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Thema: Idlespannung zu niedrig

  1. #51
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    Zitat Zitat von reini Beitrag anzeigen
    Ein defektes MFP21D Profibusmodul war die Ursache für die schlechten Signalpegel.

    Die Anlage läuft jetzt wieder. ..
    Nur noch mal zum besseren Verständnis. Das MFP21D war die Ursache für einen Anlagenstillstand?
    Mit der defekten Schnittstelle des OP17 lief die Anlage noch? Der Defekt am OP17 wurde somit nur nebenbei bei der Fehlersuche gefunden?
    Es gibt viel mehr Leute, die freiwillig aufgeben, als solche, die echt scheitern.
    Henry Ford

  2. #52
    reini ist offline Erfahrener Benutzer
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    Zitat Zitat von Onkel Dagobert Beitrag anzeigen
    Nur noch mal zum besseren Verständnis. Das MFP21D war die Ursache für einen Anlagenstillstand?
    Nein, die Ursache für den Stillstand war die zu tiefe Idlespannung.


    Zitat Zitat von Onkel Dagobert Beitrag anzeigen
    Mit der defekten Schnittstelle des OP17 lief die Anlage noch?
    Erst nach dem Einbau vom aktiven Busabschluss lief die Anlage wieder an (vorher was das OP17 der erste Teilnehmer)


    Gruss Reini




  3. Folgender Benutzer sagt Danke zu reini für den nützlichen Beitrag:

    Onkel Dagobert (13.03.2019)

  4. #53
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    Hallo Reini,

    Zitat Zitat von reini Beitrag anzeigen
    Alle Profibuskabel im Schaltschrank haben einen Schleifenwiderstand < 0.6 Ohm.
    Sehr gut! Vielen Dank für die Messung der Schleifenwiderstände auf den Schirmen - sehr professionell! Nun lassen sich die 12 mA gut einordnen und wir können erst einmal sagen, dass der Schirm funktioniert und die Signaladern vor Störspannungen geschützt sind.

    Die EMCheck LSMZ hat ein RMS Messverfahren hinterlegt (anders als bei der ISMZ) und uns könnten damit sehr kurze Stromspitzen durch die Lappen gehen. Eine Schalthandlung des 63A Leistungsschalters könnte somit im Extremfall einen hohen Schirmstrom zur Folge haben, welcher dann das Gerät schädigen könnte (bei schlechtem Gerätedesign). Nun kann man Siemens sicherlich vieles vorwerfen und zutrauen, aber von EMV-festen Schaltungsdesign verstehen sie etwas. Ein Tipp: Mit der LSMZ könnten Sie kurze Stromspitzen nachweisen: Gehen Sie auf "hold max" und schalten den Schalter. Wenn Sie ein paar Ampere messen sollten, könnte das für das Gerät auf Dauer gefährlich werden. Ich halte es aber für unwahrscheinlich und gehe davon aus, dass solch eine Schalthandlung unter Last nicht so oft vorkommt.


    Zitat Zitat von reini Beitrag anzeigen
    Was ist der Unterschied zwischen "Leiter zur Verbesserung des Potentialausgleiches" und "Schirmentlastungsleiter"?
    Schirmentlastungsleiter (SEL-freigewählte Abkürzung) versus Leiter zur Verbesserung des Potentialausgleich: wie ich schon geschrieben habe, orientiert sich der SEL an der Verlegung der PB-Leitung. Wenn Sie also vom Panel zum Schaltschrank z.B. einen PB-Leitungsweg von 20 m haben, weil Sie installationstechnisch ein paar Umwege gehen mussten, dann sollte der SEL die selbe Leitungsführung nehmen, wie die geschirmte PB-Leitung. Luftlinie sind es aber vielleicht nur 10 m. Einen Potentialausgleichsleiter sollten Sie auf direktem (im Vergleich zum SEL kürzeren) Wege verlegen. Der Potentialausgleichsleiter ist einfach die bessere Lösung.

