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Thema: Umrichter und Netzdrossel

  1. #1
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    Hallo!

    Ich hatte eben ein längeres, interessantes Gespräch mit der Fa.Stöber. Wir setzen von denen die MDS Servoregler und die FAS Frequenzumrichter ein.
    Bei meinem speziellen Fall haben wir nun mehr 7 MDS Servoregler (1kW) und 10 FAS Frequenzumrichter (0,75kW). Ich rief den Hersteller wegen meinen Bedenken bei der NOT-AUS-Abschaltung an. Meine Idee war es, alle Umrichter über ein einziges (...eigentlich zwei, wegen der Redundanz) Netzschütze abzuschalten. Der nette Techniker meinte das dieses nicht möglich sei, da bei dem Einschalten je Umrichter bis zu 200A Ladespitzenstrom fließen könnten. Nach Adam Rießling währen das bei 17 Umrichter bis zu 3400 Spitzenstrom. Er empfohl mir die Schütze/Umrichter "der Reihe nach" zuzuschalten, um den Spitzenladestrom in Grenzen zu halten.
    Meine Idee, den Einsatz einer Netzdrossel je Umrichter, hielt er für nicht praktikabel und ging nicht weiter darauf ein. Was haltet Ihr davon? Je Umrichter eine kleine Netzdrossel - machbar? praktikabel? unsinn?

    Mein Schaltschrank ist nun eh zu klein, da ich zusätzlich für 17 Umrichter 34 Netzschütze unterbringen muss... Auch das PnozMulti musste erweitert werden...

    Viele Grüße, Tobias
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    Zitieren Zitieren Umrichter und Netzdrossel  

  2. #2
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    Hallo,

    das sequentielle Einschalten der Umrichter halte ich für sinnvoll / notwendig.

    Beim Einschalten aller Umri gleichzeitig kann es zu verschiedenen Problemen kommen, speziell bei kurzen Kabelwegen bis zum Versorgungstrafo.
    (Niedrige Induktivität)

    Zu den netzdrosseln:
    Die werden auch nicht weniger Platz brauchen als ein Schütz, oder ?

  3. #3
    Avatar von lefrog
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    Hallo!

    Sicherlich benötigen die zusätzlichen Platz - die Schütze müssen ja auch wegen der Sicherheitskategorie 4 zwingend Redundanz eingebaut werden.

    Die Frage war nur, ob und in wie fern zusätzliche Netzdrosseln für die Lebensdauer der Schützkontakte, der Umrichter und sonstigen Geräte vorteilhaft wären...

    Viele Grüße, Tobias
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  4. #4
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    Netzdrosseln sollen meines Wissens nur auf den Umrichter abgestimmt verbaut werden.
    Mit Stöber hatte ich bisher nur einmal zu tun gehabt. Daher weiß ich da nicht viel weiter wie das bei denen gehandhabt wird.
    Allerdings würde ich die ANlage in gewisse logische Teile aufteilen und dann diese Teile nacheinander an Netzspannung legen. so nach dem Moto Antrieb 1-4 5-10 sec. pause dann antriebe 5-10 zuschalten und soweiter.
    Aber Netzdrosseln würde ich immer generell immer einbauen je nachdem an welchen Einsatzort die Anlage steht auch noch Filter.

  5. #5
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    Hi,
    SEW schreib hier zu:
    Hauptzweck der Netzdrossel ist die Reduzierung der hohen Spitzenströme (Netzoberschwingungen) die durch die Kommutierung der Eingangsdioden im Frequenzumrichter entstehen ( Begriff Kommutierungsdrossel)
    .Netzdrosseln sind auf den Nenneingangsstrom des Umrichters anzupassen.
    Netzdroseln sollten jedem Umrichter einzeln zugeordnet werden ,um die Umrichter gegenseitig zu entkoppeln.
    Netzdrosseln verbessern auch den Überspannungsschutz der Umrichter.Die Impedanz der Drosseln bildet mit den übrigen Impedanzen einen Spannungsteiler für Überspannungen. Beim anstieg der Überspannung wird durch die stromanstiegbegrenzende Eigenschaft der Induktivität im noch ungesättigten Zustand die Wirkung der Schutzelemente im Frquenzumrichter (Varistoren, Gasableiter, Kondensatoren ) erhöht.
    Also währe es hier wichtig zuwissen wie Stark der Einschaltstrom begrenzt wird um weiter Planen zukönnen.
    Aber die Idee mit dem Verzögerten einschalten sollte doch machbar sein hast Du noch ein paar SPS Ausgänge frei?

