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Thema: Wärmerückgewinnung programmieren

  1. #11
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    Es gab doch mal bei Siemens so eine Bibliothek (ich meine HVAC) zum Thema Heizung, Klima, Lüftung....
    Die war sehr gut beschrieben und hatte gleich alle Bausteine mit an Board...

    Grüße
    wiesel

  2. #12
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    Hallo Syny,

    Ganz so einfach ist es nicht. Aber es sind alles logische Zusammenhänge und mit etwas Überlegung durchaus machbar. Für eine effiziente Nutzung der WRG und der adiabatischen Kühlung sind eigentlich nur die Temperaturdifferenzen von Bedeutung. Stimmen diese nicht, geht die Regelung "nach hinten" los! D.h. zum Beispiel, der Regler heitzt im Kühlbetrieb! Daher immer ein paar Kelvin vom theoretisch Möglichem Abstand halten. Umschaltungen zwischen Heizen und Kühlen bzw. Freigabe der WRG usw. immer mit Offset, Hysterese und ggf. Totzone.


    1. Differenz aus Sollwert der Zuluft und Istwert der Außenluft entscheidet zunächst, ob Heizen oder Kühlen notwendig ist;
    2. Regelsinn der Zuluft-Temperaturregelung entsprechend Heizen/Kühlen umschalten;
    3. WRG nur dann freigeben, wenn Temperaturniveaus Heizen bzw. Kühlen ermöglichen;
    4. Beim Heizen ist (3.) weniger ein Problem, Freigabe über Differenz Ablufttemperatur/Außenlufttemperatur;
    5. Bei adiabatischer Kühlung muß zunächst die Kühlgrenze bzw. die Feuchtkugel-Temperatur berechnet werden;
    6. Im Kühlbetrieb die Kühlgrenze der Abluft mit der Außenluft vergleichen;
    7. Erst wenn die Kühlgrenze tief genug liegt, Luftwäscher und WRG im Kühlbetrieb freigeben;
    8. Luftwäscher sind nach meinen Erkenntnissen sehr effektiv, nahezu 100% rel. Luftfeuchte können erreicht werden;
    9. Zur Berechnung der Kühlgrenze rechne ich sicherheitshalber mit 90% rel. Luftfeuchte;


    Die WRG (hier Frequenzgesteuerte KVS-Pumpe) bildet die erste Sequenz des Zulufttemperaturreglers, Heiz- bzw. Kühlregister die zweite. Im Heizbetrieb sollte man an den Vereisungsschutz denken. Die Feuchte der Abluft kann am KVS-Register im Abluftkanal anfrieren. D.h., die kälteste Stelle im Abluftsystem (Fortlufttemperatur oder wasserseitiger Eintritt Register) muß über dem Gefrierpunkt gehalten werden. Ein entsprechender Regler begrenzt das Stellsignal der WRG. Da hier über eine Pumpe und nicht über einen Mischer geregelt wird, empfiehlt sich ein luftseitiger Vereisungsschutz.

    Ich halte es für falsch, die Regelung in ein Leitsystem zu verlagern. Ich glaube, du tust dir damit keinen Gefallen.


    Gruß, Onkel
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  3. Folgender Benutzer sagt Danke zu Onkel Dagobert für den nützlichen Beitrag:

    Syntaxfehler (27.02.2012)

  4. #13
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    Hallo Dagobert,

    ich möchte ebenfalls eine WRG einbauen in eine bestehende Anlage mit ca. 20000m3. Die Hydraulik und Luftführung ist kein Problem - jedoch die Regelung zu programmieren kann ich nicht. Den Ablauf Heizen und kühlen kann ich "als wenn das dann das" aufskizzieren.

    Könntest du das programmieren?

  5. #14
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    Hallo sunman,

    danke für deine Anfrage. Wenn es sich um eine S7-300/400 handelt, dann ist das genau mein Ding. Für Regelungsgeräte (SBT, Kieback & Peter, Honeywell etc.) haben wir Kollegen, die damit fit sind. Bezüglich deiner Anfrage müsstest du dich bitte an meinen Chef wenden. Kontaktdaten findest du in der Antwort auf deine PN.


