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Thema: Betriebsdatenerfassung von Anlagen über mehre Gebäude

  1. #1
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    Hallo Allerseits,

    wie die Überschrift schon sagt geht es um eine Betriebsdatenerfassung, die sich über mehrere Gebäude und Anlagen erstrecken wird.
    Im Endausbau rechne ich mit ca. 500 Analogwerten, die jede Sekunde (oder alternativ bei Änderung) erfasst werden sollen (gepuffert, wenn die Übertragung nicht möglich ist) und ca. 1000 Bit-Meldungen.

    Die ersten Gedanken gehen über die Auswahl der Vernetzung.
    Da bisherige Anlagenteile mit Siemens S7 umgesetzt sind, wird es auf ProfiNET oder Ethernet hinauslaufen.

    Welcher Variante bringt welche Vor- und Nachteile?

    Wie sieht es mit mit der Entkopplung aus?
    Sind Lichtleiter beim überbrücken von Gebäude-Abständen (Abgespannt über den Hof ca. 30m) notwendig, oder kann man getrost alles mit Kupferleitern abdecken?

    Welche Möglichkeiten gibt es, die Vernetzung bei Stromausfall aufrecht zu halten?
    Eine lokale USV hält nur recht kurz, parallele Verkabelung einer Notversorgung finde ich EMV- Technisch etwas fraglich.

    Auf was sollte man noch achten?

    Im Moment bin ich noch ganz am Anfang und hab die Möglichkeit, alles falsch zu machen...

    Liebe Grüße
    Lilli
    Zitieren Zitieren Betriebsdatenerfassung von Anlagen über mehre Gebäude  

  2. #2
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    Also zum Thema Verkabelung sehe ich keine Einwände die gegen Kupfer sprechen. Die Frage ist halt wie dramatisch wird es wenn mal der Datenstrom abreißt ?
    Das selbe wäre auch zum Thema USV. Wie wichtig sind diese Daten wirklich. Was passiert wenn die mal 15min ausfallen ? Es gibt ja entsprechende USVen die schon etwas an Leistung bringen können und für ne SPS eine Zeit reichen. Nur für wie lange möchtest du vorsorgen und wie weit soll das gehen ?
    Würde erstmal die Randbedingungen festlegen um zu sehen wie weit du wirklich in die vollen gehen musst für dieses System.

  3. #3
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    Hi,
    es ist schon spät aber den mache ich noch. Also zunächst ist eine Batterieanlage dafür da den Energieausfall solange zu überbrücken bis Ersatznetz bereitsteht ("Notstrom") oder aber das gepufferte System im sicheren Zustand ist. Das gilt es zu klären.
    Zweitens ist eine Standardverkabelung mit RJ 45 ideal für Dein Vorhaben, sollte man mit der EDV organisieren das diese Verkabelung, wenn nicht vorhanden, sinnvoll geplant und erstellt wird. Heutzutage nutzt man das ja auch für Telefon und vieles mehr. Die Trennung physisch und oder logisch vom normalen EDV Netz sollte gut geplant werden.

    So, Schluß für heute
    Mario

  4. #4
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    Hallo Lilli,

    für unsere fertigungskritischen Netzwerke haben wir eine Netzwerkstruktur basierend auf Glasfaserringen aufgebaut.
    Damit hast du eigentlich eine maximale Ausfallsicherheit. Bei einen Ausfall einer Komponente erfolgt die Umschaltung auf den anderen Kommunikationsweg in ca. 50 bis 100ms.
    EMV, Potentialausgleich und Blitzschutz sind dabei auch kein Thema.
    Die Netzwerk-Switche werden von einem zentralem Monitoring-System überwacht.

    Gruß
    Dieter

  5. Folgender Benutzer sagt Danke zu Blockmove für den nützlichen Beitrag:

    winnman (10.11.2014)

  6. #5
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    Hallo Lilli
    Ich kann mich Blockmove nur anschliessen.
    Lichtleiter wirkt zwar auf den ersten Blick übertrieben, aber dadurch hast du alle
    EMV, Potentialausgleich und Blitzschutz Probleme
    erschlagen.

    Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, wenn es erstmal läuft kommt schnell das eine oder andere Signal dazu. Also großzügig Planen für Erweiterungen.
    Du schreibst zwar ihr habt alles Siemens aber auch die Möglichkeit in Betracht ziehen andere Systeme anzuschließen.
    Sollen sich schnell ändernde Messgrössen (z.B. Druck...) erfast werden ist eine Sekunde wesentlich zu langsam. Auch hier Erweiterungen einplanen.

