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Thema: Programmierstil / schöner programmieren?

  1. #31
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    Hi,
    ich bin eigentlich auch Instandhalter (obwohl mein Chef diesen Ausdruck vermeidet), meine Arbeitszeit wird ca. 25% für Anlagen mit SPS verwendet, dabei handelt es sich um kleine Anlagen mit max. 64 Eingängen und Ausgängen, 2 Servoachsen (elektr. bzw. hydraulisch), ein paar analoge Eingänge, Visu.
    1. Ich brauche kein FUP -- AWL oder SCL/ST tut es auch!
    2. Wenn FUP/KOP/AWL verwendet wird, will ich kleine Netzwerke, eine UND-Verknüpfung wo ich fünf Seiten scrollen muss (ja,ja ich habe eine Scheisskleinenmonitorundbinschassaugad aber das ist nicht das eigentliche Problem) halte ich für nicht akzeptabel!
    3. Ich will im Fehlerfall nicht mit dem Laptop zur Anlage-->der Programmierer soll die Fehler auf der Visu ausgeben, dann brauche ich nicht mal zur Anlage!
    4. AEG ist für mich das A&O (Ausschalten, Einschalten, Geht), es ist mir scheissegal wenn Schrittkette A im Schritt 10 auf Schrittkette B wartet, die eigentlich irgendwo ist weil sie glaubt Schrittkette A sei erst bei 8, wenn ich ausschalte dann fahre ich die Anlage in Grundstellung und AUS!
    (Bin deswegen im Urlaub in die Firma gefahren(
    5. XOR wird zuwenig oft verwendet (ganz egal welche Sprache!)
    6. Bei SCL/ST wird "If" inflationär behandelt, ich glaub irgendwer (Zottel?)hat vor ein paar Jahren sehr gute Tips (für mich jedenfalls) gegeben wie guter Code auszusehen hat.
    7. Zu 99% liegt der Fehler beim Benutzer der Anlage, Beispiel gefällig:
    Anruf: Anlage funktioniert nicht, sofort kommen!
    Ich: Scheisse was kann es da haben, komme zur Anlage, verdammt Display tot, verdammt Schrauber tot, , der Arsch hat nicht gemerkt, dass der Hauptschalter AUS ist!

    Georg

    P.S.: Meine Anlagen sind alle gebraucht übernommen worden, die Anlagen teilw. aus dem Jahr 2001 bis 2007, funktionieren (trotz ihrer Macken) problemlos, die Codes sehe ich mir nur an, damit ich verstehen kann warum sie nicht funktionieren. Das einzige was ich an den Anlagen kritisieren kann, ist, dass sich die Programmierer und die Mechaniker während der Jahre nicht weiterentwickelt haben!

  2. Folgende 2 Benutzer sagen Danke zu ge_org für den nützlichen Beitrag:

    Dummy (27.10.2011),Perfektionist (28.10.2011)

  3. #32
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    Zu Punkt 7 habe ich auch einen aktuellen Schwank aus dieser Woche; Thema Fremdfirmen-User (dauerhaft) auf unserem Gelände:
    Chef gibt mir den Auftrag "Schau mal nach dem Touchpanel-PC, der soll ständig irgendwelche Fehlermeldungen ausgeben!" Hintergrund: handelt sich um einen WinCC-Client (kein Flex), den ich neulich erst aufgestellt hatte.
    Vor Ort die Windoof-Ereignisanzeige durchforstet, in den WinCC-Logfiles herumgesucht - kein Fehler festzustellen. Hab mir dann den MA der Fremdfirma gegriffen und ausgefragt. Er meinte eigentlich die Fehlermeldungen im Alarm Logging.... Hatte meinem Chef aber erzählt, der Rechner bringt Fehler...

    So erzeugt man Blindleistung.
    Approx

    PS: @Larry #29: gleicher Werdegang und Prozentsatz würde ich sagen. Warscheinlicher Unterschied: ich bin stationär tätig...
    Geändert von Approx (28.10.2011 um 19:51 Uhr) Grund: ps
    Nihil est in cpu, quod non fuerit in intellectu" - Nichts ist in der CPU, was nicht (zuvor) im Verstand war.

  4. #33
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    Zitat Zitat von Approx Beitrag anzeigen
    @Larry #29: gleicher Werdegang und Prozentsatz würde ich sagen. Warscheinlicher Unterschied: ich bin stationär tätig...
    Was heißt denn "stationär tätig" ?
    Wenn du damit meinst "ich muss nicht reisen", so gilt das auch für mich. Meine Anlagen verteilen sich über eine überschaubare Halle und nach ca. 200m Strecke habe ich jede meiner Anlagen erreicht ...

    Gruß
    Larry

  5. #34
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    stationär tätig war ich auch schon

    so vom Bürosessel aus auf der 600km entfernt stehenden Anlage ...

  6. #35
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    Zitat Zitat von Larry Laffer Beitrag anzeigen
    Was heißt denn "stationär tätig" ?
    Wenn du damit meinst "ich muss nicht reisen", so gilt das auch für mich. Meine Anlagen verteilen sich über eine überschaubare Halle und nach ca. 200m Strecke habe ich jede meiner Anlagen erreicht ...

