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Thema: Arbeiten unter Spannung - Wie handhabt ihr das??

  1. #1
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    Hallo zusammen..

    Aus gegebenem Anlass muß ich meine Mitarbeiter Unterweisen / Schulen im Umgang mit Arbeiten unter Spannung.

    Als allererstes muß ich euch aber mal fragen, wie ihr "Anklemmabeiten" an Niederspannungsverteilungen durchführt?? Bei uns ist es -bis jetzt- gang und gebe, das alles bis 10mm² mal eben am Isolierstoffgehäuse aufgelegt wird. Man zieht sich Helm mit Visier und Elektrohandschuhe an, ggf. nimmt man noch eine Isoliermatte und legt die Leitung auf. Nach der VDE 0105 ist das ja schon "Arbeiten unter Spannung". Soweit ok. Das Problem ist bei uns, das man 99% der Verteilungen nicht mal eben freischalten kann.. ich denke mal, das es hier vielen so geht..

    So.. und nun will ich eine AuS Unterweisung durchführen..

    2. Macht ihr diese Unterweisungen durch einen externen Ausbilder (z.B. 2 Tage beim Tüv mit Theorie und Praxis) oder führt ihr als VEFK diese Unterweisung selber durch??

    3. Kann mir jemand sagen, wie es mit der Rechtssicherheit aussieht?? Ich kann die Mitarbeiter zwar schulen (auch Theorie und Praxis), fühle mich aber meist wohler, wenn ich das bei einem Externen (z.B. Tüv) machen lasse..

    4. Wie sieht es bei euch mit der Auswahl der Elektrofachkraft aus?? In der BGR A3 steht ja G25 Untersuchung und Erste-Hilfe Kurs..



    Ich hoffe, das sich hier nicht nur Programmierer rumtreiben...


    gruß
    MeisterLampe81
    Zitieren Zitieren Arbeiten unter Spannung - Wie handhabt ihr das??  

  2. #2
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    Hi,

    ich will schon mal vorwegnehmen das ich dir nur einen Ratschlag oder Denkanstoß geben will.

    So also wie meine Informationen/Wissen ist:

    Darfst du als Weisungsbefugter (Meister/Techniker/Ing), deinen Mitarbeitern eine Schulung mit dem Anklemmen an Unter Spannung stehen Teilen geben. Diese musst du Dokumentieren was bedeutet Unterschrift der Teilnehmer dieser Schulung zu verlangen. Wer nicht unterschreibt darf nicht Unter Spg arbeiten.

    Ich persönlich würde schauen wie oft das vorkommt, bei einer Anklemmung pro Jahr würde ich keine Schulung von Extern durchführen lassen sondern nur eine Interne. Wenn du jedoch öfters sowas machst würde ich es Externen überlassen. Der TÜV oder die Genossenschaft, da diese auch dir was beibringen können das du nicht mehr weißt bzw. vergessen hast.
    Z.b. Nur jeweils 2 Leuten dürfen zusammen anklemmen, Sicherheitsausrüstung, Erste Hilfe Kurse ect.

    Ein zwei tägiger Kurs würde glaub ich allen was bringen, da vergessenes aufgefrischt wird.

    Wenn du jedoch so fit bist steht nichts dagegen das du dies übernimmst. Wie gesagt Dokumentierpflicht einhalten für späteren problemen bei Arbeitsunfällen

    Ich hoffe ich konnte dir ein wenig helfen.

    Falls ein Fehler in meiner Erklärung ist bitte ich um vervollständigung

  3. Folgender Benutzer sagt Danke zu Proxy für den nützlichen Beitrag:

    MeisterLampe81 (03.03.2010)

  4. #3
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    Zitat Zitat von MeisterLampe81 Beitrag anzeigen
    Das Problem ist bei uns, das man 99% der Verteilungen nicht mal eben freischalten kann.. ich denke mal, das es hier vielen so geht..
    Ja ist klar, die Verteilungen kann man nicht ohne weiteres abschalten.
    Aber die einzelnen Abgänge werden doch separat abgesichert, sprich man kann sie Spannungsfrei schalten.
    Ich kenne das schon auch das man mal auf die gefährliche Seite muss, aber das sind doch eher die ausnahmen.
    Aber wenn das bei Dir anders ist, OK.

