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Thema: Vorsicherung FI Schutzschalter

  1. #1
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    Hallo,

    ich grüble gerade ein wenig über eine Elektroverteilung die ich ändern soll.

    Ich habe ingesamt 6 FI`s Typ: ABB F204A 40A/0,03A.

    Vor den FI`s sitzt nun ein Neozed Block mit Sicherungen 50A.

    Die ganze Verteilung ist mit 63A NH Sicherungen abgesichert. Somit ist der Selektivitätsfaktor von 1,6 auf jeden Fall schon mal nicht gegeben.

    Des weiteren Frage ich mich ob es zulässig ist den FI ständig mit 50A zu belasten? Auf dem FI ist zwar eine Schmelzsicherung mit 100A gezeichnet, aber diese dient doch nur für den Fall eines Kurzschlussen, das dann die Kontakte nicht verkleben bzw. beschädigt werden.

    Hinter den FI`s hängen z.B. Lüftungsanlagen, Heizungen, Steckdosen. Aufgrund der Anzahl der Stromkreise hinter dem FI ist es ohne Probleme möglich, die 50A zu erreichen. Wenn mann z.B. alle Steckdosen max. belasten würde.

    Kann jemand eine Aussage machen?
    Zeige nie deine Verblüffung, wenn dir etwas auf Anhieb gelingt.

    Praxis: Es funktioniert aber keiner weiß warum!
    Zitieren Zitieren Vorsicherung FI Schutzschalter  

  2. #2
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    Die FI,s sollten meine Meinung nach MAX 40A abgesichert werden.

    Mann rechnet eigentlich niemals mit volle Belastung. Dafür gibt es Gleichzeitigkeit Faktoren. 1 für Dauerbelastung und 1 für Einschaltströmen.

    Mit 40 A Vorsicherung passt auch dein 1,6 für die Selektivität gut.

    Bram
    Wenn es nicht auf STRAVA ist, ist es nicht passiert !!

  3. #3
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    40/0.03

    Die 40A sind m.W. der Bemessungsnennstrom d.h. es muss sichergestellt werden, dass dieser im Regelfall nicht überschritten wird.
    Ergo: 40A (o.kleiner) Vorsichern.
    Das Pictogramm mit der sicherung und der 100 beziehen sich auf das Nennabschaltvermögen, in diesem Fall 100kA und hben was mit den Netzeigenschaften zu tun (Innenwiderstand, Schleifenimpedanz und so'n scheiß)

  4. #4
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    Wenn deine Berechnung stimmt, hast du ein echtes Problem mit dem Summenstrom.
    Ich würde das machen, was jeder Elektriker machen sollte: Messen.
    Wenn dann deine echten Werte hast, kannst du neu rechnen.
    Welche 50A Sicherungen sind eigentlich verbaut? Träge oder flink?


    bike
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  5. #5
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    Also wenn ich das richtig sehe, dann:
    *ist der Fi-Typ keiner für eine erhöhte thermische Belastbarkeit (siehe Anhang)
    *das heißt wenn beim vorgeschalteten Überstromschutzorgan (=LSS, Sicherung) der Nichtauslösestrom (je nach Typ) ca. das 1,5 fache beträgt, dann dürften bei einer 40A Vorsicherung beim oben angegebenen Typ im worst case (je nach Vorsicherung) ca. 60A für eine Stunde (Zeit für den Nichtauslösestrom) fließen.
    D. h. konkret für dich:
    1) auf ca. 1,5 (=Faktor Nichtauslösestrom Vorsicherung) des FI-Nennwertes vorsichern (entspricht irgendwo 40/1,5=26,6A) entspricht in deinem Fall 25A
    2) einen FI mit erhöhter thermischen Belastbarkeit nehmen (siehe Anhang), welcher dann mit 40A vorsicherbar lt. Datenblatt ist
    3) einen FI mit eingebautem thermischen Auslöser nehmen, dann ist die vorgeschaltete Sicherung nur mehr für den Kurzschlussschutz

    In der Praxis hat sich gezeigt, dass zwischen FI Pkt 1) und FI Pkt 2) nur ein Preisunterschied von ein paar Euronen besteht.
    Wenn die FI-Schutzschalter nicht mehr umgetauscht werden können bleibt nur Pkt 1) übrig.
    Anhang: Auszug aus 2 ABB Datenblättern02_Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen.pdf

  6. #6
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    Gut. Aus der Praxis wird hier ehr die Warschienlichkeit berücksichtigt. Also der Gleichzeitigkeitsfaktor irgendwo mit 0,5-0,7 genommen.
    Ansonst eben FI 63/0,03. Allerdings ehr unwarscheinlich das dies benötigt wird.

