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Thema: Chaos-chef

  1. #31
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    Zitat Zitat von Larry Laffer Beitrag anzeigen
    Hallo Bike,
    vielleicht treffen die von Floppy genannten Attribute auf dich so nicht zu - eines aber auf jeden Fall : du scheinst mir Realitätsfremd zu sein.
    Begründung :
    In dem Moment, wo dein Vorgesetzter selbst "vom Fach" ist kannst du dich ggf. entspannt zurücklehnen und dich auf deine (hoffentlich präzisen) Vorgaben zurückziehen.
    Was aber ist, wenn dein Vorgesetzter kein "Elektriker" sondern vielleicht ein "Kaufmann" oder ein "Schlosser" ist - wie sieht es dann aus ? In diesem Fall bist du selbst dann nämlich der Fachmann, der es hätte beurteilen können sollen, da sich jetzt dein Vorgesetzter vielleicht auf "nicht besser gewußt - er hätte ja was sagen können" zurück ziehen kann ...
    Aber davon unabhängig - es schadet ganz und gar nicht, bei allen Dingen, die einem so vorkommen eine gesunde Kritik-Bereitschaft an den Tag zu legen. Von da her : was ist daran falsch, das Floppy (oder auch jeder Andere) sich Gedanken macht ? Ich würde mich sogar nicht mal gegen Gedanken/Ideen von jemanden sperren und sie mir zumindestens anhören, der aus meiner Sicht weit unter mir steht. Kritik muß nicht destruktiv sein und selbst wenn sie es ist dann hat das vielleicht auch seine Berechtigung ...
    Meinst du ich sei weg von den Maschinen und ANlagen und deren Sicherheit?
    Gut, dass zu erfahren.

    Zurück zum Thema:
    Wer hat die Zeit und die Nerven jede technische Planung mit jedem Elektriker auszudiskutieren?
    Wenn ein Monteur technische Unterlagen bekommt, dann ist es zunächst dessen Aufgabe dies fachlich korrekt auszuführen.
    Wenn er etwas erkennt, das übersehen wurde, dann kann man es besprechen bevor die Anlage abgenommen wird.
    Spätestens bei der Überprüfung wird festgestellt, ob alles so funktioniert wie geplant und wie es sein muss.
    Jedoch werde ich nicht über Standardlösung diskutieren, auch wenn der Monteuer mir erklärt, das funktioniert so nicht.
    Dann soll er es machen und dann beweisen, dass es falsch ist.

    Wegen der Haftung ist doch relativ einfach: der Inbetriebnehmer der Änderung prüft muss die Funktion dokumentieren und dann ist doch alles klar.
    Wenn es nicht so funktioniert wie beschrieben, dann ist der Betreiber bzw der jenige, der die Änderung angeschafft hat, in der Pflicht sich um abhilfe zu kümmern.

    Bei der Sicherheit gilt besonders: Wer schreibt der bleibt.

    Und ja es nervt mehr als ab, dass inzwischen nahezu jeder Elektriker, der etwas von Not-Hlat gehört hat, sich als Sicherheitsexperte bezeichnen und unsere Sicherheitsbetrachtung ohne diese gelesen zu haben in Abrede stellt.


    bike
    "Any fool can write code that a computer can understand.
    Good programmers write code that humans can understand."
    --Martin Fowler

  2. #32
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    Hi!

    Ich denke dass es durchaus einen Grund haben muss warum es zu diesen "abnervenden" Situationen kommt.

    Das von dir angesprochene Problem kenne ich zur Genüge. Und in jedem Fall den ich kenne ist bisher auch ein wirklicher Fehler bei der Auslegung passiert (Thema Sicherheitsabstände bei BWS und Sicherheitsbetrachtung bereits bei/vor der Planung).
    Wenn man einer solchen Arbeit, also der Planung sicherheitsrelevanter Anlagen korrekt nachkommen will, gehört es auch dazu Kritik anzunehmen und diese bei den nächsten Projekten zu beachten.
    Eine Einstellung wie sie viele Ingenieure haben, in den wenigsten Fällen auch scheinbar "dümmeres Personal" hinzuzuziehen, ist gerade bei einer solchen Tätigkeit absolut fehl am Platz.

