darauf gestoßen, dass die Schlupfkompensation auf 100% eingestellt ist und dies evtl. die Ursache ist.

    Frage: Hat hierzu jemand Erfahrung ob dies eine so große Abweichung ausmachen kann und wie man eine optimale Einstellung für diesen Parameter findet. Ich meine nicht Try and Error eine Erklärung wäre gut

    Als Lösung soll nun eine Istwertrückführung aufgebaut werden, mittels Impulsgeber auf Freq/Stromwandler und dann als 4..20mA Signal in den FU und als Istwertanzeige in die SPS.
    Die Istwertanzeige dient zur Überwachung und Alarmierung und soll direkt von der Welle abgegriffen werden

    Frage: Wie reagiert der FU bei Ausfall des Istwertsignals?
    Wir sollen bei Ausfall des Istwertes den FU Umschalten auf Stellerbetrieb mit dem letzten Sollwert.
    Hierzu wollte ich versuchen den Parametersatz umzuschalten und so die Betriebsart wieder zu ändern
    von "MIT Rückführung" auf "OHNE Rückführung"

    Frage: Weiß jemand ob diese Umschaltung im Betrieb geht?

    SIGMA
    Gruß

    SIGMA
    Zitieren Zitieren FC301 Drehzahlregelung o/m Istwertrückführung & Umschaltung Parametersatz im Betrieb  

  2. #2
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    Zitat Zitat von SIGMA Beitrag anzeigen
    Bei Vorgabe eines Sollwertes weicht der Istwert um ca. 10% ab, was dem Kunden natürlich zu viel ist.
    ...dass die Schlupfkompensation auf 100% eingestellt ist und dies evtl. die Ursache ist.
    Jep, mich hat das auch schön des öfteren gestört. Bei einem normalen Asychronmotor gibt es ja einen bestimmten Schlupf.
    Der FU gibt, je nach Betriebspunkt, bis zu 3Hz (was ich bis jetzt schon gesehen hab) mehr als FU-Ausgangsfrequenz aus um das zu kompensieren.


    Insofern ist das ja korrekt und auch gut so.
    Der Schlupf bei einem Asynchronmotor kann gut und gerne mal 150U/min betragen.
    Da bei Danfoss aber der Hauptistwert als "aktuelle Ausgabe-Frequenz" deklariert ist bekommst du dass dort so mit.

    Lösung a): Den Schlupf-Ausgleich auf 0% stellen und den Schlupf ignorieren.
    Mich würde interessieren wie andere FU-Hersteller dass machen, die müssten ja auch den Schlupf kompensieren.

    Lösung b): Du legst dir die Motor-Drehzahl auf den Profibus, der Wert ist (soweit ich weiß) entsprechend dem Schlupf korrigiert errechnet oder gemessen (Wie auch immer der FU das macht)

    Zitat Zitat von SIGMA Beitrag anzeigen
    Als Lösung soll nun eine Istwertrückführung aufgebaut werden, mittels Impulsgeber auf Freq/Stromwandler und dann als 4..20mA Signal in den FU und als Istwertanzeige in die SPS.
    Die Istwertanzeige dient zur Überwachung und Alarmierung und soll direkt von der Welle abgegriffen werden
    Dafür sollte Lösung b) auch reichen..

    Zitat Zitat von SIGMA Beitrag anzeigen
    Frage: Wie reagiert der FU bei Ausfall des Istwertsignals?
    Wir sollen bei Ausfall des Istwertes den FU Umschalten auf Stellerbetrieb mit dem letzten Sollwert.
    Reaktion kann man einstellen. Bei Ausfall... Letzen Sollwert behalten / Stop Umrichter / Stop Umrichter mit Alarm ... etc.
    Nagel mich bitte jetzt nicht drauf fest, aber das müsste in "Optionen/Schnittstellen"-"Grundeinstellungen" sein

    Zitat Zitat von SIGMA Beitrag anzeigen
    Hierzu wollte ich versuchen den Parametersatz umzuschalten und so die Betriebsart wieder zu ändern
    von "MIT Rückführung" auf "OHNE Rückführung"
    Von selber kann er nicht bei Signalausfall zwischen "OHNE" und "MIT RÜCKFÜHRUNG" umschalten. Aber wie schon festgestellt wirst du das nicht brauchen.