    Ich weiss ja nicht, ob überhaupt die Möglichkeit besteht, alle Stromkreise gleichzeitig voll zu belasten.
    Da wohl kaum dies eintritt...

    Ach ja, ich denke das die 50 Vorsicherungen 50A Gl sind. Die Selektivität dürfte allerdings wirklich Grenzwertig sein, da man sagt, 2 Sicherungsgrößen runter. Also 35A.
    Würde bei 1,2-facher Überlast mit 42A noch in der Toleranz liegen.
    Also wenn der Platz gegeben ist, evtl noch ein FI dazu bauen, und ein paar Stromkreise darauf legen.
    Hat dann auch den Vorteil, dass wieder ein geringerer Teil ausfällt bei einem Fehler.
    Die 100A könnten aber auch auf Max Strom bei Phasenschienenverdrahtung hinweisen. Kenne das von Hager. Da sind die sicherungen auf max 100A ausgelegt. ansonst sind die Gängigen Größen 6 und 10KA Stoßstrom ausgelegt. 100KA sind da schon ehr Schmelzsicherungen.
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  7. #7
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    Hallo, danke für die Tips, also ich habe ja schon 50a vor jedem FI 50Agl. Mir geht es nur darum ob ich zwingend 35a einsetzen muss, um den Fi vor Überlast zu schützen ?. Möglich ist das schon da der nen Strom über den Fi bei max 27 a liegt (gemessen )


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  8. #8
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    Zitat Zitat von mitchih Beitrag anzeigen
    Hallo, danke für die Tips, also ich habe ja schon 50a vor jedem FI 50Agl. Mir geht es nur darum ob ich zwingend 35a einsetzen muss, um den Fi vor Überlast zu schützen ?. Möglich ist das schon da der nen Strom über den Fi bei max 27 a liegt (gemessen )


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    Eine Vorsicherung ist doch nicht wegen Überlast installiert.
    Damit die auslöst muss die Überlast schon gewaltig sein.
    Und dann wird es interessant, denn wenn dann 2 Phasen sich um die Leistung raufen.
    Ich gehe davon aus, dass derjenige, der die Verteilung gebaut hat, gerechnet hat.
    Wenn du jetzt die Vorsicherungen änderst und etwas zum Stillstand, dann wird man dich, so denke ich, fragen, warum es auf einmal nicht mehr geht.

    Sind die 63A gemeinsam für deine FI?
    So habe ich es verstanden und wenn dem so ist ist dein Problem etwas anders gelagt.


    bike
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  9. #9
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    Nun ja. Durch 2 Phasen die da rangeln, ist abgedeckt durch die 6 bzw 10KA, die der FI abkann.
    27A nach Vorsicherung, da würde also schon 35A reichen. War das in Spitzenlast?
    Also bei Hausinstallationen, da kenne ich auch alte Häuser, die sind nur mit 35A ab Hausanschluss abgesichert, und da gabs auch nie Probleme.
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  10. #10
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    Zitat Zitat von nade Beitrag anzeigen
    Nun ja. Durch 2 Phasen die da rangeln, ist abgedeckt durch die 6 bzw 10KA, die der FI abkann.
    Das war auch eher als Joke angedacht.
    Der TE schreibt von FIs und 63A Zuleitung, an dem Punkt hängt es bei mir.

    Ich würde messen und zusammenzählen, was da angeschlossen ist.
    Die Gleichzeitigkeit klären und dann kann man entscheiden, ob die Auslegung ausreichend ist.


    bike
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