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Thema: Arbeiten unter Spannung - Wie handhabt ihr das??

  1. #11
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    Zitat Zitat von MeisterLampe81 Beitrag anzeigen
    Hallo online.. wo finde ich diese Vorschrift?? Wir haben nirgends eine Klemmleiste hinter den Abgängen.
    Das einzige, was auf Klemmleiste geht ist der PE und N.. dafür ist da ja extra eine Schiene drin.
    Hallo, wo ich diese Vorschrift jetzt gerade finden soll weiss ich leider nicht, habe auch selber keine VDE da. Es ist aber nicht nur bei uns im Betrieb so, in der Meisterschule wurde das auch so gesagt, der N benötigt sogar einne Trennklemme.

    Zitat Zitat von MeisterLampe81 Beitrag anzeigen
    Wie sieht das denn bei dir in der Praxis aus?? Ich meine, man kann ja Neozed Sicherungen bis 63A reinschrauben.. ist dann die ganze Klemmleiste auf 16mm²??
    Wenn man eine Verteilung baut/umrüstet, sollte man halt vorher wissen wieviele Abgänge mit welcher Amperezahl man braucht, damit man die Verdrahtung und die Klemmen entsprechend ausführen kann. Dann kommen überall Passringe der Endsprechenden Größe rein (soll auch Pflicht sein).
    Vielleicht müssen wir halt das mit den Klemmen mal als Frage ins Forum stellen, da gibt es sicher jemanden der das genau weis.
    Gruß online
    ***************************************

    Sonnige Grüße online


    Wegen hübschen Frauen kaufen wir Bier, wegen häßlichen Frauen trinken wir Bier...

  2. Folgender Benutzer sagt Danke zu online für den nützlichen Beitrag:

    MeisterLampe81 (03.03.2010)

  3. #12
    Avatar von MeisterLampe81
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    Zitat Zitat von online Beitrag anzeigen
    Es ist aber nicht nur bei uns im Betrieb so, in der Meisterschule wurde das auch so gesagt, der N benötigt sogar eine Trennklemme.
    Hallo online.. wir schwenken zwar ein wenig vom Thema ab, aber ich finde es dennoch interessant.. . Also in der Meisterschule war es bei mir genau so. Die Trennklemmen waren auch vorhanden, allerdings nur auf der Prüfwand für die 0100 - T600 bzw. ehemals Teil 610. Die Trennklemmen sind bei einer Prüfung auch ganz angenehm, da man sich das abklemmen sparen kann. Hab schon meine Unterlagen durchgeguckt, aber einen Verweis auf eine Norm find ich nicht. Könnte mir aber vorstellen, das das (mittlerweile) im Privathaushalt pflicht ist. Wenn ich mir die Verteilung bei mir zu hause angucke, ist davon aber auch nix zu sehen. Des weiteren lassen wir jedes Jahr jemanden kommen, der "einen blick" auf unsere Anlagen wirft (Versicherungsgründe), aber wegen Abgangsklemmen in den Verteilungen hat er noch nie gemeckert..


    Zitat Zitat von online Beitrag anzeigen
    Wenn man eine Verteilung baut/umrüstet, sollte man halt vorher wissen wieviele Abgänge mit welcher Amperezahl man braucht, damit man die Verdrahtung und die Klemmen entsprechend ausführen kann.
    Tut mir leid, das sehe ich als unmöglich an!! Ich kann zwar sagen, das ich die Verteilung mit maximal x Ampere belasten darf und was zum zeitpunkt der Errichtung angeschlossen ist/wird, aber hellsehen kann ich nicht. Was weiß ich denn, wie die Halle, in der die Verteilung hängt in 2 Jahren aussieht..


    Zitat Zitat von online Beitrag anzeigen
    Dann kommen überall Passringe der Endsprechenden Größe rein
    Jep.. haben wir mal nachgerüstet.. war ein Mordsspaß...


