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Thema: Was bedeutet "RSC"

  1. #1
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    Wofür steht "RSC"?

    Ich habe die Angabe in einer Dokumentation eines rückspeisefühigen FU gefunden. Es geht um die THD(I) bzw. THD(U) Anteile bei "starken Netzen" und "schwachen Netzen".

    Muss irgendwass mit dem Anteil der bezogenen Kurschlussleistung zu tun haben...
    "Es ist weit besser, große Dinge zu wagen, ruhmreiche Triumphe zu erringen, auch wenn es manchmal bedeutet, Niederlagen einzustecken, als sich zu den Krämerseelen zu gesellen, die weder große Freude noch großen Schmerz empfinden, weil sie im grauen Zwielicht leben, das weder Sieg noch Niederlage kennt." Theodore Roosevelt - President of the United States (1901-1909)
    Zitieren Zitieren Was bedeutet "RSC"  

  2. #2
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    Was das genau ist weiss ich auch nicht. Aber Google mal nach short circuit ratio. Da findest du einiges an Infos.

  3. #3
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    Bei einem FU ist mit rsc meist der Statorwiderstand kalt gemeint (resistor stator cold).
    THD wären die Oberwellen (Total Harmonic Distortion).

  4. #4
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    Netzseitige Leistungskomponenten - Netzdrossel

    RSC = Relative Short-Circuit power:
    Verhältnis Kurzschlussleistung Sk Netz an der Netzanschlussstelle zu Grundschwingungs-Scheinleistung SUmr
    der angeschlossenen Umrichter (nach EN 61800-5-1/VDE 0160).

    Eine Netzdrossel ist bei hoher Netzkurzschlussleistung erforderlich, um zum einen den Umrichter selbst vor zu hohen
    Oberschwingungsströmen und damit vor Überlastung zu schützen, zum anderen die Netzrückwirkungen auf die zulässigen
    Werte zu begrenzen. Hierbei werden die Oberschwingungsströme durch die gesamte Induktivität aus Netzdrossel
    und Netzzuleitungsinduktivität begrenzt. Will man auf Netzdrosseln verzichten, so muss die Netzzuleitungsinduktivität
    entsprechend größer sein, d. h. der Wert RSC muss genügend klein sein.

    Da in der Praxis oft nicht bekannt ist, an welcher Netzkonfiguration einzelne Umrichter betrieben werden, d. h. welche
    Netzkurzschlussleistung an der Anschlussstelle des Umrichters vorliegt, wird empfohlen, dem Umrichter stets eine
    Netzdrossel vorzuschalten.
    SINAMICS G130 Umrichter-Einbaugeräte G150 Umrichter-Schrankgeräte

    Seite 2-27 (Seite 47/160)

    Seite 3-33 (Seite 127/160)

    Gruß Kai

  5. Folgender Benutzer sagt Danke zu Kai für den nützlichen Beitrag:

    Markus (19.09.2011)

  6. #5
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    Zitat Zitat von Markus Beitrag anzeigen

    Muss irgendwass mit dem Anteil der bezogenen Kurschlussleistung zu tun haben...



    Zitat Zitat von Kai Beitrag anzeigen
    RSC = Relative Short-Circuit power:
    Verhältnis Kurzschlussleistung Sk Netz an der Netzanschlussstelle zu Grundschwingungs-Scheinleistung SUmr
    der angeschlossenen Umrichter (nach EN 61800-5-1/VDE 0160).
    SUPER! Vielen Dank!
    ich habe gelesen das "starke netze" ein RSC von >50 haben, "schwache netze" von >15

    wie berechnet sich dieser faktor?

    Sk Netz / Sumr = RSC ???

    jetzt wäre es noch schön wenn jemand der was von netzen und trafos versteht sagen kann in welchen dimensonen sich diese werte in der parxis bewegen.

    es geht mir hier nicht um einen konkreten anwendungsfall, ich möchte das nur verstehen, und ein paar beispielzahlen aus der praxis wären schön um ein feeling dafür zu bekommen...
    "Es ist weit besser, große Dinge zu wagen, ruhmreiche Triumphe zu erringen, auch wenn es manchmal bedeutet, Niederlagen einzustecken, als sich zu den Krämerseelen zu gesellen, die weder große Freude noch großen Schmerz empfinden, weil sie im grauen Zwielicht leben, das weder Sieg noch Niederlage kennt." Theodore Roosevelt - President of the United States (1901-1909)

  7. #6
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    Von RSC habe, trotz gewissem Verständnis für Netze und Tranformatoren, noch nie etwas gehört. Unser BL auch nicht.

