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Thema: Galvanikanlage mit Siemens SPS

  1. #1
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    Hallo Leute,
    wie würdet ihr soll eine Anlage realisieren bzw. angehen. Hab mir schon ein paar Gedanken wegen der Umsetzung soll eine Anlage mit eine SPS gemacht. Auf dem Gebiet hab ich allerdings noch keine Erfahrungen. Mit diesem Thema hab ich mich nun etwas genau beschäftigt und soweit ich das bis jetzt verstanden haben ist das eigentlich ein relativ langsamer Prozess. Was allerdings hier wichtig ist, ist die genaue Einhaltung von den verschieden Zeiten die ein Produkt in den dementsprechend Becken verbringen muss. Bitte korrigiert mich wenn ich das falsch verstanden habe. Soll heißen, wenn ein Produkt für 3 min. im Beizbecken sein soll muss es auch noch 3 min. plus einer gewissen Karenzzeit wieder aus diesem entnommen werden. Außerdem können zu einem Zeitpunkt verschiede Chargen durch die Anlage fahren. Was eine recht dynamische Zeitplan voranzieht. Da heißt ich muss vor jedem Start einer neuen Charge prüfen, ob sie auch in den vorgegeben Zeit durch die Anlage fahren kann und ob das für das jeweilige Produkt benötigten Becken auch zu der dementsprechenden Zeit frei ist.
    Was mir bis jetzt so als Lösungsansatz eingefallen ist wäre ein Art Terminplaner bzw. Belegungsplan. D.h. jedes Becken stellt für mich einen Raum dar, das durch ein Produkt für einen bestimmten Zeitraum (falls benötigt) belegt wird. Am Anfange eines neuen Chargendurchlaufs würde ich überprüfen ob das dementsprechende Becken zum angeforderten Zeitraum frei oder belegt ist. Was mir allerdings noch sehr große Kopfschmerzen bereitet ist, was mache ich wenn das Becken(Raum) nicht frei ist. Mache ich eine Rückwärtsrechnung wann ich das Produkt starten muss um es durch die Anlage durchzubringen. Den die Anlagelage soll ja auch soweit wie möglich ausgelastet werden.
    Was ich bis jetzt noch an Informationen zur geplanten Anlage habe ist. Es sollen über 900 Rezepte gespeichert werden und die Erfassung der Produkte soll am Anfang mit einem Barcodescanner erfolgen.
    Habe ihm Internet auch etwas recherchiert wie das Anlagenbau machen die auf diesem Gebiet schon jahrelange im Geschäft sind. Bis jetzt hab ich in Erfahrung gebracht das die meisten dafür eine eigene Software erstellt haben die so was händelt. D.h. die ganze Rechenarbeit übernimmt hier eine PC, der die ganze Steuerbefehle an eine SPS übergibt.
    Die ganze Rezeptverwaltung soll auch bei meiner Anlage über einen PC laufen. Hatte als Visualisierungssystem WinCC angedacht und als SPS an eine größere S7-300 so 317 bzw. 319.
    Was ich nun von euch wissen möchte, wie würdet ihr so was realisieren bzw. was hab ihr in dieser Richtung schon mal gemacht und wie habt ihr das gelöst? Wäre für eure Hilfe sehr dankbar und nehme jeden Denkanstoß gerne an. Was mir auch sehr bewusst ist, es ist in der SPS ein sehr großer Rechenaufwand nötig um zu überprüfen ob ich ein Produkt durch die Anlage fahren kann oder nicht. Danke schon mal im voraus für euere Hilfe.
    MfG

    Hubert

    \"Never change a running system. \"
    Zitieren Zitieren Galvanikanlage mit Siemens SPS  

  2. #2
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    Also ich würde die Auftragsverwaltung in dem PC machen.
    Die PLC ist zum Steuern da, nicht um komplexe Daten und Datensätze zu verarbeiten.

    Mit WinCC kommst du auf die Schnelle auch nicht so ganz recht zum Ziel, denke ich.
    Stell eine Formel auf, wie die Teile durch die Anlage müssen und dann musst du nur noch entscheiden wie du das in ein Programm umsetzst und wie du die Daten in die Steuerung bringst.

    Also keine Problem

    bike

  3. #3
    Avatar von hubert
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    Hallo Bike,

    das hast du schon recht. Die SPS ist eigentlich für die Steuerungsaufgabe gedacht und nicht für hoch komplexe Berechnung. Aber ich hatte halt gedacht das müsst schon hinhauen. An welches System hättest du da besten gedacht? Mir fehlt halt da etwas die Erfahrung in dieser Richtung. Bin aber für neues offen. Bei WinCC hät ich die Rezeptverwaltung auch mit Boardmitteln machen müssen.
    Was meinst du mit der Formel? Steh jetzt glaub ich irgendwie auf dem Schlauch.
    MfG

    Hubert

    \"Never change a running system. \"

  4. #4
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    ich denke deine Idee ist ganz gut

    zu beachten wäre:

    1. wie ist das Zeitverhalten (aller) Komponenten?
    also auch Fahrwege, usw. damit deine Planung überhaupt genau sein kann
    am besten unterscheidest du klar zwischen Zeitvorgabe (bei dem Becken)
    und den Zeiten die drumherum ablaufen - wenn möglich noch die Zeiten statistisch (zur Laufzeit) erfassen und mit einfliessen lassen (bei 24/7-Tage die Woche werden sonst solche über-den-Daumen-gepeilt-Zeiten immer mehr deinen Plan von der Realität abweichen lassen)

    3. was hat Einfluss auf die Vorgabe- und Nebenzeiten, kann ein geplanter Ablauf unterbrochen werden (was dann?), kann was Eingeschoben werden usw.

