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Thema: Schleifenimpedanzmessung bei Motorschutzschaltern

  1. #1
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    Hallo zusammen,

    ich habe mal eine Frage zur Messung der Schleifenimpedanz bei Motorschutzschaltern.
    Mir geht es hierbei hauptsächlich darum wie ich den richtigen Abschaltstrom berechne bzw. ableite.

    Bei einem LS-Schalter ist das ja nicht schwer.
    Bsp: B-Charakterisik Ia=5xIn

    Wie gehe ich jetzt mir einem Motorschutzschalter um:
    Als Beispiel habe ich folgende Daten aus einem Datenblatt:

    Thermischer Überlastauslöser: 0,55...0,8A
    Überstromauslöser (vielfaches des Bemessungsstromes): 13-fach

    Ist die Annahme richtig das der Auslösestrom in meinem Beispiel
    Ia= 0.8A *13 ist?

    Bei uns in der Abteilung gibt es auch Meinungen das Ia=0,8A ist.

    Hoffe ihr könnt mir hier weiterhelfen.

    Danke an alle.

    Gruß Tüftler_84
    Zitieren Zitieren Schleifenimpedanzmessung bei Motorschutzschaltern  

  2. #2
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    Ab dem 13fachen Nennstrom reagiert der Kurzschlussauslöser.
    Je nach prospektiven Kurzschlusstroms des Netzes ergibt sich ein Durchlassstrom (Cut-off-current).
    Dieser sollte im Datenblatt des Leistungsschalter ersichtlich sein.
    Auf Wikipedia ist ein Diagramm über die Auslösekennlinie beim Leitungsschutzschalter.

    Der thermische und Kurzschlussschutz hängt von der Auslösezeit ab.

  3. #3
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    Ist die Annahme richtig das der Auslösestrom in meinem Beispiel
    Ia= 0.8A *13 ist?
    Ist richtig für Kurzschlussbereich.

    Bei uns in der Abteilung gibt es auch Meinungen das Ia=0,8A ist.
    Das ist der maximal einstellbare thermische Auslösung.

    Bram
    Wenn es nicht auf STRAVA ist, ist es nicht passiert !!

  4. #4
    tüftler_84 ist offline Neuer Benutzer
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    Danke bis jetzt für eure Antworten,

    leider hats bei mir noch nicht Klick gemacht.

    @vliegende hollander,
    also kann ich das dann für mich so merken, da die Schleifenimpedanzmessung der Ermittlung des Kurzschlussstromes dient,
    das ich dann als Auslösestrom Ia=0.8*13 rechnen muss, da dies für den Kurzschlussbereich gilt, oder habe ich hier noch ein Denkfehler?

    @Schmidi
    was ich im Datenblatt gefunden habe ist folgendes:
    Ausschaltvermögen Kurzschlussstrom 10kA
    bin mir da aber nicht sicher ob du das damit gemeint hast bzw. wie ich das jetzt miteinander in Verbindung bringen soll.

    Ich hoffe ihr könnt da noch ein wenig mehr Licht in die Sache hereinbringen. Möchte es nämlich schon richtig verstanden haben.
    Vielleicht kennt ihr ja auch eine Internetseite wo dies vielleicht etwas näher beschrieben ist.

    Danke euch aufjedenfall.

    Gruß Tüftler_84

  5. #5
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    Schau mal in das Datenblatt von Rockwell, da sind viele Grafiken
    http://literature.rockwellautomation...d002_-en-p.pdf
    Hier noch die Grundlagen zu Leistunsschalter, darin sind viele Erklärungen und Beispiele
    http://literature.rockwellautomation...p001_-de-p.pdf

    Hoffentlich hilft dir das

  6. Folgender Benutzer sagt Danke zu Schmidi für den nützlichen Beitrag:

    de vliegende hollander (04.06.2015)

  7. #6
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    Zitat Zitat von tüftler_84 Beitrag anzeigen
    was ich im Datenblatt gefunden habe ist folgendes:
    Ausschaltvermögen Kurzschlussstrom 10kA
    bin mir da aber nicht sicher ob du das damit gemeint hast bzw. wie ich das jetzt miteinander in Verbindung bringen soll.
    Das ist der maximale Kurzschlußstrom welches dein Schaltgerät (also der MSS) schalten kann.
    Wieviel Strom maximal fließen kann ist abhängig von deiner Schleifenimpedanz.
    .
    mfg Volker .......... .. alles wird gut ..

