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Thema: Schirm bei 4-20mA? Warum?

  1. #11
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    Zitat Zitat von Blockmove Beitrag anzeigen
    Umrichter bis ca. 2,5kW schirmen wir auch nicht und setzen auch keine optionalen Netzfilter ein.
    @Dieter
    Bei den Netzfiltern bin ich mir immer etwas unsicher, ob man sie macht,
    weil man in dreckiger Netzumgebung ist, oder um die Netzrückwirkung
    zu reduzieren. Ich will damit sagen, das man in Deutschland eher darauf
    verzichten kann als z.B. in China.

    Frank
    Grüße Frank

  2. #12
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    der größte der fu`hat knapp 100 kw und in der größenordnung gibt es da einige...
    sorry meine shift taste ist kaputt

  3. #13
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    Zitat Zitat von IBFS Beitrag anzeigen
    @Dieter
    Bei den Netzfiltern bin ich mir immer etwas unsicher, ob man sie macht,
    weil man in dreckiger Netzumgebung ist, oder um die Netzrückwirkung
    zu reduzieren. Ich will damit sagen, das man in Deutschland eher darauf
    verzichten kann als z.B. in China.

    Frank
    Es hängt auch vom Netz ab. Wir haben unsere eigenen Trafostationen und somit ein eigenes 400V-Netz. Am öffentlichen Netz gibt es von einigen Netzbetreiber Vorschriften wie weit du das Netz "versauen" darfst.
    Sollte ich mal privat einen Umrichter brauchen, dann bekommt er sicher einen Netzfilter. Schliesslich sollen ja die Nachbarn nicht beim TV gestört werden

    Gruß
    Dieter

  4. #14
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    Hallo, wenn man beidseitig erdet, erhält man durch Induktive und kapazitive Komponenten eine Langwellen-Antenne, eine sogenannte Brummschleife.
    Dies wirkt sich extrem bei digitalen Verbindungen (Bus) aus. Auch ich würde es bei 4-20mA nicht machen.
    Viele Grüsse
    Geändert von schichtelektriker (23.03.2011 um 17:29 Uhr) Grund: Rechtschreibfehler

  5. #15
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    Ob einseitig oder an beiden Seiten geschirmt wird, hängt von der Anlage ab. Ich empfehle einen EMV-Kurs.

    Wenn es eine dicke Erdschiene gibt und man dass Kabel ganz nah dazu verlegen kann (kleiner Abstand = kleine Querschnittsfläche einer Schlaufe) , dann kann man in der Regel 2 seitig schirmen. Ist das nicht gegeben, dann macht man es nur einseitig. Entscheidend dabei ist, dass nur kleine Schlaufen gebildet werden.

    Bei Signalen wie 4-20mA sollte man aber verdrillten Draht nehmen, damit sich die Schlaufen gegenseitig aufheben und die Signalqualität nicht doch einmal zufällig leidet. Zwar ist eine Stromquelle in der Theorie recht hochohmig, aber die Praxis ist dann doch etwas anders.

  6. #16
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    gelöscht wegen Fehler
    Geändert von Paule (23.03.2011 um 19:29 Uhr)
    Gruß
    Paule
    ----------------------------------------------------------------------------
    > manchmal verliert man und manchmal gewinnen die anderen <

  7. #17
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    Zitat Zitat von drfunfrock Beitrag anzeigen
    ... Ich empfehle einen EMV-Kurs.

    ...
    Da ist nur schwer ranzukommen.

    Bei uns wurde das abgelehnt mit der Begründung:

    Es weiß doch jeder wie die Schirmung aufgelegt werden muss.

    -------------------------------------

    Ich hatte mal ein EMV-Problem.
    FU-Leitung beidseitig aufgelegt.
    Messleitungen einseitig aufgelegt.
    Schirm jeweils großflächig aufgelegt.

    Mein Cheff konnte mir über Telefon auch nicht weiterhelfen.

    Bin nach zwei Tagen suchen nicht dahinter gekommen, wo das Problem ist.

    Was wars gewesen?!
    Die FU-Schirmung und der Schirm von den Messleitungen lag auf der selben Schirmschiene, die Schirmschiene war geerdet.

    Ein Kollege hat die Schiene durchgesegt (separate Schirmschiene für FU- und Messleitungen) und das Problem war weg.

    Da muss man erstmal drauf kommen.
    So viel zum Thema; es weiß jeder, wie man den Schirm auflegen muss.
    Gruß Jan

    Wer fragt, bekommt Antworten.

