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Thema: Welcher OPC - Server?

  1. #1
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    Hallo Forum Mitglieder,

    wir möchten folgende Anwendung erstellen:

    In einer Produktionshalle soll von ca. 30 Anlagen, jede Minute ca. 300 - 500 Messwerte

    erfasst werden und in einer SQL Datenbank abgespeichert werden.
    Die Anlagen verfügen über S7-SPS oder Mitsubishi mit Ethernet Schnittstelle.

    Als Konzept, haben wir uns überlegt einen OPC-Server zu installieren, zu allen
    Anlagen eine Verbindung auf zubauen und mit einer zweiten Software OPC to Database die Daten in eine SQL Datenbank zuschreiben.

    Meine Fragen:
    1.) Welcher OPC Server sollte eingesetzt werden, gibt es unterschiede bei den angebotenen Produkten?

    2.) Sollte die zweite Software OPC to database vom gleichen Anbieter kommen, was glaube ich nicht notwendig sein muß?

    3.) Sind die Programme OPC to database (z.Bsp. Softing) flexibel genug um die
    Abspeicherung in die Datenbank individuell zu gestallten, z.Bsp best. Werte
    nur nach überschreiten von Grenzwerten oder nach Änderung, oder sollte
    man die Abspeicherung der Werte mittels VB oder ähnlichen selbst übernehmen.

    Gruß GFI
    Zitieren Zitieren Welcher OPC - Server?  

  2. #2
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    Hallo,

    es gibt ein paar Hersteller, deren OPC-Server viele verschiedene Steuerungen unterstützten. Eventuell müssen die einzelnen Treiber separat gekauft werden, aber Du musst Dich nur in ein System einarbeiten.

    Siemens und Mutsibishi gibt es bei

    http://www.inat.de/index.php?54&back...t_products=512

    http://www.matrikonopc.com/opc-drivers/plcs.aspx

    OPC-Client-Lösung laufen normalerweise mit jedem OPC-Server, das ist ja der Sinn der Sache.

    TCP

  3. Folgender Benutzer sagt Danke zu TCP/IP für den nützlichen Beitrag:

    GFI (21.01.2010)

  4. #3
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    Hallo,

    wir benutzen seit ca. 8 Wochen den OPC Server TCPIPH1
    von INAT und sind wirklich sehr zufrieden mit der Anwendung.
    Der OPC Server sammelt z.Z. aus 7 SPS´en S5/S7 Daten die auf einen Zentralen BDE Datenserver geschaufelt werden.
    Anlegen einer neuen Verbindung ist kein Hexenwerk ebenso das Zufügen neuer Variablen.

    Allerdings sind die Lizenzkosten von ca. 1400 EUR nicht ganz unerheblich.

    Grüße,

  5. #4
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    Jeder der OPC Server einsetzen will, sollte folgendermaßen vorgehen:

    1) schauen ob der Original-Hersteller der SPS einen OPC Server anbietet
    >> Hintergrund ist der: a) der Hersteller kennt das Protokoll und den Treiber (zur Kommunikation zur seiner SPS) am besten. b) er kann die Projektierung/Konfiguration der OPC Servers am Besten in seine Engineering-Tools integrieren.

    2) schauen ob der Server getestet wurde, die OPC Foundation vergibt zwei Logos, die eine gewisse Grundfunktionalität und auch Kompatibilität sicherstellen: "self-tested" und "certified".
    >> Hintergrund: dann ist zumindest davon auszugehen, dass dieser Server schon mal mit den "großen" Produkten zusammen getestet wurde und sich "spezifikationskonform" verhält. Das "certified" Logo haben bisher nur sehr wenige Produkte geschafft und gilt als "Qualitäts-Siegel".

    In deinem Fall bedeutet das: SimaticNET-OPC Server für Siemens Steuerungen und einen weiteren MX OPC Server für die Mitsubishi Steuerungen.

    Es gibt natürlich auch die beschriebenen Drittanbieter, die z.T. hervoragende Produkte anbieten: Kepware, Matrikon, Softing/Inat, etc. aber auch hier würde ich immer zu "getesteten" oder noch besser "zertifizierten" Produkten raten.