    Meist ist es in der Praxis nämlich so, dass die "einfachen Elektriker" näher am späteren Bedienpersonal sind als die Planer und deshalb einen ganz anderen Bezug zu den letztendlich entstehenden Gefährdungen für das Bedienpersonal entwicklen.

    Ich oute mich ganz frei, dass ich momentan noch "jeder Elektriker" bin und die selbe "abnervende" Situation von genau gegenüber betrachte.
    Dort sehe ICH nämlich Leute die wie jeder andere Mensch auch Fehler machen, aber gefühlt wesentlich mehr Probleme haben diese dann auch zu akzeptieren und zuzugeben.


    Gruß,

    Ottmar

  3. #33
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    Zitat Zitat von bike Beitrag anzeigen
    Meinst du ich sei weg von den Maschinen und ANlagen und deren Sicherheit?
    Gut, dass zu erfahren.
    Nein ... das meinte ich nicht ... ich meinte, dass du anscheinend weit weg bist vom wirklichen Leben ausserhalb deiner 4 Wände und der gängigen Praxis um dich herum.
    Das heißt nicht, das deine Anlagen unsicher sind sondern es heißt, dass es im wirklichen Leben so ist, dass ein fachlich vollkommen inkompetenter Vorgesetzter meint beurteilen können (und zwar so aus dem Handgelenk und nicht entsprechend einer Sicherheits-Bewertung) wie die richtige Ausführung einer Installation sein muß - ich spreche hier auch ein bißchen aus eigener Erfahrung.

    Zitat Zitat von bike Beitrag anzeigen
    ... Und ja es nervt mehr als ab, dass inzwischen nahezu jeder Elektriker, der etwas von Not-Hlat gehört hat, sich als Sicherheitsexperte bezeichnen und unsere Sicherheitsbetrachtung ohne diese gelesen zu haben in Abrede stellt.
    Da kann ich nichts dazu sagen. Das sind halt deine Erfahrungen - ich bin ganz froh, dass sich sogar unsere Maschinenführer so hin und wieder ihre Gedanken machen und mitreden möchten. Meine Meinung ist hier : ich höre mir lieber 50 Mal Blödsinn an als das ich eine richtige Anmerkung aus Versehen überhöre - ich weiß und sehe nämlich nicht alles ...

    Gruß
    Larry

  4. Folgende 4 Benutzer sagen Danke zu Larry Laffer für den nützlichen Beitrag:

    Blockmove (16.03.2013),dani (16.03.2013),Klopfer (16.03.2013),Ottmar (16.03.2013)

  5. #34
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    Larry, kann es sein, dass wir es von verschiedenen Seite erleben?
    Ich komme von einem Maschinenhersteller, der neben Maschinen auch komplette Fertigungsprozesse liefert.
    Wir haben die Zeit und die Aufgabe sowohl Maschinen- als auch die Personensicherheit zu gewährleisten.
    Wenn dann bei der Installation ein Instandhalter kommt und uns erklärt wie es sein muss, dann kommt mir ... etwas hoch.

    Ich habe auch volles Verständnis für Instandhalter die mit den Maschinen und Anlagen leben müssen.
    Dass etwas im Leben einer Anlage verändert muss, kann ich auch verstehen.
    Doch wenn jemand anschafft etwas zu ändern, dann wird dies besprochen und schriftlich festgelegt was wie und warum gemacht wird.
    Dann wird die Funktion geprüft im Zusammenspiel der Gesamtanlage.
    Wenn alles gut ist, dann kann der Chef es unterschreiben, wenn nicht, dann muss es geändert werden.

