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Thema: Motorschutz lößt aus nach 10 Sekunden

  1. #11
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    Oder der Motor hat halt schon von Auslieferung an ein defekt an der Wicklung ... Solls ja mal geben

  2. #12
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    Messgeräte sind auf Baustelle, ich habe eig. gar keine Zeit für dieses unnötige Problem.

    Morgen kommt der Motor nach hier. Dann werde ich eure Ratschläge mal durchgehen.

    Danke und einen schönen Feierabend

  3. #13
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    Mein Tipp, wie teilweise bereits beschrieben.


    Als erstes vorm abklemmen ist am sinnvollsten die Stromaufnahme zu messen und die Beweglichkeit der Welle zu testen.

    Danach Sternbrücke rausnehmen, mit dem Multimeter Widerstand jeder Wicklung messen (U1-U2, V1-V2, W1-W2) der Widerstandswert soll genau gleich sein.
    Danach mit Isolationsmessgerät noch jede Wicklung gegen die anderen Wicklungen und gegen Schutzleiter bzw Gehäuse messen, hier darf es keine Verbindung geben.

    Schöne Grüße
    Daniel

  4. #14
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    Zitat Zitat von tymanis Beitrag anzeigen
    Die Pumpe ist nie blockiert, einen Tag vorher lief die Pumpe und ich habe sie abgeschaltet, am nächsten Tag dann der Fehler.

    Wie kann sowas passieren? Es macht mich wirklich stutzig.
    Höre ich immer wieder gern: "Komisch, bis gestern ging es noch..."

    Aber mal im Ernst. Das einzig stichhaltige sind doch die Messungen. Sofern Du das richtige Messgerät hast und keine Messfehler machst, kannst Du eine definitive Aussage dazu treffen. Mit einem Multimeter kann man einen Wicklungsfehler oft nicht messen. In Deinem Fall scheint aber eine grobe Abweichung vorzuliegen. Wie schon beschrieben solltest Du die Brücken rausklemmen und die Wicklungen einzeln messen. Auch die Isolationsmessung mit 1000V würde ich befürworten. Sollte ein entsprechend eindeutiger Messwert herauskommen, kannst Du den Motor abschreiben.
    Wie so etwas passieren kann ist vielleicht noch interessant für die Ursachenforschung.
    Meine Motivation läuft nackig mit einem Cocktail über eine Wiese.

  5. #15
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    Zitat Zitat von Unimog-HeizeR Beitrag anzeigen
    Dass ein Drehstrommotor wegen einer 1000V Riso Messung sterben könnte habe ich bis jetzt noch nie gehört oder gar erlebt.
    Kannst du da mal Berichten, wo und wann dir sowas schonmal passiert ist?
    Wenn die Isolierung, also der Lack der Wicklung schon irgendeine "Schwächung" aufweist, seis durch einen Kratzer,
    oder auch durch die Thermische Belastung des Jahrelangen Betriebes, dann schwächst du alle "Schwachstellen" der Wicklung noch zusätzlich,
    was dann mittelfristig zum echten Ausfall führt. Unmittelbar wird der Motor wohl eher nicht sterben.

    Diesen Umstand haben mir auf jeden Fall schon mehrere Motorenspezialisten gesagt und auch bestätigt.

    Im Umkehrschluss könnte man sagen:
    Man sollte einen Motor NIE mit > 500V prüfen, jedenfalls nicht, wenn man plant lange Freude daran zu haben.

    Mfg
    Manuel
    Warum denn einfach, wenn man auch Siemens einsetzen kann!

    Wer die grundlegenden Freiheiten aufgibt, um vorübergehend ein wenig Sicherheit zu bekommen, verdient weder Freiheit noch Sicherheit (B. Franklin).

  6. #16
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    Ja, 1000V sind eventuell doch zu hoch. Hier http://akb.lenze.de/akb/infopool.nsf/HTML/200400527 mal was dazu.

    mfG Jan

  7. #17
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    Zitat Zitat von MSB Beitrag anzeigen
    Wenn die Isolierung, also der Lack der Wicklung schon irgendeine "Schwächung" aufweist, seis durch einen Kratzer,
    oder auch durch die Thermische Belastung des Jahrelangen Betriebes, dann schwächst du alle "Schwachstellen" der Wicklung noch zusätzlich,
    was dann mittelfristig zum echten Ausfall führt. Unmittelbar wird der Motor wohl eher nicht sterben.

