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Thread: Überspannungschutz in verteilung sinnvoll oder sinnfrei?

  1. #21
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    Guten Morgen und Danke für eure Antworten,

    mal abgesehen von Pflicht / Versicherung usw.
    Wie schätzt ihr die Notwendigkeit ein ( keine Strommasten, Telefon über LWL und Wasserleitung ins Haus aus Kunststoff ).

    Ich muss einmal schauen, meiner Meinung nach wäre es wenn einer verbaut wird am sinnvollsten, direkt einen auf die Kupferschienen
    aufzuschnappen ( also Plombe entfernen, montieren lassen, neu verplomben )...
    Mit Grüßen

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  2. #22
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    Hallo DMA,

    die Frage ist, wie er für die Zukunft aufgestellt sein will. So wie ich das aus deinem vorherigen Posting rauslese, hat er jetzt einen Schaltschrank mit 2 Zählerfelder und "nur" einem Schienenfeld?
    Plant er eventuell eine PV-Anlage? Hier weiß ich nicht, wie die Regelungen in den einzelnen Gebieten sind, bis bestimmte Leistungen darf über einen Zähler entnommen und wieder eingespeist werden. Da er allerdings schon zwei hat, würde er einen unabhängigen Dritten für die PV Anlage benötigen.

    Weiterhin muss bei Installationen mindestens ein Spannungsabgriff 230 V vor dem Zähler installiert werden, bei uns sogar mittlerweile zwei. Einmal für das RfZ- und einmal das APZ-Feld. Das hat bspw. der DEHNShield ZP 2 SG schon integriert und daher benötigst du keine separate Absicherung mit "Basteladaptern" mehr im Schienenraum (da gibt es so Böckchen und Halterungen, damit eine "normale" D02 Schraubsicherung eingebaut werden kann - meine Meinung: Hier hat jemand beim K..... zu feste gedrückt und es ist was oben angekommen ... nutzt bei uns kein Schwein, aber Hauptsache "haben müssen" - das ist aber ein anderes Thema).

    Generell würde ich die Empfehlung aber Pro-Überspannungsschutz aussprechen: Das Teil kostet (dank Einbau-Zwang) nicht mehr die 600 € wie früher, du müsstest schon das o.g. Produkt je nach Netzform (in den meisten Fällen TN-S, wenn es in einen separaten Kasten soll vermutlich TN-C) für unter 200 Taler bekommen können. Und 200 € plus Einbau / Material und den Aufwand des Abklärens mit Netzbetreiber bzgl. Neuplombierung etc. sind "nichts" im Vergleich zu einem Überspannungsschaden im Haus. Sprich aber auch noch einmal mit einem "guten" Elektromeister bei euch, denn nur so einer darf die Anträge beim EV / Netzbetreiber stellen und kann euch auch beraten.

    Viele Grüße!
    Last edited by ADS_0x1; 16.09.2020 at 07:57.

  3. Folgender Benutzer sagt Danke zu ADS_0x1 für den nützlichen Beitrag:

    DeltaMikeAir (16.09.2020)

  4. #23
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    Guten Morgen,

    ja, auf jeden Fall direkt auf die Kupferschiene. Meiner Meinung nach auch notwendig - Überspannungseintrag über die Zuleitung vom Versorger ist immer möglich.
    Zusätzlich müssen aber "bedürftige" Endgeräte noch mit Feinschutz versehen werden (SPD Typ 3) bzw. es müssen weitere Typ 2 - SPDs eingeplant werden, wenn es weitere Unterverteiler mit Zuleitungslängen >10m gibt.
    Zum Nachlesen: https://www.dehn.de/sites/default/fi...lagen_0916.pdf

    Gruß

    Holger

  5. Folgender Benutzer sagt Danke zu knabi für den nützlichen Beitrag:

    DeltaMikeAir (16.09.2020)

  6. #24
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    Guten Morgen Holger und ADS,

    danke für deine Infos. Ich lese mir das einmal in Ruhe durch.

    Dir einen guten Tag
    Last edited by DeltaMikeAir; 16.09.2020 at 08:05.
    Mit Grüßen

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  7. #25
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    Hallo DeltaMikeAir,
    Quote Originally Posted by DeltaMikeAir View Post
    mal abgesehen von Pflicht / Versicherung usw.
    Wie schätzt ihr die Notwendigkeit ein ( keine Strommasten, Telefon über LWL und Wasserleitung ins Haus aus Kunststoff ).
    Schau Dir hier im Thread mal meine Beiträge #4 und #6 an damit sollte eigentlich alles zur Notwendigkeit gesagt sein. Zu #6 sei noch erwähnt, dass ich mal einer derjenigen war, der Geräteprüfungen im Auftrag von Versicherungen auf Blitz-/Überspannungs-, Sturz- und Wasserschäden durchgeführt hatte. Neben der bei Blitzschäden obligatorischen Blitzdatenbank haben ich auch nach Spuren (Verschmorte Leiterbahnen, explodierte Bauteile) gesucht und an Hand dieser Spuren dann eine Einschätzung abgegeben. Hier im Thread wurde angemerkt, dass man solche Spuren auch fälschen kann, das stimmt zwar theoretisch, aber ist meist nur mit einem entsprechenden Aufwand zu bewerkstelligen. Ein Lötkolben hinterlässt halt andere Spuren als ein Blitz und ein an 230V angeschlossenes 12V Gerät weist auch andere Spuren auf als wenn diese von einem Blitz stammen.
    Von irgendwas mit Internetzugang gesendet.

