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Thema: Risikobewertung Förderbänder

  1. #1
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    Hallo,

    für eine Nachbearbeitungsmaschine von kleinen Kunststoffteilen werden zwei Förderbänder benötigt.

    Das eine ist ein Steilförderer, welcher von der Nachbearbeitungsmaschine nach Bedarf ein- und ausgeschalten wird.
    Das andere ein kurzes Gurtförderband, welches im Dauerbetrieb läuft.
    Beide beförderen leichte Kunststoffteile.

    Meine Frage nun:
    Wie ist das Risiko dieser Förderbänder zu beurteilen? Von den transportierten Teilen geht aufgrund der geringen Masse keine Gefahr aus.
    An den Bändern besteht meiner Einschätzung nach nur geringes Risiko, da ein Einklemmen an bewegten Teilen kaum möglich ist.
    Aber muß dann trotzdem die Leistung zweikanalig (sprich 2 Schütz in Reihe) abgeschaltet werden, da es sich ja um Antriebe handelt und von diesen immer eine potentielle Gefahr ausgeht? (z.B. bei Wartungsarbeiten, welche natürlich nur bei ausgeschalteter Maschine stattfinden sollte).

    Dürfen diese Schütze im Falle des Steilförderers auch dazu verwendet werden diesen bedarfsgerecht ein- und auszuschalten?

    Grüße Drain
    Zitieren Zitieren Risikobewertung Förderbänder  

  2. #2
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    Hallo,

    dazu gibt es hier im Forum viele Threads.
    Habe z.Zt. leider keine Zeit.

    Stichwort: mit dem Risikographen der DINENISO13849-1 den
    erforderlichen Performancelevel PLr ermitteln, davon abhängig ist
    wie die Steuerung ausgelegt werden muss.

    Suchfunktion oder googeln.

    Gruß
    Tommi

  3. #3
    Avatar von Drain
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    Hallo Tommi,

    darum geht es ja gerade. Für die Ermittlung des PLr muß die Gefahr ermittelt werden, die von dem Bauteil ausgehen kann.
    Mir ist jedoch unklar, wie ich das Risiko für den beschriebenen Fall einschätzen soll.

    Habe zu dem Thema bereits recherchiert, komme an diesem Punkt in dieser Konstellation aber nicht weiter.

    Drain

  4. #4
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    Wir haben teilweise Förderbänder von denen keine Gefahr ausgeht (Fingersicher, keine Einzugsstellen, alles abgedeckt, usw.). Einstufung ist damit PLa und somit reicht ein simpler Schütz.

    Gruß
    Dieter

  5. #5
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    Hier meine Einschätzung:

    An den Bändern besteht meiner Einschätzung nach nur geringes Risiko, da ein Einklemmen an bewegten Teilen kaum möglich ist.
    Aber muß dann trotzdem die Leistung zweikanalig (sprich 2 Schütz in Reihe) abgeschaltet werden, da es sich ja um Antriebe handelt und von diesen immer eine potentielle Gefahr ausgeht?

    damit fängt es schon an - wenn ein Einklemmen kaum möglich ist - ja dann ist doch Gut !
    - Leistung zweikanalig abschalten - das wäre eine "höhere" Kategorie, was wiederum voraussetzt das die Bänder doch relativ "gefährlich" sind, das passt nicht zusammen!

    Immer stur der Reihe nach vorgehen :

    a/ Risikobeurteilung > welches Risiko geht von den Bändern aus ?
    b/ Ist das vertretbar, oder muß das Risiko gemindert werden ?
    c/ so und jetzt (sofern nötig; siehe c/) Maßnahmen zur Risikominderung auswählen
    d/ das kann eine "steuerungstechnische" Maßnahme sein, wenn dem so ist, dann ist deren funktionale
    Sicherheit nach DIN EN ISO 13849-1/2 zu gestalten und zu bewerten.

    P.S. Bänder die - wie ich vermute - frei zugänglich laufen können gar kein Risiko über dem
    vertretbaren Restrisiko darstellen, sonst müssten sie ja eingezäunt o.Ä. werden.

  6. #6
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    Hallo,

    bei Förderbändern bitte daran denken, daß wenn eines steht und das andere läuft ggf. eine Einzugsstelle entsteht (da wo sie zusammentreffen)

    MfG

  7. #7
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    Achtung eine Gefahr bei fördebänder kann sein,
    wenn vor den Bänder zwangsgeführte Transporte
    von Maschinen sind, können bei Rollen oder großen
    Lücken Scherstellen entstehen.
    Bei uns im praktischen anwendungsfall, kann ein Brett
    bequemm durch ein Arm gefördert werden.
    Also den späteren Anwendungsfall betrachten und wer
    dafür den Hut auf hat.

  8. #8
    Avatar von Drain
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    Hallo und schon mal vielen Dank für die bisherigen Beiträge.

    Wenn ich denn nun nur einen Schütz für die Sicherheitsabschaltung verwende, darf ich den dann auch zum prozeßbedingten Ein- und Ausschalten verwenden? Also die Ansteuerung des Schütz UND-Verknüpfen (Sicherheitsschaltung und SPS-Signal)?
    Falls ja muß ich ja dann auch die Häufigkeit des Ein- und Ausschaltens mit in den MTTF-Wert berücksichtigen. Richtig?

    Drain

    Nachtrag zur UND-Verknüpfung: Das alleinige Abschalten der 24V-Versorgung der SPS-Ausgangsbaugruppe, welches das Schütz ansteuert, ist IMHO nicht ausreichend. Wie seht ihr das?
    Geändert von Drain (19.12.2011 um 09:28 Uhr)

  9. #9
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    Mit schalten der 24V Versorgung geht, Siemens zb hat dafür
    bestimmte Standard-Baugruppen ein FAQ erstellt

  10. #10
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    Zitat Zitat von Drain Beitrag anzeigen
    Hallo und schon mal vielen Dank für die bisherigen Beiträge.

    Wenn ich denn nun nur einen Schütz für die Sicherheitsabschaltung verwende, darf ich den dann auch zum prozeßbedingten Ein- und Ausschalten verwenden? Also die Ansteuerung des Schütz UND-Verknüpfen (Sicherheitsschaltung und SPS-Signal)?
    Falls ja muß ich ja dann auch die Häufigkeit des Ein- und Ausschaltens mit in den MTTF-Wert berücksichtigen. Richtig?

    Drain

    Nachtrag zur UND-Verknüpfung: Das alleinige Abschalten der 24V-Versorgung der SPS-Ausgangsbaugruppe, welches das Schütz ansteuert, ist IMHO nicht ausreichend. Wie seht ihr das?
    Hallo,
    ein Schütz kann sowohl Sicherheitsaufgaben wie auch Prozessaufgaben übernehmen, also ja.
    Es müssen alle Betätigungszyklen bei der MTTFd Berechnung miteinbezogen werden, ein Schütz verschleißt insgesamt da gibt es keine sicher oder unsicher.
    Die Und-Verknüpfung ist O.K., die Byteweise Abschaltung ist abhängig vom erforderlichen PL und der Hersteller der Baugruppe muss es bestätigen, bei machen Baugruppen scheint es zu gehen bis zu einem bestimmen PL, bei anderen geht es wieder nicht!!!!
    Hersteller fragen wie und schriftlich bestätigen lassen.

    Wenn es nicht geht Sicherheitsausgang hinter SPS Ausgang.

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