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Thema: NOT-AUS rücksetzen

  1. #11
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    Hallo!

    Die Öffnerkontakte der Not- Aus - Schütze/Relais als Rückführung
    zu nehmen ist ja so weit klar.
    Natürlich ist ein Not-Aus der "Scharf ist nicht kontrollierbar,
    es sei denn, man betätigt den Not-Aus Taster.
    Dies ist meist irgendwo in Betriebs - und Wartungsunterlagen
    mit erwähnt.
    In der Praxis ist jeder Anlagenbediener froh wenn
    die Karre läuft, da drückt meist keiner.
    Aber spätestens wenn mal der Hauptschalter aus gemacht wird,
    sollen alle Schütze abfallen!
    Dann erkennt die Not-Ausrückführung ja, ob alle öffner
    geschlossen sind und somit über ein Steuerspannung ein oder
    Not - Aus Quittierung die Hauptschütze wieder zugeschaltet werden
    können.
    Leider gibt es keine 100% Sicherheit, aber die technischen
    Lösungen die heute angeboten werden, sind doch wohl
    ausreichend.
    Wir können doch nur stand der Technik durchsetzen/verdrahten,
    alles andere ist zwischen Himmel und Erde, dafür sind wir
    nicht verantwortlich.

    mfG. Uwe Schröder
    Zitieren Zitieren Auch noch etwas zum Thema:  

  2. #12
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    Zitat Zitat von horseshoe Beitrag anzeigen
    Hallo MSB,

    wir sind uns sicher einig, dass (spaetestens) beim Hauptschuetz Schluss ist mit der (akribischen) Sicherheits-Betrachung (z.B. bezueglich "klebender" Kontakte).

    Aber zu Deinem ersten Posting:
    Zitat:
    "Und somit lässt sich die Sache bei einem klebenden Schütz nicht mehr Quittieren."

    Genau hier liegt der Ansatzpunkt fuer meine Bedenken. Wenn das Schuetz klebt, kommt es erst gar nicht zur Abschaltung des Antriebs.
    Ich kann - wie Du auch schreibst - zwar das Not-Aus nicht quittieren; aber die eigentlich wichtige Aufgabe des Not-Aus - das Stillsetzen des Antriebs - wurde nicht sichergestellt.

    Diese "teuren gelben Kisten" haben zur Vermeidung dieser Situation daher auch (mindestens) zwei serielle Relais-Kontakte zur Abschaltung. Wurde bei einem ein "Kleben" festgestellt, so kann ich das detektieren und alarmieren.

    Mein Standpunkt:
    ICH will mir "nicht ans Bein pissen" lassen, wenn wegen einem "klebenden" Not-Aus-Kontakt-Vervielfaeltiger jemand verletzt wird.
    (Aber auch: (Fast) Nichts ist absolut sicher!)

    Lasse mich aber gern belehren/umstimmen! (Denn mir sind die kleinen gelben Kisten eigentich auch zu teuer!)

    Gruss horseshoe
    Entschuldigung, wenn ich das so lese, muss ich mich fragen ob du dich überhaupt schon
    mal mit Sicherheitstechnik, Gefährdungsbeurteilung, Kategorien ... usw. beschäftigt hast.

    Wenn bei der Gefährdungsbeurteilung (ich schreibe jetzt absichtlich nach der alten Norm, da in dem Fall einfacher),
    rauskommt das Kat.2 ausreichend ist, dann bleibt der Antrieb halt am Leben,
    weil gemäß Kat.2 ohnehin nur leichte Verletzungen resultieren dürfen.

    Ab Kat.3 ist es zwingend vorgeschrieben 2 Schütze in Reihe zu haben, vollkommen egal ob Leistungsschütze oder Kontaktvervielfältigung ...
    Und das 2 Schütze gleichzeitig kleben bleiben ist nun dann doch eher als unwahrscheinlich zu bezeichnen.

    Mfg
    Manuel
    Warum denn einfach, wenn man auch Siemens einsetzen kann!

    Wer die grundlegenden Freiheiten aufgibt, um vorübergehend ein wenig Sicherheit zu bekommen, verdient weder Freiheit noch Sicherheit (B. Franklin).