    Zitat Zitat von online Beitrag anzeigen
    Vielleicht müssen wir halt das mit den Klemmen mal als Frage ins Forum stellen, da gibt es sicher jemanden der das genau weis
    Ist eine gute Idee.. ich warte aber noch ein bisschen ab, bevor ich ein neues Thema eröffne. Vielleicht ließt das hier ja jemand, der bescheid weiß..


    gruß
    MeisterLampe81

  4. #13
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    Hallo Meister Lampe,

    wenn ich richtig verstanden habe handelt es sich bei Dir um das Problem AuS.
    Du wolltest wissen ob Du Deine Mitarbeiter selber unterweisen darfst.

    AuS sollte sicherlich die Ausnahme sein und normalerweise kann man seine Mitarbeiter nicht so einfach selbst unterweisen.

    Schau mal bei der TRBS 1231 nach in Kapitel 4.3.2.3
    Arbeiten unter Spannung - Grundanforderungen

    Der Teil 1 dieser TRBS befasst sich direkt mit den AuS ist aber leider noch nicht veröffentlicht.

    Früher war es so das nur speziell ausgebildete und erfahrene Mitarbeiter unter Verwendung von isoliertem Werkzeug AuS ausführen durften.
    Die Ausbildung durfte nur durch qualifizierte Fachleute die sich speziell mit den AuS auskennen durchgeführt werden.

    Heute muss der Unternehmer nicht nur die Ausbildung der Mitarbeiter nachweisen sondern muss detailierte Arbeitsanweisungen erstellen.
    So etwas würde ich nie ohne externe Unterstützung machen.

    Wenn einem Deiner Mitarbeiter beim AuS zu Schaden kommt mußt Du als Unternehmer nachweisen das Du alle möglichen Vorsichtmaßnahmen ergriffen hast um Ihn vor Schaden zu bewahren.

    Will heißen als Unternehmer oder als VEFK steht man immer mit einem Bein im Knast.

    AuS nur im Notfall, wenns nicht anders geht extra Ausbildung durch externe Fachkräfte mit allen nötigen Unterlagen.

    MfG

    Wolfgang

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  5. Folgender Benutzer sagt Danke zu wm-webservice für den nützlichen Beitrag:

    MeisterLampe81 (03.03.2010)

  6. #14
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    Also, Reihenklemmen sind auch meines wissens nicht vorgeschrieben, esseiden es ist im LV vorgegeben.
    N-Trennklemmen sind auch wieder so ein Zweischneidiges Schwert... Auf der einen Seite zwecks Isomessung, Schutzleitermessung sicherlich brauchbar, aber auf der anderen Seite heißt es belegt mit Wärmekamerabilder, das sie ein Schwachpunkt darstellen. Also vom Übergangswiederstand her und sich RICHTIG gut erwärmen...
    Die eine Sache. Passringe? besser Schrauben, weil die Ringe sind schnell mal ungewollt mit der Sicherung mit rausgezogen, und wenn da sich einer Unbefugt drantut, könnte es gerne mal auch eine etwas zu große Absicherung werden...
    Worst chase eben.
    Wo es auch kein MUSS ist, aber wohl Sinn macht, ist bei EIB oder sonstiger Automatisierung.
    Zur Platzreserve, in Verteilungen sind mein 10-30% bei der Errichtung Vorgeschrieben... kann ich nichts genaueres zu sagen, wüßte auch nicht wo.
    VDE vorhanden, aber eben 4 Jahre veraltet und keine Lust nachzuschaun.
    Ansonsten könnte es noch in der TAB des Anschlussgebietes geregelt sein.
    Was nicht passt wird Passend gemacht.
    Mehr Powerrrrrr!! *Houwhouwhouw*
    Und Humor ist, wenn man trotzdem lacht.