    Die Netzkurzschlussleistung wird normalerweise in MVA angegeben, im Niederspannungsnetz Richtwert

    0,1...10MVA
    565kVA (CENELEG Bezugsimpedanz, die in 95% der Fälle jedoch höher ist)

    Die Netzkurzschlussleistung errechnet sich aus den Impedanzen der Transformatoren und Leitungen, Beispiel:

    Netztrafo SrT=630kVA, Ukr=6%, 20KV/0,4KV über Freileitung an MS-Netz angeschlossen, Netzkurzschlussleistung Sk=8,7MVA (direkt sekundärseitig am Trafo).
    Nach 500m CU-Leitung 50mm² --> Netzkurzschlussleistung nur noch 0,77 MVA, austausch gegen 95mm² --> Netzkurzschlussleistung 1,28MVA

    Je höher die Netzkurzschlussleistung ist, desto stabiler ist das Netz.
    "Man kann auf seinem Standpunkt stehen, aber man sollte nicht darauf sitzen" - Erich Kästner

  8. Folgender Benutzer sagt Danke zu Lars Weiß für den nützlichen Beitrag:

    Markus (24.09.2011)

  9. #7
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    Hallo,

    Durch hohe Rsc-Werte (Rsc=Kurzschlussleistung/Scheinleistung)
    können die Zwischenkreiskondensatoren überdurchschnittlich schnell
    altern und zu einem Defekt führen. Richtwerte nach IEC 1000-2-6:
    Rsc < 100: keine Drossel notwendig
    Rsc = 100...200: Drossel empfohlen, wenn die Auslastung 75% dauerhaft
    übersteigt
    Rsc > 200: Drossel erforderlich
    _______________________

  10. Folgender Benutzer sagt Danke zu Verpolt für den nützlichen Beitrag:

    Markus (24.09.2011)

  11. #8
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    Andere Hersteller wie Schneider oder Danfoss bauen in ihre Umrichter mit höheren Leistungen Drosseln in die Einspeisung oder in den Zwischenkreis um die Ladeströme zu begrenzen. Siemens nicht, geiz ist halt geil.

    Wenn die Netzkurzschlussleistung gering ist wird der Ladestrom durch das Netz begrenzt. Irgendwie lächerlich.
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  12. #9
    Avatar von Markus
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    ok, also bei einem fu der automatisch kompensiert, da ist ja die scheinleistung = wirkleistung.

    angenommen der antrieb hat 10kw elektrisch.

    bei einer hohen netzkurzschlussleistung (10MVA) wären das:
    RSC = 10.000.000VA / 10.000VA = 1000


    gehen wir nach der 173sten unterverteilung von realistischen 0,5MVA aus:
    RSC = 500.000 / 10.000VA = 50


    ok, jetzt kann ich auch nachvollziehen warum die stromoberwellen die ein gerät im "starken netz" mit großem RSC erzeugt höher sind - das netz kann mehr dagegentreiben...

    allerdings werden im schwachen netz die spannungsoberwellen größer als in stärkeren netzen mit größerem RSC, da die "ausgleichsströme" nicht zur verfügung stehen.


    habe ich das jetzt richtig begriffen?

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  13. #10
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    Zitat Zitat von Markus Beitrag anzeigen

    ok, jetzt kann ich auch nachvollziehen warum die stromoberwellen die ein gerät im "starken netz" mit großem RSC erzeugt höher sind - das netz kann mehr dagegentreiben...

    allerdings werden im schwachen netz die spannungsoberwellen größer als in stärkeren netzen mit größerem RSC, da die "ausgleichsströme" nicht zur verfügung stehen.


    habe ich das jetzt richtig begriffen?
    genau so sieht es aus. Hab auch ein paar Bücher auf der Arbeit, wenn du interesse hast gebe ich dir am Montag die ISBN.
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  14. Folgender Benutzer sagt Danke zu Lars Weiß für den nützlichen Beitrag:

    Markus (24.09.2011)

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