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Thema: Kabellänge bei MPI/DP

  1. #11
    andi ist offline Benutzer
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    Hallo Rainer, da wir uns etwas im Kreis drehen: Was du als Elektrik bezeichnest, ist bei mir der (RS-485)-Treiber samt dem Kabel für beide Seiten. Was mir daran nicht gefällt, ist der Widerspruch, das Siemens in der mir bekannten Doku den (RS-485)-Treiber für DP und MPI gleich ausführt, nur dann das einmal bei 50m Kabel Schluß ist und das andere mal bei 1000m (jeweils 187.5kBit/s). Und damit wir vielleicht doch auf einen Nenner kommen, der Hintergrund der Frage: S7315-2 DP, Profibus mit >50 Meter Länge, HMI mit Profichip DP Slave. Funktioniert so weit. Nun soll aus Gründen, die man nicht beinflußen kann, die Kommunikation nicht mehr per Profibus sondern per MPI stattfinden (*). SPS + HMI unterstützen das auch, aber die Kabellänge ist halt deutlich über 50m. Preisfrage daher, ist der begrenzten Faktor wirklich nur die Physik auf dem Kabel. Die hier, weil ja beide Komponenten DP sind, kein Problem darstellen sollte oder gibt es doch noch was Protokollspezifisches, das der limitierende Faktor ist. (*) Über Sinn oder Unsinn solcher Lösungen zu diskutieren, hilft leider nix, ich hätte da auch lieber eine Ethernetkabel für das HMI und einen CP an der CPU. Gruß Andreas
    Geändert von andi (19.09.2009 um 20:54 Uhr)

  2. #12
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    Hast du Rainers Beitrag nicht gelesen?
    Mach einen Repeater dazwischen und es geht, weil du dann eine galvanische Trennung hast.
    Oder nimm eine CPU mit galvanisch getrennter Schnittstelle, damit gehts auch.
    Gruß
    crash

    Ich bin nicht bekloppt,
    ich bin verhaltensoriginell!

  3. Folgender Benutzer sagt Danke zu crash für den nützlichen Beitrag:

    Rainer Hönle (20.09.2009)

  4. #13
    andi ist offline Benutzer
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    Hallo, ich habe Rainers Beitrag gelesen und auch verstanden. Das Interface/Treiber hat einen entsprechenden Einfluß, das war mir von Anfang an klar. Nur eine qualifizierte Aussage, wo der Unterschied liegt, habe ich in der Siemens-Doku nicht bekommen. Die Anlage läuft bereits so wie sie ist und ich bin nicht derjenige, der da andeutungsweise zu entscheiden hat, ob man da ein Repeater reinbaut oder ob da eine andere CPU einbauen kann. Ich habe die Fragestelltung auf den Tisch bekommen, warum man dort nicht einfach die HMI-Kommunikation von DP auf MPI umstellen kann. Dabei bleibt die gesamte Hardware gleich, das Interface auf der SPS und auch auf dem HMI. Ergo ist der gesamte RS-485 Bus identisch und soll dann plötzlich nur noch 1/20 so weit funktionieren? Oder um es mal mit Ethernet zu vergleichen: Es kommt keiner auf die Idee, das IP auf der Standardlänge funktioniert und IPX dann plötzlich nur auf 5m. Gruß Andreas

  5. #14
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    Demzufolge ist eine galvanisch getrennte Schnittstelle dasselbe wie eine galvanisch nicht getrennte?
    Hast du schon mal überlegt, ob Siemens die Länge vielleicht aus Gründen der Rückwirkung auf die Schnittstelle limitiert? Es soll wirklich Schnittstellen an der SPS geben, die "gestorben werden".
    Wer sagt eigentlich, dass die interne Beschaltung der MPI-Schnittstelle bei deiner CPU dieselbe ist wie bei DP? Es geht hier nicht um die äußeren sondern um die inneren Werte der Schnittstellen.
    Rainer Hönle
    DELTA LOGIC GmbH

    Ein Computer kann das menschliche Gehirn nicht ersetzen. Engstirnigkeit kann unmöglich simuliert werden. (Gerd W. Heyse)

  6. Folgender Benutzer sagt Danke zu Rainer Hönle für den nützlichen Beitrag:

    crash (20.09.2009)

  7. #15
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    Auf welche Siemens-Doku beziehst du dich denn ?

