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Thema: Profibus-DP Switch

  1. #1
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    Hallo,

    (2ter Anlauf)

    möchte einen Profibus-DP in zwei Teile zerlegen und dem neuen einen neue CPU verpassen. Dazu wäre ein Art "Profi-Bus-Switch" mit Terminierung brauchbar.
    Hab nun schon etwas gegooglet hierzu, leider jedoch nur "normale" Sub-D Stecker gefunden.
    Stelle mir das ähnlich wie ein Drucker-Switch oder Monitor-Switch vor, bei dem die Verkabelung einfach umgeschaltet wird, einschliesslich Endwiderstand.

    Beispiel:Anschluss
    Eingang A: CPU 1 über Dezentrale Perpherie mit 4 Teilnehmern
    Eingang B: CPU 2, direkt
    Ausgang DP-Teilnehmer 10 +11

    Schalterstellung A: Die Teilnehmer 10 + 11 werden von der CPU 1 angesprochen, CPU 2 zeigt einen Busfehler, Bus ist im Switch terminiert

    Schalterstellung B: Die Teilnehmer 10 + 11 werden von der CPU 2 angesprochen, CPU 1 zeigt einen Busfehler, Bus ist im Switch terminiert, die anderen 4 vorgeschalteten Teilnehmern werden weiterhin von CPU 1 angesprochen.
    Das ganze soll den Umbau der Anlage unterstützen, hinterher wird die HW-Konfig angepasst und der "Switch" kommt raus.

    Kennt jemand einen Hersteller dafür ?


    Danke !
    Geändert von kiestumpe (21.11.2006 um 14:26 Uhr) Grund: etwas genauer
    Zitieren Zitieren Profibus-DP Switch  

  2. #2
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    Zitat Zitat von kiestumpe Beitrag anzeigen
    Hallo,

    möchte einen Profibus-DP in zwei Teile zerlegen und dem neuen einen neue CPU verpassen. Dazu wäre ein Art "Profi-Bus-Switch" mit Terminierung brauchbar. Hab nun schon etwas gegooglet hierzu, leider jedoch nur "normale" Sub-D Stecker gefunden.
    Kennt jemand einen Hersteller dafür ?

    Danke !
    Ich weis nicht genau, was du machen willst.

    Vorab schonmal 2 Stichwörter:

    1. DP-DP Koppler (2 CPU unterhalten sich über 2x Profibus)
    2. Repeater (Bussegmentierung)

  3. #3
    Avatar von kiestumpe
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    Hallo,

    hab die Anforderung oben nochmal genauer dargestellt, damits keine Verwechslung zu den beiden Stichwörtern gibt. Sind zwei paar Stiefel
    Zitieren Zitieren etwas präziser  

  4. #4
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    Ich hätte da 3 Lösungen:

    1.

    Ein normaler RS485-Repeater (für MPI/Profibus, ohne Diagnose). Dieser Teilnehmer hat keine Profibus-Adresse, jedoch 2 elektrisch voneinander unabhängige Segmente, die jeweils für sich terminiert werden können/müssen.

    An Segment 1 (A1B1) wird der Profibus von CPU 1 und den 4 DP-Teilnehmern angeschlossen.
    Am Segment 2 (A1'B1') wird CPU 2 mit Teilnehmer 10 und 11 angeschlossen.

    Umschaltung:
    Durch Wegnahme der Versorgungsspannung vom Repeater wird Segment 1 von Segment 2 getrennt. Gleichzeitig wird die Versorgungspannung an CPU 2 zugeschaltet, womit Segment 2 wieder einen Master bekommt und damit zum eigenständigen Profibus wird.

    So, nun der Nachteil:
    - ich weiß nicht 100%ig, ob durch Wegnahme der Versorgungsspannung vom Repeater tatsächlich die Verbindung getrennt wird - da es sich aber lt. Handbuch um 2 Potentialgetrennte Segmente handelt, ist davon auszugehen, dass die Segmente wirklich physikalisch getrennt werden!
    - die Spannungsversorgung von CPU 2 muss geschaltet werden

    Außerdem ist noch zu beachten:
    - falls die Abschlusswiderstände am Repeater ohne Spannungsversorgung nicht funktionieren, muss an den Abgängen (A2B2, A2'B2') jeweils noch ein Abschlusswiderstand angeschlossen werden (z.B. Busstecker).




    2.

    Eine Möglichkeit wäre auch, 2 Mastersysteme an einem elektrischem Profibus zu betreiben. Die Slaves 10 und 11 werden an beiden Mastern projektiert, durch verwendung von SFCs lassen sich die Slaves dann von Master 1 abmelden und an Master 2 binden.

    Nachteile:
    - In Step 7 müssen 2 Profibusse projektiert werden, welche dann physikalisch an 1 Buskabel gehängt werden (funktioniert übrigens wenn alle Busparameter gleich sind).
    - die Verwaltung, welcher Master gerade aktiv ist, und was während der Aktivierungsphasen passiert usw. ist absolut undefiniert.



    3.

    Einfachste Lösung: Geschickte Verkabelung.

    Es ist wohl bekannt, dass durch zuschalten des Abschlusswiderstandes am Busstecker die Anschlüsse A2B2 physikalisch vom Bus getrennt werden. Alle Teilnehmer werden an 1 Busstrang gehängt, jedoch durch geschicktes Schalten der Abschlusswiderstände physikalisch voneinader getrennt.

