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Thema: Steckverbinder im ATEX Bereich

  1. #11
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    Hallo Paul,


    eine „normale“ Steckverbindung darf nicht in Zone 20 verwendet werden, gleich welche Spannung.
    Wie ist das formal begründet? Sieht man sich das Diagramm der Atex Leitlinie zum Konformitätsbewertungsverfahren an, wird es deutlich: Für Zone 0 oder 20 ist nach RL/94/9 zwingend eine EG-Baumusterprüfung oder eine Einzelprüfung vorgeschrieben. Das ist für einen 0815 Steckverbinder nicht gegeben.

    Die Leitlinie ist wesentlich anschaulicher als die Richtlinie. Besser noch gefällt mir die Darstellung von Pepperl + Fuchs aus ihrem Explosionschutz Handbuch. Daher habe ich die auch angehängt.

    Nun zur zweiten Frage, ob die Verwendung in Zone 22 ohne weiteres zulässig ist. Auch das ist zu verneinen.
    Es braucht zwar keine Prüfung durch eine sogenannte „benannte Stelle“, die technischen Anforderungen, beschrieben in EN 60079-0 (-14 zur Installation) müssen dennoch eingehalten werden.

    Die kleinsten und „preisgünstigsten“ die ich kenne ist die Reihe „miniClix“ von Stahl. Allerdings nicht für Zone 0, 20. Da sind die Anforderungen heftig.

    Zusätzliche Information ist auch hier zu finden:
    http://forum.exguide.de/index.php?topic=317.0
    Beitrag „Industriesteckverbinder für den Ex-Bereich“

    Übrigens, dort sind alle Fragen zum Explosionsschutz bestens platziert...

    Leitlinie_94__9_S_53_PuF_Handbuch_S_17.pdf

    Gruß

  2. #12
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    Hallo Paul,

    Steckverbindungen 230/400V in ATEX Zone 0 bzw. 20 gibt es nicht.
    In diesen Zonen existiert kontinuierlich eine explosionsfähige Atmosphäre! Möchtest Du die Steckverbindung innerhalb eines Tanks installieren in dem kontinuierelich Ex Stäube vorhanden sind? Kann es sein, dass aus Unkenntnis die Ex Zone sicherheitshalber als Höchste eingestuft wurde?
    Muss die Steckverbind unbedingt in diesem Raum installiert werden muss die Ex Zone von 20 auf 21 reduziert werden. wie weiter oben schon geschrieben gibt es auch keinen Motor für die Ex Zone 20.

    Hier findest Du Steckverbindungen für die Zone 21 und 22 http://www.stahl.de/produkte-und-sys...uct_id%5D=4814

    Prinzipiell gilt wie auch weiter oben beschrieben, es dürfen nur Bauteile in den entsprechenden Zonen eingesetzt werden, die eine Baumusterprüfung haben (PTB oder NEMA) und für diese Zone geeignet sind.
    Werden Arbeiten in ausgewiesenen ATEX Bereichen ausgeführt. müssen diese von einem Sachverständigen abgenommen werden! Wiederholungsprüfungen (Prüffrist 5 jahre) sind vorgeschrieben!

    Hoffe geholfen zu haben

    Fritzen

  3. #13
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    Pardon, "Abnahme durch einen Sachverständigen" würde ich so nicht sagen, hier gibt es so viele Möglichkeiten / Varianten.

  4. #14
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    Laut Betriebssicherheitsverordnung sind Anlagen in Explosionsgefährdenden Bereichen überwachungsbedürftige Anlagen. Wenn es sich um so eine Anlage handelt muss ein Explosionsschutzdokument erstellt werden, darin wiederum werden die Ex Zone eingeteilt. Diese Anlagen müssen vor der ersten Inbetriebnahme sowie in bestimmten Fristen wiederkehrend durch eine zugelassene Überwachungsstelle geprüft werden.

    Zu diesem Thema gibt es einige Vorschriften (TRbF, ExVo, BetrSichV und was weiß ich noch) die nur das Handling der Anlageneinteilung behandeln. Dazu kommen dann die Vorschriften die die elektrischen Geräte usw. in den Zonen behandeln (VDE 0165, VDE 0166 und, und, und).
    Ob natürlich die Anlage von Paul solch eine Anlage ist weiß ich natürlich nicht.

    Das Thema ATEX ist sehr vielfältig mit soviel Varianten, dass ich denke es macht keinen Sinn weiter zu Diskutieren ohne die genauen Hintergründe der Anlage zu kennen.

    Gruß Fritz

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