Elektrischer Hubwagen (24 V) bricht unter Last ein / bleibt stehen

Dida

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Hallo zusammen,

wir haben bei uns im Lager mehrere elektrische Hubwagen mit 24 V Bleiakku im Einsatz. Seit einiger Zeit zeigen einzelne Geräte ein ähnliches Fehlerbild:

Einschalten funktioniert normal, auch Anfahren zunächst unauffällig. Sobald jedoch Last draufkommt, bricht die Leistung ein bzw. der Wagen bleibt stehen. Teilweise läuft er danach wieder kurz, dann tritt der Fehler erneut auf. Das Ganze ist nicht sauber reproduzierbar.

Was wir bisher gemacht haben:
  • Batteriespannung im Leerlauf gemessen -> unauffällig
  • Ladegeräte geprüft -> keine Auffälligkeiten
  • Steckverbindungen und Kabel visuell kontrolliert -> nichts Offensichtliches
Ich habe parallel auch mal bei Hubwagen.de und ähnlichen Seiten geschaut. Da wird u. a. (z.B. hier https://www.hubwagen.com/blog/elektrohubwagen-akku-wechseln-and-richtig-laden-anleitung-and-tipps/) darauf hingewiesen, dass der Akku die zentrale Schwachstelle ist und die Leistung stark nachlassen kann, auch wenn er “voll“ wirkt und dass man viele Fehlerbilder nur mit weitergehender Diagnose (z. B. Messung oder Videos/Analyse) wirklich eingrenzen kann.

Passt für mich zumindest grob zu dem Verhalten, vor allem weil Leerlaufspannung ja nicht viel aussagt.

Aus Foren kennt man ja auch den Klassiker: Spannung bricht unter Last ein -> Steuerung macht dicht oder setzt kurz aus.

Ich vermute aktuell daher eher:
  • Batterie intern schwach / einzelne Zelle platt-
  • Übergangswiderstände (Stecker, Hauptleitung etc.)-
  • ggf. auch Hauptschütz oder Leistungsteil-
Ich habe dazu auch ein ganz gutes Video gefunden, ist zwar aus dem Kfz-Bereich, aber das Prinzip ist ja identisch (Ruhespannung ok, unter Last bricht alles zusammen):

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Fand ich ganz anschaulich, gerade für Leute, die nur im Leerlauf messen.

Bevor wir jetzt tiefer einsteigen:

Habt ihr bei solchen Symptomen typische Verdächtige?
  • Messt ihr direkt unter Last (z. B. beim Anfahren) die Batteriespannung?
  • Sind bei den 24 V Blei-Systemen bestimmte Schwachstellen bekannt (Zellen, Verbinder, Hauptschütz etc.)?
  • Schon mal ähnliche Effekte durch schlechte Kontakte oder verschlissene Schütze gehabt?
Bin für jeden Hinweis dankbar.

Viele Grüße!
 
Ja dann tausch doch die Batterie.Beim Auto darf die Batterie beim starten nicht unter 10 V gehen.Normal sind um die 13,5.
Starten und Batteriespannung messen.
 
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Ist doch der Klassiker bei Blei-Traktionsbatterien.
Häufiges Laden, meist erst wenn leer.
Hervorragende Batteriewartung, Wasser erst, wenns *wirkli* nötig ist.
Batterie tot.

Abhilfe: Neue Batterie, prüfen ob Nutzungszyklus verbessert werden kann.
 
Danke euch, passt zu meiner Richtung. Ich werde als nächstes unter Last messen, also beim Anfahren mit Gewicht. Wenn die Spannung dabei deutlich einbricht, ist es ziemlich klar die Batterie. Parallel prüfe ich noch die Anschlüsse und das Hauptschütz, hatte schon Fälle, wo ein schlechter Kontakt unter Last Probleme macht. Hat jemand einen Richtwert, wie weit die Spannung bei 24 V unter Last einbrechen darf?

Viele Grüße!
 
Flurförderzeuge unterliegen doch eh Prüfpflichten. Ergo könntest Du doch mal Deinen Staplerfachmann* fragen.
Persönlich war mir so, dass die Spannung nicht unter 19V kippen darf unter Last.

* Der hat meist auch nen Checker für die Batterie.
 
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Es sollten 2 Stück 12V Batterien sein, wenn das übliche 24V Nutzfahrzeug-Technik ist. Mess mal die Spannung der beiden einzelnen 12V Batterien. Sollte eine Batterie auffällig anders sein, als die Andere, dann hast Du auch schon mal den Übeltäter.
Die Zellspannung ist typischerweise 2V, da kann es bei in Reihe geschalteten Batterien schon mal vorkommen, dass ein Zellschluss von der überhöhten Spannung der anderen Zellen irrtümlich kompensiert wird im Leerlauf.

Wenn es Einzelzellen sind, dann jede Zelle einzeln sie Spannung checken.
 
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