    Gruß, Onkel
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  6. #15
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    Hallo Dagobert,

    danke erst einmal für deinen hilfreichen Beitrag.
    Bin gerade dabei eine Anlage zu programmieren, die zuerst die WRG fahren soll, danach erst mein Heiz bzw. Kühlprozess dazu starten soll.
    Da ich bisher nur wenige Lüftungsanlagen programmierte (1 Erhitzerventil) frage ich mich, wie ich die Regelung aufbaue.
    Reicht das wenn ich den Folgeregler (Zuluftkanal) auf min -100% und max+200% (-100=Kühlung 100%= WRG, 200%=Heizen) einstelle oder nehme ich hier seperate Regler, die ich speziell freigebe, dafür seperate PI-Werte einstelle?
    Wie viele Regler brauche ich dann für die Regelung dieser Aggregate...
    Ich habe noch nicht so eine sequentielle Regelung aufgebaut, wäre für jede Hilfe dankbar.

  7. #16
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    Erhitzer, Erhitzer/Kühler (WRG) u. Erhitzer werden in Sequenz geregelt - jede Regelstrecke mit einem eigenen Regler.
    Somit werden mind. 3 bzw. 4 Regler benötigt falls noch eine Raumkaskade beinhaltet wäre.

  8. Folgender Benutzer sagt Danke zu GLT für den nützlichen Beitrag:

    B90I (23.11.2014)

  9. #17
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    danke für die schnelle Antwort.
    das heißt alle Regler arbeiten autark.
    doch möchte ich das mein erhitzer erst nach der vollen Auslastung meiner WRG zu regeln beginnt, wie realisiere ich das? ich arbeite mit der S7 Steuerung...

  10. #18
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    Zitat Zitat von B90I Beitrag anzeigen
    Hallo Dagobert..
    Hallo 0I,

    was geht ab? Sach ma konkret!


    • Laufzeiten der Stellglieder?
    • Wie werden diese angesteuert, stetig?
    • Liefern diese Stellungsrückmeldungen oder Endlagen zurück?
    • Wie ist die Hydraulik aufgebaut?
    • Leitungslänge (Hydraulik) -lange Leitung?
    • Regelstrecke, Raumlast?
    • Blutgruppe?



    Gruß, Onkel!
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    Henry Ford

  11. #19
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    WRG ist ein Kreuzwärmetauscher mit zwei analogen Bypassklappen.
    Dem Wärmetauscher gebe ich binär Heizen oder Kühlen vor und dann stetig 0-10V Stellsignal je nach Vorgabe Heizen oder Kühlen.
    Zu-Ablüfter werden mit Frequenzumrichter gesteuert die Volumenstromvorgabe errechne ich anhand der Belegungstaster in den jeweiligen Räumen (Grundlast+ Summe der gesetzten Belegungstaster)

    Regelung: Kaskaden-Raumtemperatur geführt.
    Natürlich so effizient wie möglich

    Mein Problem ist die Anzahl der Regler zu bestimmen und wie ich diese miteinander verschalte...
    Für die WRG (Heizen,Kuhlen) und dem Wärmetauscher (Heizen, Kühlen)...
    Ich habe einige Unterlagen zu bekommen, jedoch wird da nur etwas von sequentielle Regelung erwähnt, was mir bei der Programmierung wenig weiterhilft. Bin echt schon am verzweifeln...

  12. #20
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    Das kann man schon mit mehreren Reglern realisieren - ist aber aufwändiger und kniffeliger (man muß die Regler dann natürlich geschickt verriegeln.)
    Mehrere Reglern hätten halt den Vorteil, dass man Erhitzer, Kühler und Wärmetauscher mit unterschiedlichen Regelparametern (Kp, Ti) regeln kann.

    Für die meisten Fälle reicht jedoch 1 Regler völlig aus.
    Wie oben von dir schon geschrieben mußt du dann das Reglerstellsignal in mehrere Sequenzen aufteilen.
    Ich würde den Regler von -100 ... +100 regeln lassen.
    Von 0 ... -100 Kühlersequenz
    Von 0 ... +30 Wärmerückgewinnung
    Von 30 .. +100 Erhitzer.
    Die Wärmerückgewinnung bringt ja weniger Leistung als der Erhitzer - somit nur 30%.

    Die Wärmerückgewinnungs-Sequenz kannst du dann im Sommer noch umkehren --> Kälterückgewinnung.
    Die Wärmerückgewinnung hat dann bei 30% Reglerstellsignal 0% und bei 0% Reglerstellsignal 100%.
    Freigabe dieser Kälterückgewinnung bzw. Umschaltung anhand vergleich von Ablufttemperatur und Außentemperatur.

  13. Folgender Benutzer sagt Danke zu uncle_tom für den nützlichen Beitrag:

    B90I (23.11.2014)

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