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Thema: Test-/Überwachungsfunktion im Aktorkreis

  1. #1
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    Hallo zusammen,

    in der EN ISO 13849-1 wird ab Kategorie 3 u.a. eine Überwachung des Sensor und des Freigabekreises gefordert.
    Ich bin mir nicht sicher ob damit jetzt lediglich eine Signalrückführung wie bei dem "Klassiker", öffner Kontakt eines zwangsgeführten Schütz gemeint ist
    oder auch die Testung auf Funktionalität. Also Hell-/Dunkeltests, Querschlusserkennung,...

    Ist das nur relevant wenn ein hoher DC für ein PL e mit Kat.4 erreicht werden muss ?


    Danke im voraus für Eure Antworten.
    Zitieren Zitieren Test-/Überwachungsfunktion im Aktorkreis  

  2. #2
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    Also in Kategorie 3 wird keine Überwachung des Sensors gefordert. Lediglich die Signale der einezelnen Sensoren müssen in der Auswertung so verglichen werden, dass dein DC dem erforderlichen PL deiner Sicherheitsfunktion entspricht. (Kreuzvergleich, Querschlusserkennung, etc.- Kommt halt auf den PLr an.) Eine Testung wie in Kat. 2 ist nicht erforderlich, da du ja deine redundanten Eingangssignale auf plausibiltät prüfen kannst. Bei Kat. 4 musst du deine Sensoren auch nicht Testen. Du musst allerdings dein redundanten Signale so überprüfen das ein Fehler erkannt wird und eine Anhäufung von Fehlern nicht zum Ausfall der SF führt. Also imprinzip erfolgt die Testung der Sensoren über den Vergleich der Signale.

    Die Überwachung der Aktoren ist gleich den Sensoren, du musst je nach PLr bei Kat. 3 den DC niedrig oder Mittel erreichen. Demnach ie liest du die Signale deiner Aktoren (bespielsweise zwangsgeführte Hilfskontakte bei einem Schütz) zurrück und vergleichst diese entsprechend so, dass der DC niedrig oder Mittel erreicht wird. Dazu gibts in der Norm Tabellen wie du welchen DC erreichen kannst.

  3. #3
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    Hallo,
    die Frage ist:
    in der EN ISO 13849-1 wird ab Kategorie 3 u.a. eine Überwachung des Sensor und des Freigabekreises gefordert.
    Ich bin mir nicht sicher ob damit jetzt lediglich eine Signalrückführung wie bei dem "Klassiker", öffner Kontakt eines zwangsgeführten Schütz gemeint ist
    oder auch die Testung auf Funktionalität. Also Hell-/Dunkeltests, Querschlusserkennung,...

    Ist das nur relevant wenn ein hoher DC für ein PL e mit Kat.4 erreicht werden muss ?
    Zunächst was die „Überwachung“ betrifft ist das richtige Wort Diagnose und die Wirksamkeit wird im Diagnosedeckungsgrad ausgedrückt.
    3.1.26
    Diagnosedeckungsgrad
    DC
    Maß für die Wirksamkeit der Diagnose, die bestimmt werden kann als Verhältnis der Ausfallrate der
    bemerkten gefährlichen Ausfälle und Ausfallrate der gesamten gefährlichen Ausfälle
    ANMERKUNG 1 Der Diagnosedeckungsgrad kann für die Gesamtheit oder für Teile des sicherheitsbezogenen
    Systems gelten. Zum Beispiel könnte ein Diagnosedeckungsgrad für die Sensoren und/oder das Logiksystem und/oder die Stellglieder vorhanden sein.
    ANMERKUNG 2 In Anlehnung an IEC 61508-4:1998, Begriff 3.8.6.
    3.1.29
    Testrate
    rt
    Häufigkeit der automatischen Tests, um Fehler in einem SRP/CS zu bemerken, Kehrwert des Diagnose-Testintervalls

    Was ist der Diagnosedeckungsgrad?

    1. Ermittelt mit einer FMEA welche Fehler kann es geben, Fehlerlisten in DIN EN ISO 13849-2
    2. Welche Fehler führen zu Gefährlichen Ausfällen
    3. Welche Fehler werden durch die Maßnahme erkannt und auf welche wird reagiert
    4. Die Fraktion der erkannten gefährlichen Ausfälle (auf die reagiert wird) geteilt durch die gefährlichen Ausfälle ergibt dann den DC x 100.
    5. Das macht man für jede Komponente und dann ermittelt man für dir Struktur den DCavg = durchschnittlicher Diagnosedeckungsgrad

    Bei den Kategorien 2,3,4 wird ein DCavg gefordert, nicht erst ab Kategorie 3!!!
    Siehe hierzu Tabelle 10 in der DIN EN ISO 13849-1
    Also was man an Diagnosemaßnahmen machen muss ist abhängig von PLr. Wenn man Baumustergeprüfte Bauteile einsetzt werden durch die Anwendung von Schaltungsbeispielen die DC angegeben. Oder man schätzt den DC im Anhang E oder man macht eine FMEA was aber nicht so einfach ist.

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