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Thema: Not-Aus Realisierung

  1. #31
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    Hallo HBL,

    in Steuerungskategorie 3 erkennt man aber nicht jeden Fehler wenn man eine Reihenschaltung macht!

    Gruß,

    ElemenT

  2. #32
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    Hallo ElemenT

    Die Steuerungskategorie 3 erfordert 1-Fehlersicherheit.

    Erst mit Steuerungskategorie 4 müssen alle Fehler erkannt werden.

    Um diese Forderungen zu dokumentieren, muss nach Norm EN ISO 13849-2, eine Validierung der relevanten Steuerungsteile durchgeführt werden.

    Auf Grund einer solchen Validierung erkennt man auch, ob die obgenannten Forderungen erfüllt werden.

    Eine Validierung kann entfallen, wenn Schaltungen, welche von anerkannten Stellen dokumentiert und veröffentlicht wurden, angewendet werden.

    Gruss

    Hans

  3. #33
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    Hallo,

    ich meinte auch.... Bei Reihenschaltung von Schaltern, ist Kat.4 nicht möglich... Sollte nicht Kat.3 heissen. Sry..

  4. #34
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    Hallo

    In der Norm EN954-1 unter Pkt. 6.2.5 Kategorie 4 ist unter anderem nachstehendes festgehalten (Auszug):

    Sicherheitsbezogene Teile von Steuerungen der Kategorie 4 müssen so gestaltet werden, dass:

    ......
    - ein einzelner Fehler in jedem dieser sicherheitsbezogenen Teile nicht zum Verlust der Sicherheitsfunktion führt und

    - der einzelne Fehler bei oder vor der nächsten Anforderung der Sicherheitsfunktion erkannt wird, z.B. unmittelbar, beim Einschalten, am Ende eines Maschinenzyklus. Falls diese Erkennung nicht möglich ist, darf die Anhäufung von Fehlern nicht zum Verlust der Sicherheitsfunktion führen.
    .....

    Fehler gemeinsamer Ursache müssen berücksichtigt werden, z.B. durch Anwendung von Diversität, .... .

    Durch Anwendung diversitärer Schaltern ist es sehr wohl möglich, auch bei in Reihe geschalteten ES die Fehler zu erkennen.

    Um eine 2-Kanaligkeit zu erreichen, müssen pro Schutzverdeck 2 ES montiert sein. Damit kann gewährleistet werden, dass wenn ein ES einen Fehler aufweist, der 2. ES trotzdem sicher abschaltet. Solange das Schutzverdeck geschlossen ist, besteht ja keine Gefahr. Bei Öffnen des Schutzverdeckes werden die Endschalter entsprechend betätigt. Wenn nun in einem ES ein Kontaktfehler auftritt, und das Sicheerheitsmodul Diversität zulässt, kann sehr wohl der Fehler in diesem sicherheitsbezogenen Teil der Steuerung aufgedeckt werden.

    Fast wortgleich ist die Beschreibung der Kat. 4 unter Pkt. 6.2.7 Kategorie 4 der Norm EN ISO 13849-1 zu finden.

    Es lohnt sich, die entsprechenden Sicherheitnormen und die ausführliche Beschreibung der einzelnen Kategorien genau zu studieren.

    Gruss

    Hans

  5. #35
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    Wenn ich aber 2 mech. Schalte (beide z.B. 2 Öffnerkontakte) auf ein Sicherheitsrelais in Reihe anschliesse und jetzt an einem der beiden Schalter ein Kontakt nicht öffnet (verkleben, oder sonst. defekt) dann schaltet das Sicherheitsrelais sauber ab. Wird jetzt aber der andere Schalter (beide Öffnerkontakte funktionieren) geöffnet und wieder geschlossen, dann ist der Kanalfehler am Sicherheitsrelais quittiert und der andere Schalter hat immer noch den "defekten Kontakt".
    Das ist nicht mehr Kat.4

    Gruß,

    ElemenT

  6. #36
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    Guten Morgen ElemT

    Das ist richtig so. Aus diesem Grunde habe ich geschrieben, dass z.B. Diversität der Kontakte oder sogar Diversität der ES in Betracht gezogen werden muss.

    Das alles, und vor allem die einzelnen Punkte, müssen in einer seriösen Risikoanalyse und dem daraus resultierenden Massnahmenkatalog betrachtet und realisiert werden.

    Mit Gruss

    Hans

  7. #37
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    Da stimm ich dir zu. Ich habe dann nur dein geschriebenes falsch interpretiert. Nobody is perfect

    Gruß,

    ElemenT

  8. #38
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    - ein einzelner Fehler in jedem dieser sicherheitsbezogenen Teile nicht zum Verlust der Sicherheitsfunktion führt und
    Ist in unserem Beispiel gegeben, die Sicherheitsfunktion ist immer da

    - der einzelne Fehler bei oder vor der nächsten Anforderung der Sicherheitsfunktion erkannt wird, z.B. unmittelbar, beim Einschalten, am Ende eines Maschinenzyklus. Falls diese Erkennung nicht möglich ist, darf die Anhäufung von Fehlern nicht zum Verlust der Sicherheitsfunktion führen.
    Der Fehler kann nicht erkannt werden, aber die Sicherheitsfunktion ist immer gewährleistet.

    Also bleibt noch die Frage wie hoch das Risiko ist wenn der Fehler an der einen Tür nicht erkannt wird.

  9. #39
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    Hi,
    @ HBL

    Zitat Zitat von HBL Beitrag anzeigen

    Der genaue Wortlaut muss halt in den einschlägigen Normen nachgelesen werden.