  8. #18
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    Hier mal ein paar Hinweise aus einem EMV-Vortrag:
    War sehr interessant und hilfreich.
    Kabelschirmung - einseitig -
    - Der einseitig aufgelegte Kabelschirm hilft gegen niederfrequente elektrische Felder.
    Beziehungsweise schützt vor Frequenzen deren Wellenlängen sehr viel größer sind, als die Kabellänge.
    - Der einseitig aufgelegte Kabelschirm verhindert niederfequente Ströme "Brummschleifen" auf den Schirmen.
    Diese Ströme würden über den Kopplungswiderstand im Inneren zu Gleichtakt-Störspannungen führen und eventuell analoge Messtechnik stören.
    - Bei Schaltungen (Analogtechnik), die auf Niederfrequenz empfindlich reagieren, ist der einseitige Schirm vorteilhaft.
    - Kontinuierliche Messwertschwankungen und/oder ein ständiger Offset deuten auf niederfrequente Störungen hin.
    - Eine analoge Schaltung kann, wenn überhaupt, nur an einer Seite geerdet sein. (Hierzu Punkt 2 bei beidseitiger Schirmung lesen)
    - Die Schirmanbindung darf auch über einen Beidraht erfolgen.

    Kabelschirmung - beidseitig -
    - Auf eine gut leitende großflächige Verbindung (niederinduktiv) zum metallischen Schrankgehäuse achten.
    - Da heutzutage Analogbaugruppen eng mit der Impulstechnik verknüpft sind (z.B. Prozessor, Analog/Digitalwandler auf gleicher Baugruppe)
    empfiehlt es sich auch Analogsignale beidseitig zu schirmen.
    - Folienschirme sind ungünstig. Sie weisen gegenüber Geflechtschirmen einen höheren Kopplungswiderstand aus. sie sollten als Datenkabel nicht benutzt werden.
    - Sporadische Funktionsausfälle deuten auf hochfrequente Störgrößen hin.
    Diese können in der Regel nicht mittels Potentialausgleichsleiter beseitigt werden.
    - Es ist günstig den Schirm zusätzlich zur Auflegung an den Leitungsenden mehrmals auflegen.
    - Der Schirm sollte nicht über Steckerpins (Klemme) geführt werden.
    - Der Schirm muss durchgängig unterbrechungsfrei sein.
    - Eine geringe Schirmwirkung wird erzielt, wenn ein Leiter um das gestörte Kabel gewickelt wird.
    - Ein schlechter Potentialausgleich liegt vor, wenn bei beidseitiger Schirmauflegung der Kabelschirm warm wird oder wenn es beim berühren des Schirms mit dem Schrankgehäuse funkelt.
    - Falls ein Potentialausgleichsleiter verwendet wird, sollte ideal der Widerstand des Rp < 0,1 Rschirm sein. Praktischer Wert: 16mm²
    - Kabelschirme erhöhen die Kabelkapazität, daher sind z.B. die maximalen Motorkabellängen von geregelten Antrieben reduziert (um ca. 20-30%). Abhilfe > Ausgangsdrosseln.
    Gruß
    Paule
    ----------------------------------------------------------------------------
    > manchmal verliert man und manchmal gewinnen die anderen <

  9. Folgende 3 Benutzer sagen Danke zu Paule für den nützlichen Beitrag:

    Jan (25.03.2011),Matthias_VER (24.03.2011),orion (30.03.2011)

  10. #19
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    Zitat Zitat von drfunfrock Beitrag anzeigen
    Bei Signalen wie 4-20mA sollte man aber verdrillten Draht nehmen, damit sich die Schlaufen gegenseitig aufheben und die Signalqualität nicht doch einmal zufällig leidet.
    Genau.
    Wichtig ist verdrillt, d.h. die beiden Adern des Signals haben einen Überschlag.
    Dies wirkt wie eine bifilare Wicklung: Induzierte Störungen heben sich auf.
    Natürlich muss bei mehradrigen Kabel (zB 4x2x..) das Signal in einem verdrillten Adernpaar liegen.

    Nicht zu verwechseln mit verseilten Adern. Hier liegen die Adern nur nebeneinander (ohne Überschlag) und sind nur verdreht. Hier gibt es diesen Effekt nicht.

    Übrigens: Nicht nur Stromsignale, sondern noch wichtiger sind Spannungssignale (zB 0..10V) zu verdrillen.
    Die Eingangswiderstände sind bedeutend hochohmiger und dadurch anfälliger für induzierte Störungen.

    Gruß Roland
    Nicht Mensch, nicht Tier: Programmierer halt ...

  11. #20
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  12. Folgende 3 Benutzer sagen Danke zu dalbi für den nützlichen Beitrag:

    Blockmove (27.03.2011),drmicha (28.03.2011),Tommi (27.03.2011)

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