    Und wenn unsere Kunden geändert haben wollen, dann wissen diese, dass sie ZUERST den Hersteller bzw Lieferanten fragen sollten.
    Der hat meist Erfahrung und das Wissen wie diese oder jene Anforderung umgesetzt werden kann.


    bike
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    Good programmers write code that humans can understand."
    --Martin Fowler

  6. #35
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    Zitat Zitat von bike Beitrag anzeigen
    Wenn dann bei der Installation ein Instandhalter kommt und uns erklärt wie es sein muss, dann kommt mir ... etwas hoch.
    Ja, bei diesen unterqualifizierten Leuten wird mir auch immer schlecht [kopfschüttel]. Bis auf die Instandhalter, die auch "hochqualifizierten" Technikern und Ingenieuren auch mal gezeigt haben, wie der Hase läuft. Zu denen gehöre ich auch.

    Du lebst wirklich in einer anderen Welt. Es gibt schlechte Instandhalter, aber auch gute. Dasselbe gilt für die vermeintlich fehlerfreien.
    Gruß
    190B

  7. Folgende 2 Benutzer sagen Danke zu 190B für den nützlichen Beitrag:

    floppy (16.03.2013),Ottmar (16.03.2013)

  8. #36
    floppy ist offline Benutzer
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    Zitat Zitat von bike Beitrag anzeigen
    Larry, kann es sein, dass wir es von verschiedenen Seite erleben?
    Ich komme von einem Maschinenhersteller, der neben Maschinen auch komplette Fertigungsprozesse liefert.
    Wir haben die Zeit und die Aufgabe sowohl Maschinen- als auch die Personensicherheit zu gewährleisten.
    Wenn dann bei der Installation ein Instandhalter kommt und uns erklärt wie es sein muss, dann kommt mir ... etwas hoch.

    Ich habe auch volles Verständnis für Instandhalter die mit den Maschinen und Anlagen leben müssen.
    Dass etwas im Leben einer Anlage verändert muss, kann ich auch verstehen.
    Doch wenn jemand anschafft etwas zu ändern, dann wird dies besprochen und schriftlich festgelegt was wie und warum gemacht wird.
    Dann wird die Funktion geprüft im Zusammenspiel der Gesamtanlage.
    Wenn alles gut ist, dann kann der Chef es unterschreiben, wenn nicht, dann muss es geändert werden.

    Und wenn unsere Kunden geändert haben wollen, dann wissen diese, dass sie ZUERST den Hersteller bzw Lieferanten fragen sollten.
    Der hat meist Erfahrung und das Wissen wie diese oder jene Anforderung umgesetzt werden kann.


    bike
    Wie schon einmal erwähnt liegt bei mir die Situation etwas anders. Wir halten Maschinen instand, ändern sie und bauen kleinere manchmal selber. Da bleiben Eingriffe in die Sicherheit nicht vermeidbar. Nur bin ich der einzige der sich überhaupt Gedanken macht. Risikoanalysen sind bei fachvorgesetzten fremdworte - Hauptsache ein gelbes Relais ist drin damit die BG nicht meckert. Es geht ja nicht nur um meinen ar...., sondern auch um das leben, die Hände oder sonstiger Teile eines Bedieners. Und es gibt definitiv Mängel. Und diese kann ich als Untermensch der elektriker-kaste erkennen. Jedenfalls wenn ich den Blick frei habe nachdem ich Bildzeitung und Bier aus dem Blickfeld entfernt habe.

    PS: Maschinenhersteller können pleite gehen oder kein Interesse haben oder keine Zeit oder oder oder.

  9. #37
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    Zitat Zitat von 190B Beitrag anzeigen
    Ja, bei diesen unterqualifizierten Leuten wird mir auch immer schlecht [kopfschüttel]. Bis auf die Instandhalter, die auch "hochqualifizierten" Technikern und Ingenieuren auch mal gezeigt haben, wie der Hase läuft. Zu denen gehöre ich auch.

    Du lebst wirklich in einer anderen Welt. Es gibt schlechte Instandhalter, aber auch gute. Dasselbe gilt für die vermeintlich fehlerfreien.
    Ich denke ein guter Instandhalter wartet bis die Anlage fertiggestellt ist.

