Zuviel Werbung? - > Hier kostenlos beim SPS-Forum registrieren

Seite 2 von 2 ErsteErste 12
Ergebnis 11 bis 19 von 19

Thema: Schlichtungsstelle CE-Erklärung

  1. #11
    Registriert seit
    22.02.2008
    Ort
    München und der Rest der Welt
    Beiträge
    240
    Danke
    16
    Erhielt 20 Danke für 19 Beiträge

    Standard


    Zuviel Werbung?
    -> Hier kostenlos registrieren
    Zitat
    "Haarspalterei sieht anders aus.
    Die Richtlinie ist in nationales Recht umzusetzen und dies ist ganz eindeutig, und dient nicht als Grundlage"
    schreib ich doch, dient als Grundlage und ist in nationales Recht umzusetzen. Das gilt für ALLE EU- Verordnungen!

  2. #12
    Registriert seit
    14.06.2008
    Ort
    Pirmasens
    Beiträge
    1.794
    Danke
    94
    Erhielt 727 Danke für 457 Beiträge

    Standard

    Hallo,
    ich verstehe nicht was wir diskutieren sollen wenn es um die MRL geht zurzeit ist ja noch die 98-37-EG gültig und anzuwenden. Ich werde hier nicht einfach was schreiben wie mein Vorschreiber sondern ich biete Fakten.

    http://bundesrecht.juris.de/gpsg/BJNR000210004.html#BJNR000210004BJNG000100000

    man lese ganz oben und dann Punkt 7.
    Was ist da jetzt nicht zu verstehen?

    Zu BG und Gewerbeaufsicht
    http://de.wikipedia.org/wiki/Gewerbeaufsichtsamt


    Der Anfragende schreibt:
    An der Anlage ist einen Klemmschutzleiste zum Personenschutz installiert.
    Die Klemmschutzleiste wird über einen Analogeingang einen normalen SPS mithilfe einer Platine Marke Eigenbau Abgefragt. Wird die Klemmschutzleiste betätigt wird nur der Ausgang für den Motorcontrollerfreigabe abgeschaltet.
    Einen Hardwaremäßige Abschaltung des Motors oder des Motorcontroller durch die Sicherheitseinrichtung gibt es nicht.
    Bei einen Defekten Motorcontroller wird die Bewegung nicht gestoppt, außer durch das Abschalten der Anlage (wenn der Operator noch die Zeit dazu hat)
    Du schreibst:
    Nun das mit dem Motor und der Ansteuerung über eine SPS ist in gewissen
    Umfang zulässig, wenn:
    1) die Ansteuerung über eine sichere Verbindung geschieht
    und
    2) eine Steuerung verwendet wird, die im Falle des "Systemversagens"
    in einen "sicheren Zustand" übergeht.
    Wie kommst Du zu dieser Annahme, wo steht das, welche Norm wird hier angewendet, was ist eine sichere Verbindung, wo wird nachgewiesen das sowohl die SPS als auch der Motorcontroller sicher sind und bei welchem Sicherheitsniveau. Es ist vieles möglich nur muss man das auch nachweisen, selbst wenn man keine Norm angewendet hat.


    Der Hersteller hat all dies nachzuweisen bzw. wenn er nichts zu verbergen hätte würde er das gerne machen!
    Zitieren Zitieren GPSG Gesetz  

  3. #13
    sepp ist offline Benutzer
    Themenstarter
    Registriert seit
    30.01.2006
    Ort
    Simbach am Inn
    Beiträge
    41
    Danke
    36
    Erhielt 6 Danke für 6 Beiträge

    Rotes Gesicht

    Ich habe heute das Zertifikat von Inspecta erhalten.
    Laut Inspecta entspricht die Maschine den Anforderungen der 98/37/EG, EN12100-1 und -2.