  7. Folgender Benutzer sagt Danke zu nade für den nützlichen Beitrag:

    MeisterLampe81 (03.03.2010)

  8. #15
    Avatar von MeisterLampe81
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    Zitat Zitat von wm-webservice Beitrag anzeigen
    Schau mal bei der TRBS 1231 nach in Kapitel 4.3.2.3
    Arbeiten unter Spannung - Grundanforderungen
    Hallo Wolfgang, vielen dank für deinen Beitrag. Die TRBS 1231 kenne ich (noch) nicht. Habe mal danach gegoogelt und auch nix wirklich brauchbares gefunden. Ich habe mich bis jetzt immer an der VDE 0105, BGR A3, BGV A3 und TRBS 2131 orientiert. Habe auch eine CD von der BG "Ausbildung von AuS" erhalten (die ich mir allerdings noch nicht genau angeschaut habe).


    Zitat Zitat von wm-webservice Beitrag anzeigen
    Heute muss der Unternehmer nicht nur die Ausbildung der Mitarbeiter nachweisen sondern muss detailierte Arbeitsanweisungen erstellen.
    So etwas würde ich nie ohne externe Unterstützung machen.
    An einer Gefährdungsanalyse und Arbeitsanweisung bin ich dran. Sowas erstelle ich allerdings -wie du richtig sagst- nicht alleine. Für sowas nehme ich gerne unsere SiFa und eine externe SiFa vom Werksarzt mit ins Boot..


    Zitat Zitat von wm-webservice Beitrag anzeigen
    Will heißen als Unternehmer oder als VEFK steht man immer mit einem Bein im Knast
    Ich weiß!! Hätte ich das aber mal gewußt, bevor ich zur Schule gegangen bin..


    Zitat Zitat von nade Beitrag anzeigen
    Also, Reihenklemmen sind auch meines wissens nicht vorgeschrieben, esseiden es ist im LV vorgegeben.
    Hallo nade, ich hab heute Abend mal intensiv Bücher, Ordner und das Web durchsucht und keine Vorschriften diesbezüglich gefunden...


    Zitat Zitat von nade Beitrag anzeigen
    Passringe? besser Schrauben, weil die Ringe sind schnell mal ungewollt mit der Sicherung mit rausgezogen
    Schrauben?? Das geht doch nur bei den guten alten Verteilungen mit Pertinaxabdeckung.. die haben ja noch ein Loch in den Schienen. Das Werkzeug, was wir dafür haben ist bestimmt schon 50 Jahre alt. Hast du neuere Verteilungen, wo du Passringe hineinschrauben kannst?? Selbst die "alten" Diazedaufnahmen haben bei uns keine Möglichkeit zum schrauben..


    Zitat Zitat von nade Beitrag anzeigen
    Wo es auch kein MUSS ist
    Soweit ich weiß, ist es ein MUSS!! Muß nochmal in der Firma nachschauen. Hab das sogar schwarz auf weiß.. meine ich jedenfalls..


    Zitat Zitat von nade Beitrag anzeigen
    VDE vorhanden, aber eben 4 Jahre veraltet und keine Lust nachzuschaun
    Faule Socke..


    Vielen dank für die Beteiligung an diesen Themen..

    gruß
    MeisterLampe81

  9. #16
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    Also, da ich momentan meinen Freifahrtschein in den Knast, sprich Meister mache (mit nagelneuer VDE),
    habe ich das mit dem Neutralleiter mal eben recherschiert.

