TIA Grundverständnis AI Energy Meter

Eduard Schleich

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Hallo zusammen,

Demnächst darf ich das erste Mal eine Anlage mit Energiedatenerfassung planen und programmieren.
Ich hab aber noch ein paar geistige Knoten im Kopf.

1:
Zum einen wäre da der Unterschied zwischen dem AI Energy Meter ST (6ES7134-6PA01-0BU0) und dem AI Energy Meter HF (6ES7134-6PA01-0CU0).
Die Auflistung im Handbuch sieht bei beiden gleich aus. Oder ich übersehe was. Im Shop steht beim HF "mit Netzanalysefunktionen".
Was kann ich mir denn darunter vorstellen? Bin grad bisschen verloren.

2:
Zum anderen ist die Frage ob es sinnvoll ist die Energy Meter an meine Haupt-ET200SP anzubauen oder ob es besser ist das separat aufzubauen.

Mein Aufbau wäre prinzipiell:
1x DriveController 6ES7615-7DF10-0AB0
1x Interfacemodul 6ES7155-6AU01-0CN0

Auf dem Interface hängen dann alle Safety-I/O und normale I/O plus das Energy Meter.
Oder sagt ihr dass es besser ist ein separates Interfacemodul fürs Energy Meter zu nutzen.

Wie setzt ihr so etwas um?

Viele Grüße
Edi
 
Kann dir nur zu 2: sagen wie wir das machen das ist bei uns eine extra IM, das 400V und 24V soweit möglich getrennt sind. Die IM mit Energy Meter sitzt auf der Seitenwand über dem Hauptschalter.

Worüber wir mal gefallen sind, ist das wir das EM nicht mit einer hellgrauen Baseunit eingebaut haben. Dem Vorgänger war das wohl noch egal.
 
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Also die Google-KI sagt dazu Folgendes:

1771248322265.png

Beide sind High Feature (HF) Module. Das bedeutet, sie können weit mehr als nur Wirkleistung zählen. Sie liefern Netzqualitätsdaten wie:

  • Phasenwinkel und Leistungsfaktor (cosϕ).
  • Oberschwingungen (Harmonische) bis zur 40. Ordnung.
  • Min/Max-Werte für Spannung und Strom.
 
zu1.
Wenn du nur einen "normalen" Leistungszähler benötigst, reicht die ST-Variante.
Die HF benötigst du nur, wenn du zusätzlich den Messwertrecoder und die Netzanalysefunktion nach IEC 61000-4-30 benötigst.
Details siehe Gerätehandbuch der HF-Variante.

zu 2.
Das ist prinzipiell irrelevant.
Wenn du Bedenken hast, dass jemand die 200V in die 24V steckt, bräuchtest du, zusätzlich zu einer IM mit LWL (Potentialtrennung), auch noch ein eigenes Netzteil um ganz sicher zu gehen.
Wir packen die EM immer irgendwo da dazu wo es platztechnisch grade passt.
Bei den ganzen 230V DI/DQ Baugruppen macht das den Kohl auch nicht mehr fett ¯\_(ツ)_/¯
 
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Danke für eure Antworten.
Dann werde ich mich mal auf di ST-Variante und nicht separat versteifen.

Danke
Wir haben auch unzählige von den EnergyMetern ST im Betrieb. Grundsätzlich ist es so, dass wir in jedem Verteilungsraum pro Schaltfeld/Abgangsfeld ein eigenes IM mit den dazugehörigen EM haben. Das macht das Ganze natürlich viel übersichtlicher und logischer. Und so ein IM kostet ja auch nicht die Welt.

Wenn die EM also zur Gebäude-Energieerfassung genutzt werden, dann würde ich empfehlen für jeden Bereich ein eigenes, separates Interfacemodul zu verwenden. Wenn es um die Energiemessung einer Maschine geht, dann kann das Modul natürlich auch direkt zu den IOs der Maschinen-CPU gesteckt werden.

Noch ein kleiner Tipp, schau dir genau die maximale Größe der EA-Bytes des Interfacemoduls an. Die EnergyMeter brauchen nämlich extrem viel Bytes im Ein- und Ausgangsbereich. Da kommt so ein IM schnell an die Grenzen, auch wenn du nur wenige Werte abfragst. Vom IM Basic kann ich dir komplett abraten. Wir haben überall die Standard IMs verbaut.
 
Vielleicht noch eine Anregung dazu wegen "an einer Maschine" :
Ganz oft interessieren sich die Betriebsleitung und/oder die Produktionsleitung auch schon mal für den "produktiven" bzw. den "un-produktiven" Energie-Verbrauch und vielleicht auch die Störungszeiten. Diese zusätzliche Auswertung könntest du ja recht einfach umsetzen wenn du dem jeweiligen Teilnehmer auch noch ein paar DI's spendierst ...
 
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