    Zitat Zitat von reini Beitrag anzeigen
    Haben Sie bereits Erfahrungen gemacht bei welchen Geräten der Schirm zusätzlich aufgelegt werden sollte? (Panel usw.)
    Ja, besonders bei Panels gibt es beim Einbau z.B. in die Schaltschranktür immer wieder das Problem, dass es dadurch zu keiner "natürlichen" Verbindung mit dem Potential der Tür kommt und damit der Schirm am Panel zwar mechanisch aufgelegt ist, aber am Ende in der Luft hängt. Das trifft auch oft auf Leistungsmessgeräte (Janitza oder PACK) zu. Siemens hat dann irgendwo an den Geräten eine Funktionserdungsschraube, oder -klemme, welche, wenn sie angeschlossen ist, diese Isolierung aufhebt. Viele Geräte betrifft das aber nicht. Auf die Schnelle fallen mir noch die Gateways vom HMS ein, oder Bosch-Rexroth-Geräte. Über die Schleifenwiderstandsmessung mit der EMCheck MWMZ bekommen Sie es aber einfach und zweifelsfrei heraus.


    MfG
    René Heidl
    Geändert von Indu-Sol (14.03.2019 um 14:34 Uhr)
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  5. Folgender Benutzer sagt Danke zu Indu-Sol für den nützlichen Beitrag:

    reini (14.03.2019)

  6. #54
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    Hallo Indusol

    Zitat Zitat von Indu-Sol Beitrag anzeigen
    Mit der LSMZ könnten Sie kurze Stromspitzen nachweisen: Gehen Sie auf "hold max" und schalten den Schalter. Wenn Sie ein paar Ampere messen sollten, könnte das für das Gerät auf Dauer gefährlich werden. Ich halte es aber für unwahrscheinlich und gehe davon aus, dass solch eine Schalthandlung unter Last nicht so oft vorkommt.
    Ein 63A Leistungsschalter versorgt einen Unterverteiler mit 3x380V.
    Die am Unterverteiler angehängten Förderer werden ab und zu unter Volllast gestoppt/geschaltet.
    Der 63A Leistungsschalter bleibt immer drin.

    Zitat Zitat von Indu-Sol Beitrag anzeigen
    Ja, besonders bei Panels gibt es beim Einbau z.B. in die Schaltschranktür immer wieder das Problem, dass es dadurch zu keiner "natürlichen" Verbindung mit dem Potential der Tür kommt und damit der Schirm am Panel zwar mechanisch aufgelegt ist, aber am Ende in der Luft hängt. Siemens hat dann irgendwo an den Geräten eine Funktionserdungsschraube, oder -klemme, welche, wenn sie angeschlossen ist, diese Isolierung aufhebt.
    Die Funktionserdungsschraube vom Panel ist mit einer normalen 2.5mm2 gelb/grünen Litze mit der Montageplatte verbunden.
    Die Schaltschranktür ist ebenfalls mit einer 2.5mm2 Litze mit dem Schaltschrankrahmen verbunden.
    Die mit der EMCheck MWMZ gemessenen PE Impedanzwerte sind tief.

    Aufgrund vom Skin Effekt sind solche normalen PE Litzen eigentlich nicht geeignet, oder?

    Sollten diese PE Litzen trotz ihrer tiefen Impedanzwerte durch breite Erdungsbänder zu ersetzt werden?

    Die CPU und das Panel haben nicht die gleiche Stromversorgung, sollte keine Rollen spielen.

    Habe nochmals die Störung Revue passieren lassen;

    Angefangen hat alles mit einer Scanner Profibus Störung.
    Fehlerbild --> tiefe Signalpegel, Telegramm Wiederholungen, Anlage lief noch.

    Dann habe ich mehrere Movimot Antriebe einzelnen stromlos gemacht, das Profibusmodul MFP21D entfernt und die Profibusanschlüsse kontrolliert.
    Als ich alle Movimot Antriebe kontrolliert hatte, ist mir die Warnung "Idlespannung zu tief" aufgefallen.
    Fehlerbild --> tiefe Signalpegel, Telegramm Wiederholungen, zu tiefe Idlespannung. Anlage lief nicht mehr an!

    Habe dann Profibuskabel fliegend verlegt, einzelne Teilnehmer abgeschaltet und dann das defekte Profibusmodul MFP21D gefunden und ersetzt.
    Fehlerbild --> Telegramm Wiederholungen, zu tiefe Idlespannung.

