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Thema: "Einrichtbetrieb" nach DIN 13848 betrachten

  1. #1
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    Guten Morgen,

    ich habe ein großes Problem bei unseren Maschinen was den Einrichtbetrieb oder auch "Unsafe-Mode" angeht.

    Wir haben momentan Regler und Motoren eingesetzt, bei dem es NICHT möglich ist, in diesem Betrieb mit der Integrierten Sicherheit "Sicher reduzierter Geschwindigkeit" zu fahren. Lediglich "Safe Torque Off" ist machbar.
    Für die sicher reduzierte Geschwindigkeit wären massive Umbaumaßnahmen erforderlich (austausch der Motoren, größere Regler mit dieser Sicherheitsfunktion --> würden aber nicht in den Schaltschrank passen etc.).

    Die Risikobeurteilungen erstellt bei uns ein externes Unternehmen. Dazu mal ein Auszug zu dieser Betriebsart:

    ..Alle neben stehenden Vorgänge, bei denen die Schutztüre geschlossen ist, sind ungefährlich. Während der normalen Bearbeitung von Werkstücken mit der Maschine kann auf das sog. „Antasten“ verzichtet werden. Antasten ist eine Sondertätigkeit, die nur besonders geschultem Personal vorbehalten sein darf, dass Zugang zu dem Sonderschlüssel hat, mit dem sich der Unsafe Mode zuschalten läßt. Da sich jedoch auch gut geschultes Personal nur bedingt gegen Verletzungsgefahr durch die hochtourig laufenden Spindeln schützen könnte (z.B. Gefahr durch
    herausfliegende Werkzeugfragmente), können in der Betriebsart Unsafe Mode grundsätzlich keine Spindeln (und auch kein Kühlmedium) zugeschaltet werden.Hierbei ist jedoch eine softwaremäßige Verriegelung
    ausreichend, da von Fachleuten zum einen verlangt werden kann, dass sie nicht mit Vorsatz versuchen werden, im Unsafe Mode die Spindeln zuzuschalten und da zum anderen ein ungewolltes Anlaufen einer
    Spindel (z.B. bei softwaremäßigem Versagen) sofort detektiert werden könnte und das Gefahrenpotential durch die Werkzeuge an sich ohnehin nur klein ist (nicht-scharfkantige Topfwerkzeuge). Im „Unsafe Mode“ können alle Achsen bei offener Schutztür aktiviert werden (inkrementales Verfahren, oder Verfahren zu einer bestimmten Position durch
    Eingabe einer Relativ- oder Absolutposition), aber nur mit (softwaretechn.) reduzierter Geschwindigkeit....
    Das heißt, hier wurde kein Performance Level r eingefügt und ich müsste es nicht berechnen. Jedoch möchte ich mir diesen Schuh nicht freiwilig anziehen...

    Könnt ihr mir da Helfen bzw. sagen wie hier vorzugehen ist und ob es überhaupt berechnet werden kann??
    Als Software benutze ich Sistema.

    Gruß
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  2. #2
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    Guten Morgen Wignatz,

    welchen PLr/PL hast Du denn an der Maschine bei Schutztürbetrieb?

    Der Schlüsselschalter für Unsafe-Mode muss denselben haben.
    (DIN EN 60204-1)

    Kommen dann die Fachleute ins Spiel, kannst Du evtl. im Risikographen
    P1 (Gefährdung kann vermieden werden) anwählen. Das steht auch so in der Norm.
    Aber einer plötzlich durch techischen Fehler im Eilgang losfahrenden Achse
    kann auch ein Fachmann nicht ausweichen.
    Lösung, wie immer, abhängig von der konkreten Situation.

    Mal sehen, was die anderen dazu sagen...

    Gruß
    Tommi

  3. #3
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    Hi.

    Bei dem Schutztürbetrieb habe ich PLr/PL = c!
    Durch die PILZ Bauteile und Regler mit "STO" auch kein Problem!
    Der Schlüsselschalter ist integriert in einem Bedienpanel (Bosch VDP 90.3).
    Noch habe ich dazu keiner Sicherheitstechnischen Daten gefunden.

    Gruß

  4. #4
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    Hallo,
    es gibt auch Externe Drehzahlüberwachungen die dann erkennen wenn eine Drehzahl überschritten wird.
    z.B.
    http://www.pilz.de/products/control_communication/safety_relay/f/pnozsigma/s/00514/index.de.jsp?itemId=750330
    oder in Verbindung mit der PNOZ Multi das ms1p bis ms4p (HTL)
    http://www.pilz.de/downloads/open/PNOZmulti_Techn_Catalogue_1001153-DE-07.pdf?redirected=true
    Zur Sonderbetriebsart der Betriebsartenwahlschalter ist eine SF und muss das vorgegebene Niveau PLr erfüllen.
    In der PNOZ Multi gibt es einen Softwarebaustein der entsprechend den Schlüsselschalter auswertet und eine DC von 99% erreichen kann.