    Der Hersteller behauptet in seiner CE das die Maschine nach EN954-1 der Kategorie 2 entspricht und genau das können wir nicht nachvollziehen.
    Eine Sicherheitsbewertung aus der diese Einstufung hervorgeht hat er noch nicht geliefert.

    Nach unserer „Auffassung“ müsste bei der Kategorie 2 der Motor, sollte die Schutzeinrichtung ansprechen, Hardwaremäßig abschalten werden.

    Klemmschutzleiste --> Sicherheitsrelais oder-SPS --> Relaiskontakte in der Zuleitung des Motors.


    Und nicht wie vom Hersteller ausgeführt Softwaremäßig
    Klemmschutzleiste --> Standart-SPS --> Freigabe des Motorcontrollers wir weggenommen.

    Mir geht’s hauptsächlich darum wie wir weiter Vorgehen sollten.(vorzugweise ohne das uns jemand die Anlage stilllegt)

    @jabba:
    Wichtig wäre hier die Sicherheitsbewertung der Gefährdung, die hast Du hier ja auch nicht angeführt
    Die Sicherheitsbewertung müsste doch vom Hersteller gemacht werden, oder?
    Unserer Bedenken kommen halt daher das es im üngünstigsten Fall zu Quetschungen kommen kann.

    Wenn der Hersteller sich nicht äußert , würde ich erwägen an die schwedische Aufsichtsbehörde den Vorfall zu nennen
    Da muss ich mich mal Schlau machen ob wir da einen Ansprechpartner haben

    Darf ich hier eigentlich den namen der Firma nennen und die Dok's posten, oder gibts dan probleme.

    Servus
    Sepp
    Zitieren Zitieren Da hab ich ja wieder was angestellt  

  4. #14
    sepp ist offline Benutzer
    Themenstarter
    Registriert seit
    30.01.2006
    Ort
    Simbach am Inn
    Beiträge
    41
    Danke
    36
    Erhielt 6 Danke für 6 Beiträge

    Standard

    Hallo allerseits,

    Hier noch zum Abschluss meine „Erkenntnisse“ zu diesem Thema.
    Grundsätzlich hätten wir drei Möglichkeiten gehabt:


    1. Information an die deutsche Marktaufsichtsbehörde und denen die Klärung Überlassen. Mit dem weiter oben schon erwähnten Risiko der Anlagenstilllegung.
    2. Information an die zuständige Berufsgenossenschaft Da kann aber keiner sagen, wie die reagieren und ob sie die Anlage stilllegen können
    3. Ein juristisch verwertbares Gutachten durch die BGIA in Sankt Augustin erstellen lassen. Mit diesem Gutachten könnte man dann einen Rechtsanwalt ein paar Monate beschäftigen.

    Diese drei Vorschläge habe ich dann an meinen Chef zur Genehmigung weitergegeben.

    Die Maßnahmen wurden als zu teuer oder als zu hohes Risiko (Anlagenstilllegung) abgelehnt.
    Andererseits wird aber gesagt, bei Fragen, die die Sicherheit betreffen ist nichts zu teuer.

    Erfolg der ganzen Sache war, es wurde eine zusätzliche Absperrung angebracht, um die Mitarbeiter zu „schützen“.
    Das war's

    Danke für Euere Tipps

    Servus
    Sepp

  5. #15
    Registriert seit
    17.07.2009
    Ort
    Am Rande der Ostalb
    Beiträge
    5.480
    Danke
    1.141
    Erhielt 1.241 Danke für 973 Beiträge

    Standard

    Zitat Zitat von sepp Beitrag anzeigen
    Die Maßnahmen wurden als zu teuer oder als zu hohes Risiko (Anlagenstilllegung) abgelehnt.
    Andererseits wird aber gesagt, bei Fragen, die die Sicherheit betreffen ist nichts zu teuer.