    Aktiver Busabschluss installiert und den Abschlusswiderstand am Panel auf "Off" gestellt.
    Fehlerbild --> schwankende Idlespannung, Anlage lief wieder an.

    Panel stromlos geschaltet --> alles io.

    Wieso wurde das Panel trotz der tiefen Schirmimpedanz während der Movimot Kontrolle zerstört?


    Gruss Reini
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  7. #55
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    Ich bin jz etwas zu faul den ganzen Thread nochmal zu lesen:
    Wie schauts mit der Schirmauflage der Antriebe aus?
    Ich hatte da vor Jahren an einer Anlage tüchtig Probleme mit den Felbussen (Profibus + ASi) weil der Schirm eines Motors (Torque mit Stromspitzen >350A) einseitig nicht richtig aufgelegt war. Das hat die Bus-Systeme komplett zum Absturz (ohne Schäden) gebracht.

  8. #56
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    Zitat Zitat von andy_ Beitrag anzeigen
    Wie schauts mit der Schirmauflage der Antriebe aus?
    Die Antriebe haben den FU und das Profibusmodul direkt am Motor. Es gibt nur den Profibusschirm zum Anschliessen.
    Ohne EMV Kabelverschraubung haben einzelne Profibusschirme Kontakt, andere nicht.

    Gruss Reini

  9. #57
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    Zitat Zitat von reini Beitrag anzeigen
    Wieso wurde das Panel trotz der tiefen Schirmimpedanz während der Movimot Kontrolle zerstört?
    Ist es möglich, dass aufgrund der fehlenden Profibus Schirmkontaktierung an einem Movimot Antrieb beim Aus/Einschalten eine Einkopplung auf dem A & B Leiter stattgefunden hat und dadurch das Panel am Busanfang beschädigt wurde?

    Falls ja, werden wir bei allen Movimot Antrieben die EMV Kabelverschraubung einsetzen, bisher sind Standard Verschraubungen drin.

    Gruss Reini

  10. #58
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    Hallo reini,

    Zitat Zitat von reini Beitrag anzeigen
    Aufgrund vom Skin Effekt sind solche normalen PE Litzen eigentlich nicht geeignet, oder?
    Nun ja, Ihre aktuellen Messwerte der MWMZ zeigen, dass die vorhandene Leiterschleife eine „tiefe“ Impedanz (im kHz-Bereich) hat. Das ist schon mal positiv. Empfehlenswerter sind jedoch niederimpedante Verbindungen in der Erwartung, dass die Ströme auch höhere Frequenzen tragen könnten. Hier empfehlen wir beispielsweise hochflexible verzinnte Leiterseile, welche in der Struktur (Durchmesser der einzelnen Litzen) den Datenkabelschirmen sehr ähnlich sind.



    Zitat Zitat von reini Beitrag anzeigen
    Sollten diese PE Litzen trotz ihrer tiefen Impedanzwerte durch breite Erdungsbänder zu ersetzt werden?
    Allgemein ist im Umfeld von industriellen Datenkommunikationsnetzwerken der Einsatz von niederimpedanten Verbindungen zu empfehlen. Insbesondere dann, wenn zu erwarten ist, dass die Schirme von Datenkabeln als „Konkurrenzpotentialausgleich“ missbraucht werden. Je nach Anwendungsfall kann auch auf verzinnte Leiterseile zurückgegriffen werden.
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    reini (Heute)

  12. #59
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    Hallo zusammen

    Vielen Dank für eure Beiträge & Antworten.

    Werde jetzt die SEW Movimot Antriebe mit einem zusätzlichen Leiterseil mit dem Kabelkanal verbinden. Aktuell sind die Antriebe auf einem Metallgestell montiert welches mit Schwingungsdämpfer (Gummi-Metall) am Boden befestigt ist. Dann werden die Schaltschrank-Türe-Kabelkanal Verbindungen mit einem Masseband nachgerüstet.
    Zudem werden die EMV Kabelverschraubungen mit der Kontaktfeder eingebaut.

    Gruss Reini
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    Geändert von reini (Heute um 09:10 Uhr)

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