    =>Meine Homepage .. direkt zum Download

    Meine Definition von TIA: Total Inakzeptable Applikation

  8. #7
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    also kann ich das dann für mich so merken, da die Schleifenimpedanzmessung der Ermittlung des Kurzschlussstromes dient,
    das ich dann als Auslösestrom Ia=0.8*13 rechnen muss, da dies für den Kurzschlussbereich gilt, oder habe ich hier noch ein Denkfehler?
    Der Schleifenimpedanz sollte minderst so niedrig sein das diese Strom (I * 13) fließen kann. Sprich, dass der MSB innerhalb der vorgeschrieben Zeit auslöst.

    Das ist natürlich für Kabelberechnungen interessant weil immer eine Kontrolle gemacht werden muss ob der berechnete Kabel die Maximale länge bei Kurzschluss nicht überschreitet.

    Als Beispiel.

    Ein 2,5qmm Kabel gesichert durch ein 16Amp B-Charakteristik (5 * I) darf laut Tabelle maximal 100 Meter lang sein.

    Das gleiche Kabel darf mit eine C-Charakteristik (10 * I) auf ein mal nur Maximal 50 Meter lang sein.

    Diese Kontrollen werden auch mal ganz gerne vergessen.

    Bram
    Wenn es nicht auf STRAVA ist, ist es nicht passiert !!

  9. #8
    tüftler_84 ist offline Neuer Benutzer
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    Erstmal danke an alle für eure Unterstüzung.
    Nach euren Informationen und weiterer Forschung im Internet wird mir die Sache jetzt schon ziemlich klar.

    Worauf ich jetzt noch gestoßen bin ist das Thema "Gebrauchsfehler".
    Hab wo gelesen das laut Norm ein fester Wert von 30% berücksichtigt werden muss.

    Wo anders habe ich gelesen das für Leistungsschalter eine Fehlergrenze von 20% berücksichtigt werden muss.

    Wisst ihr vielleicht mehr darüber?
    Eine Norm wo das drin steht wäre vielleicht auch nicht schlecht dann könnte ich da auch nochmal nachlesen.

    Tüftler

  10. #9
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    Worauf ich jetzt noch gestoßen bin ist das Thema "Gebrauchsfehler".
    Hab wo gelesen das laut Norm ein fester Wert von 30% berücksichtigt werden muss.
    Der von dir angesprochene Gebrauchsfehler bezieht sich auf Messgeräte zur Ermittlung der Schleifenimpedanz. Es ist bei der Messung also eine Abweichung (Fehlmessung) von +/- 30% möglich. Um trotzdem eine zuverlässige Aussage über das Abschaltvermögen eines Schutzorgans zu treffen, werden 30% der gemessenen Impedanz hinzugerechnet. (oder auch weniger, je nach Angabe des Herstellers des Messgerätes)
    Solche Messgeräte werden nach DIN VDE 0413 Teil 3 hergestellt. (Habe zufällig gerade eins auf dem Tisch. Steht so in der Bedienungsanleitung)

    Als Beispiel zum besseren Verständnis:
    gemessener RI (Netzinnenwiderstand) = 0,88 -> maximaler Kurzschlussstrom beträgt danach 261A. Davon 30% abgezogen = 178 A max. Kurschlussstrom
    Ich muss also ein LSS wählen, der bei 178A sicher auslöst. Hier wäre ein C16A also das Maximum. Ein C18A wäre schon grenzwertig.

    Wobei sich alle Angaben in diesem Bereich auf Leitungsschutzschalter bzw. Sicherungen beziehen und nicht auf Motorschutzschalter.
    Grüsse Holger
    Geändert von holgermaik (08.06.2015 um 12:30 Uhr)

  11. #10
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    @holgermaik
    Danke für die Antwort. Also wendest du das bei deinen Messungen auch so an das du die 30% dann abziehst.
    In unserem Protokoll geben wir immer Zs sowie Ik an.
    Wie protokollierst du das mit den 30% Abzug. Wenn ich mein Ik mit den 30% abziehe stimmt ja mein Zs wieder nicht mehr.

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