    Erfolg der ganzen Sache war, es wurde eine zusätzliche Absperrung angebracht, um die Mitarbeiter zu „schützen“.
    Ich handhabe dies mittlerweile so, dass ich meine Bedenken per EMail mit Empfangs- und Lesebestätigung oder schriftlich meinem Vorgesetzten kund tue. Damit bin ich schon mal nicht mehr allein in der Verantwortung. Und das wirkt manchmal Wunder.
    Zusätzlich zur Herstellerhaftung gibt es auch noch eine Betreiberhaftung. Ich denke, die könnte bei euch ebenfalls greifen.

    Gruß
    Dieter

  6. #16
    Registriert seit
    03.04.2008
    Beiträge
    6.200
    Danke
    237
    Erhielt 815 Danke für 689 Beiträge

    Standard

    Also ich kann deinen Chef verstehen.
    Denn es nervt jeden Maschinenlieferanten, wenn der Kunde immer meint er kennt die Anlage besser als der Produzent.
    Mir ist kein Herrsteller bekannt der seinen Kunden oder dessen Angestellte zerquetschen will.
    Wenn ihr keine Lösung mit dem Hersteller erarbeiten könnt/konntet dann läuft doch bei eurer Geschäftsbeziehung etwas schief.

    Mir persönlich sind Instandhalter nicht sympatisch, die alles und jedes besser wissen.
    Leider wird in diesem Bereich mit so viel Halbwissen Unruhe und Panik geschürrt.
    Da muss ich auch die Hersteller von Sicherheitskomponenten und -software mal darauf hinweisen. Am Schreibtisch ist alles klar und definiert, doch ist die Realität meist anders.
    Zum Glück sind die Verantwortlichen bei unseren Kunden so klug und nehmen nicht jedes Stück Papier als Gesetz.

    Doch einmal ein Beispiel zum lächeln.
    Habe gerade das Problem, dass ein Aggregat mit einer CEE 16A flexibel angeschlossen ist. Das Teil kann beliebig verschoben und an- und abgesteckt werden. Der Instandhalter will eine Erdung. Hää?
    Wie soll das funktionieren?
    Ich habe den Herrn informiert, dass an meinem Laptop die Erdung ebenfalls fehlt.

    Also immer die Kirche im Dorf lassen sagt bei uns.

    Nix für ungut

    bike

  7. #17
    sepp ist offline Benutzer
    Themenstarter
    Registriert seit
    30.01.2006
    Ort
    Simbach am Inn
    Beiträge
    41
    Danke
    36
    Erhielt 6 Danke für 6 Beiträge

    Standard

    Hi,

    Den ganzen Schriftverkehr hab ich natürlich archiviert und wird auch in der Anlagenakte entsprechend abgebildet.

    Zitat Zitat von bike Beitrag anzeigen
    Mir persönlich sind Instandhalter nicht sympatisch, die alles und jedes besser wissen.
    Leider wird in diesem Bereich mit so viel Halbwissen Unruhe und Panik geschürrt.
    Da muss ich auch die Hersteller von Sicherheitskomponenten und -software mal darauf hinweisen. Am Schreibtisch ist alles klar und definiert, doch ist die Realität meist anders.
    Ich nehme das jetzt mal nicht so persönlich wie ich es am Anfang aufgefasst haben.

    Ich behaupte auch nicht das ich alles besser weiß.
    Bevor ich den Hersteller kontaktiert habe, habe ich auch noch 2 Kollegen, unsere VEFK und einen Sicherheitsmeister gefragt, ob das so in Ordnung ist.Alle waren aber der Meinung, dass das so nicht in Ordnung ist.

    Erst dann habe ich den Hersteller kontaktiert und Ihn gebeten das er uns doch sein Sicherheitskonzept erklären möge, da wir es nicht nachvollziehen können.