    2. du brauchst eine Simulation in der du die Zeiten, Jobs usw. zusammen
    mit dem Ablauf "begutachten" kannst - nur dort fallen dir komische Sachen auf - die dich nachher an der Maschine zur Verzweiflung bringen
    (da reicht ein einfaches Konsolen- oder GUI-Progrämmle welches deinen Plan "durchspielt" -> ohne das zu haben würde ich nicht Anfangen -> kann dann auch die Grundlage für die echte Implementierung sein
    Zitieren Zitieren wichtig ist das zeitgefühlt  

  5. #5
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    Zitat Zitat von hubert Beitrag anzeigen
    Was meinst du mit der Formel? Steh jetzt glaub ich irgendwie auf dem Schlauch.
    Also Formel meine ich, dass du dir alle Positionen und die Möglichkeiten aufzeigst, die ein Teil auf- und annehmen kann.

    Dann machst du dir für jede Position ein Feld, wo drin steht
    aktuelles leer, belegt, geplant,
    nächstes leer, belegt, geplant,
    vorhergehendes leer, belegt, geplant
    dann Felder mit notwendigen Zeiten, abgelaufene Zeit, verplanten Zeiten.

    So würde ich das angehen.
    Diese Daten in Datenbausteine einbauen.

    Dann überlegst du dir einen Algorithmus wie du die Positionen beladen willst bzw kannst.
    Bei Abbrüchen dir eine Strategie überlegen und gut ist es.

    Wenn ich so nachdenke, kann das auch in der PLC programmiert werden.

    Um mehr Infos geben zu können wäre interessant:
    Wieviele Becken bzw Zwischenpositionen hast du?
    Wie erfolgt der Transport?


    bike

  6. #6
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    So würde ich das angehen.
    Diese Daten in Datenbausteine einbauen...
    Dann überlegst du dir einen Algorithmus
    wie immer - erstmal die Daten in den Datenbaustein rein - dann wird erstmal alles gut - und dann den Algorithmus überlegen

    wie wärs andersrum

  7. #7
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    Also ich würde einfach alles lesen.

    Aber egal, ich würde es in der beschriebenen Reihenfolge machen.
    Erst wenn ich eine Datenstruktur habe, kann ich mir auch überlegen wie ich diese in der PLC handeln will bzw kann.


    bike

  8. #8
    Avatar von hubert
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    Hallo,

    danke schon mal für euere Unterstützung.

    An LowLevelMahn.
    an welche GUI Programm bzw. Simulation denkst du da? Eine Simulation der Anlage wäre auf jedenfall sinnvoll. Den man kann ja nicht alle Dinge an der Realen Anlage testen bzw. durchspielen.

    An bike,
    also was ich dir bis jetzt über die Anlage sagen kann. Es sind bis jetzt so gute 20 Becken und der Transport der Bauteile erfolgt über eine X/Y Achsen, welche mit FU's angesteuert werden. Die maximale Fahrgeschwindigkeit soll 3m/s betragen. Recht viel mehr infos hab ich bis jetzt noch nicht. Wir sollen für die Anlage ein Angebot abgeben. Bin noch am Informationssammeln. Auch eine Grobe Ablaufbeschreibung fehlt auch noch, wie es der Kunde haben möchte.
    MfG

    Hubert

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  9. #9
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    Mir fällt da was so Richtung Hochregal ein, nur dass dies in diesem Falle Flach liegt.
    Was beim Regal das Aus und Einlagern ist, wäre hier eben umlagern nach Zeiten, die Wiederum aus dem für jedes Bauteil existierenden Datensatz/Rezeptur gelesen werden.
    Evtl. wirds auch einfacher wenn an den Bauteilträgern Moby Kekse verbaut werden können. (daten durcheinander usw.)
    Wenn ich einen meiner Finger in eines deiner Nasenlöcher stecke, haben wir beide nen Finger in der Nase

  10. #10
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    Hallo Hubert,
    ich bin auf diesem Gebiet keine Korophäe habe aber in der Vergangenheit schon öfters solche Anlagen programmiert. Jedesmal wurde hierfür ein fixer Ablauf verwendet, natürlich mit variablen Badzeiten die sich jedoch in einer gewisse Grenze halten mussten um den Gesamtprozess nicht wesentlich zu beeinflussen. Diverse Zeiten müssen eingehalten werden und ich habe bis jetzt noch keine Anlage gesehen (was nicht heisst das es diese nicht gibt, den geben tut es diese bestimmt) die wirklich dynamisch gefahren ist. Diese Aufgabe ist in meinen Augen wirklich was für Spezialisten mit langjähriger Erfahrung. Wir hatten eine Anlage die nach diesem Prinzip aufgebaut wurde, in der Praxis erwies sich diese Regelung für den Anlagenbetreuer jedoch als zu ungenau was die Badzeiten betraf. Aus diesem Grunde wurde die Anlage auf ein fixes Zeitweg Diagramm umgestellt. Hoffe dir damit etwas geholfen zu haben.

    Grüsse, harrylask

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