  5. #5
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    Zu den Sonderbetriebsarten sehe Dir bitte die DIN EN ISO 12100 an.
    Abschnitt 6.2.11.10 Auswahl von Steuerungs- und Betriebsarten
    Und
    MRL 2006/42/EG
    Abschnitt 1.2.5

  6. #6
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    Das PNOZmulti in Verbinung mit ms1p haben wir uns schon mal angeschaut....jedoch ist da das Problem, das du einen Geber benötigst bzw. zusätzliche 2 Näherungsschalter. Wir haben jedoch nur ein spezifisches Absolutmesssystem! Damit ist nichts anzufangen bzw. auszulesen!

    Werde mir gleich mal die Norm zu den Betriebsarten durchlesen.

  7. #7
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    Die in der Norm beschrieben Kriterien sind ja erfüllt!
    Reduzierte Geschwindigkeit ist aber nur Softwaremäßig zu realisieren und da ist ja meine Frage....muss das berechnet werden? Oder belasse ich es wie aus dem Auszug meines ersten Beitrages? Da beruht die Argumentation, das dort das Ausschlusskriterium zum Tragen kommt...da wurde die Sicherheit von der konstruktiven Ebene ja auf die organisatorische Ebene verlagert.

    Geht am Ende die Funktion oder die Sicherheit vor?Im schlimmsten Fall kann man die Maschine komplett umbauen, sodass diese nicht mehr Bedienbar ist.

    Gruß

  8. #8
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    Hallo,

    1.
    Handelt es sich um eine bestehende Maschine oder um einen Neubau?
    Seid ihr also im Prozeß der CE-Kennzeichnung oder Maschinenüberprüfung?
    Habt ihr gerade eine Maschinenveränderung durchgeführt?

    2.
    Besteht die Möglichkeit irreversibler Verletzungen beim Einrichten?
    Schau diesbezüglich mal in die Norm. (Erklärung S1 und S2)
    Beantworte diese Frage ehrlich aber nicht übertrieben.

    3.
    Mit einer einfachen SPS kannst Du nach 13849 maximal PL b erreichen!
    Das ist leider so.

    4.
    Welche Rolle spielt die Frma, die die Risikobeurteilung erstellt?
    Trägt diese Firma irgendeine Verantwortung für ihre Aussagen?

    Blöde Situation, kenne ich auch...

    Einen Umbau will keiner bezahlen und die aktuellen Normen kannst Du
    nicht einhalten. Deshalb ist Frage 1 wichtig!

    Gruß
    Tommi
    Geändert von Tommi (22.06.2011 um 17:38 Uhr)

  9. #9
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    Hallo,
    also wenn deine Risikobeurteilung ergeben hat das die verminderte Drehzahl zu Deinem Sicherheitskonzept gehört, bedeutet Du musst ein vorhandenes Risiko mindern, hier damit der Werker reagieren kann. Dann gehört diese verminderte Geschwindigkeit auch zu einer SF und benötigt ein Maß welche Höhe von Risiko gemindert werden soll und dies ist dann auch das Qualitätskriterium für Deine SF der sogenannte erforderliche Performance Level PLr .
    Man kann vieles machen aber man muss es auch Verantworten können und die MRL Abschnitt 1.2.5 ist in Nationales Gesetzt umgesetzt 9. Verordnung GPSG und somit gibt es hier auch wenig Spielraum.

  10. #10
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    Guten Morgen

    zu. 1: Es handelt sich hierbei um schon bestehende Maschinen, die es seit ca. nem Jahr gibt. Es ist "ein kleiner Bruder" von einer Serie von Maschinen. D.h. wenn wir hier die Kosten erhöhen, und das würd es extrem, wenn wir zb PNOZmulti oder gar andere Motoren einsetzen, dann ist es kein kleiner Bruder mehr und die Gefahr besteht ganz aus dem Programm genommen zu werden...

    zu 2: Das ist jetzt die Frage....im schlimmsten Fall KÖNNTE es passieren das sich 2 Achsen gleichzeitig bewegen und Quetschgefahr besteht. So würde ich keine irreversiblen Verletzungen sehen, aber wie gesagt...falls doch dann Mahlzeit. Aber wo ist hier die Grenze zwischen Ehrlich und Übertrieben...

    zu 4: Die Firma welche die Risikobeurteilungen schreibt, trägt keine Verantwortung. Dafür steht unsere Firma grade. Wenn wir denen sagen wir brauchen PLr = b, dann schreiben die das auch da rein.

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