    Hier bestätigt Siemens doch ganz klar, dass es an der galvanischen Trennung liegt:
    Maximale Leitungslänge eines MPI-Subnetzes:
    Die maximale Leitungslänge in einem MPI-Subnetz beträgt 50m bis zu einer Baudrate von 187,5 kBaud bei nicht potentialgetrennten Schnittstellen. Zwischen Teilnehmern mit potentialgetrennter MPI-Schnittstelle kann die Länge eines Leitungssegmentes maximal 1000m betragen, wenn die Übertragungsgeschwindigkeit von 187,5 kBaud nicht überschritten wird.
    Die Teilnehmer mit potentialgetrennten Schnittstellen sind alle S7-400 und S7-300 CPUs, bei denen sich die MPI-Schnittstelle auch auf PROFIBUS umstellen lässt (integrierte MPI/DP-Schnittstelle).
    Grüße von HaDi

  8. Folgende 3 Benutzer sagen Danke zu HaDi für den nützlichen Beitrag:

    Astralavista (20.09.2009),crash (20.09.2009),Rainer Hönle (20.09.2009)

  9. #16
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    [EDIT] HaDi hat schon in #15 eine eindeutige Quelle angegeben, während ich dieses Posting
    zusammenstelle. Das soll nun nicht umsonst gewesen sein. [/EDIT]

    Beim Umstellen der HMI-Kommunikation von DP auf MPI bleibt nicht die gesamte Hardware gleich.
    Das Profibuskabel wird an der CPU 315-2DP von der 2. Schnittstelle (DP, potentialgetrennt) auf
    die 1. Schnittstelle (MPI, nicht potentialgetrennt) umgesteckt.


    Auszüge aus Siemens-Handbüchern (gekürzt, farbige Hervorhebungen von mir)

    S7-300 CPU 31xC und CPU 31x: Aufbauen ( 06/2008 )
    Code:
    Tabelle 4-15 Zulässige Leitungslänge eines Segments im MPI-Subnetz
    +------------+--------------------+----------------------------+
    |Baudrate    |S7-300-CPUs         |CPU 315-2 PN/DP / CPU 317 / |
    |            |(potenzialgebundene |CPU 319                     |
    |            |MPI-Schnittstelle)  |                            |
    +------------+--------------------+----------------------------+
    | 19,2 kBaud | 50 m               | 1000 m                     |
    |187,5 kBaud |                    |                            |
    +------------+--------------------+----------------------------+
    |  ...       | -                  |   ...                      |
    S7-300 CPU 31xC und CPU 31x: Technische Daten ( 06/2008 )
    Code:
    Tabelle 8-5 Technische Daten der CPU 315-2 DP
    1. Schnittstelle
    Physik             RS 485
    Potenzialgetrennt  Nein
    Funktionalität
     MPI               Ja
     PROFIBUS DP       Nein
    MPI
     Übertragungsgeschwindigkeiten  187,5 kBaud
    
    2. Schnittstelle
    Physik             RS 485
    Potenzialgetrennt  Ja
    Funktionalität
     MPI               Nein
     PROFIBUS DP       Ja
    DP-Master/Slave
     Übertragungsgeschwindigkeiten  Bis 12 MBaud
    
    
    Tabelle 8-6 Technische Daten der CPU 315-2 PN/DP
    1. Schnittstelle
    Physik             RS 485
    Potenzialgetrennt  Ja
    Funktionalität
     MPI               Ja
     PROFIBUS DP       Ja
    MPI
     Übertragungsgeschwindigkeiten  max. 12 MBaud
    DP-Master/Slave
     Übertragungsgeschwindigkeiten  Bis 12 MBaud
    Eine ausdrückliche Formulierung, daß die unterschiedliche zulässige Leitungslänge mit der
    Potentialtrennung zu tun hat, findet man auch hier:
    S7-200 Systemhandbuch ( 08/2008 )
    Ermitteln von Abständen, Übertragungsgeschwindigkeiten und Kabeln für Ihr Netz
    Wie Sie in Tabelle 7-5 sehen, richtet sich die maximale Länge eines Netzsegments nach zwei
    Faktoren: Potentialtrennung (RS-485-Busverstärker) und Baudrate.
    Potentialtrennung ist erforderlich, wenn Sie Geräte mit unterschiedlichen Erdungspotentialen
    miteinander verbinden. Unterschiedliche Erdungspotentiale können auftreten, wenn die
    Erdungspunkte sehr weit voneinander entfernt sind. Auch bei kurzen Entfernungen können
    Ladeströme von schweren Maschinen unterschiedliche Erdungspotentiale bewirken.
    Code:
    Tabelle 7-5 Maximale Länge des Netzwerkkabels
    +--------------+-------------------------+-------------------------+
    |Baudrate      |Nicht potentialgetrennte |CPU-Schnittstelle mit    |
    |              |CPU-Schnittstelle        |Busverstärker oder EM277 |
    +--------------+-------------------------+-------------------------+
    |9.6 kBaud bis |          50 m           |         1000 m          |
    |187,5 kBaud   |                         |                         |
    +--------------+-------------------------+-------------------------+
    |  ...         | -                       |          ...            |
    Gruß
    PN/DP
    Zitieren Zitieren Auszüge aus Siemens-Handbüchern  

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    crash (20.09.2009),Rainer Hönle (20.09.2009)

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