    Solltest du in Nürnberg sein schau doch mal bei http://iba-ag.com vorbei. Kann ich nur empfehlen.
    Grüsse Holger

  7. #6
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    Wird hier nicht mit Kanonen auf Spatzen geschossen?
    Also wegen den paar Daten solch einen Aufwand?
    Es macht nach unserer Erfahrung mehr Sinn eher dezentral zu planen und dann zusammen fügen.

    Wenn die Daten schneller als eine Sekunde erfasst werden sollen, dann wird es auch mit Glasfaser eng.
    Ich würde die Aufgabenstellung genau analysieren, Pflichtenheft erstellen und dann erst nach der technischen Machbarkeit suchen.


    bike
    "Any fool can write code that a computer can understand.
    Good programmers write code that humans can understand."
    --Martin Fowler

  8. #7
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    Hallo Allerseits,

    freut mich, dass ich schon erste Rückmeldungen habe.
    Klar, eine genaue Spezifikation wäre nicht schlecht. Wie ich meine Kundschaft kenne, ändert diese sich jedoch im laufe der Zeit sowieso...

    Einen Spannungsausfall müsste man denke ich schon für ca. 2h überbrücken. Datenausfall ist nicht so kritisch, vermutlich wird der Ausbau aber noch vereinzelt für weitere Steuersignale benutzt.

    Bisher wurde nur über Lichtleiter vs. Kupfer geschrieben.
    Wie sieht es mit ProfiNET vs. Ethernet aus?

    Liebe Grüße
    Lilli

  9. #8
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    Also

    1.) Ich würde die Switches untereinander auf alle Fälle als Glasfaserring ausführen. Die Kosten für sowas sind imho heutzutage wirklich überschaubar, fast jeder Qualitätsswitch ist sowieso entsprechend ausgerüstet. Wenn du einen Ring aufbaust dann würde ich aber auf alle Fälle auch Wegeredundanz achten. Denn wenn dir man ein Switch kaputt wird ist die Downtime überschaubar aber wenn man der Bagger wo gräbt wo er nicht soll dann dauerst länger bist die Kabel wieder heil sind.
    2.) Wenn du die Lösung sowieso so aufbaust dass du lokal zwischenpufferst würde ich mir auch über den Ausfall eines Switches keine Gedanken machen, denn du pufferst ja eh. Daran würde ich nur denken wenn ich eine zentrale Datensammlerlösung ansinnen würde
    3.) Ich kenne das iba System und es ist wirklich gut, allerdings setzen wir es vor allen vor schnelle Datenaufzeichnung ein. Ich habe zwar keine praktische Erfahrung damit gesammelt aber ich meine der Echocollect von Softing könnte auch etwas für dich sein.
    Geändert von norustnotrust (10.11.2014 um 09:53 Uhr)
    Regards NRNT

  10. #9
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    Hallo,
    mal von der Physik abgesehen : was soll denn mit den Daten geschehen ?
    Sollen diese zyklisch gespeichert werden ? Oder als eine Art Trend visualisiert werden ? Sollen die Daten wieder aufgreifbar sein ? Soll ein Bezug zur Erstellung eines Produktes erzeugt werden ?

    Das würde mich hier mal interessieren - es könnte sich so das Konzept nämlich ggf. ändern ...

    Gruß
    Larry

  11. #10
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    Larry hat es direkt auf den Punkt gebracht.
    Was soll die Phsyik, wenn nicht geklärt ist, was soll überhaupt geschehen?

    Ein Aussage:
    Wie ich meine Kundschaft kenne, ändert diese sich jedoch im laufe der Zeit sowieso...
    geht nicht nur mir hier auf den Senkel.

    Wenn der Kunde noch nicht genau speifizieren kann, was bzw wie etwas gelöst werden soll, dann ist es Aufgabe des Dienstleisters verschiedene Alternativen zu erarbeiten und vernüftig anzubieten.

    Mir ist es völlig egal, ob Glasfaser oder Brieftrauben zur Datenübertragung geutzt werden.
    Das Ergebnis zählt.
    Leider gibt es keine Universiallösung.
    Und egal wie der Anbieter heißt, was ist, wenn in fünf Jahren der Anbieter und dessen Hard- und Software nicht mehr verfügbar ist?
    Besser universellen Standard, als techisch verspielte Lösungen würde ich verwenden.


    bike
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