    Auf der Webseite der OPC Fopundation gibt es den "Produktkatalog" hier sind die Testergebnisse "gelistet", da kann jeder nachschauen was er sich kauft z.B.

    http://www.opcfoundation.org/Product...1&RI=412&CU=17

    http://www.opcfoundation.org/Product...1&RI=839&CU=12

    Zum Wegschreiben in eine Datenbank gibt es auch verschiedene OPC Client Produkte am Markt. z.B. DataLogger von SoftwareToolbox
    http://www.opcdatalogger.com/html/opccertification.html

  6. Folgende 3 Benutzer sagen Danke zu Dr. OPC für den nützlichen Beitrag:

    GFI (21.01.2010),justbql (04.02.2014),Mobilo (21.04.2010)

  7. #5
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    Habe vor 2 Jahren mal in einer Firma, für die ich mal gearbeitet habe, nachgefragt welchen OPC-Server die noch mal nehmen.
    Die Antwort war: "Wer nimmt heute noch einen OPC-Server?"
    Da wird wohl lieber mit Prodave oder so gearbeitet.
    "Ein lahmer Drecksplanet ist das, ich habe nicht das geringste Mitleid" (Prostetnik Vogon Jeltz)

  8. #6
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    1) schauen ob der Original-Hersteller der SPS einen OPC Server anbietet
    >> Hintergrund ist der: a) der Hersteller kennt das Protokoll und den Treiber (zur Kommunikation zur seiner SPS) am besten. b) er kann die Projektierung/Konfiguration der OPC Servers am Besten in seine Engineering-Tools integrieren.
    Die Erfahrung mit dem Orginal Hersteller, kann ich bestätigen, da ich gestern einige OPC Server getestet habe und diese bei neueren SPS (Q03UDE) die Protokolle noch nicht können.

    Nun habe ich für die Lösung der Anwendung noch eine andere Idee, dies ganz ohne OPC - Server zu machen und direkt mittels 'MES-Tools' (zusätzliche Hardware für die Steuerungen), direkt in eine SQL - Datenbank zu schreiben, wird z.Bsp von Mitusbishi angeboten. D.h. die
    SPS schreibt über Ihre Ethernet Schnittstelle direkt in eine SQL - Datenbank.
    Soviel mir bekannt ist können das auch einige SPS, welche mit Codesys programmiert werden und dafür werden Bibliotheken gestellt.

    Hat jemand mit solchen Anwendungen schon Erfahrungen gemacht?

    Oder hat die Lösung über OPC Vorteile die ich jetzt nicht sehe?

    Gruß GFI
    Zitieren Zitieren SPS direkt to SQL Database  

  9. #7
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    Wir setzen für die Verbindung zwischen SPSen und SQL Datenbanken SQL4Automation ein. Damit brauchst du keinen OPC-Server, sondern hast direkten Zugriff auf die SQL-Datenbank. Du kannst also direkt SQLStrings absetzen und erhälts die Antwort in ein zweidimensionales Array. Zur Zeit existiert erst eine Library für CoDeSys SPSen, die Siemens Library wird jedoch Anfangs März verfügbar sein. Unterstützt wersen auch Stäubli, Kuka und Bosch Rexroth Roboter. Eine Erweiterung auf Mitsubishi könnte relativ schnell realisiert werden. Natürlich kannst du deine Libraries auch selber schreiben (Siemens und Mitsubish).

  10. #8
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    Eine proprietäre Lösung hat keine Nachteile ausser die Tatsache dass sie proprietär ist.

