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Thema: Kat2 - PLd Hydraulik mit einem Ventil

  1. #1
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    Hallo,
    normalerweise sagt man, dass man die Ventiltechnik für PLd redundant aufbauen soll (min KAT3). Wenn ich aber ein Wegmesssystem habe, mit dem ich alle 20ms in einer Sicherheits-SPS eine Plausibiltätsprüfung (Analoger Ausgang von Standard SPS zu Wegmessung) machen kann, könnte man die Ventiltechnik auch 1-kanalig mit Diagnose aufbauen (KAT2).

    Kurze Erklärung zum Beispiel:
    -Die Sicherheits SPS misst den Weg des Zylinders 1A mittels Wegmesssystem 1S1. Fährt der Zylinder an das Limit so stoppt die Sicherheits-SPS über K1 und K2 die Bewegung, indem die Versorung von 1V1 weggeschalten wird.
    -Die Sicherheits-SPS teilt über SafeCom der Standard SPS mit, dass diese zu weit gefahren ist (normalerweise stoppt die Standard SPS die Bewegung früher).
    - Um die Funktion von 1V1 stets zu überprüfen, teilt die Standard SPS der Sicherheits-SPS mit, wie hoch der Analoge Ausgang ist. Dadurch kann die Sicherheits-SPS stets den Analoger Ausgang mit gemessenen Weg (1S1) plausibilisieren und somit testen.

    Was denkt ihr dazu, würde das für PLd durchgehen?
    Hat jemand schon mal so etwas realisiert?

    Anscheindend braucht man für die Diagnose auch einen MTTFd. Der Wert des Analog Ausganges zum Ausfahren bekomme ich über die SafeCom von der Standard SPS. Was muss ich dabei beachten?

    Freue mich auf Eure antworten.
    Danke
    lg
    Werna
    Geändert von Werna (23.01.2015 um 11:34 Uhr)
    Zitieren Zitieren Kat2 - PLd Hydraulik mit einem Ventil  

  2. #2
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    Es gibt keine Vorschrift, dass man PL=d mit Kat 3 erreichen soll. Macht aber Sinn. Wir haben das explizit in den Liefervorschriften festgelegt, eben um Lieferanten daran zu hindern, mit ganz geradeso noch zulässigen Bauteilen eine einkanalige Steuerung hinzubiegen, eine redundante ist allemal robuster.
    Fragen: welche Sicherheitskennwerte hat das Wegmessystem ??? Krigst Du eigentlich nur für Geber, die ohnehin sicherheitsorientiert sind --> krigst Du nicht = vergiss den Geber.
    Kennst Du die Anforderung der Kat. 2, dass die Testung 100 mal häufiger erfolgen muss und du rechnerisch nachweisen musst, dass der Testkanal mindestens 50% der Zuverlässigkeit des zu testenden Kanals hat? Die Kat 2 nach ISO 13849-1 ist nicht identisch mit Kat 2 der 954-1 (!!!). Also folgenden Rat. Vergiss die SPS ausser für die Testung in Sicherheitskreisen, vergiss Bauteile ohne sicherheitstechnische Kennwerte in Deinem Sicherheitskreis (ausser Testung bei Kat 3+4) und vergiss das Zwangsminimieren der Sicherheit auf Komponentenebene (wenn es nicht grad um Großserie geht), der Aufwand beim Engineering ist deutlich höher und das Risiko, dass ein kundiger Kunde Deine Annahmen in die Tonne tritt & Abnahme verweigert groß. (im allerschlimmsten Fall= rückruf nach Produktischerheitsgesetz) - schlägst Du diesen Risikozuschlag drauf, ist die "kostengünstige" Lösung die nach Kat. 3. - Gruss Andreas

  3. #3
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    Zitat Zitat von Werna Beitrag anzeigen
    Was denkt ihr dazu, würde das für PLd durchgehen?
    Hat jemand schon mal so etwas realisiert?
    Grundsätzlich schließe ich mich meinem Vorredner an, zu Spaaren ist bei der Sicherheit auf jeden Fall der falsche Weg. Im schlimmsten Fall hast du dann nicht nur das ProdSG sondern auch das ProdHaftG gegen dich. Wenn dann heraus kommt, dass der Unfall verhindert werden können, wenn die Sicherheit besser ausgeführt worden wäre, begibst du dich damit in Gottes Hand.

    Zu deiner Frage oder der "PL" durchgehen würde, ich befürchte dass das bei manchen Kunden klappen würde, da in dem Bereich noch viele Lücken vorhanden sind. Aber wie schon geschrieben, nur weil der Kunde alles akzeptiert kreative Schaltungen zu liefern halte ich für den ganz falschen Ansatz. Schließlich machst du die Risikobeurteilung (Quelle der Forderung für die Sicherheitsfunktion) um euch rechtlich abzusichern und nicht just4fun!
    Aber nun mal eine Gegenrechnung, wenn du das System zweikanalig aufgebaut hättest, wäre wahrscheinlich wesentlich weniger Arbeitszeit notwendig gewesen, um das System zu verifizieren. Somit wird allein durch das Nachfragen und Recherchieren die billige Lösung mindestens gleich teuer

    Gruß
    Alex

  4. #4
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    Danke für Eure Antworten.
    Ich habe unsere Konstrukteure schon überzeugt, dass ein 2. Ventils, welches nicht viel kostet, jene Lösung ist, die wirklich 1 Fehler sicher ist und wir somit PLd erreichen.
    Danke nochmals
    lg
    Werna

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