    Zitat Zitat von Proxy Beitrag anzeigen
    Ein zwei tägiger Kurs würde glaub ich allen was bringen, da vergessenes aufgefrischt wird.
    Da gibt es zweitägige Kurse? Ist mir neu, da sind aber viele Kaffeepausen dabei.
    1. Hauptpunkt: Die fünf Sicherheitsregeln > Freischalten u.s.w.
    2. Wenn 1 nicht geht, dann mit den geeigneten Schutzmaßnahmen wie MeisterLampe schon erwähnt hat (Helm, Schutzmatte, u.s.w.).
    Gruß
    Paule
    ----------------------------------------------------------------------------
    > manchmal verliert man und manchmal gewinnen die anderen <

  5. #4
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    Zitat Zitat von MeisterLampe81 Beitrag anzeigen
    ... führt ihr als VEFK diese Unterweisung selber durch??
    3. Kann mir jemand sagen, wie es mit der Rechtssicherheit aussieht?? Ich kann die Mitarbeiter zwar schulen (auch Theorie und Praxis), fühle mich aber meist wohler, wenn ich das bei einem Externen (z.B. Tüv) machen lasse..
    falls ich als Proggie (Softwareentwickler) falsch liegen sollte, mich bitte zu korrigieren, aber VEFK heisst doch: verantwortliche Elektrofachkraft. Sorry, wenn ich nun mal ganz provokant frage: bist Du verantwortlich oder ein Feigling? Zweifelst Du an Deiner Kompetenz?

  6. #5
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    Melde mich nochmal zu Wort.
    Ne, eigentlich war Deine Frage ja ganz anders.
    Also Du darfst Deinen Mitarbeiter auf jeden Fall schulen, musst es sogar in regelmäßigen Zeitabständen (glaube einmal jährlich).
    Wenn Du Ihn natürlich auf ein externes Seminar schickst hast Du die Sache los, weißt das Du nichts wichtiges vergessen hast und der Mitarbeiter hat vielleicht auch noch einen netten Tag mit anderen Kollegen.
    Gruß
    Paule
    ----------------------------------------------------------------------------
    > manchmal verliert man und manchmal gewinnen die anderen <

  7. Folgender Benutzer sagt Danke zu Paule für den nützlichen Beitrag:

    MeisterLampe81 (03.03.2010)

  8. #6
    Avatar von MeisterLampe81
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    Erstmal vielen dank für eure schnellen Antworten..


    Ich persönlich würde schauen wie oft das vorkommt
    Also so genau kann ich das gar nicht sagen.. kommt immer drauf an, was an Arbeit anliegt. Aber 10-15 mal im Jahr passiert das schon. Ist aber nicht immer der gleiche, der anklemmen muß..


    Ein zwei tägiger Kurs würde glaub ich allen was bringen, da vergessenes aufgefrischt wird
    Ich sehe das ähnlich.. man lernt in den Kursen immer was dazu.. man ist ja auch vergesslich..


    Aber die einzelnen Abgänge werden doch separat abgesichert, sprich man kann sie Spannungsfrei schalten
    Wir haben bei uns im Betrieb hauptsächlich Moeller CI Gehäuse bzw. Niederspannungsverteilungen. Wenn man da den Berührungsschutz abmacht um die Leitungen aufzulegen, schaut man auf die blanken Schienen. Da hat man sogesehen keine Abgänge, die man Spannungsfrei schalten kann..


    Da gibt es zweitägige Kurse?
    Sorry, es war nicht der Tüv, sondern die TAW.. da gibt es 2 tägige Kurse..


    1. Hauptpunkt: Die fünf Sicherheitsregeln > Freischalten
    Es geht mir nicht ums Abschalten, sondern ganz explizit um das Arbeiten unter Spannung nach VDE 0105 bis 1kV.. Das man normalerweise abschalten muß, bekommt jeder in seiner Jahresunterweisung beigebracht..


    bist Du verantwortlich oder ein Feigling?
    Ich bin verantwortlich, aber aufgrund der BetrSichV auch ein feigling..