    1) wenn etwas nicht geht, muss man auf die Lösung Lieferanten warten
    2) bei Änderungen an HW und SW muss man seine Applikation anpassen
    3) wenn der Lieferant pleite geht, kann man seinen Kunden nicht mehr bedienen
    4) wenn man die Sourcen der proprietären Lösung hat, kann man sich mit viel Aufwand einarbeiten und die Probleme selber fixen

    OPC-Lösungen haben auch nicht nur Vorteile, aber viele.
    Geändert von Dr. OPC (03.02.2010 um 17:35 Uhr)

  11. #9
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    Zitat Zitat von Dr. OPC Beitrag anzeigen
    Eine proprietäre Lösung hat keine Nachteile aus die Tatsache dass sie proprietär ist.
    Der SQL4Automation Connector bietet lediglich die Möglichkeit eine Verbindung von einer SPS auf eine SQL Datenbank herzustellen. Enthält keine eigene Intelligenz. Fall also eine SPS eine Ethernetverbindung herstellen kann, kann mit der Datenbank kommuniziert werden. Somit wird der komplette Code in der SPS, die Daten in der Datenbank programmiert. Der SQL4Automation Connector ist eine abgeschlossene Software. Wenn neue Variablen angelegt werden, müssen nur Änderungen in der SQL-Datenbank und im SPS Code gemacht werden, Änderungen am Connector sind nicht nötig.
    Im Gegensatz zum OPC Server gibt es nur einen Connector, egal welche Steuerung. Beim OPC Server empfiehlst du ja schon bei zwei Steuerungen, zwei verschiedene OPC Server einzusetzen. Wenn ich daran denke wieviele Abstürze ich mit schon nur einem OPC Server hatt.... :-s Für die bekanntesten Hersteller sind sogar schon Bibliotheken und Programmbeispiele vorhanden und werden laufend erweitert. Der Connector kann kostenlos getestet werden und muss erst gekauft werden, wenn er zu 100% seinen Vorstellungen entspricht.


    Zitat Zitat von Dr. OPC Beitrag anzeigen
    1) wenn etwas nicht geht, muss man auf die Lösung Lieferanten warten
    2) bei Änderungen an HW und SW muss man seine Applikation anpassen
    3) wenn der Lieferant pleite geht, kann man seinen Kunden nicht mehr bedienen
    4) wenn man die Sourcen der proprietären Lösung hat, kann man sich mit viel Aufwand einarbeiten und die Probleme selber fixen
    Diese Punkte hat man wohl mit jedem Produkt. Schlussendlich ist man immer abhängig von Herstellern der Produkte die man einsetzt. Sei es Siemens, Microsoft, MySQL, einem Entwickler von einem OPC Server oder eben einer Firma die ein anderes Produkt (Hard- oder Software) entwickelt.
    Wird das Produkt von einer grossen Firma entwickelt, sind zudem Änderungen nur sehr schwer, oder überhaupt nicht möglich. Dass Siemens eine Wunschliste in einem Forum liest und das Produkt dementsprechend anpasst ist leider Wunschdenken. Vor Konkursen sind wie die neusten Beispiele zeigen auch grosse Firmen nicht sicher....
    Schlussendlich sollte man sich Zeit nehmen mehrere Möglichkeiten auszuprobieren und sich dann für die für einen beste Möglichkeit entscheiden.

  12. #10
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    Na dann sag ich es mal so:

    alleine für die Siemens S7 fallen mir spontan ca. 8 OPC Server von verschiedenen Herstellern ein, von denen übrigens keiner "abstürzt" plus ungefähr 20 (weder "self-tested" noch "certified") die mitunter auch abstürzen können. (wie man den richtigen Server findet habe ich ja weiter oben schon beschrieben)

    Aber ich kann mich natürlich auch (nacheinander) vor 30 SPSen setzen und bei jeder einzelnen die Programmierung ändern nur um ein anderes Feld aus der Datenbank zu lesen. Das ist eine Frage des Geschäftsmodels und der angebotenen Dienstleistung (ich persönlich würde versuchen meine Kunden auf eine andere Weise an mich zu binden, aber das mag jeder selbst entscheiden)

    Ich gehe mal davon aus das dieser SQL4Automation Connector gleichtzeitige Zugriffe auf die selbe Datenbank verwalten kann und sich nicht 29 SPSen verschlucken wenn mal ein Datenbankaufruf nicht vollständig beendet wurde.
    Geändert von Dr. OPC (03.02.2010 um 17:36 Uhr)

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