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Thema: Redundanter Abschaltpfad: 2ter Kanal wird nur im Fehlerfall von Kanal 1 ausgeführt

  1. #1
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    Hallo zusammen,

    in einem Projekt habe ich einen Aktor, der nur ein-kanalig ist. Der Aktor wird aber überwacht und führt im Fehlerfall zu einer weiteren sicherheitsgerichteten Abschaltung.
    Wie kann ich diesen Fall berechnen?

    Dadurch erhoffe ich mir eine Kategorie 3 oder 4 zu erreichen.

    Vielen Dank!
    Gruß,

    andrejtm
    Zitieren Zitieren Redundanter Abschaltpfad: 2ter Kanal wird nur im Fehlerfall von Kanal 1 ausgeführt  

  2. #2
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    Hi andrejtm,

    klingt für mich nach Kat. 2. Zitat EN ISO 13849-1:
    "Wenn immer möglich, muss dieser Ausgang einen sicheren Zustand einleiten. Dieser sichere Zustand muss aufrechterhalten bleiben bis der Fehler behoben ist. Wenn die Einleitung eines sicheren Zustands nicht möglich ist (z. B. durch Verschweißen des Kontakts eines Schaltglieds), muss der Ausgang die Warnung vor der Gefährdung bereitstellen."
    Kat 3 bzw 4 erfordert das zeitgleiche Ausführen und vergleichen zweiter unabhängigen Kanäle.

    Gruß
    Alex

  3. #3
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    2ter Kanal wird nur im Fehlerfall von Kanal 1 ausgeführt
    also hängt der 2.Kanal vom ersten ab-> keine Redundanz
    MfG Stevenn

  4. #4
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    Danke für die Antworten!

    Laut der Norm 13849: "SRP/CS der Kategorie 3 müssen so gestaltet werden, dass ein einzelner Fehler in einem dieser Teile nicht zum Verlust der Sicherheitsfunktion führt. Wenn immer in angemessener Weise durchführbar, muss ein einzelner Fehler bei oder vor der nächsten Anforderung der Sicherheitsfunktion erkannt werden." Dies wäre mit dem Abschaltpfad auch gewährleistet!

    Bei Kategorie 2 müssen laut Norm die Sicherheitsfunktionen durch die Maschinensteuerung in angemessenen Zeitabständen getestet werden. Dies ist hier nicht der Fall, da die Maschinensteuerung die Sicherheitsfunktionen gar nicht

    Die Anforderung des zeitgleichen Ausführens bzw. des zeitgleichen Vergleichens von zwei unabhängigen Kanälen, habe ich nicht in der Norm gefunden...
    Interessant ist sowieso wie "zeitgleich" alles sein muss: ein Schütz hat eine Schaltzeit von vielleicht 60 ms ± 10 ms. Also habe ich nur beim Schütz eine Unsicherheit von 20 ms, die viel größer als die Durchlaufzeit durch das Sicherheitssystem ist.

    Und ja... Der zweite Kanal hängt indirekt vom ersten Kanal ab: Die Rückführung des Aktor-Kanals wird mit dem Ausgangssignal zum Aktor verglichen... Für die Rückführung muss der erste Aktor geschaltet haben!
    Andererseits ist keine Gefährdung mehr vorhanden, wenn der erste Kanal richtig abgeschaltet hat. Und wenn dieser nicht richtig abgeschaltet hat, dann bemerkt die Rückführung dies und schaltet mit dem zweiten Aktor ab. Falls nun der Rückführt-Aktor-Pfad regelmäßig manuell getestet wird, dann müsste man einen höheren Diagnosedeckungsgrad dafür erhalten können!

    Hat Jemand vielleicht schon so ein Problem gehabt?

    Vielen Dank!

    Gruß,

    andrejtm

  5. #5
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    Aber du schaltetest ja den zweiten Kanal praktisch nie. Wie kannst du den dann diagnostizieren?
    mfG Aventinus

  6. #6
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    Auch wenn du einen zweiten Abschaltpfad hast, wird ein Fehler im zweiten Kanal überhaupt erkannt bevor der erste Kanal einen Fehler hat?
    Ich würde an deiner Stelle nicht zu spitzfindig bzw. kreativ werden und die Worte zu sehr zerlegen. Der Grundgedanke der Kat.3 ist das retundante Ausführen der SF mit einem Kreuzvergleich der Werte, womit das zeitgleiche Durchlaufen gemeint ist, siehe Bild 11 der EN ISO 13849-1.

    Welchen PLr musst du erfüllen?

    Was du da beschreibst wird kaum unter die vorgesehenen Strukturen fallen, somit musst die entweder deine SF anpassen, das diese zur Norm passt, oder du musst eine Fehler-Ausfall-Analyse machen (z.B. https://de.wikipedia.org/wiki/Fehlerbaumanalyse ).

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