    Eine definitive Forderung gibt es laut:
    VDE0100-482
    Räume mit besonderen Brandrisiko
    Allgemeine Vorbemerkung: 482.1.1 "müssen Elektrische Anlagen auf solche beschränkt werden die für die Anwendung in diesen Betriebsstätten erforderlich sind"
    482.1.9 Jeder Neutralleiter muss mit einer Einrichtung zum Trennen nach DIN VDE 0100-537 (VDE 0100
    Teil 537):1999-06, 537.2 versehen sein.
    VDE0100-718 Bauliche Anlagen für Menschenansammlungen
    Hierunter zählen u.a. auch Arbeitstätten
    718.482.1.9 Die Verteiler sind so auszuführen, dass eine einfache Messung des Isolationswiderstands aller Leiter gegen Erde jedes einzelnen abgehenden Stromkreises möglich ist. Bei Leiterquerschnitten unter
    10 mm² muss diese Messung ohne Abklemmen des Neutralleiters möglich sein, z. B. durch den Einbau von Neutralleiter-Trennklemmen.
    Also gefordert prinzipiell ja, aber nur bis 10mm² ...

    Vielleicht könnt ihr mir ja mal mit den Begriff "Arbeiten unter Spannung" helfen,
    laut BGR A3 bzw. VDE0105 ist es ja so, das es nur AuS wenn mann mit Körperteilen / Werkzeugen in die "Gefahrenzone" = Dl = keine Berührung bis 1000V.
    Das heißt um jetzt bei der Verteilung zu bleiben, wenn ich die 5 Sicherheitsregeln (insbesondere benachbarte Teile Abschranken)
    berücksichtige, die Abgangssicherung ausschalte, dann mein Kabel anklemme ist das kein AuS.
    Laut Lehrer ist es aber AuS sobald ich mit Werkzeug in die Annäherungszone = Dv = 300mm bis 1000V eindringe.
    Hab ich da jetzt dann irgendwas wichtiges übersehen / gar nicht verstanden?

    Mfg
    Manuel
    Geändert von MSB (04.03.2010 um 07:07 Uhr)
    Warum denn einfach, wenn man auch Siemens einsetzen kann!

    Wer die grundlegenden Freiheiten aufgibt, um vorübergehend ein wenig Sicherheit zu bekommen, verdient weder Freiheit noch Sicherheit (B. Franklin).

  10. Folgender Benutzer sagt Danke zu MSB für den nützlichen Beitrag:

    MeisterLampe81 (04.03.2010)

  11. #17
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    Also MSB, hier hast du ja mal eine Möglichkeit die VDE deuten/lesen zu lernen.

    Wer suchet der findet. Du hast gefunden.

    Könnte dir vielleicht auch bei dem ein oder anderen PRoblem helfen MSB. www.Voltimum.de
    Maßgebliche rechtliche Veränderungen, die jeden Elektriker betreffen


    Es ist in den letzten Jahren sehr viel passiert. Im Rahmen der EU- Harmonisierung wurden viele Gesetze, Verordnungen, Technische Regeln für Betriebssicherheit und weitere Vorschriften erlassen. Für den Praktiker ist es ein zunehmendes Problem, sich hier rechtssicher zu bewegen.

    Maßgebliche rechtliche Veränderungen, die jeden Elektriker betreffen
    pixel
    Deswegen hier eine kleine Hilfe: Jeder kann sich selbst überprüfen, ob der hier einen gewissen Nachholbedarf hat. Eine kurze nicht vollständige Auflistung, dessen Inhalt Sie wenigstens auszugsweise kennen sollten:

    * Betriebssicherheitsverordnung
    * neue Maschinenrichtlinie (2006/42/EG)
    * TRBS 2131 (löst die BGV A3 ab)
    * TRBS 1203 Teil 3
    * Gefährdungsbeurteilungen für elektrische Anlagen