    Fehlerfrei müssen wir nicht sein.
    Bei uns sind mehr als einer damit beschäftigt, sich den Kopf zu zerbrechen wie verhindert wird, dass sich jemand weh tut.

    Mit keinem Satz habe ich geschrieben, dass ich bzw meine Kollegen nicht zuhören wenn etwas unklar ist.
    Das gilt nicht nur für die Sciherheit sondern für den gesamten Prozess

    Aber es ist euch unbenommen, dies aus meinem Schreiben zu ziehen und zu bewerten wie es in den eigenen Kram passt.


    bike

    btw: warum gehen so oft Hersteller Pleite? vielleicht deshalb weil die Kunden alles wollen aber nichts bezahlen wollen?
    "Any fool can write code that a computer can understand.
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    --Martin Fowler

  10. #38
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    Zitat Zitat von floppy Beitrag anzeigen
    PS: Maschinenhersteller können pleite gehen oder kein Interesse haben oder keine Zeit oder oder oder.
    Hast du es versucht?
    Vermutlich nicht, denn das könnte ja Geld kosten.
    Eine Prothese kostet auch.

    Selbst wenn ein Lieferant aufschnappt, gibt es meist jemand, der die Nachfolge antritt, in der Hoffnung wenn der Fuss in der Türe steht was verkaufen zu können.

    Wenn du an der Sicherheit etwas ändern musst, dann ist dir schon aufgezeigt worden wie du vorgehen solltest.


    bike
    "Any fool can write code that a computer can understand.
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  11. #39
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    Zitat Zitat von bike Beitrag anzeigen
    Ich denke ein guter Instandhalter wartet bis die Anlage fertiggestellt ist.
    Ich denke nicht. Wenn ich absehe, daß etwas querläuft, melde ich mich früh genug.

    Zitat Zitat von bike Beitrag anzeigen
    Bei uns sind mehr als einer damit beschäftigt, sich den Kopf zu zerbrechen wie verhindert wird, dass sich jemand weh tut.
    Das ist gut so, verhindert aber nicht, daß trotz Planungs- bzw. Inbetriebnahmefehler passieren können.

    bike, Dir will kein Mensch etwas, aber laß doch mal die Meinungen anderer Menschen gelten. Ich kann den TE verstehen, ich war auch schon oft genug in der Lage. Und für sein Problem gibt es kein Allerheilmittel, dafür sind wir Menschen zu unterschiedlich.
    Gruß
    190B

  12. Folgender Benutzer sagt Danke zu 190B für den nützlichen Beitrag:

    Perfektionist (18.03.2013)

  13. #40
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    Zitat Zitat von bike Beitrag anzeigen
    Hast du es versucht?
    Vermutlich nicht, denn das könnte ja Geld kosten.
    Eine Prothese kostet auch.

    Selbst wenn ein Lieferant aufschnappt, gibt es meist jemand, der die Nachfolge antritt, in der Hoffnung wenn der Fuss in der Türe steht was verkaufen zu können.

    Wenn du an der Sicherheit etwas ändern musst, dann ist dir schon aufgezeigt worden wie du vorgehen solltest.


    bike
    Wie dir mittlerweile klar sein sollte habe ich darauf nur begrenzt Einfluss.
    Aber wer gute Maschinen herstellt, und nicht am Markt vorbei baut, dürfte sich gut behaupten können. Und ob du es glaubt oder nicht gibt es Hersteller die kein Interesse haben Kleinigkeiten zu machen weil das Volumen einfach zu klein ist. Auch kann es Differenzen geben weil die Maschine nicht den vereinbarten Leistungsbereich erreicht. Oder einfach permanent Probleme macht. In solchen fällen kann es sogar vorkommen das, nach ausreichend Zeit zum nachbessern, die Beziehung beendet wird. Wer vergibt dann noch Aufträge?

    Aber du hast recht, ich weiss jetzt noch besser wie ich mich zu verhalten habe.

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