    Hier das sinngemäße Busschema:
    Code:
    CPU 1       Slave A     Slave B     Slave C     Slave D     Slave 10    Slave 11    CPU 2
    A1B1  A2B2  A1B1  A2B2  A1B1  A2B2  A1B1  A2B2  A1B1  A2B2  A2B2 A1B1  A1B1  A2B2  A1B1  A2B2
      |           |     |     |     |     |     |     |     |     |     |     |     |     |
      +-----------+     +-----+     +-----+     +-----+     +-----+     +-----+     +-----+
    Achtung: am Slave 10 ist die Anordnung A1B1 - A2B2 bewusst vertauscht.

    Slave 10 und 11 an CPU 1:
    Abschlusswiderstand bei Slave D AUS, bei Slave 10 AUS, bei Slave 11 EIN

    Slave 10 und 11 an CPU 2:
    Abschlusswiderstand bei Slave D EIN, bei Slave 10 EIN, bei Slave 11 AUS


    Da Du das ja nur vorübergehend einbaust, ist sicher Lösung 3 die am einfachsten umzusetzende, und auch nicht so schwer zu dokumentieren.



    mfg
    Maxl

  5. #5
    Avatar von kiestumpe
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    Hallo Maxl,

    vielen Dank für deine Ausführungen -

    zu 1. -> hat das schonmal jemand so versucht

    zu 2. -> kann leider die HW-Konfig in dieser Phase nicht ändern

    zu 3. -> versteh ich ehrlich gesagt nicht, das müßte doch ein Kurzschluss zwischen CPU 1 und 2 geben, oder ? 2-Spannungsquellen parallel

  6. #6
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    Wozu brauchst du überhaupt nen Schalter.
    Kannst du nicht einfach den Stecker von einer auf die andere CPU stecken?

    Ein "hot swapping" geht sowieso nicht!

  7. #7
    Avatar von kiestumpe
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    Zitat Zitat von Unregistrierter gast Beitrag anzeigen
    Wozu brauchst du überhaupt nen Schalter.
    Kannst du nicht einfach den Stecker von einer auf die andere CPU stecken?

    Ein "hot swapping" geht sowieso nicht!
    Das geht prinzipiell schon, ist halt nicht so komfortabel, da der Umbau über einen längeren Zeitraum geht und jedesmal hin und her gesteckt, bzw geschaltet wird.
    Was du mit "hot-swapping" in diesem Zusammenhang meinst, weiss ich nicht so wirklich, rein galvanisch und Nachrichtentechnisch gesehen sollte der Schalter kein Unterschied zum stecken machen - mechanisch und praktisch jedoch schon.
    Zitieren Zitieren Rubrik: nice to have  

  8. #8
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    Zitat Zitat von kiestumpe Beitrag anzeigen
    .
    Was du mit "hot-swapping" in diesem Zusammenhang meinst, weiss ich nicht so wirklich,
    Damit meine ich, das die Anlage während des Umschaltens weiterläuft

  9. #9
    Avatar von kiestumpe
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    Warum nicht?
    Der Bus synchronisiert sich doch automatisch auf. Das die Zykluszeit dabei wohl einiges ansteigt, ist in dem Fall nicht tragisch.

  10. #10
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    Zitat Zitat von kiestumpe Beitrag anzeigen
    zu 1. -> hat das schonmal jemand so versucht
    ich denke nein - kannst es aber gern als erster versuchen - bitte um rückmeldung ob es funktioniert
    Zitat Zitat von kiestumpe Beitrag anzeigen
    zu 2. -> kann leider die HW-Konfig in dieser Phase nicht ändern
    wieso? wo liegt das Problem? die HW-Konfig ist hier eine Sache auf 20Minuten - die SFC-Sache macht mir hier viel mehr Kopfschmerzen
    Zitat Zitat von kiestumpe Beitrag anzeigen
    zu 3. -> versteh ich ehrlich gesagt nicht, das müßte doch ein Kurzschluss zwischen CPU 1 und 2 geben, oder ? 2-Spannungsquellen parallel
    wenn das so ist kann ein Master-Slave Betrieb von 2 CPUs nicht funktionieren, der Betrieb von Slaves an einer CPU kann dann auch nicht funktionieren

    Darf ich annehmen, dass Du wenig Erfahrung mit Verwendung von Profibus hast bzw. keine Erfahrung im Verkabeln desselben?


    Erklärung
    - Ein Profibus-Stecker (i.d.R. Siemens Fast-Connect) hat einen Eingang (A1B1) und einen Ausgang (A2B2) + einen eingebauten Abschlusswiderstand, der zugeschaltet werden kann.
    - Ist der Anschlusswiderstand ausgeschaltet, sind die Anschlüsse A1 und A2 verbunden, ebenso wie B1 und B2. Der Abgang zum Sub-D-Stecker ist hier als kurze (einige mm lange) Stichleitung zu sehen.
    - Wird der Anschlusswiederstand zugeschaltet, werden die Anschlüsse A2 und B2 elektrisch abgekoppelt (hängen in der Luft), durch zuschalten eines Widerstand-Netzwerkes wird der Bus terminiert.

    Wozu das ganze?
    Mein Vorschlag Nr. 3 beruht auf dem Umstand, dass durch zuschalten des Abschlusswiederstandes die Anschlüsse A2B2 vom Bus an A1B1 getrennt werden.
    Durch Anschließen des Bus nach obigem Schema und gezieltes Ein/Ausschalten von Abschlusswiederständen an den Bussteckern werden Abschnitte am Bus gezielt voneinder getrennt bzw. aneinander gekoppelt.

    Sprich: der Schalter, den Du suchst, ist eigentlich in die Busstecker schon eingebaut.

    Bei IP67-Bussteckern (z.B. an Ventilinseln) funktioniert das ganze natürlich nicht!


    mfg
    Maxl

    PS: Ist das wirklich so kompliziert wie ich es erklärt habe????????

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