    Was ist passiert?
    Durch die Betriebssicherheitsverordnung liegt Verantwortung beim Unternehmer! Das ist eine maßgebliche Änderung zu den BGV A3 Zeiten! In der Betriebssicherheitsverordnung sind die Prüfregeln/Vorgaben über Prüfumfang, Prüfart und Prüffristen für alle Arbeitsmittel, also auch für die elektrischen Arbeitsmittel neu strukturiert. Dazu zählen auch die allen bekannten handgeführten elektrischen Betriebsmittel. Der Verordnungsgeber verzichtet ausdrücklich auf starre Prüffristen. Ziel ist es, durch eine höhere Eigenverantwortlichkeit, aber auch mehr Flexibilität bei den Unternehmen den Arbeitsschutz anwenderfreundlicher und verständlicher zu gestalten. Genau wie das Arbeitsschutzgesetz richtet sich auch die BetrSichV an den Arbeitgeber. Sie gilt grundsätzlich für die Bereitstellung von Arbeitsmitteln durch den Arbeitgeber und die Benutzung der Arbeitsmittel durch seine Beschäftigten bei der Arbeit. Achtung: Verstöße sind nicht mehr nur eine Ordnungswidrigkeit, sie können ab jetzt einen Straftatbestand darstellen

    Mit dem In-Kraft-Treten der BetrSichV (10.2002) ist kein automatisches Außerkrafttreten einschlägiger Unfallverhütungsvorschriften verbunden, jedoch verlieren widersprüchliche Aussagen in den Unfallverhütungsvorschriften ihre Verbindlichkeit.

    Fazit: Was früher richtig war, muss heute nicht falsch sein – Kann aber falsch sein!!!

    Eine Konkretisierung finden Sie in der TRBS 1201 „Prüfungen von Arbeitsmitteln und überwachungsbedürftigen Anlagen“ vom Dezember 2006. Allerdings will man sie unter dem Aspekt der elektrischen Prüfungen betrachtet, treten hier die meisten Fragen auf.

    Eine weitere wichtige Frage, wer darf eigentlich elektrische Arbeitsmittel prüfen?
    Nicht jeder Arbeitnehmer kann automatisch mit der Prüfung von Arbeitsmitteln beauftragt werden, da hierfür nur „befähigte Personen“ herangezogen werden dürfen. Insbesondere die Technische Regel TRBS 1203 Teil 3, konkretisiert die Anforderungen an diese Personen. Das Kompetenzprofil des Prüfers bzw. der „Befähigten Person“ wird hierzu in drei Teilbereiche untergliedert.

    1. Berufsausbildung: abgeschlossene elektrotechnische Berufsausbildung oder vergleichbare Qualifikation
    2. Berufserfahrung: mindestens einjährige Berufserfahrung mit Errichtung, Zusammenbau und Instandhaltung der elektrischen Arbeitsmittel
    3. Zeitnahe berufliche Tätigkeit: Kenntnisse der relevanten technischen Regeln und regelmäßige Weiterbildung auf diesem Gebiet

    Der Unternehmer muss sich davon überzeugen (z. B. durch die Vorlage eines Zertifikates über einen Seminarbesuch im Bereich der Mess- und Prüftechnik), dass die beauftragte Person diese Kriterien auch erfüllt!

    Achtung: Es gilt besonders bei der Vergabe von Fremdaufträgen, nicht die prüfende Firma braucht die Befähigung, sondern der tatsächliche Prüfer selbst!

    Gefährdungsbeurteilungen elektrischer Anlagen
    Ein Problem ist auch immer wieder die von Herstellern aufgestellte Behauptung, dass ihre Schaltanlagen wartungsfrei sind und der Kunde dann nie wieder in irgendeiner Art und Weise ein Problem hat. Vorsicht, hier lauert eine rechtliche Frage: was der Verkäufer nicht erwähnte beziehungsweise auch meistens nicht weiß, ist das jedes Arbeitsmittel gemäß Betriebssicherheitsverordnung regelmäßig zu prüfen ist. Und dabei ist es vollkommen egal, ob eine Anlage vom Hersteller als wartungsfrei deklariert wurde oder nicht. Denn kein Hersteller ist dazu berechtigt, eine Behauptung aufzustellen, die den aktuellen Gesetzen widerspricht. Bei einer als wartungsfrei deklarierten Anlage kann durchaus die Prüfungsfrist stark verlängert werden. Aber einfach keine Prüfung zu machen, bereitet den Betreiber im Gefahrfall ein maßgebliches rechtliches Problem.