  3. #13
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    Zitat Zitat von Uwe Schröder Beitrag anzeigen
    Hallo!

    Die Öffnerkontakte der Not- Aus - Schütze/Relais als Rückführung
    zu nehmen ist ja so weit klar.
    Natürlich ist ein Not-Aus der "Scharf ist nicht kontrollierbar,
    es sei denn, man betätigt den Not-Aus Taster.
    Mittlerweile gibt es Not-Aus-Taster die im montierten Zustand eine Art Mittelposition einnehmen. Und nur in dieses Position sind die Öffner geschlossen. Ich glaube die Kontakte heissen Sprungkontakte. Fällt der Schaltblöck ab wird auch Not-Aus ausgelöst.

    Ich hab mich eh gewundert das diese Plastikkonstruktionen ( ich denke da an einen bestimmten HerSteller) erlaubt waren. Einmal den Deckel vom Pult zu doll zugeknallt und die Not-Aus-Kontakte hingen in der Luft....
    Früher gab es Peitschen .... heute Terminkalender

  4. #14
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    Zitat Zitat von MSB Beitrag anzeigen
    Entschuldigung, wenn ich das so lese, muss ich mich fragen ob du dich überhaupt schon
    mal mit Sicherheitstechnik, Gefährdungsbeurteilung, Kategorien ... usw. beschäftigt hast.

    Wenn bei der Gefährdungsbeurteilung (ich schreibe jetzt absichtlich nach der alten Norm, da in dem Fall einfacher),
    rauskommt das Kat.2 ausreichend ist, dann bleibt der Antrieb halt am Leben,
    weil gemäß Kat.2 ohnehin nur leichte Verletzungen resultieren dürfen.

    Ab Kat.3 ist es zwingend vorgeschrieben 2 Schütze in Reihe zu haben, vollkommen egal ob Leistungsschütze oder Kontaktvervielfältigung ...
    Und das 2 Schütze gleichzeitig kleben bleiben ist nun dann doch eher als unwahrscheinlich zu bezeichnen.

    Mfg
    Manuel

    Wie verhält sich das bei Antrieben mit "Sicherem Aus"?

  5. #15
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    Zitat Zitat von MSB Beitrag anzeigen

    Ab Kat.3 ist es zwingend vorgeschrieben 2 Schütze in Reihe zu haben, vollkommen egal ob Leistungsschütze oder Kontaktvervielfältigung ...
    Das ist leider - oder zum Glück - nicht korrekt. Es gibt zum Beispiel eine
    SAM-Modul von Berger-Lahr. Da können 5 Servos OHNE jegliche Schütze
    - erst recht nicht 2 in Reihe - angeschossen werden. Da gibt es sowas
    geniales wie "sicherer Schleichgang" mit Totmanntaster.

    D.h. im meinem Fall

    5 Stück TLC 532 mit SAM-Modul
    1 Stück SAM-Kontroller
    1 Stück Mobilpanel (mit Totmantaster) oder sowas in der Art!
    2 Stück PILZ X3
    1 Stück PILZ X1

    und schon kannst du bei "ungetürkter" offener Schutztür die Antriebe fahren - solange der Totmanntaster getrückt ist.

    Gruß

  6. #16
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    Darum ging es jetzt hier zwar nicht, jedenfalls nicht primär.

    Aber selbst da hast du (meines Wissens) ab Kat.3 ein Problem.

    Alle "sicheren" Antriebssysteme die ich so kenne unterstützen derartige Funktionalitäten bis max. Kat3.

    Sobald du Kat4 hast, benötigst du dann entweder eine sichere Bremsenansteuerung,
    oder musst trotzdem die Spannung vom Antrieb nehmen ... mit, du ahnst es sicher schon ... 2 Schützen in Reihe.

    Zu deiner Totmann-Geschichte.
    Was machst du damit: du fährst die Anlage in "sicher reduzierter Geschwindigkeit",
    und kommst somit im Normalfall eine Sicherheitskategorie niedriger, weil du die Flucht (vor der Gefahr) ermöglichst.