    Nächster Hinwei:
    Selbst wenn du den Motor mit Rückführung (Geber) betreibst wird der Umrichter, wegen der Schlupfkompenstation, wenn du 50Hz Sollwert eingibst, mehr als 50Hz an dem Motor schicken, damit der Motor die angegebene Nenndrehzahl dreht.
    Auf dem Hauptistwert (aktuelle Ausgangsfrequenz) siehst du wieder das selbe.

    [EDIT]
    Ach ja. Lösung c
    )
    Bevor ihr einem mehr oder weniger nicht vorhandenem Problem mit irgendwelchen "Mit der Kirche um den Geber"-Lösungen zu Leibe rückt...
    Schonmal den Danfoss-Support gefragt?
    [/EDIT]
    Geändert von RONIN (30.11.2014 um 14:02 Uhr) Grund: Das wichtigste vergessen...
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  3. #3
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    Hallo RONIN

    vielen Dank für die Erklärung.

    0 = kein Kompensation
    1 bis 100 = Verstärkungsfaktor zum Kompensieren

    und somit auch Übersteuerung da ein Restschlupf ja immer übrig beleibt.

    Lösung a) kommt nicht in Frage da vermutlich dann erst Recht eine zu hohe Drehzahlabweichung auftritt

    Lösung b) würde ich machen, da ich den Wert auch schon habe, aber leider ist er dem Kunden nicht genehm da er nicht von der Antriebswelle hinter dem Getriebe kommt. Die möchten so genau wie möglich wissen wie schnell das Rührwerk läuft.

    Ganz wichtig war dein Hinweis "Bei Ausfall... Letzen Sollwert behalten" das hatte ich bisher nie gebraucht und daher völlig übersehen, also Danke für den Tip.

    Lösung c) glaube nicht, ich habe die Baustelle seit Freitag an der Backe und versuche mich vorzubereiten.
    Aber du hast Recht das sollte ich zuerst versuchen.

    Um die Drehzahlmessung von der Welle komme ich auf jeden fall nicht herum, aber das umschalten des Satzes kann ich mir dann vielleicht ersparen
    Gruß

    SIGMA

  4. #4
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    Zitat Zitat von SIGMA Beitrag anzeigen
    Lösung b) würde ich machen, da ich den Wert auch schon habe, aber leider ist er dem Kunden nicht genehm da er nicht von der Antriebswelle hinter dem Getriebe kommt. Die möchten so genau wie möglich wissen wie schnell das Rührwerk läuft.
    Muss ja eine hochpräzise Rührwerksanwendung sein....
    Hin und wieder gilt auch: Was der Kunde nicht weiß, ist er auch nicht lästig.


    Zitat Zitat von SIGMA Beitrag anzeigen
    Als Lösung soll nun eine Istwertrückführung aufgebaut werden, mittels Impulsgeber auf Freq/Stromwandler und dann als 4..20mA Signal in den FU und als Istwertanzeige in die SPS Die Istwertanzeige dient zur Überwachung und Alarmierung und soll direkt von der Welle abgegriffen werden
    Der FU selbst hat Impulseingänge die das normalerweise direkt machen können. Müsstest du aber im Handbuch nachschauen, hab ich selbst noch nie gebraucht.

    Grundsätzlich sollte die vom FU angezeigte Drehzahl mit korrekter Umrechnung des Getriebefaktors eigentlich recht korrekt sein.
    Mich würde zum Schluss allerdings jedoch interessieren wie hoch der Unterschied zwischen FU und Geberwert ist. Wenn du das gemacht hast, schreib uns doch bitte hier eine Rückmeldung.

    Zitat Zitat von SIGMA Beitrag anzeigen
    Lösung c)...
    Kling als hätte da der Vertriebler was versprochen...

    Lösung c) war auch eher dem typischen...
    "Ich bin der Meinung dass das Ding vor mir das falsche macht, deshalb baue ich jetzt dieses und jenes dazu, weil ich weiß es besser und dann ist es richtig!"
    -Charakter gewidmet...

    Nicht so eng sehen...
    Geändert von RONIN (30.11.2014 um 15:02 Uhr)
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