    Wie kommt der Praktiker aus dieser Problematik heraus? Hier hilft nur eine fachlich kompetent durchgeführte Gefährdungsbeurteilung für elektrische Anlagen. Eine gute Gefährdungsbeurteilung ist kein Hexenwerk, sondern niedergeschriebene gesunde Menschenverstand. Nicht mehr und nicht weniger!

    Fazit: Betriebssicherheitsverordnung bedeutet „Verantwortung Pur“ für den Unternehmer! Und eine gute Gefährdungsbeurteilung ist fast ein rechtlicher „Freifahrtschein“.

    Was bringt die neue Maschinenrichtlinie?
    Hier kommen ebenfalls maßgebliche Änderungen auf den Praktiker zu. Auch jeder Einkäufer sollte wissen, was ihm beim Einkauf einer Maschine an Dokumentation eigentlich zusteht. Hier wurden in der Vergangenheit dem Einkäufer sehr oft viel zu wenig und viel zu reichenden Dokumente überlassen. Aber bezahlt hat er eigentlich mehr!

    Über die neue Maschinenrichtlinie gibt es noch viel mehr zu berichten. Zu diesem Thema und zu allen anderen genannten Punkten gibt es mehrere Veranstaltungen in Deutschland. Diese Tages -Veranstaltungen sind bewusst sehr kostengünstig gehalten mit einer Pauschale von rund 95 € pro Person.

    Die nächste Veranstaltung dieser Reihe wird von der Firma megger Deutschland in Kooperation mit der MEBEDO GmbH am 18.03.2010 gehalten. Eine Veranstaltung in Hamburg, welche zum gleichen Thema im Februar 2010 stattfand, war restlos ausgebucht.

    Adresse:
    Steigenberger Hotel Frankfurt-City
    Lange Straße 5-9
    60311 Frankfurt am Main
    Deutschland
    Mußte es leider Rauskopieren, weil es sonst nicht ohne Registrierung zu Erreichen ist.
    Ist trotz allem allerdings Firmenungebunden.

    Zu AuS, dann dürften eigentlich PV Anlagen NIE von Heizungsbauer oder Dachdecker verlegt werden. (Werden sie aber zum Teil). Und auch dann dürften ja eigentlich auch NUR Installateure mit AuS Schein die Verschaltung bis zu den Wechselrichter durchführen... Je nach Modulanzahl und Wechselrichtertyp sind da bis zu 700V keine Seltenheit. Die letzten Anlagen waren allerdings meistens so bei 300-400V pro String geschaltet.
    Also bei manchen Arbeiten gehört eben einfach der gesunde Menschenverstand dazu. Es ist selbst bei höchsten Sicherheitsvorkehrungen nicht auszuschließen das was Passiert.
    Wer nichts arbeitet macht keine Fehler, dem wird dadurch auch kein Schaltschrank um die Ohren fliegen können....
    Was nicht passt wird Passend gemacht.
    Mehr Powerrrrrr!! *Houwhouwhouw*
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  12. Folgender Benutzer sagt Danke zu nade für den nützlichen Beitrag:

    MeisterLampe81 (04.03.2010)

  13. #18
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    Zitat Zitat von Blockmove Beitrag anzeigen
    Wenn du solche Aussagen machst, würd ich sagen:
    Bleib lieber bei der Software
    In der Sache bin und bleibe ich Feigling.
    Zitat Zitat von Blockmove Beitrag anzeigen
    Rechtssichere Unterweisungen zum Thema Arbeitsschutz und Unfallverhütung zu machen ist in Deutschland nicht ohne.
    Rechtssicherheit ist schön und gut - besser ist, wenn erst gar nichts passiert, was danach die Frage nach Verantwortung aufwirft.

  14. #19
    Avatar von MeisterLampe81
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    Hallo zusammen, als erstes muß ich mich mal korregieren...