    Was den gebrochenen Betätiger eines Enschalters der Kategorie 2 (ist nicht identisch mit der Steuerungskategorie 2 nach Norm EN 954-1 oder EN ISO 13894-1) betrifft, so wird in der Norm EN ISO 12100 "Grundbegriffe, allgemeine Gestaltungsleitsätze" verlangt, dass Endschalter und deren Betätiger so zu montieren sind, dass ein offensichtlicher Missbrauch verhindert wird.

    Ebenso ist ein Betätiger so zu montieren, dass er nicht bricht.

    Allerdings müssen die Enschalter eine entsprechende Zertifizierung aufweisen.

    Um die oben erwähnten Anforderungen der Steuerungskategorien zu erreichen, besteht auch die Möglichkeit der Diversität der Endschalter. Es gibt Endschalter, die weisen einen Öffner und einen Schliesser auf. Das entsprechende Sicherheitsmodul merkt nun, ob der Schalter innerhalb einer Zeittoleranz richtig geschaltet hat. Ist dies nicht der Fall, so kann das Sicherheitsmodul nicht wieder zurückgestellt werden, und der Fehler muss zuerst behoben werden.

    Mit Gruss

    Hans
    Genau wie Du schreibst, ist es!
    1.Wer kann Garantieren das der Betätiget nicht bricht?
    2.Wer kann Garantieren das er nicht Manipuliert wird?
    Sprich doch mal mit Anwendern viele sagen, dass fast jeder Bediener solch einen Stößel in der Tasche hat!!!!!
    Diese Tatsachen hat die BG erkannt und Empfehlungen gegeben! Auch die Tägliche Praxis zeigt das man hier zwei Schalter verwenden soll (muss)!
    Für mich ist Stand der Technik Berührungslos und Codierte Sicherheitsschalter !

    Wie sieht das dann mit der neuen Norm aus, bin mal gespannt wie die Sicherhheitseinsparer hier dann vorgehen???
    Sag nur Sistema MTTFd und konsorten?

    Wenn man die Norm heute biegt kann man vieles machen!
    Geändert von Safety (08.11.2008 um 09:05 Uhr)

  10. Folgender Benutzer sagt Danke zu Safety für den nützlichen Beitrag:

    Markus (08.11.2008)

  11. #40
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    Zitat Zitat von HBL Beitrag anzeigen
    Hallo

    In der Norm EN954-1 unter Pkt. 6.2.5 Kategorie 4 ist unter anderem nachstehendes festgehalten (Auszug):

    Sicherheitsbezogene Teile von Steuerungen der Kategorie 4 müssen so gestaltet werden, dass:

    ......
    - ein einzelner Fehler in jedem dieser sicherheitsbezogenen Teile nicht zum Verlust der Sicherheitsfunktion führt und

    - der einzelne Fehler bei oder vor der nächsten Anforderung der Sicherheitsfunktion erkannt wird, z.B. unmittelbar, beim Einschalten, am Ende eines Maschinenzyklus. Falls diese Erkennung nicht möglich ist, darf die Anhäufung von Fehlern nicht zum Verlust der Sicherheitsfunktion führen.
    .....

    Fehler gemeinsamer Ursache müssen berücksichtigt werden, z.B. durch Anwendung von Diversität, .... .

    Durch Anwendung diversitärer Schaltern ist es sehr wohl möglich, auch bei in Reihe geschalteten ES die Fehler zu erkennen.

    Um eine 2-Kanaligkeit zu erreichen, müssen pro Schutzverdeck 2 ES montiert sein. Damit kann gewährleistet werden, dass wenn ein ES einen Fehler aufweist, der 2. ES trotzdem sicher abschaltet. Solange das Schutzverdeck geschlossen ist, besteht ja keine Gefahr. Bei Öffnen des Schutzverdeckes werden die Endschalter entsprechend betätigt. Wenn nun in einem ES ein Kontaktfehler auftritt, und das Sicheerheitsmodul Diversität zulässt, kann sehr wohl der Fehler in diesem sicherheitsbezogenen Teil der Steuerung aufgedeckt werden.

    Fast wortgleich ist die Beschreibung der Kat. 4 unter Pkt. 6.2.7 Kategorie 4 der Norm EN ISO 13849-1 zu finden.

    Es lohnt sich, die entsprechenden Sicherheitnormen und die ausführliche Beschreibung der einzelnen Kategorien genau zu studieren.

    Gruss

    Hans
    Hallo Hans,
    ich hoffe, dass ich Dich duzen darf?
    Auch bei der Reihenschaltung von Sicherheitsschaltern Kat.2 mit Diversitär aufgebauten Kontakten oder auch getrennt aufgebaute ES können Fehlersituationen entstehen die zwar das nachgeschaltete Relais erkennt aber der normale Bediener durch einfaches öffnen einer der davor liegenden Türen beseitigen kann !
    Das bedeutet für mich kein erreichen der Kat4. Und genau solche Verdrahtungen erzeugen diese Fehler, unübersichtlich, schwer zuwarten, Fehlersuche sehr schwierig. Auch das muss man berücksichtigen, die ganze Lebensdauer einer Maschine auch Wartungen und Reparaturen, für mich ein ganz klares K.O. Kriterium.
    Die Normen lassen sehr viel Spielraum aber man sollte immer das ganze sehen!
    Und nochmal Danke Hans das Du hier sehr Detailiert auf die Normen eingehst, den genau solche Diskussionen brauchen wir um die Umsetzung und auch das Verständnis zu verbessern!

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