  8. Folgender Benutzer sagt Danke zu oliver.tonn für den nützlichen Beitrag:

    DeltaMikeAir (16.09.2020)

  9. #26
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    Wenn ein Haus neu gebaut wird, dann ist es sinnvoll, alle technischen Anforderungen korrekt umzusetzen.

    Im Altbau sieht das etwas anders aus. Wenn es in einer ganzen Siedlung mit 100 jährigen Häusern, die letzten 50 Jahre keinen einzigen nennenswerten Überspannungsschaden gegeben hat, dann würde ich mir für die nächsten 50 Jahre auch keine allzu großen Gedanken machen.
    Die Nachrüstungen sind gut gemeint, bringen aber nur wirklich was, wenn alles zusammenpasst. Fundament-Erder und gute Potential-Ausgleiche können nicht ohne gigantischen Aufwand nachgerüstet werden!
    Siehe bereits #15

    Ich kenne auch einen Fall, wo jemand am Ende vom Tal bei jedem Gewitter ein zerschossenes Telefon hatte. Er hatte die Geräte nur noch im 10er-Pack gekauft.
    Da ist die Notwenigkeit für einen besseren Überspannungsschutz offensichtlich.
    Mit einem 2,50€-Adapter aus dem Baumarkt wird das nicht gehen.
    Seltsamer Weise hatte es mit Omas ursprünglichem Modell vorher noch nie Probleme gegeben…
    ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
    „Lächle und sei froh, es könnte schlimmer kommen!“
    Und ich lächelte und war froh...
    ...und es kam schlimmer!

  10. #27
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    In einem reinen, dicht besiedelten Wohngebiet mit TN-C-S ist der Überspannungsschutz meist verschwendetes Geld, denn er schützt genau vor der hier häufigsten Überspannung nicht, der N-Leiter-Unterbrechung.
    Das Telefon ist etwas ganz anderes. Bei alten Anschlüssen kann die Zuleitung einen Erdbezug haben, der weit mehr als einen Kilometer entfernt ist. Da sind Schäden zwingend. M.E. hier hier nur eine optische Entkopplung oder wie in Frankreich "bei Gewitter alles ausstecken".

  11. #28
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    Quote Originally Posted by Ludewig View Post
    In einem reinen, dicht besiedelten Wohngebiet mit TN-C-S ist der Überspannungsschutz meist verschwendetes Geld, denn er schützt genau vor der hier häufigsten Überspannung nicht, der N-Leiter-Unterbrechung.
    Dem kann ich aus eigener Erfahrung nur widersprechen. Bei uns im Wohngebiet kam es nach diversen Gewittern zu diversen Ausfällen in der näheren und weiteren Nachbarschaft, bei uns nicht zu einem einzigen und bei verschiedenen Bekannten ist das Bild ähnlich.
    Ich müsste es zwar eigentlich selber wissen, aber die vielen Jahre Bits verbiegen hat einiges an Wissen ausgelöscht. Was passiert denn bei der Unterbrechung des Neutralleitest? Ich hätte jetzt bei einphasigen Geräten gesagt, dass dann gar kein Strom mehr fließt.
    Von irgendwas mit Internetzugang gesendet.

  12. #29
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    Hier würde ich auch Widerspruch einlegen - oder ich verstehe die Antwort von Ludewig technisch schon nicht. Einzige Ausnahme wäre hier eine dermaßen mangelhafte Erdung im TNC Bereich des Netzes. Wenn du ein TN-C-S Wechsel hast, dann hast du bei dir zu Hause im Schaltschrank ein TN-S System und das von mir empfohlene Produkt von DEHN (die anderen aber bestimmt auch) für diesen Fall (DEHNshield ZP B2 SG TNS 255) hat eine N-Überwachung - was macht es sonst für einen Sinn? Und in einem TN-C Netz versuchen, das PEN Potential "anzuheben" - sprich potentialgleich mit dem blitzberührtem L1/L2/L3 ist technisch nicht möglich - wenn eine "gesunde" Erdung vorhanden ist. Oder bin ich gerade maximal verwirrt?

    DEHNshield ZP B2 SG TNS 255

    Kombi-Ableiter für TN-S-Systeme zum Einsatz im Hauptstromversorgungssystem (4+0-Schaltung) bei Wohngebäuden ohne äußeren Blitzschutz (auch mit Freileitungseinspeisung) inkl. überstromgeschützter 230 V Spannungsversorgung für RfZ / APZ nach VDE-AR-N 4100.
    909440_909640p.jpg

  13. #30
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    1. Ein Begriff fehlte in meinem Beitrag #27: erdverlegt

    Wenn in dem beschriebenen Gebiet irgendwo der Blitz einschlägt, dann ist nicht L1,L2 oder L3 blitzberührt. Stattdessen wird das lokale Erdpotenzial angehoben, also der PEN und deine Umgebung, dein Haus tragen die Hochspannung, nicht die Außenleiter. Ist jetzt ein TN-C-Netz gut vermascht, so hält sich der Schaden nach meinen Erfahrungen sehr in Grenzen.

    2. wenn der N in der Einspeisung durch ist, ergeben sich die Einzelspannungen aus den Widerständen in den Außenleitern. Dann verabschiedet sich das erste Gerät, dann das zweite, bis im schlimmsten Fall auf dem N 400V dauerhaft gegen Erde anliegen. Schließlich errötet (typabhängig ) schon mal der N-PE-Ableiter. (Hatte ich unlängst, passiert schon mal beim Baggern und wenn der VNB nicht aufpasst.)
    Last edited by Ludewig; 25.09.2020 at 22:45.

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