    Zitat Zitat von MeisterLampe81 Beitrag anzeigen
    Soweit ich weiß, ist es ein MUSS!! Muß nochmal in der Firma nachschauen. Hab das sogar schwarz auf weiß.. meine ich jedenfalls..
    Ich habe es leider nicht schwarz auf weiß. Unser Anlagenprüfer hat lediglich geschrieben, das an der Verteilung xy der fehlende Passring zu ersetzen ist. Eine Norm hat er nicht dabei geschrieben. Bei allen anderen Mängeln hat er immer die entsprechende Norm dazugeschrieben..


    Zitat Zitat von MSB Beitrag anzeigen
    Also, da ich momentan meinen Freifahrtschein in den Knast, sprich Meister mache (mit nagelneuer VDE)
    Hab gehört, das die Länder nach erscheinen der neuen BetrSichV schon neue Gefängnisse bauen..


    Zitat Zitat von MSB Beitrag anzeigen
    Bei Leiterquerschnitten unter
    10 mm² muss diese Messung ohne Abklemmen des Neutralleiters möglich sein, z. B. durch den Einbau von Neutralleiter-Trennklemmen
    Danke für die Norm.. werde mir die morgen mal anschauen. Jetzt weiß ich wenigstens, wo das mit den Trennklemmen steht. Vielleicht steht da ja auch was von einer Klemmleiste in der Verteilung..


    Zitat Zitat von MSB Beitrag anzeigen
    Das heißt um jetzt bei der Verteilung zu bleiben, wenn ich die 5 Sicherheitsregeln (insbesondere benachbarte Teile Abschranken)
    berücksichtige, die Abgangssicherung ausschalte, dann mein Kabel anklemme ist das kein AuS
    Ja!! So würde ich das auch sehen!! Aber bitte erst die Sicherungen raus und dann abschranken.. . Das Problem bei uns sind die Moeller Verteilungen (ohne Klemmleiste), bei denen man beim an- bzw abklemmen 20mm von den unisolierten Stromschienen entfernt arbeiten muss..


    Zitat Zitat von nade Beitrag anzeigen
    Zu AuS, dann dürften eigentlich PV Anlagen NIE von Heizungsbauer oder Dachdecker verlegt werden
    Doch, dürfen sie!! Ich habe mal gehört, das man PV Module beim installieren mit einer Plane oder Decke abdecken muss (damit sind wir wieder bei der VDE 0105). Ich habe zwar noch nie selbst eine PV Anlage installiert (und werde es hoffentlich auch nie machen müssen ), kenne aber jemanden, der das Tag täglich macht. Ich weiß zwar nicht, wie sicher er in "seinen" Normen ist, aber er ist sonst eigentlich auch ganz fit..


    Zitat Zitat von nade Beitrag anzeigen
    Es ist selbst bei höchsten Sicherheitsvorkehrungen nicht auszuschließen das was Passiert
    Zitat Zitat von Perfektionist Beitrag anzeigen
    Rechtssicherheit ist schön und gut - besser ist, wenn erst gar nichts passiert, was danach die Frage nach Verantwortung aufwirft.
    Da stimmt! Bei Deppen und Vollpfosten helfen sowieso keine Unterweisungen und Sicherheitsbelehrungen. Man muß ja auch noch arbeiten können..
    Klar ist es am besten, wenn nix passiert, aber welcher Elektriker hat noch keinen gewischt bekommen.. ich kenne keinen.. außer Mechatroniker.. . Genug geschmutzt..


    Ich kann zur BetrSichV noch ein ganz gutes Buch empfehlen:

    VDE Schriftreihe Nr. 121
    Betriebssicherheitsverordnung
    ISBN 978-3-8007-3160-2

    Sollte man sich als Verantwortlicher oder angehender Verantwortlich mal durchlesen..


    gruß
    MeisterLampe81

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