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Thema: Anlagenverantwortlicher

  1. #1
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    Sagt euch das was?
    In meiner Firma hat man rausgefunden das seit 2007 ein Anlagenverantwortlicher nahmhaft gemacht werden muss!
    Also musste ich von heut auf morgen 800 Kilometer fahren um einen 5 Std Kurs dafür zu machen!!
    Dort hat man mir gesagt das ich für praktisch alles Elektrische in der Firma verantwortlich bin!
    Also Prüfungen, Unterweisungen, Sicherheitsfragen, und in allem voll haftbar!
    Ich hab gottseidank noch nichts unterschrieben.
    Aber seltsamerweise hat mich keiner nach dem Kurs, darauf angesprochen ???
    In unserer Firma gibt es von Flurkränen über Lagersystemen, Fertigungsstraßen bis hin zu Händyladegeräten alles.
    Hat jemand Erfahrung damit, macht das wer von euch?
    Würdet Ihr mir zu weiteren Kursen etc raten?
    Zitieren Zitieren Anlagenverantwortlicher  

  2. #2
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    Hi

    Dort hat man mir gesagt das ich für praktisch alles Elektrische in der Firma verantwortlich bin!
    Ab jetzt weisst du es.


    Also Prüfungen, Unterweisungen, Sicherheitsfragen, und in allem voll haftbar!
    Ja, Haftbar sogar mit deinem Privatvermögen.
    Haus, Auto, Bankkonto. KEIN Scherz.
    Jedoch musst du grob fahrlässig handeln.

    D.h. z.b. Zugang/Zutritt von Kollegen verhindern/regeln, die einen falschen C2H5OH - Pegel haben.



    Ich hab gottseidank noch nichts unterschrieben.
    Vergewissere dich, ob du nicht Aufgrund deiner Tätigkeitsbeschreibung bereits "unterschrieben" hast.
    Karl

  3. #3
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    Reden

    Hallo,

    Zitat Zitat von gravieren
    die einen falschen C2H5OH - Pegel haben
    Nur zur Erklärung, wer sich unter dieser simplen chemischen Verbindung nicht so richtig was vorstellen kann, hier ein Link :

    http://www.bex-bunnys.de/content/view/116/2/

    Und dann gibt es noch ein paar Fotos von den SPS/IPC Messen und den Forumstreffen

    Zitat Zitat von isy.R
    Dort hat man mir gesagt das ich für praktisch alles Elektrische in der Firma verantwortlich bin!
    Dein Chef ist clever, er hat einen Depp für alle Problemfälle und den Schuldigen für alle Probleme per Status definiert.

    Gruß

    Question_mark
    ''Ich habe wirklich keine Vorurteile.
    Meine Meinung ist nur die Summe der Erfahrungen" ... (Question_mark)
    Zitieren Zitieren Aaaarggghh ..  

  4. #4
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    Ganz so einfach sehe ich das nicht.

    Der Chef ist prinzipiell laut Betriebssicherheitsverordnung in der Haftung.

    Eine generelle Abtretung der Verantwortung durch eine Stellung oder Posten reicht nicht. Es muss eindeutig die Verantwortung übertragen werden. Der Chef kann sich nicht rausreden und sagen
    "dafür hab ich doch einen Elektromeister oder Ingenieur eingestellt."

    Die Verantwortung muss eindeutig übertragen werden, gleichzeitig muss der Mitarbeiter gegenüber dem Vorgesetzten freigestellt werden, d.h. wenn er entscheided das wird so oder so gemacht, darf der Chef kein Möglichkeit haben einzugreifen .

  5. #5
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    Servus!

    Das Stichwort heisst "Verantwortliche Elektrofachkraft" oder kurz VEFK. Informier dich da einfach mal ein wenig zu.
    Ich war das übrigens auch mal, ist gar nicht so schlimm. Wenn dein Chef keine Elektrofachkraft ist bist du ihm als VEFK gegenüber in elektrotechnischen Belangen sogar weisungsbefugt

    Gruß Tobi
    Die Erfindung der Gasflasche gab die Kraft des Dynamits zurück in die Hände des kleinen Mannes!

  6. #6
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    Das Stichwort heisst "Verantwortliche Elektrofachkraft" oder kurz VEFK. Informier dich da einfach mal ein wenig zu.
    Ich war das übrigens auch mal, ist gar nicht so schlimm. Wenn dein Chef keine Elektrofachkraft ist bist du ihm als VEFK gegenüber in elektrotechnischen Belangen sogar weisungsbefugt
    Wie sieht das in der Praxis aus ?

    Wir hatten eine Mittelspannungsanlage, deren "Sichere Abschaltung" nicht mehr funktionierte.

    Der Vorgänger hat diese Anlage mit "etwas Fett und Schmiergelpapier" am laufen gehalten.

    Da es KEINE Ersatzteile mehr gab, habe ich die Anlage Zeitweise gesperrt, 25.000 € mussten beschaft werden.

    Ja, ich hatte mein Ziel erreicht, Sicherheit wieder zu erreichen.
    Nur, irgendwie habe ich fast 10 Jahre KEINE Gehaltserhöhung mehr erhalten.
    Alle meine Kollegen ziehen gehaltsmässig an mir vorbei.

    Allso mann kann sich für Sicherheit oder Geld entscheiden.


    Hätte ich mich anders entschieden wäre das "Grob Fahrlässig" gewesen, da ich mit "Reden alleine" nichjts erreicht habe.