    Ich habe nie behauptet das ich die vollständigen Sicherheitsrichtlinien hier her geschrieben hätte.

    Mfg
    Manuel
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  7. #17
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    Zitat Zitat von MSB Beitrag anzeigen

    Aber selbst da hast du (meines Wissens) ab Kat.3 ein Problem.

    Alle "sicheren" Antriebssysteme die ich so kenne unterstützen derartige Funktionalitäten bis max. Kat3.

    Sobald du Kat4 hast, benötigst du dann entweder eine sichere Bremsenansteuerung,
    oder musst trotzdem die Spannung vom Antrieb nehmen ... mit, du ahnst es sicher schon ... 2 Schützen in Reihe.
    Da das SPS-Forum doch eine Wissendatenbank sein soll, sind Informationsvervollständigungen doch sinnvoll, denke ich.

    Zitat Handbuch
    Das Sicherheitsmodul SAM integriert Sicherheitsfunktionen
    in die Positioniersteuerungen der Twin Line Gerätefamilie und erfüllt
    die Anforderungen der Kategorie 3 gemäß DIN EN 954-1
    Da es einschließlich Kat.3 geht ist diese Lösung besser, als das
    ganze PNOZ-"Getürke" (PNOZ-Überbrücken) was für ein sinnvolles
    Einrichten von vielen Maschinen notwendig ist.


    Gruß

  8. #18
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    Ich benutze immer prinzipiell die Pilz Not Aus Schütze.
    Die müssen an einen Eingang resetet werden.

    Nach einen Not - Aus darf niemals die Anlage selbständig wieder los laufen!
    In bestimmten fällen muss dir auch die Automatik komett raus genommen werden und die Maschiene zwingen im Tipp / Handbetrieb weiter oder in Grundstellung gefahren werden.
    ___________________________________________





    Sende eine SMS mit dem Stichwort "Feuer" an die 112 und innerhalb von 10 Minuten steht ein roter Partybus mit derbem Sound vor deiner Tür.


    AGB: Wer Rechtschreibfehler findet darf diese behalten. Bitte meine in eile gefertigten, selten anfallenden Vertipsler zu entschuldigen.

  9. #19
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    Zitat Zitat von Uwe Schröder Beitrag anzeigen
    Hallo!

    Die Öffnerkontakte der Not- Aus - Schütze/Relais als Rückführung
    zu nehmen ist ja so weit klar.
    Natürlich ist ein Not-Aus der "Scharf ist nicht kontrollierbar,
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    die Karre läuft, da drückt meist keiner.
    Aber spätestens wenn mal der Hauptschalter aus gemacht wird,
    sollen alle Schütze abfallen!
    Dann erkennt die Not-Ausrückführung ja, ob alle öffner
    geschlossen sind und somit über ein Steuerspannung ein oder
    Not - Aus Quittierung die Hauptschütze wieder zugeschaltet werden
    können.
    Leider gibt es keine 100% Sicherheit, aber die technischen
    Lösungen die heute angeboten werden, sind doch wohl
    ausreichend.
    Wir können doch nur stand der Technik durchsetzen/verdrahten,
    alles andere ist zwischen Himmel und Erde, dafür sind wir
    nicht verantwortlich.

    mfG. Uwe Schröder
    Stop, Notaus bedeutet auc Notaus.
    Wenn der gedrückt wurde sollte ALLES Stillstehn, sprich sich nix mehr bewegen. Ne 100% Sicherheit erreichste damit das alles Stillsteht.
    Fakt ist, wenn den keener drückt kannste nix dafür. Kannst ja net alles mit Sensoren überwachen, das kann ja keene Sau bezahlen.
    Irgendwie musste ja auch an die Vernunft der Leute pledieren die die Sache am laufen halten.
    Haste nen Doof da dran kanns sein das jemand anderes ein Problem bekommt.
    Passiert eben.
    Die ganz sichere Lösung tut sich kein verarbeitender Betrieb an, das wird einfach zu teuer

  10. #20
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    Bin mir jetzt nicht ganz sicher

    aber gabs oder gibts nicht ne vorschrift das Not-Aus schaltungen mindestens 1 mal am tag oder pro woche getestet werden müssen ?

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