    Es kann durchaus sein das unsere Forderungen überzogen sind und wir von den restlichen 98% unserer Lieferanten "verwöhnt" wurden.
    Aber ich denke als Hersteller sollte man auch soweit sein, dass man sein Anlagenkonzept den Kunden erklärt(auch wen die Anlage schon bezahlt ist) und nicht einfach sagt:
    Das passt schon, das haben die ja "abgenommen"
    Und diese Einstellung verstehe ich nicht, zum einen die des Herstellers wen er denkt er hat alles richtig gemacht kann er es doch erklären und zum anderen die unserer Firma da ich mir sicher bin wen der Fehler bei der IBN aufgefallen wäre hätte der Hersteller die Anlage wieder einpacken dürfen und wir wären zur Konkurrenz gegangen.
    Aber jetzt nach einem Jahr, würde man bei der Geschäftsleitung damit nur negativ auffallen und deshalb wird es nicht weiterverfolgt.


    Zitat Zitat von bike Beitrag anzeigen
    Doch einmal ein Beispiel zum lächeln.
    Habe gerade das Problem, dass ein Aggregat mit einer CEE 16A flexibel angeschlossen ist. Das Teil kann beliebig verschoben und an- und abgesteckt werden. Der Instandhalter will eine Erdung. Hää?
    Wie soll das funktionieren?
    Ich habe den Herrn informiert, dass an meinem Laptop die Erdung ebenfalls fehlt.

    Da muss ich dir recht geben.
    Bei so einen würde ich mich auch fragen was der eigentlich will.
    Vor allem wende ich mich wegen so was nicht an den Hersteller, wen er sich einbilde er braucht einen zusätzliche Erdung (aus welchen gründen auch immer, kann ja auch sein das sich das Sicherheitsmeister einbildet) kann er die doch auch selber Installieren oder sehe ich das jetzt falsch,


    Servus
    Sepp

  8. Folgender Benutzer sagt Danke zu sepp für den nützlichen Beitrag:

    Matthias_VER (20.10.2009)

  9. #18
    Registriert seit
    04.02.2007
    Beiträge
    2.544
    Danke
    167
    Erhielt 731 Danke für 528 Beiträge

    Standard

    Zitat Zitat von bike Beitrag anzeigen
    ...
    Der Instandhalter will eine Erdung. Hää?
    Wenn der Instandhalter einer Erdung haben will, soll er den Kopf in den Sand stecken

    Aber wie so vielen Dingen, kann man auch hier nicht ausschliessen das es notwendig ist.
    „Wenn du ein Problem hast, versuche es zu lösen. Kannst du es nicht lösen, dann mache kein Problem daraus.“
    Siddhartha Gautama

  10. #19
    Registriert seit
    14.06.2008
    Ort
    Pirmasens
    Beiträge
    1.794
    Danke
    94
    Erhielt 727 Danke für 457 Beiträge

    Standard


    Zuviel Werbung?
    -> Hier kostenlos registrieren
    Hallo,
    warum fragst Du nicht wie er darauf kommt bzw. wo in welcher Norm das gefordert wird. Vieleicht denkt er an die EMV Richtline und an Potenzialausgleich? Kommt auf die Maschine bzw. Anlage an, dann könnte es gut sein, dass er Recht hat.

    Es handelt sich um Deinen Kunden!

Ähnliche Themen

  1. PC 105 erklärung
    Von emilio20 im Forum Simatic
    Antworten: 2
    Letzter Beitrag: 18.08.2010, 13:35
  2. Stack Erklärung
    Von AndiHN im Forum Simatic
    Antworten: 2
    Letzter Beitrag: 02.04.2010, 23:32
  3. Erklärung Schaltplan SPS
    Von devrim im Forum Maschinensicherheit - Normen und Richtlinien
    Antworten: 9
    Letzter Beitrag: 06.10.2009, 12:06
  4. Erklärung S7 zu M7?!
    Von tuneit im Forum Simatic
    Antworten: 8
    Letzter Beitrag: 29.10.2008, 10:04
  5. erklärung von SPS
    Von storebro im Forum Simatic
    Antworten: 16
    Letzter Beitrag: 09.03.2005, 11:33

Lesezeichen

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •