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Thema: Lichtvorhang quittieren

  1. #1
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    Hallo,

    darf eigentlich ein Lichtvorhang welcher hintergangen werden kann, mit einem einkanaligen Taster (vor dem Lichtvorhang), der auf einen normalen SPS-Eingang geht, quittiert werden?
    Zitieren Zitieren Lichtvorhang quittieren  

  2. #2
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    Hallo,

    willst Du den Rückstelleingang und den SPS-Eingang parallelschalten?

    Gruß
    Tommi

  3. #3
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    Dazu habe ich ein Dokument der DGUV verlinkt.
    Suche mal nach manueller Rückstellfunktion und DGUV

  4. Folgender Benutzer sagt Danke zu Safety für den nützlichen Beitrag:

    Fluffi (02.03.2014)

  5. #4
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    Danke für den Hinweis. Ich hab mir das Ganze mal genauer durchgelesen. So ganz schlau werde ich aber daraus nicht.

    In den Informationsblatt steht zum einen recht klar drin, dass durch eine Flankenauswertung (pos oder neg) das Auftreten eines einzelnen Fehlers erkannt wird und die Anforderungen an DIN EN ISO 13849-1 dadurch erfüllt werden (auch wenn direkt danach steht, dass am Besten eine Kombination aus steigender und fallende Flanke des Reset Signales erfolgen soll).

    Auch die Bewertung eines PL oder SIL ist bei der Rückstellfunktion nicht durchzuführen. Dass die Steuerung eine Sicherheitsauswertegerät sein muss (zB F-Programm ) oder die Signale zweikanalig sein müssen wird nicht erwähnt und ist zunächst auch nicht aus dem Text abzuleiten.



    Soweit so gut. Aber zum anderen steht da auch drin:

    Der Performance Level der sicherheitsbezogenen Teile
    für die manuelle Rückstellfunktion muss so ausgewählt
    werden, dass die Einbeziehung der manuellen Rückstell-
    funktion die erforderliche Sicherheit der zugehörigen
    Sicherheitsfunktion nicht mindert“.
    Das kann ja widerum alles bedeuten und beißt sich mit der Aussage im Text :
    Die manuelle Rückstellfunktion ist keine Sicherheits-
    funktion, da sie nicht allein zur Risikoreduzierung beiträgt".
    und "Bewertung eines PL oder SIL ist bei der Rückstellfunktion nicht durchzuführen".
    Geändert von Fluffi (02.03.2014 um 11:31 Uhr)

  6. #5
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    Wenn ich mir die verscheidenen Lösungen anschaue, dann sieht man Folgendes:

    Kein mir bekannter Lichtvorhang bzw. ein dazu gehöriges Auswertegerät hat eine 2-kanalige Quittierung.
    Bei den "konfigurierbaren" Schaltgeräten (z.B. PNOZmulti) sind die Quittier- / Starteingänge auch 1-kanalig.

    Das Thema Hintertreten und Quittieren ist immer ein Diskussionspunkt.
    Eine "richtig" sichere Lösung bekommst du da kaum hin.
    Weil ich bei der letzten diesbezüglichen Anlage keine Diskussion darüber wollte, hab ich einen Sicherheitsscanner eingesetzt.
    Rechnet man alle Kosten (Anbringung, Verkablung, ...) zusammen, dann ist das unterm Strich auch nicht teurer.

    Gruß
    Dieter
    Geändert von Blockmove (02.03.2014 um 10:54 Uhr)

  7. #6
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    Zitat Zitat von Blockmove Beitrag anzeigen
    Weil ich bei der letzten diesbezüglichen Anlage keine Diskussion darüber wollte, hab ich einen Sicherheitsscanner eingesetzt.
    Rechnet man alle Kosten (Anbringung, Verkablung, ...) zusammen, dann ist das unterm Strich auch nicht teurer.
    Wenn du eine Maschine mit dem Sicherheitsscanner zum stehen gebracht hast, musst du den doch auch quittieren! Denke ich. Oder nicht?

    Gruß
    Holger

  8. #7
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    Zitat Zitat von holgero Beitrag anzeigen
    Wenn du eine Maschine mit dem Sicherheitsscanner zum stehen gebracht hast, musst du den doch auch quittieren! Denke ich. Oder nicht?

    Gruß
    Holger
    Ich nehme mal an, dass hier mit einem Sicherheitsscanner das Hintertreten wegfällt oder minimiert werden kann und somit eine Fehlfunktion des Quittierens nicht ins Gewicht fällt.


    Wenn ich ganz nüchtern und ohne Beachtung der Normen, das Quittieren eines hintertretbaren Lichtvorhangs analysiere, komme ich zum Schluss, dass eigentlich eine "nicht sicherere" Quittierung das gesamte Sicherheitssystem und dessen Realisierung streng genommen ad absurdum führt.
    Auch wenn es den Normen gemäß nicht verlangt wird und indsutrielle Schaltgeräte das auch nicht anders machen, so sollte ich wohl die Quittierung "sicherheitstechnisch sauber" zweikanalig und als F-DI implementieren. Da kann einem wohl keiner mehr ans Bein pinkeln.
    Geändert von Fluffi (02.03.2014 um 12:56 Uhr)

  9. #8
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    Zitat Zitat von Fluffi Beitrag anzeigen
    Wenn ich ganz nüchtern und ohne Beachtung der Normen, das Quittieren eines hintertretbaren Lichtvorhangs analysiere, komme ich zum Schluss, dass eigentlich eine "nicht sicherere" Quittierung das gesamte Sicherheitssystem und dessen Realisierung streng genommen ad absurdum führt.
    Auch wenn es den Normen gemäß nicht verlangt wird und indsutrielle Schaltgeräte das auch nicht anders machen, so sollte ich wohl die Quittierung "sicherheitstechnisch sauber" zweikanalig und als F-DI implementieren. Da kann einem wohl keiner mehr ans Bein pinkeln.
    F-DI mit Taktsignal ist sicher nicht verkehrt.
    Damit hast du das Thema sichere Verlegung / Querschluss schon mal leichter.
    2-kanalig halte ich für etwas übertrieben, aber wenn du einen weiteren F-DI frei hast, ist der Aufwand wohl vernachlässigbar.

    Gruß
    Dieter

  10. #9
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    Hallo,
    also wenn man das zweikanalig machen möchte weil man aufgrund der Risikobeurteilung ein entsprechendes Risiko erkannt hat, ist das dann auch Richtig. Aber das ganze muss dann wohl als Zweihandsteuerung ausgeführt werden da der Standardtaster eine Einkanalige Mechanik hat.
    Wie schon geschrieben, es gibt zurzeit keine Komponenten die dies erfüllen. Alle einkanalig und nicht Sicherheitsbewertet. Bedeutet bei allen hinter tretbaren Sicherheitsfunktionen, auch bei verriegelten trennenden Schutzeinrichtungen sind diese Komponenten ungeeignet. Ich schreibe dies um klarzustellen, dass es so wie man es schon seit Jahrzehnten ausführt auch weiter geht. Dies hat das Informationsblatt auch versucht deutlich zu machen.
    Zur Aussage, die manuelle Rückstellfunktion darf den PL der Sicherheitsfunktion nicht mindern. Dieser darf also nicht eine Wirkung auf das abschalten haben.
    Also noch mal zum Verständnis, die manuelle Rückstellfunktion löst keinen Start aus, sondern lässt diese nur zu. Man muss einige Schutzmaßnahmen immer in Kombination sehen.
    Eine weitere Maßnahme könnte ein weiterer Taster im Gefahrenbereich sein, der dann ein Zeitfenster öffnet in dem dann der erste Taster Außerhalb des Gefahrenbereichs betätigt werden muss.
    Anders ist es bei Konzepten bei der die Taste auch den Start auslöst. Hier ist ein unerwarteter Wiederanlauf zu beachten, Konzepte mit Personenerkennung usw. oder eben Zweihandstart, wenn man alles überblicken kann.

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