    HDD

  6. #6
    Avatar von lefrog
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    Hallo!

    Bitte bedenkt dabei das das mit einfachen SPS-Ausgängen nicht machbar ist. Da diese Schütze auf Grund der Sicherheitskategorie 4 die Lastspannung im Not-Aus Fall von den Umrichtern nehmen, kann ich dieses nicht mit den SPS-Ausgängen machen. Ich habe aber dem PnozMulti von Pilz, das da sowieso eingebaut ist, bei den 17 Umrichtern noch zusätzlich 8 Eingänge und 8 Ausgänge verpasst, so dass ich die Umrichter in 2er Gruppen (und eine 3er Gruppe) zuschalten kann. Die Rückführkreise werden dann je Gruppe überwacht. Das PnozMulti erlaubt mir dann, da es auch noch über einen Buskoppler für Profibus an die Steuerung gekoppelt ist, das einschalten (Reseten) der einzelnen Not-Aus Pfade (Gruppen) aus der SPS ohne weiteren Verdrahtungsaufwand.

    So mein Plan... machen?

    Viele Grüße, Tobias
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  7. #7
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    Hi,
    wenn ich verstehe Richtig , muss man an jede FU zwei Schutze einbauen lassen?
    Und nicht zwei Schutzte für ganze 17 FU ?

    "Nach Adam Rießling währen das bei 17 Umrichter bis zu 3400 A Spitzenstrom"- und was ist dann mit Zuleitung und Hauptschalter in Schrank und F1 Schmelzsicherungen?
    Irgenwie muss man das alles passen zusammen.

    gruß waldy

  8. #8
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    Diese Ströme fließen wenn überhaupt (ich komme zwar noch nicht so ganz mit den 200A klar),
    sehr sehr kurz, auf jeden Fall viel zu kurz, als das sie auf Sicherungen oder Verdrahtungsleitungen,
    kurz bei Statischen Teilen einen Einfluss haben könnten.

    Problem sind nur die Schütze, denn die befinden sich ja in dem Augenblick in deren einzigen kritischen Zustand,
    nämlich im Schaltvorgang.

    Abgesehen davon schalten so ziemlich alle Sicherungen ohne Probleme 5000A Kurzschlussstrom.

    Mfg
    Warum denn einfach, wenn man auch Siemens einsetzen kann!

    Wer die grundlegenden Freiheiten aufgibt, um vorübergehend ein wenig Sicherheit zu bekommen, verdient weder Freiheit noch Sicherheit (B. Franklin).

  9. #9
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    HI,
    "Diese Ströme fließen wenn überhaupt (ich komme zwar noch nicht so ganz mit den 200A klar),
    sehr sehr kurz" - also, das ströme fleisen sehr sehr kurz- das weiss ich nicht, bei kurzschluss wahrscheinlich wirklich sehr Kurz.

    Also, sehr Kurz wenn du hast eine FU.
    Bei 17 Stuck- jede FU schaltet sich mit verschidene verzögerung.
    einer nach 0,1 ms, andere nach 0,3 ms , dritte in 0,2 ms ( es kommt von Toleranz Elektromaterieal- Dioden, Transistoren, Kondecatoren u,s,w,)
    Dann in durschnitt du hast schon Spitzteströme nicht kurzig- sonden mit bestimmte Raim - Zeit .
    Dann kann schon was passieren.
    Z.B. durschnitt flissende Strom 0,5 ms 100 A.
    gruß waldy

  10. #10
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    Und das nennst du lang?
    Vermutlich werden siche diese hohen Ströme im Bereich einer Periode bewegen,
    also ca. 20ms.
    Was sollten bei Bauteilen diesbezüglich für Toleranzen sein?
    Ein Kondensator ist prinzipbedingt ungleaden ein Kurzschluss, Dioden (gut soll die eine bei 0,65 und die andere 0,8 V durchschalten), ich denke nicht das das bei 400V, und den besonders im unteren Bereich fast senkrecht
    ansteigenden Sinus, einen ernsthaften Unterschied macht.

    Die Größte (Zeitliche) Toleranz dürften dabei noch die Schütz haben.
    Geändert von MSB (14.04.2006 um 00:41 Uhr)
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