    Zweifelst Du an Deiner Kompetenz?
    Nö.. keineswegs!!! Aber es gibt gewisse Themen, da sollte man besser zweimal drüber nachdenken und vielleicht auch mal eine Meinung von Außenstehenden einholen.. Arbeiten unter Spannung ist nicht ganz ungefährlich.. das hat nix mit Kompetenz zu tun!! Die normalen Unterweisungen und betriebsinterne EuP Ausbildungen sind kein Thema, aber AuS ist ein ganz "heißes" Ding!!


    gruß
    MeisterLampe81
    Geändert von MeisterLampe81 (02.03.2010 um 23:27 Uhr)

  9. #7
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    Zitat Zitat von MeisterLampe81 Beitrag anzeigen
    Wir haben bei uns im Betrieb hauptsächlich Moeller CI Gehäuse bzw. Niederspannungsverteilungen. Wenn man da den Berührungsschutz abmacht um die Leitungen aufzulegen, schaut man auf die blanken Schienen. Da hat man sogesehen keine Abgänge, die man Spannungsfrei schalten kann..
    Hallo, ich kenne das aber dann nur so, dass mann noch ein Zusätzliches CI-Gehäuse anflanscht, in dem sich dann eine Klemmleiste befindet auf die man die Drähte von den Sicherungen führt. Wenn man jetzt etwas dort an oder abzuklemmen hat, ist es ja nicht mehr gefährlich, da man von den Stromschienen getrennt ist. Es ist doch in der Industrie sogar Pflicht hinter/vor den Sicherungen Klemmleisten zu haben.

    Gruß online
    ***************************************

    Sonnige Grüße online


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  10. #8
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    Zitat Zitat von Paule Beitrag anzeigen
    Ja ist klar, die Verteilungen kann man nicht ohne weiteres abschalten.
    Aber die einzelnen Abgänge werden doch separat abgesichert, sprich man kann sie Spannungsfrei schalten.
    Ich kenne das schon auch das man mal auf die gefährliche Seite muss, aber das sind doch eher die ausnahmen.
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    1. Hauptpunkt: Die fünf Sicherheitsregeln > Freischalten u.s.w.
    2. Wenn 1 nicht geht, dann mit den geeigneten Schutzmaßnahmen wie MeisterLampe schon erwähnt hat (Helm, Schutzmatte, u.s.w.).
    Schutzausrüstung, total überbewertet...
    Für alles gibt es ein hauptsache die wird dabei berücksichtigt.
    Was nicht passt wird Passend gemacht.
    Mehr Powerrrrrr!! *Houwhouwhouw*
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  11. #9
    Avatar von MeisterLampe81
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    Zitat Zitat von online Beitrag anzeigen
    Es ist doch in der Industrie sogar Pflicht hinter/vor den Sicherungen Klemmleisten zu haben.
    Hallo online.. wo finde ich diese Vorschrift?? Wir haben nirgends eine Klemmleiste hinter den Abgängen. Wie sieht das denn bei dir in der Praxis aus?? Ich meine, man kann ja Neozed Sicherungen bis 63A reinschrauben.. ist dann die ganze Klemmleiste auf 16mm²??
    Das einzige, was auf Klemmleiste geht ist der PE und N.. dafür ist da ja extra eine Schiene drin.

    Werde die Unterweisung warscheinlich selber durchführen. Ich hab von der BG relativ Brauchbares Material bekommen. Werde es noch unseren Betriebsgegebenheiten anpassen und dann fuppt das schon..


    gruß
    MeisterLampe81

  12. #10
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    Zitat Zitat von Perfektionist Beitrag anzeigen
    falls ich als Proggie (Softwareentwickler) falsch liegen sollte, mich bitte zu korrigieren, aber VEFK heisst doch: verantwortliche Elektrofachkraft. Sorry, wenn ich nun mal ganz provokant frage: bist Du verantwortlich oder ein Feigling? Zweifelst Du an Deiner Kompetenz?
    Wenn du solche Aussagen machst, würd ich sagen:
    Bleib lieber bei der Software

    Rechtssichere Unterweisungen zum Thema Arbeitsschutz und Unfallverhütung zu machen ist in Deutschland nicht ohne.
    Die jährliche Pflichtunterweisung ist, wenn du die Unterlagen hast, kein Akt. Eine Erstunterweisung zu einem Thema ist schon mit einem netten Aufwand verbunden. Du musst die Normen und Unfallverhütungsvorschriften zusammentragen, verteilen bzw. bereitstellen, einen Vortrag dazu halten, und dir das von jedem bestätigen lassen.

    Gruß
    Dieter

  13. Folgender Benutzer sagt Danke zu Blockmove für den nützlichen Beitrag:

    MeisterLampe81 (03.03.2010)

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