    Gruß
    Larry
    Jup, habe gedacht ich bin einer der Wenigen, die feste Örtlichkeiten haben - was in unserer Branche aber auch selten ist. Nadenn, ich nehme alles zurück und behaupte das Gegenteil! Die Anlagen, die ich betreue, liegen sogar weiter als 200m auseinander auf unserem Werksgelände...

    @Perfektionist: "mstsc /console" ist unser aller Freund...

    Approx
    Nihil est in cpu, quod non fuerit in intellectu" - Nichts ist in der CPU, was nicht (zuvor) im Verstand war.

  7. #36
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    Na, dann oute ich mich auch mal als "stationärer" SPS-Programmierer, der in einer überschaubaren kleinen heilen Welt werkelt. Ich hatte bislang auch gedacht, damit eher ein Ausnahmefall zu sein.

    Aber zum Thema:
    Zitat Zitat von ge_org Beitrag anzeigen
    Hi,
    ich bin eigentlich auch Instandhalter (obwohl mein Chef diesen Ausdruck vermeidet), meine Arbeitszeit wird ca. 25% für Anlagen mit SPS verwendet, dabei handelt es sich um kleine Anlagen mit max. 64 Eingängen und Ausgängen, 2 Servoachsen (elektr. bzw. hydraulisch), ein paar analoge Eingänge, Visu.
    1. Ich brauche kein FUP -- AWL oder SCL/ST tut es auch!
    2. Wenn FUP/KOP/AWL verwendet wird, will ich kleine Netzwerke, eine UND-Verknüpfung wo ich fünf Seiten scrollen muss (ja,ja ich habe eine Scheisskleinenmonitorundbinschassaugad aber das ist nicht das eigentliche Problem) halte ich für nicht akzeptabel!
    3. Ich will im Fehlerfall nicht mit dem Laptop zur Anlage-->der Programmierer soll die Fehler auf der Visu ausgeben, dann brauche ich nicht mal zur Anlage!
    4. AEG ist für mich das A&O (Ausschalten, Einschalten, Geht), es ist mir scheissegal wenn Schrittkette A im Schritt 10 auf Schrittkette B wartet, die eigentlich irgendwo ist weil sie glaubt Schrittkette A sei erst bei 8, wenn ich ausschalte dann fahre ich die Anlage in Grundstellung und AUS!
    (Bin deswegen im Urlaub in die Firma gefahren(
    5. XOR wird zuwenig oft verwendet (ganz egal welche Sprache!)
    6. Bei SCL/ST wird "If" inflationär behandelt, ich glaub irgendwer (Zottel?)hat vor ein paar Jahren sehr gute Tips (für mich jedenfalls) gegeben wie guter Code auszusehen hat.
    7. Zu 99% liegt der Fehler beim Benutzer der Anlage, Beispiel gefällig:
    Anruf: Anlage funktioniert nicht, sofort kommen!
    Ich: Scheisse was kann es da haben, komme zur Anlage, verdammt Display tot, verdammt Schrauber tot, , der Arsch hat nicht gemerkt, dass der Hauptschalter AUS ist!
    Zu 1. Das finde ich sehr gut. Ich musste mir erst vor Kurzem in einem anderen Thread den Vorwurf der Diskriminierung gefallen lassen, weil ich gefragt habe, warum ein Instandhalter sich nicht mit Hochsprachen beschäftigen braucht. Ich finde es eher diskriminierend, dem Instandhalter die Fähigkeit dazu abzusprechen.
    Zu 2. Finde ich auch. Heute hat man doch genug Speicherplatz, um Zwischenergebnisse in Hilfsmerkern zu speichern. Aber bitte keine sogenannten "Schmiermerker", die im Programm mehrfach zu diesem Zweck benutzt werden.
    Zu 3. Da ich selbst nicht nur Programmierer, sondern auch Instandhalter bin, lege ich darauf auch grossen Wert.
    Zu 4. Das ist wünschenswert, aber sicher nicht bei jeder Anlage möglich. Und auch der Konstrukteur muss da mitspielen. Ich drehe mir oft genug die Achse ab, um bei einer Grundstellungsfahrt evtl. noch in der Maschine befindliches Material loszuwerden.
    Zu 5. Ich liebe XOR, muss mir aber auch manchmal vorwerfen lassen, meinen Code damit unverständlich zu machen. Scheint wirklich eine sehr exotische Verknüpfung zu sein.
    Zu 6. "IF THEN ELSE" ist nun einmal die Stärke von ST, die man auch nutzen sollte. "CASE OF" ist in vielen Fällen zwar eine übersichtliche Alternative, funktioniert aber nur mit Konstanten. Bei einer grossen "IF THEN"-Verschachtelungstiefe kann man das Ganze aber durch den Einsatz von Unterprogrammen übersichtlicher machen.
    Zu 7. Stimmt. Ein eigener Thread mit solchen Begebenheiten würde dem "Fun zum Feierabend" wohl in küzester Zeit ernsthaft Konkurrenz machen.

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