    Im schlimmsten Fall (Staatsanwalt kommt) hätte ich mit Gefängnis oder Privatvermögen gehaftet.


    KEIN JOKE.


    P.S: Vorher versuchen, Geld rauszuholen, nachher ist möglicherweise NICHTS mehr drinnen.
    Karl

  7. #7
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    Hallo,

    also ich bin bei uns auch verantwortliche Elektrofachkraft.
    Eine goße Verantortung hast Du schon, aber wenn Du Dich an die VDE hälst,
    über alles mögliche Dir Prüfprotokolle erstellst und dokumentierst und Deine Mitarbeiter regelmäßig unterweist ist es halb so schlimm.
    Das mit den Prüfprotokollen ist das Wichtigste, das wird immer Deine Versicherung sein.

    Und wie schon erwähnt wurde musst Du schon grob fahrlässig handeln, um das Dir jemand was kann...
    Außerdem bist Du in dieser Position über deine Firma mit versichert, das ist bei uns jedenfalls so...falls wirklich was passieren sollte.
    Wenn Du aber wiegesagt Dich an die Regeln hälst, wird Dir jemand schwer grobe fahrlässigkeit nachweisen können...

    Bist du Meister oder Ingenieur oder eingetragen beim EVU?

    Viele Grüße

  8. #8
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    @Homer79

    also ich bin bei uns auch verantwortliche Elektrofachkraft.
    Eine goße Verantortung hast Du schon, aber wenn Du Dich an die VDE hälst,
    ACK

    über alles mögliche Dir Prüfprotokolle erstellst und dokumentierst und Deine Mitarbeiter regelmäßig unterweist ist es halb so schlimm.
    Hab ihr ausreichen Personal daür ?
    Falls ja, habt ihrs gut.


    Das mit den Prüfprotokollen ist das Wichtigste, das wird immer Deine Versicherung sein.
    Was ist, wenn der "Prüfling" nicht in Ordnung ist.
    Wenn es KEINE Ersatzteile für eine zuverlässige Reparatur gibt.

    Z.b. gesagte MS-Anlage. Anlage defekt, Prüfprotokoll vorhanden weitermachen ?


    Und wie schon erwähnt wurde musst Du schon grob fahrlässig handeln, um das Dir jemand was kann...
    Unsichere Anlage bleibt in Betrieb, da dein Chef keine Gelder für eine neue hergibt.


    Außerdem bist Du in dieser Position über deine Firma mit versichert, das ist bei uns jedenfalls so...falls wirklich was passieren sollte.
    Versichert, wenn eine unsichere Anlage weiterbetrieben wird ?


    Wenn Du aber wiegesagt Dich an die Regeln hälst, wird Dir jemand schwer grobe fahrlässigkeit nachweisen können...
    Was besagt hier die Regel ?
    Karl

  9. #9
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    @gravieren

    wir haben eigentlich nicht genug Leute dafür, aber die Zeit muss halt sein, falls Du bei Dir damit nicht durchkommen kannst, scheinst du ja einen grossen Einfluss bei Dir in der Firma haben

    Ich würde auch keine Anlage in Betrieb lassen, die gravierende Mängel hat...wenn Ihr das mach, Hut ab!

    Falls es Sachen sind die mein Vorgesetzter nicht bezahlen würde, würde ich mich schriftlich absichern und ihn darauf hinweisen...er ist der Betreiber der Anlage...

    Sich immer an die VDE, BG, DIN, usw. Regeln zu halten geht sicherlich nicht immer 100% aber man sollte sich dennoch darüber im klaren sein was man noch vertreten kann und was nicht und was vorallem passieren kann...

  10. #10
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    @Homer79
    wir haben eigentlich nicht genug Leute dafür, aber die Zeit muss halt sein, falls Du bei Dir damit nicht durchkommen kannst, scheinst du ja einengrossen Einfluss bei Dir in der Firma haben
    Hast du schon mal einen Bereich von 0,65 Megawatt abgeschaltet, nur weil die MS-Anlage NICHT "sicher" war.
    Falls ja, dann weisst du ja was das für einen "Stress" gibt.


    Siehe Nachricht von 09.06 Uhr



    Ich würde auch keine Anlage in Betrieb lassen, die gravierende Mängel hat...wenn Ihr das mach, Hut ab!
    Siehe Nachricht von 09.06 Uhr



    Falls es Sachen sind die mein Vorgesetzter nicht bezahlen würde, würde ich mich schriftlich absichern und ihn darauf hinweisen...er ist der Betreiber der Anlage...
    Anlage gesperrt, Abhebung der Sperre nach "Übernahme der Verantwortung der Anlage schriftlich. Jedoch nicht möglich (RECHTLICH), da KEIN Sachkundiger ist (Schlossermeister)".

    Letztendlich Übernahm die Herstellerfirma für einen Zeitraum von 6 Wochen die Verantwortung, die Neuanlage wurde bestellt. Die Herstellerfirma kam jede Woche zur Kontrolle vorbei.
    Nach 6 Wochen haten wir eine neue Anlage und gut wars.

    Ist möglicherweise mehr drann als eine "Handflex" zu erneuern



    Sich immer an die VDE, BG, DIN, usw. Regeln zu halten geht sicherlich nicht immer 100% aber man sollte sich dennoch darüber im klaren sein was man noch vertreten kann und was nicht und was vorallem passieren kann...
    Ja, in userem Fall: Erhöhte Brandgefahr, Lebensgefahr bei Schalthandlungen. Bei 20.000 Volt versteht mann KEINEN Spass.


    So long
    Karl

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