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Thread: Löschdiode 24V auslegen

  1. #11
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    @3.#6
    Die Aufsteckmodule sind für die Relaisspule und in der Regel nicht für die Lastkontakte.

    Die Freilaufdiode hat auch Nachteile. In erster Linie wirkt sich das bei schnellen Schaltvorgängen in Abhängigkeit von der Lastinduktivität aus. Durch die negative Gegeninduktionsspannung wird die Diode leitend im Moment des abschaltens. Der Strom entsprechend der in der Spule eingespeicherten magnetischen Energie fließt aber weiter. Dies verzögert den Abbau des Magnetfelds = Aktor ist faktisch etwas länger in Betrieb.

    Für schnelle Schaltvorgänge haben sich Supressordioden mit einer Durchbruchspannung von 30...50V bewährt. Die verkürzen die Zeit, weil unterhalb der Durchbruchspannung tatsächlich der Stromfluss unterbrochen wird. Alternativ sind auch Varistoren möglich. Nachteil dabei: der Funke wird wieder etwas größer. Interessant ist das Thema vor allem, wenn es auf einen möglichst genauen Abschaltzeitpunkt ankommt.

    Edit: Die Supressordiode hat noch einen Vorteil, weil sie ist ungepolt. Versehentlicher Falscheinbau bzw. versehentlich verpoltes anklemmen nach Wartungs- / Reparaturarbeiten führt nicht zum Kurzschluss über der Diode und sie funzt auch bei Wechselspannung. Die Freilaufdiode ist nur bei Gleichspannung einsetzbar.
    Last edited by andy_; 17.09.2019 at 14:08.

  2. Folgende 4 Benutzer sagen Danke zu andy_ für den nützlichen Beitrag:

    DeltaMikeAir (17.09.2019),Heinileini (18.09.2019),PN/DP (17.09.2019),Rudi (17.09.2019)

  3. #12
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    Ach er meinte die Kontakte...
    Wer lesen kann ist klar im Vorteil.

  4. #13
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    Quote Originally Posted by andy_ View Post
    Freilaufdiode ... Durch die negative Gegeninduktionsspannung wird die Diode leitend im Moment des abschaltens. Der Strom entsprechend der in der Spule eingespeicherten magnetischen Energie fließt aber weiter.
    Etwas einfachere BetrachtungsWeise: der SpulenStrom versucht im Moment der Abschaltens unverändert weiter zu fliessen - wenn eine FreilaufDiode angeschlossen ist, eben über diese Diode.
    Der Strom durch die FreilaufDiode kann deshalb nie grösser werden, als der SpulenStrom. Soviel zum Thema, für welchen Strom die FreilaufDiode ausgelegt werden sollte.
    Da der Strom durch die FreilaufDiode weiter fliessen kann, ist die (Höhe der) GegenInduktionsSpannung überhaupt kein Thema - sie wird begrenzt auf die DurchlassSpannung der FreilaufDiode (ca. 0,7 V).

    PS:
    Gibt es die gute alte 1N4001 überhaupt noch? Sie sollte schon mit ihrer SperrSpannung von 50 V und ihrem DurchlassStrom von 1 A für so ziemlich die meisten Relais/Schütze genügen, deren Spule mit maximal 24 V= betrieben wird. Der maximal auftretende Strom tritt ja nur kurzzeitig im allerersten Moment des Abschaltens auf und darf somit sogar etwas über 1 A liegen!
    1N4002 .. 1N4007 (die >=100 V SperrSpannung vertragen) sind natürlich mindestens genau so gut geeignet.
    Last edited by Heinileini; 18.09.2019 at 13:50.

  5. Folgende 2 Benutzer sagen Danke zu Heinileini für den nützlichen Beitrag:

    andy_ (18.09.2019),PN/DP (18.09.2019)

  6. #14
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    Quote Originally Posted by 3.#6 View Post
    Ach er meinte die Kontakte...
    Sicher doch. Die Funken, die man an einem Relais beobachten kann, kommen immer von den Kontakten - es sei denn, die Spule hat einen WackelKontakt!
    Die Funken bzw. die ÜberSpannungen, die man durch eine FreilaufDiode (oder Varistor oder RC-Glied) verhindern (oder "entschärfen") will, sieht man ganz woanders, nämlich an dem Kontakt, der die Spule des Relais/Schütz schaltet.
    Funken "zerfressen" die Kontakte. Aber sie können auch dazu beitragen, die Verschmutzung/Korrosion von Kontakten abzubauen.
    Man denke bitte auch immer an die "andere" Bedeutung des Wortes Funken, z.B. à la Rundfunk oder Telefunken: die kleinen Blitzchen gehen einher mit einer irre hohen AnstiegsGeschwingigkeit des Stromes! Früher missbraucht, um Informationen zu senden - heutzutage eigentlich nur noch als "StörSender" (EMV!) von Bedeutung. Allein schon deshalb sollten Funken möglichst vermieden werden.
    Aber nicht nur die Funken, sondern auch die ungewollten SpannungsSpitzen sollte man tunlichst vermeiden. Sie sind schädlich für die HalbleiterSchaltungen (AusgangsBaugruppen) und nicht alle sind so gut geschützt, dass sie einer häufigen Bombardierung mit SpannungsSpitzen standhalten.
    Also: wenn's in einem Relais übermässig funkt, nachsehen, welcher Verbraucher geschaltet wird und überlegen, ob/wie man den Verbraucher noch besser "entstören" könnte!

  7. Folgender Benutzer sagt Danke zu Heinileini für den nützlichen Beitrag:

    MFreiberger (18.09.2019)

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