    Diesen Umstand haben mir auf jeden Fall schon mehrere Motorenspezialisten gesagt und auch bestätigt.

    Im Umkehrschluss könnte man sagen:
    Man sollte einen Motor NIE mit > 500V prüfen, jedenfalls nicht, wenn man plant lange Freude daran zu haben.

    Mfg
    Manuel
    Richtig! Ich würde mich zwar nicht unbedingt als Motorenspezialist bezeichnen, kann deine Aussagen jedoch voll und ganz bestätigen. Isolierungen unterliegen einem Alterungsprozess! Durchschläge bilden sich je nach Belastung über einen sehr großen Zeitraum immer weiter aus. Das ist bei Nennbelastung ein ganz natürlicher und sehr langsamer Prozess. Bei extremer Belastung knallt es entsprechend früher bzw. sofort. Ich habe in meiner Ausbildung einmal ein Video gesehen, auf dem sich ein Durchschlag durch eine Plexiglas-Scheibe frißt. Es sieht aus wie ein verzweigter Blitz in Zeitlupe, bis es irgendwann zum Durchschlag bzw. zu einem Lichtbogen kommt.

    Eine Prüfspannung von 500V ist meines Wissens bei Isolationsmessungen an 400V-Motoren üblich. Moderne Isolationsmessgeräte erhöhen beim Prüfen übrigens langsam die Prüfspannung bis zum eingestellten Prüfspannungs-Sollwert. Wird währendessen bereits ein Isolationsfehler erkannt, wird die Messung bzw. die Spannungserhöhung gestoppt. Vor wenigen Wochen hatte ich so einen Fall. Allerdings hatte nicht der Motorschutzschalter ausgelöst, sondern der FI-Schalter. Der Isolationswiderstand gegen Erde lag bei 0,02MOhm. Eine Messungen an einer gesunden Wicklung lag bei 300MOhm.

    Beim TE wird es sich wahrscheinlich um einen Wicklungsschluß handeln. Ich würde den Motorenwickler meines Vertrauens befragen.


    Gruß, Onkel
    Es gibt viel mehr Leute, die freiwillig aufgeben, als solche, die echt scheitern.
    Henry Ford

  8. #18
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    Zitat Zitat von Unimog-HeizeR Beitrag anzeigen
    Dass ein Drehstrommotor wegen einer 1000V Riso Messung sterben könnte habe ich bis jetzt noch nie gehört oder gar erlebt.
    Kannst du da mal Berichten, wo und wann dir sowas schonmal passiert ist?
    Als alter gelernter Elektromotorenwickler kann ich das bestätigen. z.B. wenn ein Motor feucht/nass innen drinn ist und bei 500V noch nicht gegen Masse durchschlägt aber bei 1000V dann doch genug Power dahinter ist zum Durchschlagen --> Isolation kaputt
    Ist mir selbst schon in der Lehre passiert.
    Wenns sich lohnt, hätte man ihn trocknen und neu im Harz tauchen können.

    Gruss blimaa

  9. #19
    tymanis ist offline Erfahrener Benutzer
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    Der Thread hat sich ja gut entwickelt, hier steht ja nun einiges wissenswertes drin

    Meine Messung mit dem Multimeter hat sich wohl bestätigt. Der Motor ist eingepackt zurück zum Hersteller. Der neue Motor war am Donnerstag schon da und konnte ausgetauscht werden.

    Danke allen für die Beteiligung

  10. #20
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    Zitat Zitat von blimaa Beitrag anzeigen
    Als alter gelernter Elektromotorenwickler kann ich das bestätigen. z.B. wenn ein Motor feucht/nass innen drinn ist und bei 500V noch nicht gegen Masse durchschlägt aber bei 1000V dann doch genug Power dahinter ist zum Durchschlagen --> Isolation kaputt
    Ist mir selbst schon in der Lehre passiert.
    Wenns sich lohnt, hätte man ihn trocknen und neu im Harz tauchen können.

    Gruss blimaa
    Man lernt nie aus. Das war mir noch nicht bekannt. Habe in 30 Berufsjahren immer mit 1000V gemessen. Aber evtl. waen die alten DDR-Motoren doch etwas stabiler ausgelegt

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